Mittwoch, 25. Juni 2008

Ein Leben in Pausen

Yeah, let's go.
Ja, ich leide unter akuter Langeweile ... auf meinem tollen Arbeitsplan stand K (also Beginn 9 Uhr), auf dem Plan in der Arbeit L (Beginn 11.30 Uhr ... merken wir was?). Und weil im Zweifelsfall der Plan in der Arbeit eh immer Recht hat, hab ich nun die Ehre, das Vergnügen und die hochgezeichnete Aufgabe die Zeit bis 11.30 Uhr tot zu schlagen. *fliegenklatsche*
Meh.
Wie sagte Heidi es doch so schön?
"In München könntest du wenigstens in einen Park gehen!"


Im Moment sitze ich sinnfrei auf dem Rathausplatz herum und schreibe sinnfrei in ein Heft, dass ich gerade für unglaubliche 49 Cent käuflich erworben habe. Doppelheft, DIN A 4, kariert. Man weiß ja nie.
Hier ist - null los. Die meisten Leute sind so schlau und schlafen. Oder dürfen arbeiten.
"Mach doch eine Doppelschicht!", meinte Holzfäller.
Abgesehen davon, dass mir das Wort Angst macht und meine Chefin wahrscheinlich wahnsinnig begeistert wäre, wenn ich so viele Überstunden aufbaue (Okay - 2 1/2 Stunden, aber trotzdem - Oh, wenn ich es aufschreibe, erscheint es mir gar nicht mehr so viel ...) habe ich nicht so viel Muse von 9 bis 20 Uhr durchzuarbeiten. Dankeschön.
Um noch mehr zu jammern. Mir tun meine Füße weh. Natürlich musste ich gestern Mehdchen spielen und 2 Paar (!!!) neue Schuhe kaufen und eins (weil beide wäre dum ...) gleich heute anziehen. Und schon der kurze Weg zum Bus strapazierte meine Schmerzgrenze aufs Äußerste. Yay.


Sie sind aber sehr herzallerliebst.
(Oh! Eine Schulklasse! Wie ... spannend)
Wenn es jetzt zu regnen anfängt ... Spüret den Zorn!
Jedenfalls. Feine Schuhe, welche weh tuen.
Wir gaben eh gestern viel zu viel Geld aus.
Sonnencreme.
2 Tops.
2 Paar Schuhe.
Mückenstift (Oh, ich sehe sehr verstochen aus. Ammersee ist zwar voller Liebe und so, aber stechende Fliegtiere mal so gar nicht. Und wir lernten: Grüne Decken ziehen genau diese Lebewesen an ... Hätte man mir ja mal sagen können)
Insgesamt 70 Euro weg.
Erschreckend.
So. Weiterentwicklung. Noch 45 Minuten und ein Tisch!
Wir waren bei Schuhladen, der aber leider nicht die SchuheofLove hatte (kariert, Schläppschen, Schleife, Totenkopf) und so machten wir uns auf die Suche nach Blasenpflaster.
Das hört sich jetzt voll nach Weichei an, ne.
Aber!
Ich kann mit Schmerzen umgehen. Doch leben wir in einem Zeitalter, in dem man auch was gegen Schmerzen unternehmen kann.
Informationen, die man nicht braucht:
Ich habe meine Tage ca. 5 Jahre lang ohne Schmerzmittel ausgehalten, doch wieso sollte ich nicht die Pharmaindustrie geldtechnisch unterstützen?
(Deh! Es regnet! Muss noch 100 Meter bis zur Arbeit laufen. Meine Haare! Meine Haare!)
Also. Blasenpflaster. Grandios. Es schmerzt noch ein wenig, aber das halte ich aus. Ein Nacktmull kennt keinen Schmerz oder so ähnlich.
Überlege mir gerade eine Strategie trocken in die Arbeit zu kommen.
Wenn ich mir jetzt das Tablett hier ausleihe ... gut, die sind dann nicht so begeistert.
Einen Schirm aus den Servietten basteln?
...
War ja nur so eine Idee.
Ich habe nie behauptet, dass meine Ideen besonders sinnvoll und grandios sind.
Ich mein - grüne Decke in der Nähe von flüssigen Dingen in groß. See. Deh. ERfordert schon ein besonderes Mass an Ignorierfähigkeit.
Aber es war schön.
Ammersee-Rund-Laufin.
So könnte man es nennen.
Warum waren da auch nur Privatbesitze an Privatbesitzen? Wo bleibt denn da die Öffentlichkeit?
Egal.


