Samstag, 31. Mai 2008

... jede unglückliche aber ist auf ihre eigene Art unglücklich


 Ein schöner Sommersonnetag. Habe sehr eigenartig aussehenden roten Abdruck der Sonne. Viereckig. Das kommt davon wenn das T-shirt einen eigenartigen Ausschnitt hat und es macht mir angst (in dem Buch welches ich gerade lese, schreiben sie in diesem Zusammenhang "Angst" immer klein. Wollte das mal versuchen. Gut, sie schreiben auch Einschübe mit - und danach kommt ein Komma und dieses ist IMMER am Anfang der nächsten Zeile und es sieht verdammt dum aus. Sehe ich das jetzt nur so kleinkariert weil wegen und überhaupt oder ist es wirklich nicht schön?), dass ich das Wort "Ausschnitt" benutze. Himmel, ich werde ein schreckliches Exemplar von Mehdchen. Ich meine - ich saß voher im Bikinioberteil im Garten. Dinge, die man nicht wissen will. Dinge, die Stalker wissen wollen. Wir bemerken den Unterschied. Vom draussensitzing mit T-shirt kriegen wir einen roten, viereckigen Abdruck. Vom draussensitzing mit Bikinioberteil kriegen wir - bis jetzt noch nichts. Abgesehen davon, dass ich mir zweimal die Augen gerieben habe, was ja nicht so schlimm wäre, hätte ich nicht am Finger Sonnencreme gehabt. Schmerzen. Tränen. Es war schrecklich. Ja, das war ein Aufruf für Mitleid, sehr verzweifelt, nicht wahr.

Zum Buch aus welchem ich nette Satzzeichenspielchen und Wortschreibungen übernehme.

Curtis Sittenfeld. Eine Klasse für sich. Das Buch welches wir hauptgrundtechnisch nur wegen dem Cover kauften. Ballerinas!
"Macht so süchtig wie m&m's" behauptet der/die/das Boston Globe. Nun ja. Erstens werde ich von m&m's nicht süchtig (und der Apostroph nervt ...) und zweitens. Hm. Ist ganz nett. Nach "Volltreffer" der zweite Internatsroman (Dritte. Alles was wir geben mussten ...) in kurzer Zeit. Und irgendwie. Pubertierende Kinder halt. Das denke ich mir jedenfalls bei jedem zweiten Satz. Ist das nun gut oder schlecht? Also es liest sich auf jeden Fall nett und überhaupt. Identifikationsträchtig. Nur jammert mir Lee ein bisschen zu viel. Und ihr erwachsenes Ich ist ja sooo weise und so mitleidsvoll gegenüber der jungen Lee und überhaupt. Zu brav. Zu brav. Und wie sie die einsame Emo-Schülerin spielen will und doch immer nur darauf achtet was wohl die Anderen über sie denken. Okay. Personal Statment. Das mach ich auch ständig. Darüber nachdenken was wohl die anderen über mich denken wenn ich jetzt dieses oder jenes tue. Hach, was sind wir doch heute mitteilungsbedürftig. *hust*
Das könnte an der vielen freien Zeit liegen.
Weil wegen der liebste Holzfäller ist dieses Wochenende nicht da. Darf ich sein Privatleben auch ausbreiten? Nun ja. Jedenfalls ist er am Nürburgring (nächste Woche Rock am Ring! Auch wenn eigenartige Bands kommen - schön wäre es trotzdem ...) und guckt zweirädrigen Fahrzeugen rum, die im Kreis fahrend wertvolle und knappe Energieressourcen verschwenden. Das war jetzt die phöse Ausdrucksweise. Tut mir leid. Es macht ihm ja Spaß und das freut mich ja dann auch. Aber alleine (oh ja. Total alleine. Wir haben ja kein Leben mehr neben dem Pärchengespiele ...) (was für ein dummes Wort ... Pärchengespiele. Menschen könnten Dinge denken ... damit bestätige ich wieder Dinge, die ich vorher geschrieben habe ...) ist plöd. Außerdem habe ich dann Zeit um wirklich - wirklich Ausländische Literatur zu lernen und das ist doof. Also, ist es nicht. Ich meine Ausländische Literatur und Literaturkunde sind meine Lieblingsfächer (könnte am Lehrer liegen) und so, aber. Meh.

