Dienstag, 19. Januar 2010

Burning down the house

Yay - soeben 507 Euro ausgegeben. :D
Nein, nicht für Klamotten. Nein, nicht für Bücher. Und eigentlich müsste ich ehrlich sein, ich habe es nicht "soeben" ausgegeben, ich werde es ausgegeben haben. Im Februar oder so. Oder März. Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Ich habe dieses Mal das Lastschriftverfahren der Hochschule in Anspruch genommen, sodass die mir einfach (einfach - ha!) den Betrag, den sie von mir haben wollen abbuchen können.
Yay ...

Und um auch die 507 Euro des letzten Semester voll auszunutzen (wir sind hier ja nicht zum Schpass hier!), schrieb ich nun heute die Wirtschaftsprivatrechtklausur.
Joah.
Ging schon irgendwie.
Der Fall war - meiner Meinung nach sehr dämlich. Also die zweite Fragestellung fand ich doof. Es ging grundlegend darum, dass Herr M für Herrn L eine Brosche bei Herrn Juwelier kauft, weil Herr L hat doch bald silberne Hochzeit mit seiner Frau. Aber Herr M tut das ohne Vertretermacht. Oha! - denkt sich da mein Wirtschaftsprivatrecht-geeichtes Herz. Oha!
Wer muss jetzt beim Herrn Juwelier bezahlen? Das war die Frage. Und ich denke, ich habe alle Punkte beachtet, die da mit reinspielen. Jedenfalls behauptete ich am Anfang ersteinmal, dass die Anspruchsgrundlage durch den Kaufvertrag gegeben ist. Also Bezahlung der Ware und Abnahme der Ware. Doch wer soll dies nun tuen?
Kandidat M oder Kandidat L?
Ich behauptete weiterhin, dass Herr M dies schlussfolgernd tuen muss, weil man zwar durch Vertretung in einen Kaufvertrag gebunden sein kann, aber nur wenn der Vertreter auch eine Vertretervollmacht hat und - die hatte Herr M nicht, weil Herr L nämlich gar nicht Herrn M gesagt hat, dass er eine Brosche kaufen solle! Ha! Bin ich nicht ein schlaues Mehdchen, manchmal?

Die zweite Teilaufgabe hieß dann "Was würde sich an der Entscheidung ändern wenn Herr M zu Herrn Juwelier sagt 'Die Brosche ist für Herrn L, der hat bald silberne Hochzeit und bestimmt noch kein Geschenk für seine Frau!'?"

Das brachte mich erst einmal zum Grübeln. Weil - ich nicht wusste was die jetzt von mir wollen. Und so dachte ich mir einfach, argumentieren bringt ja auch im Zweifel Punkte und wenn ich meine Argumentation mit Paragrafen untermauere, ja dann können sie doch eigentlich nichts gegen meine eigene Meinung sagen, oder? Jedenfalls argumentierte ich dann, dass Herr M sich gar nicht als Vertreter des Herrn Ls ausgegeben hat, jedenfalls nicht offenkundig und somit, ja somit SOFORT selber in dem Kaufvertrag gebunden ist.

Und wenn das jetzt alles falsch ist, dann ist das sehr dumm.

(Ich fand es hingegen dumm, dass Herr M eine GOLDENE Brosche kauft, obwohl doch der Herr L SILBERNE Hochzeit feiert. Tse!)

Die Multiple-Choice-Fragen waren ... naja. Ich hoffe das beste. Bei einer Frage bin ich mir sehr sicher, dass ich sie richtig habe, weil die nämlich auch schon in der Übung dran kam. Gewitzt, nicht wahr?


Und nun werde ich mir noch einmal die Vokabeln für Wirtschaftsenglisch für Morgen um die Ohren hauen.

Kommentare:

  1. >"Was würde sich an der Entscheidung ändern wenn Herr M zu Herrn Juwelier sagt 'Die Brosche ist für Herrn L, der hat bald silberne Hochzeit und bestimmt noch kein Geschenk für seine Frau!'?"<

    Hätte da evtl. der Verkäufer den Kauf der Brosche verweigern können, weil er ja nicht sicher weiß, ob er das Geld von jemandem bekommt, der eigentlich gar nix von dem Kauf wusste? :gruebel:

    (ich hab keine Ahnung. Überlegte ich nur grad)

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  2. Hmmmm ... könnte sein. Fände ich aber komisch. Weil wir sowas doch nie gemacht haben. *fuchtel*

    Ich bin ja ehrlich am überlegen ob ich in dem Fach zur Prüfungseinsicht gehen soll, nur um zu wissen was richtig ist.

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