Montag, 27. Juni 2016

Vier Bücher für ... einen Tag

Ich bin ein wahrer Held darin, mir spontan lustige Reihen für den Blog auszudenken und sie dann nicht fortzuführen. Wo sind nur die Brezen hin? Wo sind sie geblieben? Aber ich versuche es einfach weiter. Try and error oder so. Und deswegen gibt es hier nun:

Vier Bücher für ...

Man errät nie, um was es hier geht. Deswegen eine kleine Erklärung. Ein Thema. Vier Bücher. Eine subjektive Auswahl aus Büchern, die zum Thema passen. Oder auch nicht. Die von mir bereits gelesen wurden. Oder auch nicht. Kommt aufs Thema an. Themenvorschläge und ergänzende Buchtitel sind immer erwünscht! 

Als Startbeitrag gibt es direkt vier Bücher für alle Leute, die keine Zeit haben. Oder keinen Platz für viele Bücher in der Tasche haben. Bücher, die man innerhalb von 24 Stunden lesen kann. Jedenfalls Bücher, die ich innerhalb von 24 Stunden gelesen habe. Hier also:

Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag.
Wer einen Tag am See verbringt, sollte "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag einpacken. Aber vorsicht: So sehr ich Wasser liebe, für dieses Buch würde ich meinen Platz unterm Sonnenschirm (Sonnenbrand-Gefahr!) um nichts in der Welt tauschen wollen. Anne Freytag packt genau die richtigen Zutaten für ein perfektes Tages-Buch zusammen: Zarte Liebe, Sommergefühl und ein Road Trip nach Italien. Die Seiten fliegen nur so dahin. Was neben den Buch unbedingt auch in die Handtasche muss: Taschentücher!
Originalausgabe - Erschienen bei Heyne fliegt - März 2016
Raum von Emma Donoghue.
Ich bin erst durch die diesjährige Oscar-Verleihung so richtig auf das Buch gestoßen, aber als ich dann anfing, konnte ich nicht mehr aufhören. Ungelogen. An den ungewohnten Stil muss man sich gewöhnen, ja. Aber dann packt einen die intensive Situation und man muss während des Lesens hektisch mit den Armen wedeln. Für einen verregneten Sonntag – aber geht danach bitte ein paar Schritte vor die Tür! 
Originaltitel: Room - Aus dem Amerikanischen von Armin Gonterman - Erschienen im Piper Verlag - Dezember 2012
Vierundzwanzig Stunden von Guillaume Musso.
It's funny, because it's true! Das Buch trägt einfach die maximale Lesezeit schon im Titel. Mit Musso hab ich es schon einmal versucht und war nicht so wirklich begeistert ("Nacht im Central Park" war mir irgendwie zu platt). Aber "Vierundzwanzig Stunden" konnte ich nicht aus den Händen legen. Die Story mit den Zeitsprüngen erinnert an "Die Frau des Zeitreisenden" (eins meiner Nostalgie-Lieblingsbücher). Und ehe man sich versieht, hat Musso einen eingewickelt. Man muss dieses Buch innerhalb von vierundzwanzig Stunden beenden. Wer weiß, was danach passiert? 
Originaltitel: L'instant présent - Aus dem Französischen von Eliane Hagedorn und Bettina Runge - Erschienen im Piper Verlag - Juni 2016 
Blauschmuck von Katharina Winkler.
"Blauschmuck" kann man zwar an einem Tag lesen (in meinem Fall waren es wohl nur drei Stunden, die ich für die Lektüre brauchte), damit ist es aber noch lange nicht vorbei. "Beklemmend" war alles, was mir nach der Lektüre von "Blauschmuck" eingefallen ist. Beklemmende Geschichte, beklemmend schöne Sprache. Nehmt euch also ruhig etwas mehr Zeit, um Katharina Winklers Roman nachwirken zu lassen. Und haltet einen Bleistift bereit! 
Originalausgabe - Erschienen im Suhrkamp Verlag - Februar 2016 
Und nun – die Zuschauerfrage: Welches Buch habt ihr zuletzt innerhalb von 24 Stunden gelesen? 

Samstag, 18. Juni 2016

Nachlese – Saša Stanišić im Literaturhaus München.

Herz, schweig still! Sonst verschrecken wir die Menschen vor lauter Glücksseligkeit. Denn der gestrige Abend im Literaturhaus München war ein Freudenfest. Saša Stanišić war zu Gast und die Fangirl-Front versammelte sich. 

