Sonntag, 22. Mai 2016

Fallensteller von Saša Stanišić.


Originalausgabe – Erschienen bei Luchterhand – 2016 – Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar! 

Zaubern im Gemeindesaal, Kommoden zerstören in leiser Wut, in merkwürdigen Wettkämpfen glorios gewinnen, irrlichtern durch die Welt: Erzählungen von Saša Stanišić.

Vollkommen unverhofft sprang mein Herz vor einiger Zeit nach oben, als ich entdeckte, dass ein neues Buch von Saša Stanišić veröffentlicht wird. Erzählungen! "Vor dem Fest" gehört immer noch zu den großen fünf Lieblingsbüchern meinerseits (die anderen vier kann ich spontan nicht aufzählen). Daher sprang mein Herz nochmal ein bisschen höher, als ich "Fallensteller" im Briefkasten vorfand. 

Hinweis: Wer einmal mein Exemplar von "Fallensteller" in die Hände bekommen wird, wird sich wundern. Es enthält nämlich sehr viele Eselsohren. Zeitweise zwei auf einer Seite. Oben und unten. Im Mittelstück fehlen die Eselsohren aber. Weil ich dort beschlossen habe, dass es wohl einfacher wäre, wenn ich nur noch die Seiten markiere, die ich nicht gut fand. Aber irgendwann habe ich das nicht mehr durchgehalten. 

"Disclaimer: Ich weiß nicht, ob das tatsächlich Kunsthistoriker waren, aber sie zeichneten, wenn sie über das Gemälde sprachen, kleine geometrische Formen in die Luft, Dreiecke, Kreise, so was, und genau das stelle ich mir vor, wenn ich darüber nachdenke, was Kunsthistoriker eigentlich machen." (S. 68)

Soll heißen: Meine Liebe zu Saša Stanišić ist ungebrochen groß. Denn Stanišić ist ein Zauberer. Ein Sprachdompteuer, in dessen Sätze man einziehen möchte. Jedes Wort sitzt, kein Wort ist überflüssig. Die Bilder, die er erschafft und die Geschichten, die er erzählt sind so normal und doch außergewöhnlich.

Schon allein die erste Geschichte! Ein Zauberkünstler tritt vor einem gelangweilten Publikum auf, die Gedanken des Mannes auf der Bühne schweifen immer wieder ab. Zu seiner Familie. Zu einer Zaubershow, die er gemeinsam mit seinem Großneffen besucht hat. Das größte Kunststück: Verschwinden. Unsichtbar für seine Mitmenschen sein. Das funktioniert auch ganz ohne Zauberei. 

Lieblingstitel: "Die immens schönen tragischen blöden glückseligen deutschen Flüsse". Und die Geschichte dahinter. Die sich in weiteren Erzählungen fortsetzt.

Und natürlich. Meine Herzsprung-Geschichte (mein Herz leidet gar sehr, wenn es um Saša Stanišić geht. Kleine Offenbarung am Rande: Ich kopiere den Namen immer aus der Überschrift, weil ich mir die Tastenkürzel für die ganzen Sonderzeichen nicht merken kann): Fallensteller.
Denn in "Fallensteller" besuchen wir Fürstenfelde nach dem Fest. 

"Fürstenfelde. Einwohnerzahl: gerade." (S. 172)

Diese Geschichte fühlt sich an wie nach Hause kommen. Man kennt sich schließlich schon. Eines Tages werde ich auch in die Uckermark fahren und zum Literatur-Touristen, jawohl. Doch das wird noch eine Weile dauern. Deswegen freue ich mich erst einmal auf den 17. Juni, denn dann kommt Saša Stanišićins Literaturhaus München und ich werde darauf bestehen, dass das Wort "Brezel" aus meiner Ausgabe gestrichen wird.

Sonntag, 15. Mai 2016

Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag.


Originalausgabe – Erschienen im Heyne Verlag – 2016 – Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar! 

Tessa hat immer gewartet: auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, sie hätte noch Zeit. Doch die hat sie nicht. Tessa wird sterben und das schon sehr bald. Sie ist fassungslos, wütend und verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der sie und ihre Fassade durchschaut, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr zur Seite steht. Er überrascht Tessa mit einem großartigen Plan und schenkt ihr einen letzten Sommer. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind.

