Sonntag, 22. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 5: paper and poetry.


Liebe Nordbreze,

zu allererst: die herzlichsten Glückwünsche zum Bloggeburtstag! 10 Jahre. Wow! Da kann sich so manch einer ein Scheibchen von abschneiden. Oder vielleicht lieber nicht, sonst hätten wir ja nur eine halbe Breze – und das wäre sehr doof!

Du hast mich nach einem Buchtipp gefragt und damit habe ich mich in der Tat ein wenig schwer getan. Es ist nicht so, als hätte ich keine Empfehlungen parat, aber, es soll ja zu dir passen und vor allem: du sollst es noch nicht gelesen haben! Ich wollte dir also ein Buch empfehlen, das du noch gar nicht kennst. Und dann dachte ich: wieso eigentlich? Wieso dir nicht eines schmackhaft machen, das du schon greifbar in der Nähe hast? Da wir beide große F. Scott Fitzgerald Fans sind, empfehle ich dir nun also „Westlich des Sunset“ von Stewart O’Nan. Ein Buch, das sich mit dem Leben der Fitzgeralds nach der ganz wilden Zeit in den 1920ern auseinandersetzt. Zelda befindet sich mittlerweile in einer Nervenheilanstalt und Scott versucht sein Glück in Hollywood. Irgendwie ist da immer noch was zwischen den beiden, aber mehr eine alte, längst verblasste Liebe. Sie haben sich auseinandergelebt, jeder geht seine eigenen Wege, mehr schlecht als recht. Was ich besonders schön an diesem Roman finde, ist die Feinfühligkeit, mit der O’Nan diese Zeit wiedergibt, die dadurch unfassbar echt und greifbar wirkt und, dass er sich hier mal nicht mit den goldenen Zwanzigern, sondern mit dem, was danach passiert, befasst - und so neben den Schattenseiten des (ehemals) Berühmtseins auch wichtige Personen der 1930er Jahre miteinarbeitet. Aber der Hauptgrund ist natürlich: ganz viel Fitzgerald! (Auch wenn Zelda – wie so oft – leider viel zu kurz kommt!) So, liebe Nordbreze, ich hoffe, du greifst jetzt ganz schnell zum Buch und – noch viel wichtiger – bleibst uns mindestens weitere zehn Jahre erhalten!

Danke für jeden Beitrag, jede Instagramstory, jeden wunderbaren Buchtipp und deinen unvergleichlichen Humor!

Die Mia


Wo sie Recht hat, da hat sie Recht, die gute Mia! Die Chance, dass ich eine der Buchempfehlungen aus dieser Reihe lese, steigt natürlich, wenn ich das Buch bereits besitze. Und das ist der Fall bei "Westlich des Sunset". Lange Zeit bin ich um das Buch herumgeschlichen, weil ich mir so unsicher war. Kann der Autor überhaupt den Geist, die Stimmung, das Leben der Fitzgeralds einfangen? Muss das überhaupt sein? Am Ende siegte die Neugierde, deswegen steht das Buch nun im Bücherregal. 

Nach Mias Buchempfehlung darf "Westlich des Sunset" einen großen Sprung auf der "Lese ich demnächst dann mal"-Liste machen. Vielleicht schaffe ich es sogar noch diesen Monat, das Buch zu beginnen. Gerade wäre auch ein guter Zeitpunkt, weil ich durch "Babylon Berlin" komplett dem Zwanziger Jahre-Fieber erlegen bin. Kurze Werbeunterbrechung an dieser Stelle: Guckt bitte diese Serie, denn sie ist sehr gut. Allein das Ende der zweiten Folge ist ein Augenschmaus für jeden Serienliebhaber. I like!

Und wenn ich schon beim Liken bin – Mias Instagram-Account ist ein optisches Freudenfest. Mit viel Liebe zum Detail, schlicht und mit viel Herz präsentiert Mia dort Einblicke in ihr Bücherleben. Und irgendwann möchte ich bitte auch einen so wunderschönen Holztisch haben.

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Zum 10-jährigen Jubiläum meines Blog wünsche ich mir von 10 lieben Menschen 10 Buchempfehlungen. Alle Infos zu dieser Reihe und zum dazugehörigen Gewinnspiel findet ihr hier

Samstag, 21. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 4: 54books.


Jubiläum!
Bestimmt ist ständig irgendwo ein Jubiläum, aber 10 Jahre sind schon stattlich. Apropos stattlich, kann Dir gut ein Buch empfehlen, weiß nur nicht welches.