Pro-Tipp: Wenn man etwas bei Twitter schreibt, lesen das auch Menschen, man sollte sich also darauf gefasst machen, dass man im real life darauf angesprochen wird (means, es gibt Menschen, die einen wiedererkennen und dann lachen müssen). 

So gesehen am gestrigen Abend. Aufgrund dieses Twitter-Dialoges packte ich voller Vorfreude meine Ausgabe vom "Fallensteller" ein. Die Stelle hatte ich ja schon extra im Buch markiert. Und nun ist die Stelle auch höchstpersönlich vom Autor korrigiert worden. Mein Fangirl-Herz explodierte vor Freude. Und vor Scham, denn ich möchte lieber nicht wissen, was die ganzen anderen Menschen dachten, was wir da beim Signieren gerade machen. Das hat schließlich hundert Jahre gedauert. Oder so ähnlich. Die exklusive Marina-Ausgabe ist nun auch unverkäuflich, aber ich hätte die eh niemals nie bei eBay zum Kauf angeboten. Wer weiß, ob ich die überhaupt vererben möchte, vielleicht haben meine Erben keinen Sinn für den Sprachzauberer (alle Zeitungen schreiben das. Dann schreib ich das auch. Obwohl es in meiner Rezension "Sprachdompteur" hieß, aber ich passe mich da gerne dem Duktus an) Stanišić. Aber dann werden sie eh enterbt und ich nehm das Buch mit ins Grab! 

So viel also zum interaktiven Teil mit dem Autor. Die herzensgute Tina hat den Spaß auch für die Nachwelt festgehalten. Kommen wir zur Lesung selbst. 


Die Lesung teilte sich in drei Leseabschnitte auf, zwischendurch gab es Gespräche mit dem Moderator Jörg Magenau (der auch schon bei der Lesung von Martin Walser moderiert hat, woran ich mich sofort wieder erinnert habe.) Gelesen wurde "Georg Horvath ist verstimmt", "Die Fabrik" sowie auszugsweise "Fallensteller".

Bei allen Geschichten mit Georg Horvath war ich beim Lesen etwas skeptisch, weil ich den alten Mann nicht ganz so viel abgewinnen konnte, bei der Lesung hingegen fand ich alles sehr großartig, weil Saša Stanišić wahnsinnig mitreißend lesen kann. Es wirkte auch weniger wie lesen, es wirkte wie Anekdoten erzählen. Deswegen steht da auch im Notizbuch "körperlich lesen", ein hingeschludeter Gedanke, der festhalten sollte, dass Stanišić den Text lebendig macht. Auf jeden Fall ist es ein großer Spaß ihm beim Lesen zuzusehen. 

Bei der zweiten Geschichte "Die Fabrik" dachte ich erst, dass sie nicht so richtig zur Lesung passt, denn im Gegensatz zu "Georg Horvath ist verstimmt", wo das Publikum immer wieder laut lachen musste, ist "Die Fabrik" doch eher eine ruhige, ernste Geschichte. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass gerade dieser Kontrast sehr großartig war, damit hier niemand denkt, Stanišić wäre Klamauk. Ist er nicht. Wirklich nicht. 

Und schließlich, als Abschluss – "Fallensteller". Heim nach Fürstenfelde. Jetzt möchte ich erst recht in die Uckermark fahren, denn in Fürstenfelde gibt es wohl "Vor dem Fest"-Führungen. Saša Stanišić war mal bei einer dabei und vergnügte sich wohl sehr. Disneyland ist mir hier eingefallen.

"Fallensteller", also. Großer Spaß, weil es in der Geschichte (wenn ich das richtig verstanden habe, findet Saša Stanišić den Begriff "Geschichte" besser als "Erzählung") eine Episode gibt, bei der Lada einen Literaturpreis bekommt und dafür nach Hamburg fährt. Also, jedenfalls macht er das im Buch so. In der Lesung fuhr er nach München und trug einen Pullunder. Irritationsmoment. Großes Kino. 

Zusammenfassung: Saša Stanišić beweist bei seinen Lesungen, was seine Bücher so großartig macht – er zieht einen direkt in seinen Bann, verzaubert mit Worten, zieht ein Kaninchen aus dem Zylinder und sorgt dafür, dass man sich sofort wieder in seinem Sätzelabyrinth verirren will.

Denn am Ende wissen wir alle nicht, wo wir sind. Where are you? 

