Donnerstag, 23. Juli 2015

Die Rolle der Masterarbeit in der Studenten-Uni-Beziehung.


Es ist geschafft! Am 09. März begann der Spaß, heute, 136 Tage, 120.722 Zeichen und insgesamt 72 Seiten später endet er. Um 14 Uhr habe ich meine Masterarbeit beim Prüfungsamt abgegeben. Gut, das stimmt nicht ganz, um 14 Uhr war ich beim Prüfungsamt und dann stand ich da erstmal etwas verwirrt rum, weil es verschiedene Schlangen gab und ich wusste nicht, welche Schlange meine ist, bis ich herausgefunden habe, dass ich gar keine Schlange habe, weil bei der für mich zuständigen Person gar niemand stand (was daran lag, dass der offizielle Abgabetermin erst am Montag ist und die meisten erst am Montag abgeben. Kann ich aber nicht, weil ich am Montag schon meinen ersten Arbeitstag habe). Ich musste der Prüfungsamtperson nur meinen Personalausweis, meinen Studentenausweis und die zwei Exemplare meiner Masterarbeit überreichen - schwupps, war der Spuk vorbei. Gruselig, wenn das so schnell geht. 

Zur Belohnung gab es von Herrn Gatsby zwei Bücher (Heinrich Mann! Die Jugend und die Vollendung des Königs Henri Quatre, weil er die spontan beim Bücherverkauf vor dem Bafög-Amt entdeckt hat) und einen Kino-Besuch. Minions! Nachmittags-Vorstellungen sind aber irgendwie eigenartig, da sind so viele Kinder anwesend (ach?). Die zwei Jungs neben mir wurden von ihrer Mutter abgesetzt und dann ging die wieder. Ich glaube ja, sie hat sich in der Zwischenzeit Magic Mike XXL angeguckt. Fast hätte mich der Junge mit seinem Eis erschlagen, auch ein Spaß. Der Vater hinter uns musste seine Tochter trösten, die anfing zu weinen, weil so viele böse Menschen auf der Leinwand zu sehen waren. Am liebsten mochte ich die Gruppe von Mädels (in Reihe G - wie Grazia! So hieß die Anführerin nämlich), die lautstark darüber philosophierte, warum Platz 9 der beste Platz ist und eigentlich hat eine aus der Gruppe ja Angst in Kinos, weil die so dunkel und schlecht beleuchtet sind und wenn ein Attentäter kommt, dann brennt es und man kommt nicht mehr raus. Kindermund tot Wahrheit kund. 

Zum Abschluss gab es noch selbstgemachte Hamburger und damit ist dieser Tag offiziell schön und beendet. Jetzt beginnt die Frei-Zeit. Die ist zwar nicht besonders lang, aber das ist in Ordnung. Außerdem beginnt hiermit die Warte-Zeit, ich weiß nämlich nicht, wie lange es dauert, bis ich die Note für meine Masterarbeit und damit das Zeugnis erhalte. Master of Arts! Dafür sollte ich mir neue Visitenkarten drucken lassen. Irgendwo soll man die ganze Mühe ja auch sehen. Die ganzen Bücher wurden schon weggepackt. Das Papier weggeschmissen. Die Nerven und verbrauchten Taschentücher entsorgt. Aber ich kann nun behaupten, dass die Ehefrau einen Einfluss auf die Autor-Verleger-Beziehung hat. Ist doch auch schön. Und ich kann Zitate aus dem Briefwechsel ihrem jeweiligen Kontext zuordnen. Warum genau gibt es "Wetten, dass ..?" nicht mehr? Wenn das nicht mal ein Talent ist! 

Lieblingszitat: "- und wenn Du einen Hasenbraten isst, denke meiner." CZ an BBF, Brief 154, 21. Februar 1946, Zuckmayer/Bermann Fischer, S. 289.

Kommentare:

  1. Gratulation! Freut mich und die Note wird bestimmt gut werden!

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  2. Danke. mal sehen, mal sehen. Bisher fand die Dozentin mein Thema ja ganz gut, vielleicht schlägt sich das in der Notengebung nieder.

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    1. Man kann halt nur abgeben und hoffen, aber des wird scho wern!

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