Mittwoch, 31. August 2011

Nachholen.

Als ich heute mit dem Zug nach Hause gefahren bin, da las ich gerade "The Carrie Diaries", ein Buch über die Jugendzeit der Carrie Bradshaw (welche wir alle aus Sex and the City kennen, ne), und da dachte ich mir so "Habe ich eigentlich über alle Bücher, die ich damals im Lagerverkauf gekauft habe, auch einen ordentlichen Bericht in meinem Blog geschrieben?". An zwei konnte ich mich erinnern.
Dann verflog der Gedanke wieder und ich lief fröhlich nach Hause.
Dort angekommen kam ich auf die Idee laufen zu gehen. Nur eine kleine Runde, mit einem Abstecher zur Post um ein Päckchen in den Briefkasten zu werfen (Memo an mich: mit Umschlag unterm Arm läuft es sich eher nicht so toll).
Nach dem Laufen musste ich auf ein freies Bad warten, was aber nicht so schlimm ist, weil ich festgestellt habe, dass wenn ich gleich nach dem Laufen duschen gehe, dann schwitze ich nach dem Duschen wieder und das ist ja dann doof. Also stand ich so verschwitzt in der Küche und las die Zeitung und in der Zeitung war schockierenderweise ein Bericht über das neue Buch von Thomas Glavinic (Unterwegs im Namen des Herrn) und sowas freut mich immer gar sehr und DANN kam mir wieder der Gedanke mit den Büchern vom Lagerverkauf und dieses Mal merkte ich mir den Gedanken und deswegen musste ich nun schockiert feststellen, dass ich von den fünf Büchern wirklich nur über ZWEI etwas geschrieben habe! Das geht doch nicht! Das darf doch nicht!

Und deswegen hier nun - Nachholungen!

Bevor ich sterbe - Jenny Downham.
Ich wusste, dass ich weinen werde und ich musste auch arg weinen. Leukämiekrankes Mädchen, welches vor ihrem Tod noch verschiedene Dinge tun will (an einem Tag nur "Ja" zu allem sagen, eine Straftat begehen und so weiter) und dann kommt die Liebe und Liebe steht nicht auf ihrer Liste, weil todkranke Menschen sollen sich nicht verlieben. Und tun es trotzdem. Und das ist schön. Irgendwie. 4 von 5 Punkten.

Seelen - Stephenie Meyer.
Eigentlich wiederhole ich mich nur wenn ich etwas über dieses Buch schreibe. Es ist so schön. Wirklich. Jetzt beim zweiten Lesen ist mir aufgefallen, dass es mir doch etwas besser gefällt als Bis(s). Es ist einfach - schön. Es hat so viel Atmosphäre und ist so vielschichtig. Ja. Mag ich. Sehr arg. Und deswegen auch wieder 5 von 5 Punkten.

Lisa - Thomas Glavinic.
Das sechste Buch dieses Autors (und damit neben Meyer und Rowling der Autor mit den meisten Titeln in meinem Buchregal) und ich werde Glavinic wohl immer mögen, egal was er schreibt, weil da so viele Dinge mitverknüpft sind. Heidi! Geschenke! Lesungen! Und überhaupt. Trotzdem ein wenig objektiv. Lisa, Lisa ist ein Phantom, welches im Buch nie wirklich körperlich anwesend und trotzdem immer präsent ist. Lisa soll auf der ganzen Welt verschiedene Straftaten (vom Hühnerdiebstahl zu etwas arg ekeligen Morden) begangen haben. Und nun sitzt ein alkoholtrinkender und drogennehmender Mann mit seinem Sohn in einer Berghütte und versteckt sich vor Lisa, da er Angst hat das nächste Opfer zu sein. Und dies teilt er mit dem Internet. Beziehungsweise mit den Hörern seines Internetradios. Wenn ihm denn jemand zuhört bei seinen ellenlangen Monologen, bei denen er immer wieder abschweift und noch mehr trinkt und noch mehr Drogen nimmt.
Ich mochte die Sprache, ich mochte die Geschichte nicht so arg. 3 von 5 Punkten und es zerbricht mir das Herz. Und nun möchte ich gerne das neue Buch lesen. Weil ich mich so arg freue, dass gleich zwei Bücher von Glavinic dieses Jahr erschienen sind.


So. Und jetzt sind wir wieder aktuell mit den Büchern. Das freut mich auch sehr.

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