Sonntag, 16. Dezember 2012

Quasi zwei Bücher in einem Beitrag.

Höhö. Der Titel ergibt nur Sinn, wenn ich jetzt noch sage, dass ich "Zwei an einem Tag" von David Nicholls fertig gelesen habe. Und "Die Haushälterin" von Jens Petersen. Zwei Bücher. Quasi. Nicht an einem Tag. Das funktioniert nicht, wenn ich immer nur auf dem Heimweg von der Arbeit lese. 

"Zwei an einem Tag" wurde mir schon vor langer Zeit einmal empfohlen. Ich habe den Film dazu nicht gesehen, werde das aber demnächt noch nachholen. Das Buch fand ich - ganz nett. Natürlich musste ich am Schluss dämlich heulen. Ich hatte irgendwie vergessen, dass diese Art von Büchern IMMER so endet. Ich fand aber den Schluss insgesamt etwas zu lang. Außerdem bin ich weder mit Emma noch mit Dexter besonders warm geworden. Natürlich muss man nicht alle Romanfiguren immer mögen, aber die beiden haben mich in ihren verschiedenen Altersstufen abwechselnd immer so dermaßen genervt, das war schon manchmal etwas schlimm. Gut. Dexter fand ich immer unerträglich. Zu sehr selbstverliebt. Zu sehr Jammerlappen, als es dann nicht mehr so gut läuft in seinem Leben. Was ich mochte, war Emmas Lebenwandel mit dem Umzug nach Paris. Und eigentlich auch schon davor. Sie wirkt relativ unabhängig. Und eigentlich würde ich ja gerne sagen, dass sie sich nicht von Dexter steuern lässt, aber eigentlich ist das ja doch so. Ein bisschen. Hm.
Die Idee, immer nur einen Tag aus einem Jahr zu beschreiben und das über 20 Jahre fand ich sehr gelungen. In einem Jahr kann sich doch eine Menge verändern. 
3 von 5 Punkten und ich merke schon wieder, dass die Punkteskala doof ist. Nächtes Jahr sollte da etwa dran geändert werden. Jawohl. 

(Oder auch nicht. Dann müsste ich ja allen alten Bücher neue Punkte geben und dafür eine Umrechnungtabelle erstellen. Bäh!)

"Die Haushälterin" stand schon länger auf der Wunschliste (hihi, wer wünscht sich nicht eine Haushälterin?), weil - mir das Cover gefallen hat. Na toll. Letztens habe ich das Buch dann gekauft und muss sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Egal wie das Cover nun aussieht.
Ich bin ja nicht so die Freundin von Büchern, in denen nichts passiert (Der Zauberberg ...), und wenn man nun gemein sein möchte, dann könnte man sagen, dass in diesem Buch auch nichts passiert, denn - die Ausgangssituation und die Endsituation sind fast identisch. Vater und Sohn befinden sich in der selben Lage wie am Anfang. Dazwischen taucht Ada, die Haushälterin auf, verändert das Leben der beiden Männer, hinterlässt aber, wie eine gute Putzfrau keine Spuren, als sie dann wieder geht. Wobei. Innere Spuren vielleicht. Am Ende des Buches haben die aber keine wirklichen Auswirkungen auf das Verhalten von Vater und Sohn.
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat - es spielt in der Nähe von Hamburg! Ich kannte Ortsnamen! Voll lustig.
4 von 5 Punkten und ich muss noch einen Satz zitieren:
"Es schien eine Regel zu geben, die den Menschen vorschrieb, anderen ihre Gefühle als Rätsel mitzuteilen."

Nun stehe ich vor der schwierigen Entscheidung, welches Buch ich denn als nächstes lesen soll. 
  • "Der Übergang" von Justin Cronin
  • "A Feast for Crows" von George R. R. Martin
  • "Lolita" von Vladimir Nabokov
Oder ich leihe mir von Herrn Gatsby eine seiner unzähligen Hobbit-Ausgaben, denn ja, ich war gestern im Kino um die unerwartete Reise zu sehen. Darüber muss man auch noch etwas schreiben. Aber nicht heute. Heute werden noch Pralinen fertiggemacht. Also. Nicht gemobbt. Sondern mit Schokolade überzogen. Viel besser quasi.

Kommentare:

Gatsby hat gesagt…

Also ich kann die Hobbit-Ausgaben ja problemlos zählen – es sind vier (inhaltlich verschiedene, wohlgemerkt). :p

Marina hat gesagt…

Niemand kann problemlos bis vier zählen!

Koffer hat gesagt…

Auf Russisch muss ab fünf die folgenden Adjektive und Nomen anders deklinieren als davor. Aber bei eins auch anders als bei 2,3,4. Gut, oder?

Und lies Lolita, das Buch ist megakrassoberhammergeilomaten gut. Ohne Ironie. Aber die hätte bei dieser prima Beschreibung ja nun eh keiner erwartet.

Anonym hat gesagt…

Moin! Also ich persönlich Warren für etwas mehr *kill* Wie wäre es mit James Patterson? Die Alex Cross Reihe ist der Hammer. Passt doch zur Weihnachtszeit