Abgesehen davon herrscht hier wieder eine herzallerliebste Stimmung. Habe das Bedürfnis mir Oropax in die Ohren zu stopfen und stumpf die Wände zu betrachten um sie ignorieren zu können. Laute Musik. Wirkungsvoller. Gnah. Nett fand ich folgenden Kommentar, der wahrscheinlich gar nicht so böse gemeint war wie er sich anhörte, aber. Trotzdem.
"Wieso ist er [Holzfäller] eigentlich nicht mit ihr [Freundin, die auch mit zum Nürburgring gefahren ist] zusammen? Ich meine. Passt doch viel besser. Sie haben die gleichen Hobbys, wohnen in der selben Stadt, machen auch viel mehr zusammen, interessieren sich für die selben Dinge, wundert mich wirklich, warum die noch nie zusammen waren beziehungsweise zusammen sind."
Ja.
Danke.
Was genau erwartet man für eine Reaktion von mir?
Soll ich es bejahen? Soll ich ihr zustimmen "Richtig! Wieso bin ich da nicht viel früher darauf gekommen? Danke, dass du mich darauf gebracht hast, sobald ich ihn das nächste Mal sehe, werde ich es ihm sagen, damit er endlich - endlich frei ist für sie!"

...
Ich sagte nichts. Beziehungsweise ich sagte "Danke" und ignorierte es. Versuchte es zu ignorieren. Hach, wie allerliebst ist doch die eigene Familie.
Nun ja. Werde nun warten bis es endlich Abendessen gibt, damit ich mich danach in mein Zimmer verkriechen kann um sie zu ignorieren. Beziehungsweise vorher werde ich die Marktwirtschaft ankurbel und mir teeniemäßig ein neues Handy kaufen. Yay! 200 Euro! Weil wir wollen natürlich unsere alte Karte und unsere alte Nummer behalten. Gott, ich muss wirklich zu viel Geld haben. Das kommt alles nur davon, weil Mitazubine erwähnte, dass das Urlaubsgeld schon überwiesen wurde.

Werde nun die Zeit überbrücken mit abwechselnd lesen und Ausländische Literatur lernen. Was bin ich doch ein Streberkind. Mit einer 2 in Verlagswesen, was mich sehr erfreute. *kicher* Besonders Kommentar von Lehrerin.
"Marina. Sie waren anscheinend zu früh fertig. Sehen Sie sich mal das an (zeigt Rückseite der Schulaufgabe der Klasse. Dort befindet sich - eine Zeichnung. Kleines Schaf vor Haus. Und ein angsteinflössendes Monster. "Das kleine Schaf ahnte noch nicht welch Grauen heute noch auf ihn lauern würde ... ein Staubsaugervertreter!" wahnsinnig unwitzig finde ich im Nachhinein ...). Marina, Sie sollten wirklich etwas in die Richtung machen!"
Joah, klar. Ist ja nicht so, dass wir alle wissen wie schrecklich bösartig, gemein und menschenmordend die Buchbranche ist und wie wenig Chancen es für Kinderbuchautorinnen gibt, wie sie es vorgeschlagen hatte ... aber trotzdem. Sehr herzallerliebst.

Samstag, 17. Mai 2008

Shut up and drive - wieso eigentlich?


 So. Blogeintrag, der wo sein muss, weil. Muss schreiben, weil. Schließlich sagen doch immer alle, dass schreiben so wahnsinnig befwirkt und überhaupt.
Okay.
Genug Psychogeschwafele Das ist ja schrecklich. Man könnte Dinge von mir denken. Bitte nicht denken!
Doch weswegen jeder dieser schockierende (es war doch schockierend oder? Oder? Oder?) Anfang?
Das Fräulein Marina durfte am Mittwoch an ihrem ersten Autounfall teilnehmen.
Wer braucht schon Ponyreitkurse?