Wenn man in einem Rezensionsexemplar eine Notiz vom Verlag findet, die einen darauf hinweist, dass man bei der Lektüre des Buches lieber Taschentücher bereit halten sollte, dann sollte man auf diesen Hinweise hören, liebe Kinder. Gut, ich bin auch sehr nah am Wasser gebaut, aber seit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" habe ich nicht mehr so sehr bei einem Buch geheult. Bei solchen Büchern lohnt sich doch eine Kooperation mit einem Taschentuch-Hersteller, oder? 

"Mein bester letzter Sommer" also. Mal wieder habe ich ein Blogger-Lieblingsbuch erst sehr spät für mich entdeckt. Manchmal muss man einen Hype auch aussitzen können. Manchmal wird man erst durch die amüsanten Tweets der Autorin auf ein Buch aufmerksam. Und dann steht das Buch doch erst wieder ewig im Bücherregal, weil man denkt "Och, das wäre doch ein Sommerbuch!" und dann wird es nie sommerig und man wartet und wartet und irgendwann lässt man das alberne Warten dann sein. Und als ich "Mein bester letzter Sommer" dann gelesen habe, ist das ganze eher in ein Inhalieren ausgeartet. An dem Tag war Herr Gatsby nicht da und ich schwankte bei der Abendunterhaltung zwischen einem Rewatch von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und der Lektüre von "Mein bester letzter Sommer". Was man eben an Strohwitwen-Tagen so macht. 

Ja, "Mein bester letzter Sommer" reiht sich in die "Kranke Jugendliche verlieben sich und am Schluss wird gestorben"-Bücher ein. Warum das Buch für mich aber aus der Masse herausragt, liegt an mehreren Punkten:

  • Es spielt in München! Jedenfalls am Anfang. Und ich mag es, wenn ich die Orte kenne, die in einem Buch vorkommen. Hach,  U-Bahnfahren in München. Für mich ist das im Buch die U3 am Scheidplatz. Und ich möchte jetzt bitte auch mal ins Café Neuhausen, das kannte ich nämlich bisher noch gar nicht. Ist doch auch mal nett, wenn man Gastro-Tipps aus einem Roman mitnimmt.
  • Es spielt in Italien! Da ich mit meiner Familie früher standardmäßig den Sommerurlaub in Italien verbracht habe, ist das Land für mich als Reiseziel eigentlich nicht so wirklich interessant. Doch währen der Lektüre von "Mein bester letzter Sommer" hatte ich das starke Bedürfnis, mich in mein (nicht vorhandenes) Auto zu setzen und Richtung Süden zu fahren. Das Gute liegt so nah. Der Sommerurlaub für dieses Jahr steht zwar schon, aber vielleicht unter Umständen könnte man ja möglicherweise noch einen Kurztrip nach Italien veranstalten. Kommt wer mit?
  • Die Charaktere sind glaubwürdig, normal und haben Ecken und Kanten. Das klingt jetzt etwas komisch, aber ich mag Tessa, weil sie mich teilweise nervt. Ja, sie ist krank. Unheilbar krank. Und weil sie bisher immer alles aufgeschoben hat, versinkt sie nun in Selbstmitleid. Man möchte sie rütteln und schütteln und nach draußen schubsen. Und ihr sagen, sie soll mal weniger laut denken. Das übernimmt zum Glück Oskar. Den man auch rütteln und schütteln will, weil er ewig nicht mit der ollen Hasen-Geschichte rausrücken will. Zusammen sind die beiden mein neues Lieblings-Buchpaar, weil sie komplett authentisch wirken. So, als könnte ich ihnen bei der nächsten Fahrt mit der U-Bahn begegnen.
  • Das Buch ist großartig gestaltet. Und damit meine ich nicht nur das Cover, sondern auch die Karte mit der Reiseroute im Inneren (und einer Breze!), die Playlist mit den Liedern zum Roadtrip und natürlich die Krabbe. Ohne die Krabbe geht gar nichts.