Dafür Abends-Nachts Cabrio fahren, was schon besonders grandiost ist.
Diese Jugend immer.
So sind wir eben.
Nun muss ich sinnfreierweise ein Lied zitieren:
"Ich bin jung und willig, extravagant und schwierig."
Yo!Und um das "extravagant" noch ein bisschen raushängen zu lassen:
Sonntag! 16 Uhr! Tunesien!
2 Wochen, all inklusive, Gott wir werden uns so zulaufen lasssen.
(Das wollte ich schon immer mal schreiben ...)
Pärchenurlaub. Es wird interessant.
Bin noch am überlegen, ob 3 Bücher wirklich reichen, ob ich noch Bis(s) zum Morgengrauen mitnehmen soll oder strebermäßig die "Kleine Geschichte der deutschen Literatur".

Und erwähnte ich schon, dass "Moonlight" sehr herzig ist weil Vampir, zwar nicht Edward, aber ich mag den irren Blick beim Blutsaugen. :herzchen:
Ja, ich gehe es hiermit offiziell zu, früher war ich ein Buffy-Fangirlie.
(Und sehr erstaunt, dass Herr Holzfäller Buffy nicht kannte - die haben anscheinend noch nicht sehr lange Fernsehanschluss auf dem Lande ...)
Vampire rocken und so.
Trotzdem würde ich nie bei dieser bedenklichen Emogruppe aus Folge 1 mitmachen. Blutrituale! Geht mir wech damit, das geht so schlecht aus Klamotten raus!
So. Ich wage es nun und renne zur Arbeit, im Moment regnet es nicht, zwar noch eine halbe Stunde zeit, man weiß ja nie ...
Tada! Wieder da.
Das muss für den Leser wahrscheinlich wahnsinnig langweilig sein. Diese Sprunge, die er mitkriegt, aber dann doch nicht wirklich.
In der Zwischenzeit bekam ich eine Postkarte von Heidi ("Kommt Urlaub eigentlich von alten Blättern?" und "Tunesien hört sich so nach Asien an!") und eine Rechnung vom Reiseabteilungsleiter in die Hand gedrückt, wo ich mich frage was ich mit der jetzt machen soll ... offiziell arbeite ich noch gar nicht!
Oh, es ist gar keine Rechnung, nur eine Mitteilung welche Bücher gerade nicht lieferbar sind. Das große Buch der Alpenbahnen beispielsweise. Nicht traurig sein.

"Vom Saarland über die östlichen Mittelgebirge bis zur Donau Platzregen und Gewitter. Im Laufe des Tages auch im Alpenraum kräftige Gewitter." (Wortwiederholung!), sagt der Wetterbericht der SZ, der unter dem Heft lag/liegt/dings.
Als hätte ich das noch nicht gemerkt.
Noch 10 Minuten, aber ich werde langsam gehen. Später kann ich berichten wie sich die Blasenpflaster bewährt haben. Wenn ich nicht schon im Krankenhaus liege und sie mir die Füße abgenommen haben.
Liege nicht im Krankenhaus. Habe die Theorie, irgendwann gewöhnt man sich an den Schmerz. Abgesehen davon spüre ich gerade nur NASS an meinen Füßen, weil wir lustig-fleißig die Wägen vor dem Laden geputzt haben.
Schöne Abwechslung, besonders bei schwülen Wetter.
Hach, hach und so.
Habe heute eindeutig zu viel gegessen.
(Okay - habe heute wahrscheinlich so viel gegessen wie ein normaler Mensch an einem normalen Tag ...)
1 Himbeer-Sahne-Schnitte
1 Chicken Nugget Burger mit Pommes
1 Dönerbox mit Pommes und Fladenbrot.
(Komme mir doof vor das aufzuzählen ...)
Schäme mich jetzt kurz - und möchte darauf hinweisen, dass ich keine Essstörung habe, bittedanke für die Aufmerksamkeit.
Noch 10 Minuten Pause.
Entdecke gerade meine (Wieder-)Liebe für Billy Talent. :herzchen:
Und dabei mag ich keine "Ins-Mikro-Gröll-Musik". Aber ihn (wie immer er auch heißen mag ... Billy?) versteht man wenigstens noch. Jedenfalls.
Letztens guckte Abteilungsleiterin so komisch als ich meinte ich wäre mit Heidi bei Wir sind Helden gewesen.
"Ich dachte du hörst eher so Hardrock-Sachen."
Böh?
Angeblich guck ich ein wenig danach aus. Was mich etwas beunruhigt.
Memo am mich. Mehr Mehdchenfarben tragen.
Eindeutig.
Kurze Angst. Schon 10 Seiten geschrieben und das ganze muss ich auch noch abtippen. Will Lob, Anerkennung und Dankesgesänge wenn ich es geschafft habe diesen ganzen Schwachsinn tastaturtechnisch wiederzugeben ...