Es war einmal - scheiß Satz.

Entschuldigung für die Wortwahl (Ha! Das nenn ich mal Anstand! Ich entschuldige mich schon für solch nette Schimpfwörter!), aber da mir verboten wurde Eingangstürenglas zu zerstören, muss ich wanders meine Pseudowut auslassen.

Weil wir nach der Regensburgfahrt an Holzfällers Heimatörtchen vorbeikamen, stieg ich gleich da aus weil und überhaupt. Und ich war extremst stolz auf mich, dass ich den Weg vom Bahnhof bis zu seinem Haus gefunden habe. Yay! Kein Rotkäppchenlaientheaterstück!
Und weil und überhaupt (muss ich mich für sowas rechtfertigen?) übernachtete ich dann auch gleich bei ihm, schließlich müssen wir erst um 11.30 Uhr zur Arbeit.
Der Herr aber nicht. Der Herr steht um halb 7 auf, fährt mit Motorrad in die Arbeit, stellt mir den Wecker auf 9 Uhr und lässt mir die Schlüssel für sein Auto da, sodass Klein-Marina selbstständig nach Hause fahren kann.

Und hier nimmt das Unheil seinen Lauf.

Natürlich schlafe ich nicht bis 9 Uhr, sondern nur bis ca. 7.45 Uhr.
Ich stehe auf, mache heimweibchenmäßig das Bett (*hust*), suche den Autoschlüssel in der Küche und freie mich auf die Fahrt mit 10 PS (Zehn!!!) mehr. Und Servolenkung.
(Kurze lustige Psychorandbemerkung. Ich musste gerade etwas schlucken, als ich das geschrieben habe. Yay. Am Ende des Eintrages bin ich ein psychisches Wrack ... und lache auch noch darüber :ugly: )
Servolenkung toll. Ich kann ganz leicht in der Einfahrt wenden. Yay me.
Und wieder freue ich mich auf die 10 PS (Zehn!!!) mehr, die gleich auf der B300 ausgetestet werden dürfen.

Pustekuchen.

Wir befinden uns jetzt an der Einfahrt zur B300. Marina muss nach links. Blink. Wart. Schließlich kommen da Autos von links und rechts.
Blaues Auto von rechts möchte nach links in meine Straße.
Von links kommt rotes Auto. Schnell. Sehr schnell. Was ja auch in Ordnung ist, ich meine - B300.
Was nicht in Ordnung ist.
Blaues Auto biegt nach links ab.
Kracht in rotes Auto.
Rotes Auto kracht - richtig. In mich.
Benutzt Motorhaube als Sprungbrett und landet geschätzte 10 Meter weiter auf einem kleinen Hügel.

Ja. Scheiße Mann.

Beim Aussteigen bin ich eigentlich noch relativ gefasst. Da sind zwei Autos ineinander reingefahren, Mehdchen, du musst jetzt die Polizei anrufen, ne. Und ich stelle auch noch grandioserweise die Warnblinkanlange an. Yay me und so.
Ich teile dem Fahrer des blauen Autos nett mit, dass er an der Lippe blutet.
Ich frage Menschen, der stehengeblieben ist, wie die Ausfahrt genau heißt.

Und dann - dann gucke ich mein (bzw. eben nicht mein) Auto an.

Scheiße Mann.

Erst da fängt das Zittern an. Und der lustige Heulflash (das Wort wollte ich auch schon immer benutzen). Und es fühlt sich echt beschissen an.

Ich meine - Scheiße Mann.
Sein Auto!
Wenns meins wäre, wäre es auch blöd, aber so.
Scheiße Mann.
(Macht übrigens Spaß das zu schreiben ...)