Ich habe mich wohl ein wenig verliebt. Und werde demnächst wohl mal im großen Anne Freytag-Universum stöbern gehen, denn die Autorin ist mit verschiedenen Pseudonymen in verschiedenen Genres unterwegs. Vielleicht versteckt sich dabei ja noch eine weitere Perle wie "Mein bester letzter Sommer".

Mittwoch, 11. Mai 2016

Die Knochenuhren von David Mitchell.


Originaltitel: The Bone Clocks - Aus dem Englischen von Volker Oldenburg - Erschienen im Rowohlt Verlag - 2016 - Vielen herzlichen Dank für das Leseexemplar!

Eine harmlose junge Frau aus dem Süden Englands wird zum Spielball dunkler Mächte im Kampf um ewiges Leben. Aber vielleicht ist sie auch, ohne es zu ahnen, deren schärfste Waffe ...
Davids Mitchells neuer Roman ist wild und einfallsreich, dramatisch und verspielt wie die Phantastik Stephen Kings und Haruki Murakamis, aber mit einem ganz eigenen , überbordenden Sound: ein globetrottendes, bewusstseinsveränderndes, sagenhaftes Lesevergnügen.

Es war einmal ein fröhliches Team, das wollte eine fröhliche Team-Leserunde veranstalten. Sehr lange überlegte man hin und her und vor und zurück, welches Buch man denn gemeinsam lesen sollte. Irgendwann fiel dann sehr spontan die Entscheidung: „Die Knochenuhren“ von David Mitchell sollten es werden. Das backsteingewordene Buch mit 808 Seiten schreckte auf den ersten Blick niemanden ab, denn das Cover ist schon arg schick. Und ich als David-Mitchell-Nichtkenner hatte anfangs auch keine besonderen Erwartungen an das Buch. Kurz vor der Lektüre habe ich „Der Wolkenatlas“ gesehen und fand den Film arg schrecklich. Aber davon wollte ich mich nicht abschrecken lassen.

Was dann passierte, konnte niemand ahnen! (Clickbaiting!)

Sonntag, 1. Mai 2016

Neu im Bücherregal - Die April-Bücher 2016



Es ist vorbei! 30 Tage lang hieß es: #nobooksforbreze. Ich durfte keine Bücher kaufen, keine Bücher aus der Arbeit mit nach Hause mitnehmen und behalten. Nein, nein. Das war nicht erlaubt. Und hat es funktioniert? Ja, hat es! Deswegen kann ich dieses Mal keine neuen Bücher präsentieren. Ist das nicht wundervoll? Ist das nicht traurig?

Doch, hey! Mein Regal der ungelesenen Bücher freut sich ebenso wie Shia LaBeouf. Und für mich war es gar nicht mal so schlimm. Soweit ich weiß, war ich im April auch kein einziges Mal in einer Buchhandlung. Vielleicht war das auch ganz gut so. So kommt man erst gar nicht in Versuchung.

Und wie geht es weiter?

Ich hatte ja bereits eine Wunschliste gepostet, mit einigen der Bücher, die mich mir demnächst zulegen möchte. Doch statt nun in den nächsten Buchladen zu stürmen (was an einem Sonntag eher schlecht geht), halte ich die Füße still und gucke mal, ob ich die Buchkauf-Enthaltsamkeit nicht noch ein bisschen weiter ziehen kann. Denn jedes nicht gekaufte Buch zahlt quasi direkt in meinen Urlaub ein. Urlaub, yay! Im August geht es schließlich nach Budapest.

Glückwünsche, Gratulationen und genereller Applaus bitte in die Kommentare. Und macht mich ruhig neidisch – welche Bücher habt ihr euch im April gekauft, während ich nicht durfte? 