Werde sterben. Entweder an den beiden genmanipulierten Blasen oder an einem schrecklichen Infektionsvirus (der nach mir benannt wird, weil selbst House ihn nicht kannte ...), den ich mir durch das barfusslaufing in Augsburg zugezogen habe.
Aber! Ich konnte nicht mehr.
Blasenpflaster hin oder her, es hat einfach nur noch weh.
Und wenn ich das richti sehe ist in der aufgeplatzen Blase eine neue kleinere Blase. Die vermehren sich an mir!!!
Werde sterben.
Oh ja, jammern kann ich besonder gut.
Awww! Klimatisierter Zug! Die grandiöseste Erfindung der Menschheit.
Ist es dumm (dum!), sich um 21 Uhr zu verabreden, wenn man erst um 21 Uhr und ca 5 bis 8 Minuten am Heimatbahnhof ankommt?
Nö ...
Eigentlich wollte ich ja meine Füße versorgen (dämliche Titel schwirren in meinen Kopf: Soweit die Füße tragen ...), aber! Holzfäller zu Mitleid zwingen ist sehr viel unterhaltsamer und ich gebe es ja zu - ich steh auf Schmerzen ...
Nun reicht es aber wirklich.
Das war ein Tag in Pausen.
Liebevoll ausgeschmückt und mit herzigen Fotos versehen von und mit und zu Marina.
Ich danke für die Aufmerksamkeit.
Es folgen bitte die
Mitleidsbekundungen,
Blumensträuße,
Pralinenschachteln
und
Gute-Besserungswunsch-Postkarten.
Knicks und Kuss.
Marina.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Dann brech ich dir deinen Fahrradsattel


Schon eigenartig zu welchen unhumanen Zeiten ich immer das Bedürfnis habe zu schreiben. Gut, es ist "schon" 07:44 Uhr, aber eben! In 20 Minuten müssen wir frisch, fröhlich, munter an der Haltestelle stehen.

Kind, könnte ich jetzt sagen, Kind, du hättest sicherlich noch 5 Minuten mehr, wenn du dich nicht gerade eben noch spontan umgezogen hättest.
Aber!
Rock!
Rock of love!
Gut, es ist viel zu kalt, deswegen auch Rock of Love über Jeans, und ja jetzt darf der mütterliche skeptische Blick folgen. Ich mag das! *pubertär*

Aus dem Leben eines entsingleten Mehdchen.

Wecker of doom weckt (!!!), um halb 7 sitze ich weder frisch, noch fröhlich geschweigeden (je länger ich das Wort angucke, umso hässlicher wird es) munter im Auto des Herren Holzfällers. Oh! Sensationsverbreitungswahn. Erwähnte ich schon das neue Auto des Herren Holzfällers?
Ein Tigra. In Silber. Cabrio. :herzchen:
Ja, darf ich vorstellen, der Herr Holzfäller ist jetzt unter die Polohemd-Kragen-Aufsteller gegangen.
Ein bisschen - das behaupte ich jetzt einfach mal so - verdankt er mir ja das Auto, ne. Auch wenn ich lieber nicht beteiligt wäre.
Egal.
Halb Sieben.
Ich bin schockiert.
Von mir selber und so. Kind, wo ist deine schöne Einstellung zum Thema Schlaf geblieben?
Weg!
Weg ist sie! (Und ich bin wieder allein, allein *fanta.vier*)
Schlaftrunken sitzen wir wenig später in der heimischen Küche und warten darauf, dass Menschheit aufwacht. Beziehungsweise bis ich endlich zum Bus gehen kann. Kann ja nicht jeder schon um 7 Uhr mit Arbeit anfangen. Will auch gar nicht jeder schon um 7 Uhr mit Arbeit anfangen.

