Freitag, 17. Januar 2014

Bücher, Filme, Emotionen.

Dieses Jahr hat mediennutzungsverhaltenstechnisch sehr gut angefangen. Ich habe bereits zwei Bücher gelesen und war dreimal im Kino. Dazu sollte man doch ein paar Worte verlieren. Oder Wörter. Außerdem ist es doch mal wieder gut, dass man den Entstehungsprozess dieses Textes nicht sieht. Um 13 Uhr angefangen, um 21:30 Uhr weitergeschrieben, weil man zwischendurch Boardwalk Empire angucken und Süßigkeiten einkaufen musste. Ich empfehle Bärchen-Pärchen von Haribo. Sie sind süß, sie sind sauer und sie halten Händchen. Oder Pfötchen.


Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will von Kurt Krömer. Weihnachtsgeschenk aus Hamburg. Ich mag ja Kurt Krömer schon ganz gerne, wusste aber nicht wirklich, was ich von diesem Buch erwarten sollte. Die Einspieler aus Afghanistan in seiner Sendung "Krömer – Late Night Show" vermitteln sehr gut, um was es Krömer geht und was sich auch hier im Buch wiederfindet. Er will seinen Blick auf die Situation in diesem von Krieg erschütterten Land beschreiben, ohne jemanden bloßzustellen und billige Witze zu reißen. Er beschäftigt sich mit einer Situation, die nichts mit seinem Alltag zu tun hat und von die er nur aus den Nachrichten kennt. Und ich finde, er macht das sehr gut. Besonders die zwei Sichtweisen auf Afghanistan fand ich spannend - einmal der Bundeswehrbesuch und auf der anderen Seite die private Reise nach Kabul. 

Du oder ich von Elsie Chapman. Wurde mir bei meinem letzten Bewerbungsgespräch geschenkt (zusammen mit einem anderen Buch - Hier könnte ich zur Welt kommen von Marjorie Celona), bzw. durfte ich mir Bücher aussuchen und nachdem ich etwas überfordert war, hat man mir dieses Buch in die Hand gedrückt, weil ich vorher gesagt habe, dass ich Dystopien im Moment recht gerne lese. Obwohl auf dem Cover groß "Thriller" draufsteht. Warum das der Verlag macht, wenn es doch recht eindeutig eher eine Dystopie ist - Rätsel in der Dunkelheit ... Genauso ist es mir ein Rätsel, warum das Buch gleich zwei grobe Fehler enthält, die einem Lektor eigentlich auffallen müssten (Ein Satz mit zweimal "ich" hintereinander und ein Satz, wo eine Person anscheinend über sich selber spricht, weil der Name falsch gesetzt wurde ...). Und mir fallen solche Fehler eigentlich sehr selten auf. Hier hat es mich aber extrem gestört. Was wohl auch daran liegt, dass ich das Buch insgesamt sehr schwach fand. Dystopiestandardausgangsszenario - Totalitäre Regierung, die einen Stadtstaat regiert, in welchem es von jedem Menschen zwei Versionen gibt. Im Alter zwischen ... ich glaub 10 und 18 Jahren bekommen die Jugendlichen die Auftrag ihr Gegenstück zu töten. Nur die Besten sollen überleben. Unsere weibliche Protagonistin erhält ihren Auftrag und der Leser begleitet sie bei ihrem innerlichen und äußerlichen Kampf. Ja, es klingt sehr nach Hunger Games. Aber im Gegensatz zu Hunger Games wird das System in "Du oder ich" gar nicht in Frage gestellt. Auch mal nett. Vielleicht kommt da ja noch, ich hab gerade gesehen, dass es im Englischen schon eine Fortsetzung gibt. Joah. Kann man lesen, muss man aber nicht. 

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty. Guter Film, guter Soundtrack. Aber warum muss man das Foto am Schluss sehen? Ich will nach Grönland. Und Island. Und ich will endlich Nordlichter sehen.

Only Lovers Left Alive. In meinem Kopf heißt der Film ja "Only Lover Left Alone" und irgendwie würde das ja auch passen. Aber - viel wichtiger: Vampire müssen nicht glitzern, um toll zu sein. Schöner Film, der schön unaufgeregt, ja fast schon träge ist. Das Ende passt deswegen nicht zum Rest, weil da plötzlich die Action-Keule rausgeholt wird. Vor Tilda Swinton hab ich Angst. Gruslige Augen. 

The Wolf of Wall Street. Fuck, Fuck, Fuck, Drogen und Fuck. Ich fand den Film ja richtig gut. Toller Schnitt, tolle Musik, toller Leonardo DiCaprio als drogen-, sex-, geldabhängiger Great Gatsby. 

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