Samstag, 30. April 2016

Fotobreze - April 2016

Ich rede jetzt nicht vom Aprilwetter mit Regen, Schnee und Sonnenschein. Das wäre viel zu naheliegend. Der April macht was er will, alles neu macht der Mai, jaja, wunderschön. Ich fahr nun lieber gleich mal in die Stadt und kaufe keine Bücher (Tag 30 von #nobooksforbreze!). Stattdessen kaufe ich Lebensmittel. Ich weiß zwar noch nicht, was ich essen möchte, doch essen muss der Mensch. Da hilft auch #sportybreze nicht. Nach der Arbeit in einem leeren Büro Youtube-Sportvideos gucken, ist herrlich erheiternd. Wir gucken nicht nur, wir machen natürlich auch. Davon gibt es aber keine Fotos. Zum Glück. Was stattdessen fotografisch festgehalten wurde, sieht man hier:


// Diese fiesen kleinen Pflanzen wachsen einfach ohne Erlaubnis weiter //
// YOLO //
// Ein Kinder Maxiking wäre jetzt auch was feines. "Red Queen" hab ich aber immer noch nicht weitergelesen //


// Snapchat-Spaß! Bambusbjörn! //
// Russische Folklore trifft auf außerirdisches Leben //
// Drei Männer in Sesseln mach eine Livestream-Lesung mit Dmitri Gluchowski //


// I like – #bookupDE bei Tolino //
// Frühstücksfreuden im White Rabbit's Room //
// Mit Bärchenpärchen macht das Lesen gleich doppelt so viel Spaß (hihi, da steht "Softporno") //


// Es ist doch gar nicht Montag, kleine Krabbe! //
// Über den Dächern von Frankfurt. Bei S. FISCHER zu Gast //
// Arbeitsnostalgie //


// Die erste Station der Bookshelf-Tour beinhaltete sehr viel Kuchen //
// Das erste Eis 2016 bei Ballabeni. Davor gab es schon das erste Tankstellen-Eis 2016 //
// Noch mehr Kuchen. Noch mehr Abschiede. Letzteres finde ich sehr doof //

Samstag, 23. April 2016

Zum Welttag des Buches – Ein Wunschzettel voller Bücher


Heute ist der 23.04. und damit der hochheilige Feiertag aller Büchermenschen. Welttag des Buches! Shakespeare ist gestorben, Cervantes ist gestorben, da kann man schon mal zum Trost die Kultur des geschriebenen Wortes hochhalten. Da ich weiter zu #nobooksforbreze stehe (gekaufte Bücher bisher: 0), gibt es für mich also heute keinen Ausflug in die nächste Buchhandlung (Crossover-Marketing: Bei Tina gibt es eine gar großartige Liste mit den schönsten Buchhandlungen in München. Abgenickt von mir). Stattdessen habe ich meinen etwas langen Wunschzettel angeguckt und fünf Bücher ausgewählt, die ich demnächst gerne von der Liste streichen möchte, weil ich sie mir kaufen möchte. Natürlich erst nach dem Buchkaufverbot. Im Mai. Oder so. 

Habt ihr vielleicht eines der Bücher schon gelesen? Oder steht eines davon auf eurer eigenen Wunschliste?

Sonntag, 17. April 2016

Wir kommen von Ronja von Rönne.


Originalausgabe - Erschienen bei Aufbau- 2016 


Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an und geht zur Beerdigung. Oder man flieht gemeinsam mit seinen drei Beziehungspartnern und einer Schildkröte ans Meer. Nora entscheidet sich für Letzteres. Als ob Polyamorie helfen würde. Als ob Flucht helfen würde. Als ob man den Dämonen der Vergangenheit so einfach entkommt.

Ronja von Rönne – das ausgebuhte Wunderkind des Feuilletons. Man liebt sie oder man hasst sie (oder man findet sie so mittelmäßig. Oder man findet sie zwar nicht so toll, würde aber nicht den Raum verlassen, wenn sie irgendwo erscheint. Danke, liebes Känguru!). Letztes Jahr beim Ingeborg-Bachmann-Preis fand ich ihren Text ganz gut. Davor hab ich nur am Rande mitbekommen, dass sie im Zentrum eines Feminismus-Shitstorms steht. Das wars. Und dann kam ihr Buch und wir gingen zu einer Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse. Und irgendwie fand ich da das Vorgetragene doch ganz gut. Doch ich blieb standhaft und kaufte mir das Buch nicht. Ich kaufte mir das Buch erst einige Tage später. Zum Indie-Book-Day. Total indie. It's a match! 