Rufe ihn an. Anscheinend erzähle ich ihm irgendwas von "hinten ins Auto reingefahren" und er ist dann etwas - geschockt als er die Unfallstelle sieht.
Zwei Krankenwagen.
Einmal Polizei mit lustig blinkender Sirene.
Drei geschrottete Autos.
Und ein Häufchen Elend welches früher einmal auf den Namen Marina hörte.
Obwohl es mir noch am besten geht.
Blaues-Auto-Fahrer blutet wie gesagt an der Lippe und sein Brustkorb tut ihn weh (Sanitäter "Ihr Airbag ist ja auch aufgegangen!" ... Wieso ist eigentlich meiner nicht aufgegangen? Sollte ich mich freuen oder in Panik ausprechen weil er nicht aufgegangen ist?).
Rotes-Auto-Fahrer ("Ich kann nicht hierbleiben! Ich muss zur Musterung!!" *kicher* - Humor wo keiner ist ...) blutet am Ohr aufgrund des Tragens einer Brille und hat jetzt einen netten Verband am Arm.
Mir wird fleißig gegen den Rücken geschlagen ("Tut das weh? Außer dem Klopfschmerz?" - Ich zuckte beim ersten Mal, ich meine - Hallo? Der schläg mir ohne Vorwarnung gegen den Rücken!) und der Kopf fast verrenkt, aber mir tut nicht weh.
Ehrlich nicht. Auch immer noch nicht.
Und das hat nichts mit falschgesetzter Dings zu tun. Mir tut nichts weh.
Ich war nur leicht - fertig.

Nachdem ich brav bei der Polizistin nachgefragt habe, dürfen wir heimfahren, weil Klein-Marina will nicht ins Krankenhaus weil. Und überhaupt.
Ich ruf in der Arbeit an und frage ob ich heute vielleicht daheim bleiben dürfte, ich hatte da gerade einen Unfall. Chefin völlig überrumpelt "Natürlich!". Hach. Sehr nett.

Und so liegen wir dann im Bett und irgendwie - Scheiße Mann.
Ich war dann doch etwas sehr froh, dass er noch übernachtet hat. Es ist irgendwie nicht soooo grandios wenn man jedes Mal wenn man die Augen schließt wieder Zack-Peng-Bum sieht. Und ja, das hört sich wahnsinnig psychofreakig an und es war zwar wahrscheinlich größentechnisch nur ein kleiner Unfall, aber es war mein erster Unfall und da darf ich das.
Oh. Und weil es so schön war. Heute stand in der Zeitung ein minimalistischer Bericht darüber. Ein minimalistischer Bericht, der von Fehlern überquielt.
Es gab keine Beifahrerin. Bei niemanden.
Und ich habe nicht geparkt!
Also wirklich! Was ist denn das für eine Wortwahl für ein stehendes Auto, dass aus der Ausfahrt raus will? Parken! Das ist nicht lache.
Der Sachschaden liegt bei dem "geparkten" Auto bei 2000 Euro, und die anderen beiden haben einen Totalschaden im Wert von insgesamt 18000 Euro. Yay.

Ja. Das war mein lustiges Mittwochserlebnis.
Und jetzt darf ich gleich zum ersten Mal die gleiche Strecke wieder fahren. Mit meinem Auto. Was freue ich mich doch. Panisches Gezittere, welches ich mir einrede. Yay. Im einreden bin ich spitze.

Und ja, mir geht es gut. Wirklich. Auch wenn mir das anscheinend niemand glauben möchte. Pah. Kinder!

Donnerstag, 15. Mai 2008

Vollbeschäftigt, unbefristet, glücklich.

 Kinder, wie die Zeit vergeht. Da wacht man auf und plötzlich ist Donnerstag, obwohl man doch eigentlich bis jetzt in dieser Woche keinen einzigen Tag in der Arbeit war.
Und deswegen wollen wir jetzt in höchster Zeitnot (25 Minuten! 25 Minuten!) einen Schmachteintrag von und mit und über Regensburg schreiben, der Stadt, der meiner allerliebsten Lieblingsstadt Augsburg fast den Rang abgelaufen hätte. Regensburg regelt und das liegt nicht nur daran, dass es sich einfach wahnsinnig gut anhört.
Wir fuhren also am Dienstag nach Regensburg um das Zentrum der Macht (jedenfalls das Zentrum der Macht in meiner kleinen Welt) anzusehen. Und es ist schon irgendwie seltsam wenn man mit dem Bummelzug, der einen sonst in 10 Minuten von Ausburg nachhause bringt, plötzlich fast eine Stunde fahren muss. Umsteigen.