Aber weißt Du, ich empfehle Dir "Beton Rouge" von Simone Buchholz. Quasi die einzigen Krimis, die ich lesen kann. Schnodderig und schnell, nicht klebrige Traurigkeit und Wehmut und dazu ganz viel Hamburg. Und Norden magst Du doch?!


Oh no. Krimis? Wirklich? Eines der wenigen Genres, die ich in den meisten Fällen bei einem Buchladenbesuch links liegen lassen. Ich bin kein guter Krimileser, denn ich die Suche nach dem Mörder langweilt mich meist so sehr, dass ich zum Ende vorblättere, um nachzugucken, wer es denn jetzt gewesen ist. Whodunit hat sich bei mir also meistens nach wenigen Seiten schon wieder erledigt. Ich les dann das Buch auch weiter, wenn die Geschichte interessant ist, aber diese Ungewissheit nervt mich einfach zu sehr. 

Nun kenne ich aber auch Tilmans unfassbar genialen Beitrag zu Simone Buchholz, indem es eigentlich um "Blaue Nacht" gehen sollte, die Schlachtung eines Schweines aber die Hauptrolle spielt. Wohl einer meiner liebsten Blog-Beiträge, weil er so herrlich anders ist und Tilman so herrlich trocken von Blut, Messern und Gedärmen schreibt. 

Und mit dem Norden hat der gute Mann eben auch Recht. Ich vertraue ihm also und setze "Beton Rouge" auf die Leseliste. Nur ist die Frage, ob ich vorher "Blaue Nacht" lesen sollte?

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Freitag, 20. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 3: Herzpotenzial.


Liebe Marina, zu deinem Blogjubiläum haben wir lang überlegt: Wir lieben alle drei Hemingway und Fitzgerald, wir lesen gern über außergewöhnliche Frauen und leckeres Essen. Aber wir versuchen uns auch alle gerade an der Pflege von Zimmerpflanzen. Und deshalb ist unser Buchtipp für dich „Grüner Wohnen“ von Ulrike Herzog aus dem Christian Verlag. Das Buch enthält nicht nur wundervoll inspirierende Bilder von tollen Zimmeroasen, es erklärt auch sehr anschaulich die Vorteile von Zimmerpflanzen für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Kreativität. Aber das Beste ist: Ein Teil des Buches ist aufgeteilt nach Räumen und erklärt, welche Pflanzen wo am besten gedeihen und nützen. Warum einige Sukkulenten nie ins Schlafzimmer sollten und weshalb ein Kaktus nicht ins Bad gehört - hier wird es erklärt. Wir finden dieses Buch unheimlich nützlich und blättern regelmäßig darin. Du vielleicht auch bald?


Bei Mareike und Maike war ich ja sehr gespannt auf die Buchempfehlung, weil sich hier ein Problem auftut: Wir haben einen wirklich sehr ähnlichen Lesegeschmack, sodass es gut sein kann, dass ich das empfohlene Buch bereits gelesen habe. Aber Probleme sind schließlich nur dornige Chancen (danke Christian Linder!) und über die Empfehlung eines Sachbuches freue ich mich umso mehr! 

Denn die beiden haben Recht. Nachdem mein nicht vorhandener grüner Daumen jahrelang dafür gesorgt hat, dass ich mir keine Zimmerpflanzen zugelegt habe, konnte ich dank des Trendthemas Sukkulenten nun auch meine Fensterbank im Wohnzimmer begrünen. Sukkulenten kriege ich so schnell nicht tot. Bisher jedenfalls noch nicht. Die traurige Ausnahme ist der lebende Stein, aber da läuft gerade das Projekt Frankenstein, damit ich dieser Pflanze wieder Leben einhauche. 

Im Bereich Lifestyle-/Interior-/Wohnen-/Pflanzen-Bücher bin ich ein unbeschriebenes Blatt. Schön finde ich einige der Bücher, aber wirklich damit beschäftigt habe ich mich noch nie damit. Euer Tipp klingt aber gerade wegen der Einteilung in verschiedene Räume sehr spannend. Im Bad hätte ich nämlich auch gerne mal eine Pflanze stehen. Vielleicht sollte ich mir hier wirklich Inspiration aus Büchern holen. Daran hatte ich bisher noch nicht gedacht. I like! 

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 2: Revolution, Baby, Revolution.