Sonntag, 3. April 2016

Neu im Bücherregal - Die März-Bücher 2016

Ha! Ich habe gelogen! Jedenfalls scheint es mir so, denn als ich gerade alle Bücher für diesen Beitrag herausgesucht habe, bin ich nur auf elf Bücher gekommen. Und nicht, wie hier dramatisch erzählt, auf vierzehn. Das liegt daran, dass ich mich gerade spontan dafür entschlossen habe, dass ich drei der Bücher nicht in mein Bücherregal aufnehmen werde. Gelesen habe ich sie zwar alle drei, aber ich muss ja nicht alle Bücher behalten. Jawohl. 

Heißt das jetzt, ich kann #nobooksforbreze doch in die Tonne werfen? Nein! Natürlich nicht! Der Selbstversuch bleibt bestehen. Gestern wurde ich schon auf eine harte Probe gestellt, denn es gab "Blauschmuck" in meiner liebsten Lieblingsbuchhandlung Buch & Töne für die Hälfte. Oh weh. Doch ich rede mir einfach ein, dass niemand dieses Buch kaufen will und ich deswegen auch bis Mai warten kann. 

Solange sehen wir uns mal den Stapel der neueingezogenen Bücher im März an:


Gemeinerweise wurde mein üblicher Fotohintergrund mit "Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft"-Bänden zugestellt. Wieder so ein Zeichen, dass hier kein Platz mehr für Bücher ist. Also ignoriert bitte den Hintergrund, mit diesen Büchern habe ich nichts zu schaffen.

Samstag, 2. April 2016

Fotobreze - März 2016

Der März! Ein Monat für die Geschichtsbücher! Jedenfalls für die Geschichtsbücher der Rentenversicherung, denn seit März bin ich nun sehr groß und sehr erwachsen und kein Volontär mehr. Wieso habe ich das nur vergessen? Wieso habe ich mir den April für das Buchkaufverbot ausgesucht? Jetzt kann ich mir keine Bücher kaufen. Doch ich bin ja jetzt groß und erwachsen und werde diesen einen Monat aushalten (Update - Tag 2 von #nobookforbreze und ich habe kein Buch gekauft). 


// Osterwichtel-Paket von LovelyBooks mit vielen feinen Sachen //
// Der Fuchs ist jetzt ein kleiner Fuchs! //
// Bei Ausmalbüchern für Erwachsene bin ich mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll //


// Da habt ihr es! Ein Tulpenfoto! //
// Ich liebe unsinnige Anführungszeichen und das hier gehört zu meinen Lieblingen //
// Und plötzlich sind die Gleise weg //


// Lecker Brot, lecker Käse, lecker Buch //
// Dann kommt man auf die Idee, die Bücher farbig zu sortieren und dann hat man keine Lust mehr //
// Als großer Bernhard-Kenner freut es mich sehr, dass ich beim Suhrkamp-Gewinnspiel gewonnen habe //


// Neuer Lieblingsort fürs Mittagessen: Die KVB-Kantine. Mit Fitness-Burger //
// Soviel zu "Fitness" //
// Der Sushi-Freitag ist auch irgendwie mein Lieblingstag geworden //


// Wer eine Reise zu IKEA tut, der hat was zu erzählen. Und zu schleppen //
// Regentropfen überall //
// Und ein Huhn //

Montag, 28. März 2016

Ein Vorsatz für den April.


Jawohl, lieber Leser. Sie lesen richtig. Das Bild mit Herrn Dachs und dem sehr instabilen Bücherstapel spricht die Wahrheit. Buchkaufverbot im Hause Nordbreze! Im April! Also nächsten Monat.