Samstag, 11. Juni 2016

Meine Leseliste für den LovelyBooks Lesesommer


Wie gerne würde ich nun irgendetwas wie "Der Sommer steht vor der Tür" schreiben, aber das wäre gelogen, denn wenn jemand vor der Türe steht, dann der Regenschirm. Weil er nass ist. Vom vielen Regen. Aber selbst das ist gelogen, denn ich mag keine Regenschirme, die gehen bei mir immer sofort kaputt, ich muss die nur schief angucken. Es steht also nichts vor der Türe, es regnet einfach so. 

Heute kann es also regnen, stürmen oder schneien – der LovelyBooks Lesesommer findet trotzdem statt und die nächsten 10 Wochen dreht sich alles ums gemeinschaftliche Lesen, Kommentieren,  Empfehlen und Punkte sammeln (letzteres gilt leider nicht für mich, ich mach außer Konkurrenz mit. Aber wenn mir jemand die Reise nach Verona schenken möchte, sag ich nicht nein!). 

Der Lesesommer ist auch eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen ich eine Leseliste vorbereite. Normalerweise stehe ich nach dem Beenden eines Buches erst einmal völlig verzweifelt vor dem Regal der ungelesenen Bücher und weine ein bisschen, weil ich mich nicht entscheiden kann. Jetzt aber nicht! Jetzt stehe ich vor meinem Stapel der Lesesommer-Bücher und weine, weil ich mich nicht entscheiden kann. Vollkommen andere Situation!

Die ausgewählten Bücher für den Lesesommer sind:

  • Red Queen von Victoria Aveyard (bereits beendet. Muss man nicht lesen)
  • Willkommen in Night Vale von Joseph Fink und Jeffrey Cranor
  • Solange wir lügen von E. Lockhart (weil ich das letztes Jahr beim Lesesommer entdeckt habe)
  • Auf eine wie dich habe ich lange gewartet von Patrycja Spychalski 
  • Die Unglückseligen von Thea Dorn
  • Wie wir leben wollen herausgegeben von Matthias Jügler (bereits beendet. Großartiges Buch!)
  • Die Witwe von Fiona Barton
  • Madame Bovary von Gustave Flaubert
Aber weil ich mich anscheinend nicht an Listen halten kann, hat sich direkt ein weiteres Buch eingeschlichen: Das fremde Meer von Katharina Hartwell, welches ich gerade lese. 

Im Gegensatz zu einigen ändert sich meine Lesegewohnheit nicht entsprechend der Jahreszeit. So ne richtige Sommerlektüre mit Strand und Sonne und einer blumigen Liebesgeschichte fehlt. Muss auch nicht sein. 

Wie ist das bei euch? Lest ihr im Sommer andere Bücher als im Winter? Gibt es Regentage-Lektüre und Sonnenschein-Bücher bei euch?

Montag, 6. Juni 2016

Neu im Bücherregal - Die Mai-Bücher 2016

So, Hände hoch – wer hat gedacht, dass ich aus dem Buchkauf-Verbot im April etwas gelernt und deswegen im Mai weniger Bücher gekauft habe?

...

Ihr armen, leichtgläubigen Menschen. Natürlich konnte ich im Mai fast gar nicht an mich halten und stürmte diverse Buchhandlungen in käuflicher Mission. Oder so ähnlich. Obwohl. Letztes Wochenende war ich ganz artig. Drei besuchte Buchhandlungen, null gekaufte Bücher. Es geht also schon auch ohne. Aber mit ist eh immer schöner. 


Gehen, ging, gegangen von Jenny Erpenbeck. Schön, dass ich vor knapp einem Jahr noch der Meinung war, dass ich das Buch nicht lesen möchte. Jetzt ist es aber da. Denn im Mai fand in der Stadtbibliothek München ein Bücherflohmarkt statt und da musste ich doch Bücher retten. Eben jenes und das nächste ...

Das fremde Meer von Katharina Hartwell. Dieses, genau. Beide Bücher kosteten jeweils einen Euro, wenn ich mich noch richtig daran erinnere. Bücher für einen Euro muss man immer retten. Ansonsten war der Bücherflohmarkt eher furchteinflössend, weil da Menschen stapelweise Bücher und DVDs weggetragen haben, um dann per Internet-Check zu checken, wie viel die Bücher und DVDs bei Ankauf-Firmen bringen. Verrückt. 

Goat Mountain von David Vann. Mal wieder lachte mich ein Buch bei Buch & Töne an und mal wieder konnte ich nicht "Nein" sagen. Der Titel kam mir so bekannt vor und irgendwer hat mir irgendwann gesagt, dass das ganz gut sein soll. Und die Geschichte klingt auch echt interessant (Kind erschießt aus Versehen (?) einen Jäger).