Mein Buchtipp für Marini: Zsuzsa Bánk – Der Schwimmer

Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Jahre es her ist, dass ich „Der Schwimmer“ gelesen habe – acht bestimmt! Das Leseerlebnis ist mir dennoch im Kopf geblieben und wenn ich das Buch beim Buchhandlungsbesuch irgendwo sehe, empfehle ich es auch gern jedem, der mit dabei ist. Vielleicht habe ich es auch dir, liebe Marina, schon einmal empfohlen. Falls ja, tut es mir leid, aber wir sprechen so viel über Bücher – unmöglich, den Überblick zu behalten! Falls nein, entschuldige ich mich für die Verspätung: Denn „Der Schwimmer“ ist einfach ein wunderbarer Roman!

Die Erzählerin Kata beschreibt ihre Kindheit in Ungarn Mitte der 1950er Jahre mit dem Vater Kálmán, dem Bruder Isti und ohne die Mutter Katalin, die sich während der Unruhen gen Westen aufgemacht hat – ohne ihre Familie. Zu dritt ziehen sie durchs Land – von Freunden zu anderen Familienmitgliedern und wieder zurück, immer im Zug, immer mit den Abfahrtszeiten im Kopf. Bis sie am See ankommen und eine neue Heimat finden, sich in Gedanken eine eigene Welt bauen – ohne den Vater, der in seiner Melancholie abtaucht.

Zsuzsa Bánk schafft es mit ihren leisen, aber kraftvollen Worten, die Atmosphäre in der Familie, zwischen den Geschwistern und in der Natur perfekt einzufangen. Sehr dicht strickt sie die Geschichte und die Personen mit ihrem Schreibstil zu einem unvergesslichen Lesevergnügen, das absolut zu recht von den Kritikern bejubelt wurde und das mir auch Jahre später noch im Gedächtnis bleibt.

Ich kann mir nur vorstellen, dass dir das Buch auch gut gefällt – nicht nur, weil es in Ungarn spielt – und hoffe sehr, dass ich richtig liege!


Von Tina kriege ich sehr häufig Buchtipps, deswegen freut es mich sehr, heute hier einmal einen schriftlich festgehaltenen Tipp präsentieren zu können. Normalerweise läuft das eher so ab, dass wir gemeinsam in Buchhandlungen stehen und uns gegenseitig Bücher vor die Nase halten. Oder in der Mittagspause über Bücher sprechen. Oder bei Whatsapp Nachrichten schreiben. Man könnte sagen, dass mich mit Tina eine sehr buchige Freundschaft verbindet. 

Ob du mir schon einmal "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk empfohlen hast, kann ich nun aber auch nicht sagen. Ich habe gerade nachgeguckt, ein Buch der Autorin steht bereits in meinem Bücherregal und zwar "Die hellen Tage". 

Für "Der Schwimmer" spricht nicht nur der Titel (denn schwimmen kann man bekanntlich nur im Wasser und Wasser ist immer gut), die Ungarn-Verbindung (daran ist Herr Gatsby schuld), sondern auch ein Satz, der sich nicht direkt in Tinas Buchempfehlung befindet, sondern in der Mail, die sie mir dazu geschrieben hat: "Sollte das Buch dich tatsächlich interessieren und du hast es nicht schon im Regal, wäre es in der braunen Papiertüte, die du jetzt bei dir in der Wohnung stehen hast." 

Da sich Fräulein Tina gerade auf einer fantastischen Panama-Reise befindet (auf ihrem wunderbaren Instagram-Account kann man die Reise mitverfolgen – aber seid gewarnt! Man wird sehr schnell sehr neidisch!), hüte ich nämlich einige Taschen und Koffer. Und wenn sich in diesen Taschen und Koffern Bücher befinden, die ich lesen könnte, freut mich das umso mehr. 

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Mittwoch, 18. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 1: Pinkfisch.


Als Du mich um eine Buchempfehlung gebeten hast, musste ich erstmal mein Buchregal und parallel dazu deinen Blog durchforsten. Gar nicht so einfach! Am Ende blieben dann zwei Bücher übrig (ist das geschummelt? Ich konnte mich unmöglich nur auf eines festlegen. Also nenne ich No. 2 jetzt einfach unauffällig trotzdem. Lies "Das Tiefland" von Jhumpa Lahiri, weil die Autorin viel zu unbekannt ist und deutlich mehr Leserinnen und Leser verdient! Weil es ein grandioser Roman über Familie, Heimat und Ursprünge ist, über Politik und Entscheidungen). Das zweite Buch, das ich Dir ans Herz legen möchte ist "The Art of Asking" von Amanda Palmer. Eine unheimlich interessante Künstlerin und Persönlichkeit, die andere Wege gegangen ist als üblich und damit ganz besondere Erfolge feiern konnte - indem sie um Hilfe gebeten hat. Mir hat dieser Ansatz und ihre sehr lebendige und offene Art des Erzählens enorm gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass es Dir ähnlich gehen wird =) 

Happy Breze-10th-Anniversary!