Es ist nämlich so. Um für den monatlichen "Neu im Bücherregal"-Beitrag zu wissen, welche Bücher ich entweder käuflich erworben oder auf anderen Wegen erhalten habe, führe ich eine Liste mit eben jenen neuen Büchern. Fein säuberlich notiere ich also die Buchtitel in meinem extra dafür angelegten Notizheft. Dieses Notizheft ist zwar relativ groß, trotzdem musste ich in den vergangenen Tagen erschrocken feststellen, dass die Liste der im März neu eingezogenen Bücher schon fast eine ganze Seite einnimmt. In Zahlen ausgedrückt: 14 Bücher habe ich gekauft, bekommen, mitgenommen. 14! Das heißt quasi jeden zweiten Tag ein Buch! Wie konnte das nur so ausarten? 

Traurig und schlapp liegen diese 14 Bücher nun teilweise vor dem Regal der ungelesenen Bücher und warten (traurig und schlapp) auf einen Stehplatz im Regal. Den es nicht gibt. Das Regal ist voll. Das Wohnzimmer auch. Alle müssen weinen. Auch Herr Dachs. Sein größter Albtraum wird wohl bald wahr – von einem Bücherstapel erschlagen zu werden!

Deswegen habe ich mir für den April etwas vorgenommen. Es werden keine Bücher gekauft. Jawohl. Es werden auch keine Bücher aus der Arbeit mitgenommen, ausgenommen, es handelt sich um Bücher, die ich arbeitsbedingt lesen muss. Eben jene Bücher werden aber wieder brav mit in die Arbeit genommen und landen nicht im heimischen Bücherregal. Im April soll die Notizheftseite für neue Bücher leer bleiben. Leer. Kein kleines Reclam-Heft, kein nettes Leseexemplar, kein Malbuch, kein Mängelexemplar-Schnäppchen, rein gar nichts wird auf die April-Seite geschrieben. 

Herr Dachs wird das überwachen. Und ihr bitte auch. Falls ich gegen meinen Vorsatz verstoße, überschüttet mich mit Schimpf und Schande. Falls ich aber dem Drang, neuen Büchern ein Zuhause zu geben, nicht nachgehe, so wartet am Ende des Monats eine große Pizza auf mich. Und so steht es hier jetzt geschrieben und so sei es. 

Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Wie viel Abstand sollte ich zu Buchhandlungen halten? Reichen 100 Meter? Und sollte ich eine tägliche Taschenkontrolle in der Arbeit einfordern? 

Donnerstag, 24. März 2016

Leipziger Buchmesse 2016 - #lbm16 und die Nordbreze


Es ist schon wieder Donnerstag und damit ist meine Anreise zur Leipziger Buchmesse eine Woche her. Die Zeit fliegt, denn eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, direkt nach der Buchmesse darüber zu berichten, wie es denn so war - so zum ersten Mal mit Standdienst und Lesertreffen und all dem. Doch ich habe unterschätzt, wie fordernd vier Tage Buchmesse doch sind. Glücklicherweise haben meine Kollegen so lange auf mich eingeredet, bis ich dann doch den Montag freigenommen habe. Und nun habe ich wieder frei. Eine Zwei-Tage-Woche also, die trotzdem ganz schön anstrengend war. Die Buchmesse steckt mir noch in den Knochen – dabei bin ich nicht mal krank geworden.


Zum ersten Mal wirklich beruflich auf der Buchmesse. Zum ersten Mal hat LovelyBooks einen eigenen Stand. So viele Premieren. So viele großartige Premieren. Mit all den Usern am Stand reden war schon sehr prima. Wenn plötzlich aus Buchstaben Menschen werden ist das ein wahrer Augenöffner. 



Nach dem Messe-Schluss ist vor der Messe-Party und so fuhren wir mit dem Taxi durch die Leipziger Nacht. Zur Tropen-Party, wo es eng und qualmig war (Bundesländer, in denen man in geschlossenen Räumen rauchen darf. Verrückt!). Zur LitPop, wo wir Ronja von Rönne lauschten. Zum Burgeressen. Egal ob im Pub oder bei McDonalds. 