Weil Urlaub bald ansteht (kurzer, angeberischer Zwischenkommentar: Noch 11 Tage!!!), kaufte ich nun schon (die erste Ladung?) Urlaubslektüren.
Mrs. Dalloway - Virginia Woolf weil wegen Liebe und Sätzen und Gedanken und Bewusststeinsströme und überhaupt.
Anleitung zum Entlieben. Joah. Mitläufer. Neugier. Weil mich sonst Abteilungsleiter immer so böse anguckt weil er extra wegen mir mehr bestellt hat. Und überhaupt. Mal gucken.

*knicks* Das geht mit Rock viel tollerer und sieht auch besser aus!

Mittwoch, 4. Juni 2008

Ein Safarinachmittag durch einen Gedankendschungel


Yay. Lass uns auf "Kleines Emo-Kind" schalten. Dummerweise höre ich dafür die falsche Musik. So ein Mist aber auch. Ein Grund in der Ecke zu sitzen (zu liegen!) und Gedichte zu schreiben? Abgesehen davon, dass ich sehr schlecht dichten kann.
Schreckliche Zivilisationsprobleme:
Was lese ich als Nächstes? Da hat man einen Stapel von 6 Büchern (hört sich ausgesprochen sehr viel dämlicher an ...) hier liegen und kein Einziges spricht einen im Moment an. Ich muss mir neue Bücher kaufen. Ich muss mir ein neues Bücherregal kaufen. Ich muss - Ruhe geben. Es gibt sicherlich wichtigeres. Beispieslweise. Und sowieso und überhaupt. Ich möchte gerne etwas anspruchsvolles - klassisches lesen. Zum angeben in der Schule. Zum Streber werden. Aber. Woher nehmen? Denn zuallererst bräuchten wir einen Autor.

Gott, ist das langweilig. Die Menschen gähnen schon.
Sex, Drugs and Rock'n'Roll.
Mit keinem kann ich dienen. Tut mir leid.
Virginia Woolf hat einen sehr faszinierenden Schreibstil. Um mal Arbeitsblätter aus der hochgeschätzten Schule zu zitieren:
"Die äußere Handlung tritt in den Hintergrund zugunsten Gedanken, Gefühlen, Erinnerungssequenzen."
Das ist doch nett. Das schrieb zwar nicht Mrs. Woolf (ich vermute mal sie war verheiratet. Auf jeden Fall war sie sehr hübsch, wenn ich das aus dem Bild richtig deute), aber trotzdem.
"Denn der Himmel allein weiß, warum man es so liebt ..."
Hach, ich könnte so viel zitieren, doch das geht nicht. Eigene Gedanken, Kinder, wir brauchen eigene Gedanken.
Lieblingswörter: Chamäleon-Feuerwerk. Valium-Gesellschaft. Geschwindigkeit gibt Stabilität. I was born to be a dancer. Grundloses Geheule, das gar nicht so grundlos ist wie man sich einreden will. Explosionen. Autounfall (Ha! Noch so eine Unterschätzung. Wir unterschätzen ja nur. Außer Schlaf. Schlaf ist überbewertet. Wer schläft, liebt nicht!) Hollywood und Rosamunde Pilcher.
Jetzt sind wir draussen.
Und alles nur wegen dem surrealen gelben Mann am Bahnhof, der dort nicht mehr steht, nur noch in unserer Erinnerung steht, es sind dort nur noch zwei Löcher, zwei Löcher und der helle Boden auf dem er einmal stand erinnern noch an den gelben Mann, erinnert sich sonst noch wer an den gelben Mann?
Ich mag den Satz, ich mag Bandwurmsätze.
Weil.
Fadenheftung. Fadenführung. Satzzeichen. Wer braucht schon Satzzeichen? Molly Bloom braucht keine Satzzeichen, da sieht man es doch. Die Feministin, die mit den lilanen Latzhosen und dem brennenden BH (tut das nicht weh?), die Feministin schreit:
"Frau sieht es auch!", bevor sie von den Feuerwehrmännern (!!!) geöscht wird. Keine politisch inkorrekten Hexenverbrennungen, meine Damen und Herren. Wir waren bei Rosamunde bevor wir draussen waren.
Warum nehmen wir immer die schlimmste vorzustellende Situation an?
Mehr Liebe. Mehr rosa.
Wenn wir alle unser Herz so durch die Gegend tragen würden wie in einer choleserinarmen Margarine Werbung, wäre dann alles besser, alles schöner, alles voller Liebe?
Ein kleines knuddeliges Stoffherz als ständiger Begleiter.
Man bedenke die Möglichkeiten.
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen!
Menschen, die für andere Menschen ihr Herz tragen. So viel Liebe! Kaum vorstellbar.