Fallensteller von Saša Stanišić. Meiner Liebe zu diesem Wörter-Zaubermeister habe ich schon Ausdruck verliehen. Mehr gibt es hier auch nicht mehr zu sagen. Außer vielleicht: Nächste Woche findet endlich die Lesung mit dem Herrn statt und ich freue mich schon gar sehr auf den Abend.

Reiseführer Budapest von Marco Polo. So eine Urlaubsfahrt benötigt schließlich Vorbereitung. Und obwohl ich ein Internet-Kind bin, mag ich Reiseführer doch gerne auf Papier und gebunden und mit faltbarer Karte. Demnächst werde ich mich auch mal hinsetzen und überlegen, was ich alles gerne in Budapest sehen möchte. Tipps und Tricks und Buchhandlungsempfehlungen werden mit Dank entgegengenommen!

Blauschmuck von Katharina Winkler. Auf meinem Wunschzettel zum Welttag des Buches tauchte das Buch bereits auf. Schließlich konnte ich mir "Blauschmuck" im April nicht kaufen, weil ich nichts kaufen durfte und ich war zutiefst traurig, dass das Buch ausgerechnet dann bei Buch & Töne preisreduziert herumlag. Doch wie das Schicksal es so will lag das Buch auch im Mai noch preisreduziert herum, fidelbumm. Ich habe es auch schon gelesen und es ist arg gut. Eine Rezension wollte ich noch schreiben. Demnächst dann.

Angelfall by Susan Ee. Mal wieder ein klassischer Blog-Kauf, weil ich das Buch auf irgendeinem Blog entdeckt habe. Und ich würde doch so gerne mal wieder eine gute Jugendbuch-Dystopie lesen (Red Queen war ein trauriger Reinfall ...). Vielleicht helfen mir ja Engel.

Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan. Der Titel wanderte eigentlich nur wieder auf meiner Wunschliste nach oben, weil ich entdeckt habe, dass im August "Letztendlich geht es nur um dich"  herauskommt und das klang so interessant, da muss man schließlich auch den Vorgängerband lesen. 

Burger unser von sehr vielen Autoren. Pro-Tipp: Es lohnt sich bei Gewinnspielen teilzunehmen, denn man kann Dinge gewinnen! In meinem Fall ein Burger-Kochbuch mit fantastisch schönen Burger-Bildern. Zum Glück bin ich durch Herzpotenzial auf das Buch bzw. das Gewinnspiel aufmerksam geworden, denn jetzt liegt dieses Monsterwerk bei mir daheim und ein paar Rezepte wurden schon mit Post-its markiert. Die große Burger-Party kann also steigen! 

Mittwoch, 1. Juni 2016

Fotobreze - Mai 2016

Huch. Beim Anblick meines Foto-Ordners auf dem Handy bin ich ein wenig erschrocken, denn nur wenige Fotos befanden sich darin. Beziehungsweise befanden sich darin sehr wenige Fotos, die ich auch beim monatlichen Monatsrückblick zeigen kann, weil viele davon einfach Fotos sind, die von anderen Menschen gemacht wurden und einfach in diesem Ordner abgespeichert werden. Oder es handelt sich um Screenshots oder andere Arbeitsbilder, die wohl auch weniger interessant sind. Deswegen hier nun also die kleinste Auswahl der Mai-Welt. Könnte man sagen. Dafür mit sehr viel Liebe und lange haltbar.

Denn das fällt mir doch auf – ich neige dazu, jetzt Dinge einfach bei Snapchat einzustellen, weil die dann einfach schnell wieder weg. Für den extragroßen Spaß und für besonders ambitionierte Stalker ist Snapchat jetzt also der place to be, wenn es um nordbrezische Dinge geht. Deswegen dort dann auch nord_breze. Viel Spaß bei 10 Sekunden Videos, bei denen ich wild mit den Armen fuchtel. 

Bis dahin aber jetzt doch einfach mal Bilder aus dem Mai:


// Wenn schon fast keine Fotos, dann wenigstens von den wichtigen Dingen: Der Hund! //
// Wer mich zur Tochter hat, bekommt auch Kuchen zum Geburtstag //
// Die Königin vor der neuen Wohnzimmerwand im elterlichen Wohnzimmer. Wo auch sonst //


// 2. Station der Bookshelf-Tour. Es gab auch Bücher zu sehen. Ebenso bei der 3. Station (nicht im Bild, trotzdem erwähnenswert) //
// Ich prangere es weiterhin an, dass Herr Saša Stanišić hier von "Brezel" spricht! //
// Fancy, fürwahr! //