Sarah von Pinkfisch

Danke Sarah! Auf deinen Buchtipp bzw. auf deine Buchtipps war ich ganz besonders gespannt. Denn als Buchhändlerin stellt sich für dich die Frage nach persönlichen Buchempfehlungen schließlich jeden Tag. Und obwohl ich selbst im Buchhandel gearbeitet habe, trau ich mich nie in einem Buchladen nach Buchempfehlungen zu fragen. Das ist jetzt also die perfekte Gelegenheit!

"Das Tiefland" von Jhumpa Lahiri kannte ich bisher nicht. Ein kurzer Blick in die Inhaltsangabe stimmt mich aber neugierig. Kurze Nacherzählung: Es geht um zwei Brüder, die in Indien aufwachsen und eine sehr innige Beziehung zueinander haben. Doch je älter sie werden, desto unterschiedlicher entwickeln sich die Lebenswege der beiden. Da Indien bisher eher selten auf meiner Buchliste steht und ich gerne Familiendramen lese (Tolstoi lässt grüßen), möchte ich das Buch auf jeden Fall lesen.

Geschummelterweise steht in deinem Text noch ein zweites Buch – "The Art of Asking" von Amanda Palmer. Und eben jenes Buch steht schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste, weil ich (wie du bereits geschrieben hast), ihre Persönlichkeit sehr faszinierend finde. Nach deiner Empfehlung rutscht das Buch also direkt etwas weiter nach oben auf der Liste!

Wer Sarah bisher noch nicht kennt, sollte sich ganz dringend ihren Blog "Pinkfisch" zu Gemüte führen! Denn Sarah schreibt hier kurz, knapp und authentisch über Bücher, die sie beschäftigen. Ich freue mich immer sehr, wenn sie mir pinkgelaunt auf einer Buchmesse über den Weg läuft. Und irgendwann schaffe ich es auch einmal in den Buchladen am Freiheitsplatz in Hanau, um sie in ihrem natürlichen Arbeitsumfeld zu beobachten. Ganz bestimmt! 

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10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Die Übersicht.


Vor zehn Jahren entstand der erste Beitrag in diesem Blog. Noch nicht ausgereift, nur als Ersatzplattform geplant, denn der eigentliche Blog bestand damals noch bei blogigo (gibt es das überhaupt noch?). Entstanden ist "Nordbreze und so" (beziehungsweise hieß der Blog damals noch anders) als persönliches Tagebuch im Internet. Deswegen bin ich bei der Lektüre alter Beiträge auch etwas peinlich berührt. Aber löschen möchte ich nichts, schließlich gehört das auch zu mir. Erst in den letzten Jahren wurde die Literatur auf dieser Plattform immer wichtiger – weil sie auch in meinem Leben immer wichtiger wurde. Und es freut mich gar sehr, dass dieser kleine, aber doch feine Blog über die Jahre zahlreiche Leser gefunden hat. Leser, aus denen Freunde wurden. Leser, die mich nicht nur auf dem Blog, sondern auch auf meinen anderen Social-Media-Kanälen begleiten. An dieser Stelle geht schon einmal ein großes Dankeschön an euch heraus. Whoop-Whoop!

Um den 10-jährigen Geburtstag meines Blog angemessen zu feiern, habe ich mir etwas ausgedacht. Und zwar wünsche ich mir zum Geburtstag Buchempfehlungen. Deswegen gibt es in den nächsten zehn Tagen zehn Buchempfehlungen von lieben Menschen, die ich zum großen Teil durch den Blog (oder etwas weiter gefasst: Durch das Internet) kennen lernen durfte. Freut euch also schon einmal auf einen bunten Blumenstrauß an Buchtipps! 