Rehrückenspeckspicknadel. Damit sollten literarisch hochwertige Texte beginnen. Ein weiteres neues Lieblingswort. Überhaupt sollte man viel öfter außergewöhnliche Wörter im Alltag benutzen. Labsal. Ich schreie es in die Welt hinaus: Mensche, schreie ich, Menschen benützt öfter das Wort "Labsal"! Was immer es auch genau bedeuten mal. Man muss ja nicht immer wissen was man sagt. Was für ein weiser Satz. Zusammenhangslos, um am Wirginia Woolf zu erinnern. Der Erfinder der Pringles-Verpackung wurde in eben einer solchen Pringles-Verpackung beerdigt. Wer noch stellte sicht jetzt eine überdimensionale Chipsdose vor? Gemeint ist aber seine Asche. Irgendwie - makaber. Irgendwie - erheiternd. Irgendwie - schwachsinnig, warum steht das in der Zeitung?
Insgesamt bleibt festzustellen: Aussterben ist langweilig.

Samstag, 31. Mai 2008

... jede unglückliche aber ist auf ihre eigene Art unglücklich


Ein schöner Sommersonnetag. Habe sehr eigenartig aussehenden roten Abdruck der Sonne. Viereckig. Das kommt davon wenn das T-shirt einen eigenartigen Ausschnitt hat und es macht mir angst (in dem Buch welches ich gerade lese, schreiben sie in diesem Zusammenhang "Angst" immer klein. Wollte das mal versuchen. Gut, sie schreiben auch Einschübe mit - und danach kommt ein Komma und dieses ist IMMER am Anfang der nächsten Zeile und es sieht verdammt dum aus. Sehe ich das jetzt nur so kleinkariert weil wegen und überhaupt oder ist es wirklich nicht schön?), dass ich das Wort "Ausschnitt" benutze. Himmel, ich werde ein schreckliches Exemplar von Mehdchen. Ich meine - ich saß voher im Bikinioberteil im Garten. Dinge, die man nicht wissen will. Dinge, die Stalker wissen wollen. Wir bemerken den Unterschied. Vom draussensitzing mit T-shirt kriegen wir einen roten, viereckigen Abdruck. Vom draussensitzing mit Bikinioberteil kriegen wir - bis jetzt noch nichts. Abgesehen davon, dass ich mir zweimal die Augen gerieben habe, was ja nicht so schlimm wäre, hätte ich nicht am Finger Sonnencreme gehabt. Schmerzen. Tränen. Es war schrecklich. Ja, das war ein Aufruf für Mitleid, sehr verzweifelt, nicht wahr.
Zum Buch aus welchem ich nette Satzzeichenspielchen und Wortschreibungen übernehme.
Curtis Sittenfeld. Eine Klasse für sich. Das Buch welches wir hauptgrundtechnisch nur wegen dem Cover kauften. Ballerinas!
"Macht so süchtig wie m&m's" behauptet der/die/das Boston Globe. Nun ja. Erstens werde ich von m&m's nicht süchtig (und der Apostroph nervt ...) und zweitens. Hm. Ist ganz nett. Nach "Volltreffer" der zweite Internatsroman (Dritte. Alles was wir geben mussten ...) in kurzer Zeit. Und irgendwie. Pubertierende Kinder halt. Das denke ich mir jedenfalls bei jedem zweiten Satz. Ist das nun gut oder schlecht? Also es liest sich auf jeden Fall nett und überhaupt. Identifikationsträchtig. Nur jammert mir Lee ein bisschen zu viel. Und ihr erwachsenes Ich ist ja sooo weise und so mitleidsvoll gegenüber der jungen Lee und überhaupt. Zu brav. Zu brav. Und wie sie die einsame Emo-Schülerin spielen will und doch immer nur darauf achtet was wohl die Anderen über sie denken. Okay. Personal Statment. Das mach ich auch ständig. Darüber nachdenken was wohl die anderen über mich denken wenn ich jetzt dieses oder jenes tue. Hach, was sind wir doch heute mitteilungsbedürftig. *hust*
Das könnte an der vielen freien Zeit liegen.
Weil wegen der liebste Holzfäller ist dieses Wochenende nicht da. Darf ich sein Privatleben auch ausbreiten? Nun ja. Jedenfalls ist er am Nürburgring (nächste Woche Rock am Ring! Auch wenn eigenartige Bands kommen - schön wäre es trotzdem ...) und guckt zweirädrigen Fahrzeugen rum, die im Kreis fahrend wertvolle und knappe Energieressourcen verschwenden. Das war jetzt die phöse Ausdrucksweise. Tut mir leid. Es macht ihm ja Spaß und das freut mich ja dann auch. Aber alleine (oh ja. Total alleine. Wir haben ja kein Leben mehr neben dem Pärchengespiele ...) (was für ein dummes Wort ... Pärchengespiele. Menschen könnten Dinge denken ... damit bestätige ich wieder Dinge, die ich vorher geschrieben habe ...) ist plöd. Außerdem habe ich dann Zeit um wirklich - wirklich Ausländische Literatur zu lernen und das ist doof. Also, ist es nicht. Ich meine Ausländische Literatur und Literaturkunde sind meine Lieblingsfächer (könnte am Lehrer liegen) und so, aber. Meh.