Es kommt ja nur auf das große ganze an. Und weil Bilder mehr sagen als tausend Wörter (und weil ich etwas schreibfaul bin, aber) das ganze jetzt in einer schönen Foto-Love-Story mit viel Liebe und einem Happy End.

Die Heidi beim reinkritzeling in mein tolles Azubidonauschifffahrtsbuch. Weil wegen der Regalaktion. Kreativität pur. Vereint auf einem Bild. Eigentlich müsste es kaputt gehen.

Eine Schulklasse. Einfach so. Für meine ganz persönliche Belustigung.









Ein rotes Haus. Zieleinfahrt. Ja, ich bin die geborene Fotografin. Ich fotografiere eigenartige Dinge. Interpretiert es doch!








Ein roter Zug! Unglaublich. Wer genau hinsieht, sieht auf dem Bild die Konkurrenz, aber. Wir sind ja tolerant und so.








Regensburg. Yay. Endlich. Ich bleibe für Fotos ja nicht stehe, ich laufe weiter. Und Heidi musste unbedingt dem ganzen Gleis mitteilen, dass ich Touristin bin. Sieht man ja auch nicht ... Kamera und so ... :ugly:





Die gute Gutenbergstraße. Wo auch sonst. Es dauerte etwas bis wir sie gefunden hatten, aber. War ja auch weit weg und so.

Was nun folgte war ein grandioses Treffen mit Cheffehimself mit anschließender Führung durch Verlag, Druckerei und überhaupt. Ich hab gesehen wie Bücher geboren werden! :herzchenaugen: War toll. War ergreifend. War - erstaunlich. Ich meine. Es handelte sich um eine kleine Druckerei und trotzdem war sie sehr groß. Und überhaupt. Ich hätte nie gedacht das so viele bekannte Verlage bei unserer Druckerei drucken. Ich meine - Piper. Thienemann ... und Bis(s)! Ja, ich weiß. Bis(s) ist kein Verlag, aber. Anscheinend wurde der auch bei uns gedruckt. Mein Herz, mein Herz und so.

Danach. Cheffehimself fährt uns zum Hauptgeschäft. Wir dürfen Hauptgeschäft angucken. Es ist - kleiner. Sehr viel kleiner als hier in Augsburg. Aber laaaang. Schlauchförmig. Sehr herzig rumzulaufen und das Programm zu sehen mit dem man jeden Tag (*hust*) arbeitet und Menschen zu sehen, die man nicht kennt, die aber das gleiche Namensschild tragen und überhaupt. Hach.


Abschließendes Gruppenfoto ohne Cheffehimself weil wir irgendwie vergessen haben, dass das den Coolnessfaktor natürlich in die Höhe treiben würde.' Egal. Ich präsentiere: BHs - The next generation.





Yo. Und nun gehe ich. Morgen und so werde ich mehr schreiben können. Vielleicht. Mir geht es gut. Wirklich. Möchte ich noch so erwähnen. Danke. *knicks*

Mittwoch, 7. Mai 2008

Ich bin kein Verräter und fühl mich wie einer.


 Voher noch ein wenig Kettcar-Zitiering. Wobei ich eigentlich das Bedürfnis habe jeden einzelnen Liedtext zu zitieren. Weil. Liebe. Aber. Das langweilt ja. Deswegen nur das Beste.

Wenn wir alle gleich sind, wir wir alle gleich aussehen
Und alle gleich verstehen, dass wir das Gleiche sehen
das Licht ausschalten und die Augen schließen
die Hände falten für die besseren Zeiten?
Wir sind heiß und hungrig und hochmotiviert
Felxibel, spontan und qualifziert
Wir sind teamfähig, unabhängig und belastbar
Uns ist heute egal, wo gestern noch Hass war.


Hach. Hach.
Genug lieb gewesen.