Tag 6: Ayla von mucbook/spottedbylocals
Tag 7: Tobias von Buchrevier
Tag 8: Petzi von Die Liebe zu den Büchern
Tag 9: Josefina von You talk in paragraphs, I write my sentence.
Tag 10: Bröselchen von Brösels Bücherregal

Als guter Geburtstagsgastgeber gibt es aber nicht nur Geschenke für mich, sondern auch für euch. Oh ja! Ich verlose einen 20-Euro-Bücherscheck zum Jubiläum. Quasi für die letzten 10 Jahre und die kommenden 10 Jahre. Oder so. 

Was ihr dafür tun müsst? 

Kommentiert bis einschließlich 28.10.2017 einen der zehn kommenden Beiträge im Rahmen von "10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so." und empfehlt mir in eurem Kommentar ein Buch! Was sollte ich unbedingt mal lesen? Am 29.10.2017 landen alle Kommentatoren in einer Lostrommel und der hoffentlich sehr glückliche Gewinner wird gezogen. 

Rechtliche Hinweise:

- Um an diesem Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr über 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Eltern haben
- Teilnahmebedingung ist das Hinterlassen eines Kommentars bei einem der zehn "10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so."-Beiträgen
- Das Gewinnspiel endet am 28.10.2017
- Der Gewinner des 20-Euro-Bücherschecks wird am 29.10.2017 bekannt gegeben und per E-Mail benachrichtigt
- Eine Barauszahlung ist nicht möglich
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


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Sonntag, 1. Oktober 2017

Neu im Bücherregal - Die September-Bücher 2017

Nein, ich werde nicht darüber jammern, dass im September schon wieder viel zu viele Bücher bei mir eingezogen sind. Nein, ich werde nicht darüber grollen, dass das Bücherregal nun eigentlich wirklich voll ist und bald die Bücher zweireihig stehen müssen (zwei Reihen! Wer macht denn sowas???). Nein, ich werde mich nicht beklagen, dass ich einfach keine Zurückhaltung kenne und es deswegen beim Kauf von Büchern immer übertreibe. 

Stattdessen erfreue ich mich an den vielen Büchern, denen ich ein neues Zuhause bieten kann. Wo, ist dabei doch erst einmal zweitrangig. Hauptsache, sie haben es warm und trocken und werden von mir regelmäßig abgestaubt. 


Chronik 1971 von Siegfried Unseld. Meine heimliche Leidenschaft: Verlagsgeschichte. Insbesondere für die Verlage S. FISCHER und Suhrkamp schlägt mein Geschichtsherz. Könnte etwas mit meiner Masterarbeit zu tun haben (wir erinnern uns: „Das Geschäftliche überlasse ich dem Gatten Gottfried“ Die Rolle der Ehefrau in der Autor-Verleger-Beziehung am Beispiel des Briefwechsels zwischen Carl Zuckmayer und Gottfried Bermann Fischer). Jetzt also ein Chronik-Band von Siegfried Unseld. Schon die erste Seite konnte mich begeistern, denn da schreibt Unseld über Ingeborg Bachmann und dass er den Umbruch von "Malina" gelesen hat.  

Romeo oder Julia von Gerhard Falkner. Hab ich nicht gesagt, dass ich bald anfangen werde, mir Bücher aus der Long- und Shortlist des Deutschen Buchpreises zu kaufen? Tada! Aber! Ich bin leider nach der Lektüre von "Romeo oder Julia" nicht mehr ganz so begeistert. Die Leseprobe versprach so viel, aber das ganze Buch konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Amüsant ist es fürwahr, aber mehr ist es dann auch nicht.

Das Ende von Eddy von Édouard Louis. Wenn Didier Eribon in mein Bücherregal ziehen darf, dann muss Édouard Louis das natürlich auch machen. Selbstverständlich zur Vorbereitung auf die Veranstaltung mit den beiden in den Münchner Kammerspielen, die gar wunderbar war! Genauso wie das Buch. Ich bin sehr hingerissen von Louis (der mir nach der Veranstaltung auf meine Instagram Story geantwortet hat ♥). Sobald ich "Im Herzen der Gewalt" (siehe weiter unten) und "Rückkehr nach Reims" gelesen habe, folgt ein Mash-up-Blogbeitrag zu den drei Büchern. 

Anna Karenina von Lew Tolstoi. Was macht man, wenn man Karten für eine Ballett-Aufführung von "Anna Karenina" kauft? Man kauft sich danach erst einmal eine Ausgabe des Buches. Selbstverständlich macht man das so. Während der Zugfahrt von Köln zurück nach München habe ich das Buch begonnen und – meine Güte, Tolstoi lässt sich wunderbar lesen. Ganz großes Tennis. 

