Sonntag, 26. April 2015

Wie ich mir einen Visitenkartensammler selber gebastelt habe.

In Anlehnung an den großartigen Beitrag "Wie ich mir einen Vokabelkasten selber gebastelt habe" (Information: Den Vokabelkasten und die Vokabelkarten habe ich zwischenzeitlich weggeschmissen, weil ich festgestellt habe, dass ich so nicht wirklich Vokabeln lernen kann. Ich lerne gerade gar keine Vokabeln, muss das aber demnächst wieder anfangen und werde dann wohl wieder auf das alte Vokabelheft zurückgreifen) möchte ich nun meine neueste Bastelei vorführen - einen Visitenkartensammler. Angeregt durch den Visistenkartensammler von Odernichtoderdoch habe ich eine Version erstellt, die für alle extrem faulen Bastler geeignet ist, weil man nichts ausdrucken muss und die Faltanleitung quasi selbsterklärend ist (außer man hat kein räumliches Vorstellungsvermögen - so wie ich. Weswegen ich das beim ersten Mal gleich falsch gemacht habe. Aber sprechen wir nicht darüber, gucken wir uns lieber das gute, zweite Ergebnis an). 

Man nehme:


- ein beliebige Postkarte
- eine Schere
- ein Lineal
- einen Bleistift

Und ein Klebestift wäre auch noch ganz praktisch, daran habe ich aber zu Beginn noch nicht gedacht.

Man zeichnet nun also ein paar Striche auf die Rückseite der Postkarte. Und zwar habe ich die Mitte der Postkarte ausgemessen und dann jeweils 1,5 cm davon entfernt einen Punkt gesetzt, sodass die zukünftige Stellfläche 3 cm breit wird. Dann zeichnet man zwei Linien an der kurzen Seite der Postkarte und zwei Linien an der langen  Seite der Postkarte, die vom Rand 3 cm entfernt sind.


Ist das erledigt, geht es an die komplizierte Schneide- und Falzarbeit. Es darf nur entlang der kurzen Striche geschnitten werden, also dort, wo die Schere auf dem Bild liegt und auch nur bis zu dem Punkt, an dem sich die kurze Linie mit der langen Linie schneidet. Dann hat man quasi ein kleines Viereck. Auf beiden Seiten.
Alle anderen Linien werden jetzt mit der Schere nachgezogen, damit sie sich im Anschluss besser falten lassen.


Falten! Alles was man falten kann, wird jetzt nach oben gefalten. Quasi wie ein sehr unförmiger, quadratischer Schmetterling. Oder so ähnlich.


Jetzt kommt der Kleber zum Einsatz. Und zwar kommt der Kleber einmal an die kleinen Vierecke, dann klappt man eine lange Seite zum kleinen Viereck und lässt das kurz antrocknen (auf der anderen Seite wiederholen), dann kommt der Kleber auf die lange Seite, man klappt die andere lange Seite drauf und lässt das kurz antrocknen (auf der anderen Seite wiederholen). Aus Sicherheitsgründen habe ich den Antrocknungsprozess mit einer Büroklammer unterstützt, dann rutscht nichts weg oder geht wieder auf.


Und weil jedes DIY-Bastelprojekt der heutigen Zeit Washi-Tape braucht, dachte ich mir, wäre es ganz  nett, wenn man auf die Seiten noch Washi-Tape klebt, einmal zur Deko und einmal, um die Klebefläche noch mehr zu stabilisieren.


Hurra! Wenn man alles richtig gemacht hat, hat  man jetzt einen kleinen Kasten aus Karton. Und weil ich eine lustige Postkarte benutzt habe, steht da jetzt in der Ecke "Freak". Das war aber gar nicht beabsichtigt. Es amüsiert mich aber ungemein. Jetzt kann man in den Visitenkartensammler Visitenkarten stecken. In meinem Fall besteht die Visitenkartensammlung derzeit aus zwei (!!!) Visitenkarten, die ich letzten Sonntag beim #lustwandeln im Schlosspark Nymphenburg erhalten habe - einmal vom Münchner Kindl (hier stöbere ich in letzter Zeit sehr häufig, weil ich langsam echt mal mehr von München sehen möchte. Insbesondere bei Restaurants bin ich immer komplett hilflos und erhoffe mir ein paar Tipps) und einmal von Balkonrosen (Meine Balkonblumen leben noch, aber ich trau mich nicht an Rosen ran, die sterben bestimmt schon, wenn sie mich nur sehen ...).


Was mir erst nach Fertigstellung aufgefallen ist - wie gut passt denn bitte der Visitenkartensammler zu meiner Bastelbox, in welcher sich alle Washi-Tapes und Post-Its und ein Hamburg-Stempel befinden?
Wunderschön. Jetzt muss ich nur weiter kräftig Visitenkarten sammeln, damit der Visitenkartensammler auch schön voll wird. 

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