Abgesehen davon herrscht hier wieder eine herzallerliebste Stimmung. Habe das Bedürfnis mir Oropax in die Ohren zu stopfen und stumpf die Wände zu betrachten um sie ignorieren zu können. Laute Musik. Wirkungsvoller. Gnah. Nett fand ich folgenden Kommentar, der wahrscheinlich gar nicht so böse gemeint war wie er sich anhörte, aber. Trotzdem.
"Wieso ist er [Holzfäller] eigentlich nicht mit ihr [Freundin, die auch mit zum Nürburgring gefahren ist] zusammen? Ich meine. Passt doch viel besser. Sie haben die gleichen Hobbys, wohnen in der selben Stadt, machen auch viel mehr zusammen, interessieren sich für die selben Dinge, wundert mich wirklich, warum die noch nie zusammen waren beziehungsweise zusammen sind."
Ja.
Danke.
Was genau erwartet man für eine Reaktion von mir?
Soll ich es bejahen? Soll ich ihr zustimmen "Richtig! Wieso bin ich da nicht viel früher darauf gekommen? Danke, dass du mich darauf gebracht hast, sobald ich ihn das nächste Mal sehe, werde ich es ihm sagen, damit er endlich - endlich frei ist für sie!"

...
Ich sagte nichts. Beziehungsweise ich sagte "Danke" und ignorierte es. Versuchte es zu ignorieren. Hach, wie allerliebst ist doch die eigene Familie.
Nun ja. Werde nun warten bis es endlich Abendessen gibt, damit ich mich danach in mein Zimmer verkriechen kann um sie zu ignorieren. Beziehungsweise vorher werde ich die Marktwirtschaft ankurbel und mir teeniemäßig ein neues Handy kaufen. Yay! 200 Euro! Weil wir wollen natürlich unsere alte Karte und unsere alte Nummer behalten. Gott, ich muss wirklich zu viel Geld haben. Das kommt alles nur davon, weil Mitazubine erwähnte, dass das Urlaubsgeld schon überwiesen wurde.