Eins von Sarah Crossan. Auf die Lektüre dieses Buches bin ich schon sehr gespannt, weil so viele Menschen, die ich sehr schätze, davon so begeistert waren. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass das Lesen anstrengend wird, weil das Buch in Versform geschrieben ist. 

Handlettering Alphabete von Tanja "Frau Hölle" Cappell. I love my job. Insbesondere dann, wenn ich mein privates Fangirltum in die Arbeit packen kann. Das ist dann alles etwas rosa und gold und mit viel Liebe vollgepackt. Und mit dem Buch im Gepäck hab ich mich nun endlich getraut mal wirklich den Stift in die Hand zu nehmen und mit Anleitung zu lettern. Ein großer Spaß. Kann ich nur empfehlen! 

Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis. War ja klar, dass ich nach "Das Ende von Eddy" nicht mal einen Tag warten konnte, um mir "Im Herzen der Gewalt" zu kaufen. Nach der Veranstaltung mit Eribon und Louis möchte ich das Buch auch eigentlich sofort lesen. Aber ach! So viele andere Bücher, die ich gerade wieder gleichzeitig lese ...

Herr Lehmann von Sven Regener. Mit "Wiener Straße" konnte mich Herr Regener auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2017 nicht wirklich mitnehmen. Ich versuche es jetzt aber einfach mal mit seinem ersten Buch, welches von so vielen als "Kultbuch" bezeichnet wird. Außerdem passt das ganz wunderbar, weil ich im November im Rahmen des Literaturfests München zur Lesung von Sven Regener gehe. 

Und wenn die Welt verbrennt von Ulla Scheler. Oh, wie sehr ich mich freue, dass Ulla ein zweites Buch veröffentlicht hat. "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" sorgt immer noch für Gänsehaut, deswegen bin ich schon sehr gespannt auf die neue Geschichte. 

Die Geschichte der Baltimores von Joël Dicker. Im Januar durfte aus dem Bücherschrank "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" bei mir einziehen. Das Buch habe ich immer noch nicht gelesen, aber das ist ja kein Argument, um nicht auch noch das zweite Buch des Autors mit nach Hause zu nehmen. Oder? 

Mein Leben als Sohn von Philip Roth. Ach, Herr Roth. Irgendwann werden Sie den Literatur-Nobelpreis erhalten und dann kann ich sagen "Ich wusste es schon immer!". Darauf freu ich mich schon sehr. Bis dahin sammle ich weiterhin Bücher von Ihnen. Ich Roth-Hamster. 

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war von Joachim Meyerhoff. Der Bücherschrank-Gott liest meinen Blog! Letzten Monat hatte ich noch davon berichtet, dass ich mir "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" gekauft habe und nun aber den Vorgänger-Band brauche. Und schwuppdiwupp stand das Buch im Bücherschrank – gerettet von Herrn Gatsby. Welches Buch soll ich mir nun als nächstes in den Bücherschrank wünschen? Vorschläge, anyone?

Die gleißende Welt von Siri Hustvedt. Frau Hustvedt gehört so wie Margaret Atwood zu den Autorinnen, von denen ich zwar viele Bücher im Regal stehen, aber keines davon bisher gelesen habe. Wie aber soll man eine Büchergilde-Ausgabe für nur 9,95 Euro im Buchladen stehen lassen? Eben! Geht nicht! 

Das Mädchen aus Brooklyn von Guillaume Musso. Mit Musso habe ich eine sehr ambivalente Beziehung. Mal finde ich die Geschichte langweilig, mal kann ich nicht aufhören zu lesen. Wir werden sehen, zu welcher Kategorie "Das Mädchen aus Brooklyn" gehören wird. Was mich jetzt schon fertig macht: Auf dem Cover sieht man das Flatiron Building – und das steht nicht in Brooklyn!

Graben von Cynan Jones. Hiermit bin ich wohl offiziell die letzte Person, die sich nach Karlas Empfehlung dieses Buch kauft. Zuvor hat sich mein Hasenfuß-Gen geweigert "Graben" in Betracht zu ziehen. Schließlich wird schon auf dem Cover ein Dachs von mehreren Hunden eher unfreundlich angegangen. Jetzt bin ich aber einfach mal mutig genug und werde dann von meinen Albträumen berichten, sollten sie nach dem Lesen auftauchen.