Wie drückt man sich geschickt vor einer Hausarbeit?
Genau. Man kurbelt die Marktwirtschaft an. Yay me. Eigentlich verdiene ich einen Orden. Oder die Kontosperrung. Ich meine - so geht das doch nicht weiter. Kann es sein, dass da jemand leicht shoppingsüchtig ist? So ein bisschen? Nachdem die Fingernägel wieder abgekaut wurden (Ja, Schande über mich. Aber! Ich hab wahrscheinlich einfach schreckliche psychische Probleme, die sich in meiner Nagelkausucht widerspiegeln. Aber. Mir doch egal. *pubertär*), brauchen wir ein anderes Hobby.

Foto!





Warum hat dieser böse, böse Laden auch gerade eine 2 Euro Hardcover Aktion? Deswegen. 6 Hardcover für 10 Euro. Böse! Böse. Ja, die Rechnung geht nicht auf, was an dem Spezialangebot liegt. 1 Stück 2 Euro. 6 Stück 10 Euro. Und wer durfte das faszinierende Schild dazu schreiben? :smirk:



Eine Klasse für sich ~ Curtis Sittenfeld. Weil wegen dem Cover. Und überhaupt. Hörte sich so ähnlichst an wie Volltreffer von Miller. Und das war herzig. Schule! Schule! Schule! Und die Ballerinas ...

Lisas Atem ~ Karel G. van Loon. Weil wegen dem Cover. Äh ... Inhalt. Vermisstes Kind? Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich die meisten Bücher aus der 2 Euro Aktion nur wegen dem Cover gekauft habe ...

Liebeserklärung ~ Michael Lentz. Okay, nicht nur wegen dem Cover. Wegen dem Titel. Und überhaupt. Brauchen wir nicht alle mehr Liebe? Mehr und mehr und mehr.

Purpurengel ~ Vibeke Lokkenberg. Mit Strich durchs o, was ich nicht hinbekomme. Egal. Historischer Roman! Yay. Papst. Die Farbe Purpur. Und überhaupt. Zum abschalting. Nachdenken ist überbewertet.

Das Haus der Zeichen ~ Esther v. Krosigk. Weil wegen dem Cover. Wer die Ähnlichkeit mit Bis(s) erkennt, kriegt einen Keks ...

Das Powerbuch ~ Jeanette Winterson. Joo. Power. Power können wir doch alle gebrauchen. Wenn ich mich richtig erinnere, geht es vordergründlich ums Internet. Und davon können wir doch auch immer mehr gebrauchen.

Ein alter Traum von Liebe ~ Nuala O'Faolain. Weil wegen ... nein, nicht dem Cover. Jedenfalls nicht vordergründlich. Weil wegen Elke Heidenreich. Was man auf dem Foto nämlich nicht sehen kann - die Elke empfiehlt es nämlichst aus tiefstem Herzen und so. Dabei fällt mir ein, dass ich am Freitag schon wieder Druckfrisch vergessen habe. Muss später den dicken sympathischen Mann wieder beim Knö-Kisten-rumstehing angucken.

Winkie ~ Clifford Chase. Dieses Buch ist Liebe. Habe im Bus angefangen zu lesen. Es ist grandiost. Ich will, dass das in die Welt herausgetragen wird. Heidenreichmäßig. Es geht um - einen Teddy. Einen herzigen Teddy. Einen allerliebsten Teddy, der von der CIA festgenommen wird weil sie ihn für einen Terroristen halten. Yay. Weiter bin ich noch nicht, aber. Bilder! Von Teddy.

Und dann. Dann war da ja noch der Rand. Was wir noch sehen (außer meiner Bettdecke - IKEA. Liebe.) sind grandiose Postkarten, welche ich auch noch zusätzlich kaufen musste. Wobei ich noch nicht weiß ob ich die alle verschicken möchte oder lieber behalte. Schrecklicher Zwiespalt.
Interesse, anyone?
Mir ist mal wieder nach Postkartenschreiben.