Werde nun die Zeit überbrücken mit abwechselnd lesen und Ausländische Literatur lernen. Was bin ich doch ein Streberkind. Mit einer 2 in Verlagswesen, was mich sehr erfreute. *kicher* Besonders Kommentar von Lehrerin.
"Marina. Sie waren anscheinend zu früh fertig. Sehen Sie sich mal das an (zeigt Rückseite der Schulaufgabe der Klasse. Dort befindet sich - eine Zeichnung. Kleines Schaf vor Haus. Und ein angsteinflössendes Monster. "Das kleine Schaf ahnte noch nicht welch Grauen heute noch auf ihn lauern würde ... ein Staubsaugervertreter!" wahnsinnig unwitzig finde ich im Nachhinein ...). Marina, Sie sollten wirklich etwas in die Richtung machen!"
Joah, klar. Ist ja nicht so, dass wir alle wissen wie schrecklich bösartig, gemein und menschenmordend die Buchbranche ist und wie wenig Chancen es für Kinderbuchautorinnen gibt, wie sie es vorgeschlagen hatte ... aber trotzdem. Sehr herzallerliebst.

Samstag, 17. Mai 2008

Shut up and drive - wieso eigentlich?


So. Blogeintrag, der wo sein muss, weil. Muss schreiben, weil. Schließlich sagen doch immer alle, dass schreiben so wahnsinnig befwirkt und überhaupt.
Okay.
Genug Psychogeschwafele Das ist ja schrecklich. Man könnte Dinge von mir denken. Bitte nicht denken!
Doch weswegen jeder dieser schockierende (es war doch schockierend oder? Oder? Oder?) Anfang?
Das Fräulein Marina durfte am Mittwoch an ihrem ersten Autounfall teilnehmen.
Wer braucht schon Ponyreitkurse?

Es war einmal - scheiß Satz.
Entschuldigung für die Wortwahl (Ha! Das nenn ich mal Anstand! Ich entschuldige mich schon für solch nette Schimpfwörter!), aber da mir verboten wurde Eingangstürenglas zu zerstören, muss ich wanders meine Pseudowut auslassen.
Weil wir nach der Regensburgfahrt an Holzfällers Heimatörtchen vorbeikamen, stieg ich gleich da aus weil und überhaupt. Und ich war extremst stolz auf mich, dass ich den Weg vom Bahnhof bis zu seinem Haus gefunden habe. Yay! Kein Rotkäppchenlaientheaterstück!
Und weil und überhaupt (muss ich mich für sowas rechtfertigen?) übernachtete ich dann auch gleich bei ihm, schließlich müssen wir erst um 11.30 Uhr zur Arbeit.
Der Herr aber nicht. Der Herr steht um halb 7 auf, fährt mit Motorrad in die Arbeit, stellt mir den Wecker auf 9 Uhr und lässt mir die Schlüssel für sein Auto da, sodass Klein-Marina selbstständig nach Hause fahren kann.

Und hier nimmt das Unheil seinen Lauf.
Natürlich schlafe ich nicht bis 9 Uhr, sondern nur bis ca. 7.45 Uhr.
Ich stehe auf, mache heimweibchenmäßig das Bett (*hust*), suche den Autoschlüssel in der Küche und freie mich auf die Fahrt mit 10 PS (Zehn!!!) mehr. Und Servolenkung.
(Kurze lustige Psychorandbemerkung. Ich musste gerade etwas schlucken, als ich das geschrieben habe. Yay. Am Ende des Eintrages bin ich ein psychisches Wrack ... und lache auch noch darüber :ugly: )
Servolenkung toll. Ich kann ganz leicht in der Einfahrt wenden. Yay me.
Und wieder freue ich mich auf die 10 PS (Zehn!!!) mehr, die gleich auf der B300 ausgetestet werden dürfen.

Pustekuchen.
Wir befinden uns jetzt an der Einfahrt zur B300. Marina muss nach links. Blink. Wart. Schließlich kommen da Autos von links und rechts.
Blaues Auto von rechts möchte nach links in meine Straße.
Von links kommt rotes Auto. Schnell. Sehr schnell. Was ja auch in Ordnung ist, ich meine - B300.
Was nicht in Ordnung ist.
Blaues Auto biegt nach links ab.
Kracht in rotes Auto.
Rotes Auto kracht - richtig. In mich.
Benutzt Motorhaube als Sprungbrett und landet geschätzte 10 Meter weiter auf einem kleinen Hügel.

