Donnerstag, 3. Dezember 2009

Nur dies eine Lied.

Schlimm. Es macht meinen Kopf etwas mürbe, wenn ich immer nur das selbe Lied (das ist nicht immer das selbe Lied! *fuchtel*) höre. Aber es ist doch so fein. Und ausserdem habe ich eh gerade keine Lust etwas sinnvolles mit meinem Kopf zu tuen.
Für Englisch habe ich schon einen Brief übersetzt, kommen also noch zwei.
Für VWL muss ich noch das ganze Arbeitsblatt machen, aber das hat morgen auch noch Zeit.
Wirtschaftsprivatrecht muss ich noch weiter abschreiben.
VWL habe ich schon fertig abgeschrieben, ich bin ja so stolz auf mich. Also - ich habe die Definitionen aus dem Buch alle abgeschrieben (und dabei sehr viele Vertipper gefunden ... sollte ich das dem Dozenten, welcher Autor des Buches ist, sagen? Vielleicht kriege ich Geld für Vertipper finden - ja, vielleicht sind in meinem Blog auch immer zahlreiche Vertipper, aber ich habe auch keinen Lektor!), vielleicht sollte ich noch die Einträge abtippen.
Und ich sollte langsam beginnen die Vokabeln für Englisch zu lernen. Ich mag Wirtschaftsenglisch nicht. Das ist so viel.

Aber nun zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben.
(Ja. Die Bücher standen im Waschbecken - keine Sorge, sie sind nicht nass geworden)

Die Lesewut ist im Moment nicht zu stoppen. Sehr angenehm irgendwie. Erstens füllt sich meine Leseliste 2009 doch noch (26 Bücher im Moment) und zweitens leert sich mein Ungelesene-Bücher-Regal. Also. Wenn ich ein solches Regal hätte. Die ungelesenen Bücher stehen neben Bett. In zwei verschiedenen Ecken. Und ich wollte mir erst wieder Bücher kaufen, wenn die Ecken etwas leerer geworden sind. Und da bin ich doch auf einem guten Weg.
Zwei Bücher weggelesen in einer Woche. Wie man sich vielleicht erinnern kann, stammen beide Bücher aus dem bösen Lagerverkauf.

Das Löwenmädchen ~ Erik Fosnes Hansen.
Oh, ich muss wirklich sagen. Ein sehr hübsches Buch. Nicht nur weil mir das Cover gefällt. (Und mir gerade auffällt, dass die beiden Bücher sehr ähnliche Covers haben und die mir beide sehr gut gefallen)
Kleines Mädchen (muss dem Bedürfnis widerstehen "Mehdchen" zu schreiben ...) wird geboren. In Norwegen (Skandinavien!!!). Mutter stirbt bei Geburt, Vater ist darüber mehr als bestürzt. Noch bestürzter ist er nur, weil das kleine Mädchen, das ist nicht so wie normale Mädchen. Das kleine Mädchen trägt Fell. Also. Ohne Mantel. Das kleine Mädchen ist am ganzen Körper behaart. Und das ist ja jetzt schon etwas merkwürdig, ne. Nun erfahren wir in diesem Buch wie es denn so ist als kleines, behaartes Mädchen in Norwegen. Sehr einfühlsam beschrieben. Das Heranwachsen eines Mädchens, welches eben etwas anders ist als die anderen. Etwas sehr.
Und das ganze ist irgendwie so objektiv beschrieben. Also. Nicht negativ-objektiv. Einfach so ... mir fällt das Wort nicht ein. Nüchtern. Oder so.
Um das an einem sehr hübschen Beispiel zu zitieren:
(aufgrund von Jugendschutzgründen bitte nur markieren wenn das deine Erziehungsberechtigten auch erlauben!)
Dieser Kuss währte einen ganzen Frühsommer, während das Schuljahr seinem Ende zuging, mit Liedern und Kirchengesängen und Zeugnisverteilung, und das war mir jetzt alles herzlich egal, und immer noch küssten wir uns, nur noch öfter als zuvor, und am Ende konnte ich recht gut schwimmen, und bald spritzte er mir weißen Samen in die Hand. Das war ein interessanter Anblick, er wurde ganz seltsam und zuckte und atmete mir schwer ins Nackenfell.

Was mich etwas gestört hat ist das plötzliche Ende. Also. Das Buch fängt eigentlich an wie das kleine Mädchen als Frau in einem Wanderzirkus mit Skurrilitäten-Schau (mir fällt gerade kein anderes Wort dafür ein) auftritt. Und am Ende des Buches erfährt der Leser, dass das kleine Mädchen einen solchen Wanderzirkus sieht. Wie sie aber dort hinkommt wird nicht erklärt und das finde ich blöd.
Deswegen nur 4 von 5 Punkten.

Ruhelos - William Boyd
Ich muss gerade spontan sagen - so mit einer Nacht Bedenkzeit dazwischen gefällt mir das Buch noch besser als gestern. Obwohl ich normalerweise auf (Achtung, Verallgemeinerung) Krimis und Thrillers nicht so stehe. Weil in dem Buch geht es ja um Spione. Passt ja zu Krimi und Thriller. Irgendwie. Auf eine - abgedrehte Art und Weise. Man muss meinen Gedankengang nicht nachvollziehen, jedenfalls ist das Buch toll. Und mir hat die Spionage-Geschichte irgendwie besser gefallen als die Geschichte rund um die Tochter der ehemaligen Spionin. Weil - die war irgendwie eigenartig. Also die Geschichte. Immer wieder wurden Dinge erwähnt, bei denen ich dachte die sind wichtig und dann - wurden sie wieder fallengelassen.
Dafür fand ich die Liebesgeschichte im Spionage-Teil so herzzerreissend. Obwohl (oder gerade deshalb?) von einem Mann geschrieben, fand ich sie so wahnsinnig emotional und doch nicht kitschig und so - realistisch. Hach. Ich will auch Spionin werden. Also. Nein. Aber. *fuchtel*
Und nun bin ich am überlegen ob ich mir mal ein anderes Buch von Herrn Boyd besorgen soll, weil sein Schreibstil war doch schon sehr allerliebst.

Jetzt darf ich mir wieder die schwere Frage stellen - Welches Buch lese ich als Nächstes?

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