Dienstag, 6. Mai 2008

Wir können glücklich sein und trotzdem Konzerne leiten


 In meinem nächsten Leben werde ich Arzt. Habe ich soeben beschlossen, ich finde so eine spontane Entscheidung ist doch die sinnvollste.
Nun wird sich der geneigte Leser frage, woher kommt denn dieser etwas eigenartige Entschluss? Hat sie heute einem armen Kunden das Leben mit einer Mund-zu-Nase-Beatmung (politisch korrekt!) gerettet?
Nein, leider beschränkte sich meine Pfadfindertat heute auf das Wägen-raustellen-helfing, tut mir leid.
Doch seit heute darf ich offiziell die Fachbuchabteilung auf den Kopf stellen. Und ich wurde schon am Anfang gelobt, da ich wusste was eine Anamnese und Anästhesie ist. Sind. Was auch immer. Endlich - ENDLICH zahlen sich die vielen Stunden Arztseriengucken aus. Emergency Room! Kurze Zeit Greys Anatomy (ich musste sehr lachen als auf dem Tisch Grays Anatomie für Studenten lag ... hatte das Bedürfnis das a durchzustreichen ...)! Und natürlich - the Godfather und überhaupt. House. Hach, hach, hach. Alles wunderbarst.
Außerdem macht es sehr viel Spaß Bilder mit Krankheiten anzugucken. Der Diagnostische Blick ist dafür ein sehr gutes Buch. Autounfallsyndrom. Man muss gucken. Alles so herrlichst ekelig. Hach.
Jedenfalls. Medizin toll. Technik toll. Ich fand Bücher! Organische Chemie. Yay me.
Morgen kommt EDV dazu und Jura. Wir hoffen einfach mal, dass es dort genauso gut läuft wie heute. Ich meine - dat muss doch.

Und weil man nie genug über die Arbeit schreiben kann.
Sonntagsarbeit! Marktsonntag. Yay.
Ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Es war sehr herzallerliebst. Könnten wir öfter machen. Auch wenn ich danach im Zug eingeschlafen bin und nur durch das zufällige Anstupsen meines Nachbarn wach wurde. Gerade noch rechtzeitig.

Irgendwie ist es schon traurig. Da denke ich mir so oft "Kind!", denke ich "Kind! Merk dir das, darüber kannst du bloggen!". Und dann - dann vergesse ich es wieder. Und so mühen wir uns immer wieder vor dem PC ab, schürfen nach Gedankenfetzen, verzweifeln und überhaupt.

Ich hab das neue Kettcaralbum käuflich erworben. Große Liebe. Sag zum Abschied leise 'Fick dich'. Ja, so bekommen wir neue Leser.
Jedenfalls ist das Album sehr sehr toll. Anders als das andere welches wir haben. Aber toll. Irgendwie - erwachsener? Aggressiver? Dings halt.

Meine Brandblase ist heute in der Arbeit aufgeplatzt. Als wir handwerklich-unbegabt Regalbeschriftungen gewechselt haben. Nun fragt man sich - woher hat das Kind eine Brandblase? Das kommt davon, wenn man zu dumm ist ein Backblech richtig zu halten. Und ja, soviel möchte ich noch sagen, es tut weh.

Oh, und noch ein bisschen Demotivation. Habe mich heute bei Mitazubi erkundigt wie weit er schon mit seiner Hausarbeit für Filmgeschichte ist.
Der Boden der Realität kann so grausam hart sein.
Er ist schon fertig. Ist ja nicht schlimm.
Er hat seine Hausarbeit auf 19 Seiten kürzen müssen. Von 35 Seiten.
35 SEITEN!
Wir dürfen nur 15 Seiten schreiben.
Werde mich später in meine Zimmerecke setzen und weinen. Irgendwann wird das Weinen in ein hysterisches Kichern übergehen. Und dann - dann werde ich müde ins Bett fallen.
Das Wochenende wird geprägt sein von Schreibwahnanfällen. Vielleicht schaffe ich es ja auch mit heute noch zu motivieren und ein bisschen was vorzuschreiben. Jetzt ist der Zeitpunkt wo ich mir wieder einen Laptop wünsche, weil ich im Bett sitzen könnte, den Film laufen lassen könnte und kreative Ausbrüche niederschreiben könnte. Könnte. Könnte. Könnte. Bla.