Ja. Scheiße Mann.
Beim Aussteigen bin ich eigentlich noch relativ gefasst. Da sind zwei Autos ineinander reingefahren, Mehdchen, du musst jetzt die Polizei anrufen, ne. Und ich stelle auch noch grandioserweise die Warnblinkanlange an. Yay me und so.
Ich teile dem Fahrer des blauen Autos nett mit, dass er an der Lippe blutet.
Ich frage Menschen, der stehengeblieben ist, wie die Ausfahrt genau heißt.

Und dann - dann gucke ich mein (bzw. eben nicht mein) Auto an.
Scheiße Mann.
Erst da fängt das Zittern an. Und der lustige Heulflash (das Wort wollte ich auch schon immer benutzen). Und es fühlt sich echt beschissen an.
Ich meine - Scheiße Mann.
Sein Auto!
Wenns meins wäre, wäre es auch blöd, aber so.
Scheiße Mann.
(Macht übrigens Spaß das zu schreiben ...)
Rufe ihn an. Anscheinend erzähle ich ihm irgendwas von "hinten ins Auto reingefahren" und er ist dann etwas - geschockt als er die Unfallstelle sieht.
Zwei Krankenwagen.
Einmal Polizei mit lustig blinkender Sirene.
Drei geschrottete Autos.
Und ein Häufchen Elend welches früher einmal auf den Namen Marina hörte.
Obwohl es mir noch am besten geht.
Blaues-Auto-Fahrer blutet wie gesagt an der Lippe und sein Brustkorb tut ihn weh (Sanitäter "Ihr Airbag ist ja auch aufgegangen!" ... Wieso ist eigentlich meiner nicht aufgegangen? Sollte ich mich freuen oder in Panik ausprechen weil er nicht aufgegangen ist?).
Rotes-Auto-Fahrer ("Ich kann nicht hierbleiben! Ich muss zur Musterung!!" *kicher* - Humor wo keiner ist ...) blutet am Ohr aufgrund des Tragens einer Brille und hat jetzt einen netten Verband am Arm.
Mir wird fleißig gegen den Rücken geschlagen ("Tut das weh? Außer dem Klopfschmerz?" - Ich zuckte beim ersten Mal, ich meine - Hallo? Der schläg mir ohne Vorwarnung gegen den Rücken!) und der Kopf fast verrenkt, aber mir tut nicht weh.
Ehrlich nicht. Auch immer noch nicht.
Und das hat nichts mit falschgesetzter Dings zu tun. Mir tut nichts weh.
Ich war nur leicht - fertig.

Nachdem ich brav bei der Polizistin nachgefragt habe, dürfen wir heimfahren, weil Klein-Marina will nicht ins Krankenhaus weil. Und überhaupt.
Ich ruf in der Arbeit an und frage ob ich heute vielleicht daheim bleiben dürfte, ich hatte da gerade einen Unfall. Chefin völlig überrumpelt "Natürlich!". Hach. Sehr nett.

Und so liegen wir dann im Bett und irgendwie - Scheiße Mann.
Ich war dann doch etwas sehr froh, dass er noch übernachtet hat. Es ist irgendwie nicht soooo grandios wenn man jedes Mal wenn man die Augen schließt wieder Zack-Peng-Bum sieht. Und ja, das hört sich wahnsinnig psychofreakig an und es war zwar wahrscheinlich größentechnisch nur ein kleiner Unfall, aber es war mein erster Unfall und da darf ich das.
Oh. Und weil es so schön war. Heute stand in der Zeitung ein minimalistischer Bericht darüber. Ein minimalistischer Bericht, der von Fehlern überquielt.
Es gab keine Beifahrerin. Bei niemanden.
Und ich habe nicht geparkt!
Also wirklich! Was ist denn das für eine Wortwahl für ein stehendes Auto, dass aus der Ausfahrt raus will? Parken! Das ist nicht lache.
Der Sachschaden liegt bei dem "geparkten" Auto bei 2000 Euro, und die anderen beiden haben einen Totalschaden im Wert von insgesamt 18000 Euro. Yay.

Ja. Das war mein lustiges Mittwochserlebnis.
Und jetzt darf ich gleich zum ersten Mal die gleiche Strecke wieder fahren. Mit meinem Auto. Was freue ich mich doch. Panisches Gezittere, welches ich mir einrede. Yay. Im einreden bin ich spitze.

Und ja, mir geht es gut. Wirklich. Auch wenn mir das anscheinend niemand glauben möchte. Pah. Kinder!