Samstag, 28. März 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 15.


Wir nähern uns dem Ende. Also, dem Ende von 2010. Also, dem Ende der Sub-Bücher, die seit 2010 im Regal stehen. Außerdem ist dieses Buch das letzte Buch, welches ich beim Amazon-Bazar gekauft habe. Alles hat also hier ein Ende. 2011 wird ganz anders. 2011 ist nämlich ein sehr kurzes Jahr. Ich hab nur noch 3 Bücher aus diesem Jahr hier ungelesen herumstehen. Möglicherweise habe ich mir 2011 einfach sehr wenige Bücher gekauft, weil ich ein halbes Jahr nicht in Deutschland war. Man sollte mal wieder nach Finnland. Aber das nur am Rande.

"Du ist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten."
Der neue große Roman von Christa Wolf:
Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud spiegelt das Leben der Autorin, wie  in Kindheitsmuster immer wieder verbunden mit entscheidenden Momenten deutscher Geschichte. 
Christa Wolf also. Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud. Ich weiß nicht mehr, warum ich mir dieses Buch gekauft habe, ich weiß aber, dass ich den Titel unfassbar schön finde. So lang! Filmtitel! Sprachmischung! Und was hat Freud mit Engeln zu tun? Man weiß es nicht. 
Über Christa Wolf haben wir letztes Semester im Georg-Büchner-Preisreden-Seminar gesprochen, denn Christa Wolf hat eben jenen Preis bekommen und musste/durfte eine Rede halten. Außer dieser Rede habe ich bisher noch nichts von Christa Wolf gelesen. Ich weiß, dass sie eine DDR-Schriftstellerin war (das klingt irgendwie komisch. Was ist denn das Adjektiv zu DDR?) und man soll wohl von ihr insbesondere "Nachdenken über Christa T.", "Kassandra" und "Kein Ort. Nirgends." lesen. Hab ich alles nicht gemacht. Aber das Buch mit dem langen Titel, das möchte ich lesen. Insbesondere, nachdem ich gerade den U2-Text (also den Text auf der Klappeninnenseite des Schutzumschlags) gelesen habe. Christa Wolf geht in die USA und liest für ein Forschungsprojekt Briefe. Wir sind also quasi Forschungszwillinge! Wobei das erst einmal ein Grund ist, das Buch nicht in nächster Zeit zu lesen, denn Briefe lesen ist zwar interessant, aber auch anstrengend. Insbesondere, wenn die Hälfte der Briefe fehlt und man deswegen keinen ordentlichen roten Faden herstellen kann. Lasst euch das gesagt sein!
Christa Wolf ist tot. Das steht nicht in meinem Buch, in meinem Buch lebt sie noch, jedenfalls, wenn man dem Autorentext glauben darf. Wikipedia sagt, dass sie 2011 gestorben ist. Also ein Jahr nach Erscheinen des Buches.
Lustige Randbemerkung: Gerade erst habe ich verstanden, dass "overcoat" für Mantel/Übermantel oder Überzieher steht und Überzieher ist im Zusammenhang mit Freud schon arg lustig. Die 5 Sekunden alberne Teenie-Witze sind hiermit auch für heute erledigt.

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