Wir müssen das nicht tun.
Och. Mist. Ich habe etwas vergessen. Eigentlich wollte ich doch extra für Mitkollegendings viele pubertäre Redewendungen einbauen. Zum kichern. Aber dazu bin ich jetzt nicht gekommen.
...

Samstag, 3. Mai 2008

Weil halt.


Weil es sich das Kofferkind gewünscht hat.
Weil das Kofferkind schuld ist, dass ich Fotos posten möchte.
Weil mich gestern Photobucket gehasst hat.
Für meine eigene Belustiung. Was wir nötig haben. So ein bisschen. Irgendwie. Gnah. Gerade. Sehr.
Die Zeit läuft weg und ich habe gerade mal 17 Schmierseiten. Aber dafür ein tolles Layout im Kopf ...





Fertig mit der Welt? Armes Wauwau. Ich möchte gerne, dass Patrick Fotos von Hund macht. Weil.


Fertig mit der Familienplanung?
Das praktische an Nachbarskindern - man kann sie wieder abgeben. Auch wenn Klein-Baby so gut wie nie weint. Aber irgendwie war sie nicht sonderlich begeistert von dem Buch. Pah! Warte nur bis du groß bist!


fertig mit den bayerischen Bräuchen?
Thiiii. Auch wenn ich hier seit 19 Jahren (und 11 Monaten und 5 Tagen :manwe:) lebe, die Sprache der Eingeborenen verstehe ich immer noch recht schlecht und ihre eigenartigen Sitten - ich glaub die kann man nicht verstehen. Ich meine - Maibaumaufstelling?
Naja. Egal. Jedenfalls wurde ich gestern auch Teil eines wohl eher unbekannteren Brauches. Weil. Im Internet finde ich so gut wie gar nichts darüber, was bedeutet, dass hier wird jetzt einer der wenigen Suchanzeigendinger ... lustisch.
Was wir auf dem Bild dort oben bewundern dürfen ist ein umfunktionierter Moiala. Normalerweise bekommen ... ach. Lest selbst.
Maien / Moiala
Unter "Mai, Maien oder Mayen" verstand man einen belaubten Zweig, wenn er im Frühjahr sein erstes frisches Grün zeigt. Der Name wird vom Monat Mai abgeleitet. Allerdings gab es ihn auch noch zu Pfingsten oder zu Fronleichnam, wenn junge Birkenbäumchen als Schmuck für weltliche oder kirchliche Feste verwendet wurden. Luther zitiert im 118. Psalm, Vers 27: "Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars". Der Begriff "Maien" taucht bereits 1491 in Rechnungen der herzoglichen Rentmeisterei in München auf.
Im Landkreis Augsburg ist es heute noch üblich, dass sich so manches Mädchen am Morgen des 1. Mai über eine mit bunten Bändern geschmückte Birke - ein "Moiala" - freuen darf. Unbeliebteren Zeitgenossinnen hingegen wird ein Schandmaien, Besen oder Borzen gesetzt. Diese Form der sozialen Ächtung, bzw. der Rüge findet sich heute nicht mehr so häufig, schmerzt die Betroffenen aber um so mehr, wenn sie doch einen verdörrten Zweig - für alle sichtbar - im Vorgarten vorfinden.

Was bedeutet, normalerweise bekommt man einen Baumstamm (mein neues Lieblingswort) in den Garten gestellt. Da ich das eher bedenklich finde (Hausfriedensbruch, anyone?) bin ich recht froh, diesen Moiala bekommen zu haben.
Hach. Sehr allerliebst. Ich bedankte mich schon, aber trotzdem. Dankeschön. *knicks*
Herzallerliebst.
Und anscheinend ist der Begriff "Landkreis Augsburg" sehr - sehr dehnbar. Meine Mama kannte es nicht. Mein Papa kannte es nicht. Menschen aus FFB kennen es. Menschen aus GZ kennen es. Sehr eigenartig das.

Ah. Bus. Weg.