Ein ganz besonderer Punkt auf dem Messe-Plan: Das LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen. 400 fröhliche Menschen in einem Raum (der auch Platz für Simultanübersetzer hat. Sowas brauchen wir aber nicht, wir haben Tina und Ayla). Mit Guglhüpfen, einem Rollen-Gästebuch, Goodie-Bags, einem besonders kniffligen Quiz und zwei herzallerliebsten Autoren vertrieben wir uns die Zeit. Man kann das gerne wiederholen. Beim nächsten Mal würde ich meinen Ausflug über die Messe auch etwas vorziehen. Am Sonntag lief ich zwar durch die Hallen, konnte aber komplett gar nichts mehr aufnehmen. Nur ein Buch für Herrn Gatsby wurde gekauft. So nett bin ich. 


Wart ihr auch da? Haben wir uns gesehen? Hab ich irgendetwas ganz großartiges verpasst? 

Mittwoch, 16. März 2016

Auf zur Leipziger Buchmesse!


Es ist soweit! Vor einem Jahr wurde ich zum ersten Mal als Blogger bei der Leipziger Buchmesse akkreditiert. Vor knapp einem halben Jahr habe ich meinen ersten Tag arbeitend auf der Frankfurter Buchmesse verbracht. Und morgen, morgen geht es nun wieder zur Leipziger Buchmesse. Zum allerersten Mal vier Tage lang für LovelyBooks. Das erste Mal ganz businessmäßig im Hotel schlafen! I'm so excited! Das Hotel hat schließlich auch bis zu 256 KB/s-schnelles Internet! Deswegen gibt es alle heißen News in den nächsten Tagen auch wohl eher bei Twitter, Instagram und - falls ich mein komplettes Datenvolumen verbrauchen möchte - Snapchat. 

Wer mich besuchen möchte: Halle 5, Stand C500. Ick freu mir! 

Sonntag, 13. März 2016

Ein Topf voller Bücher mit

Feuer & Flut
Nachts
Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Sonntag, 6. März 2016

Neu im Bücherregal - Die Februar-Bücher 2016

Um den Faden vom letzten "Neu im Bücherregal" aufzunehmen: Es gibt immer noch kein Regalbrett überm Fernseher, es gibt immer noch ein Regalbrett, in dem die Bücher jetzt doppelreihig stehen und natürlich sind im Februar wieder viel zu viele neue Bücher hier eingezogen. Es ist wie verhext. Aber als kleiner Trost und Spoiler für das kommende "Neu im  Bücherregal - Die März-Bücher 2016": Gestern habe ich mir bei Buch & Töne kein Buch (KEIN BUCH) gekauft. Nur Herr Gatsby musste mal wieder fünf Bücher adoptieren. Gut. Ja. Als wir danach im Hugendubel waren, hab ich mir ein Buch gekauft, aber darum soll es jetzt nicht gehen ... 


Samstag, 5. März 2016

Die Oscar-Nacht 2016 auf einem Blatt.

Mit schönen Traditionen soll man nicht brechen und deswegen saßen Herr Gatsby und ich in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder einmal vor dem Fernseher und guckten die Oscar-Preisverleihung. Dieses Mal ohne die Berichterstattung vom Roten Teppich, die letzten fünf Minuten haben mir schon gereicht, um mich in Grund und Boden zu schämen. Wo ist nur Steven Gätjen, wenn man ihn braucht? 

Die Verleihung selbst war sogar noch langweiliger als im letzten Jahr. Sogar Neil Patrick Harris hat schon ständig Anspielungen auf das weiße Hollywood gemacht, wenn das Chris Rock macht, wird es nicht innovativer. Und die Cookie-Aktion versteh ich bis heute nicht. Kann ich bitte wieder Ellen DeGeneres zurück haben? Danke. Und warum nur drei von fünf nominierten Film-Songs gespielt werden, muss man auch nicht verstehen. Ausgerechnet mein Favorit (Simple Song #3 aus Youth) wurde nicht einmal eingeladen. Dass dann auch noch der furchtbarste James-Bond-Song aller Zeiten in dieser Kategorie gewinnt – Oh weh, oh weh. 

Dafür durfte ich live und in Farbe dabei sein, als Leonardo DiCaprio endlich - endlich - endlich einen Oscar bekommen hat. Auch, wenn ich immer noch der Meinung bin, dass er den schon viel früher verdient hätte und ganz sicherlich nicht für die Krabbel-und-Sabber-Vorstellung in The Revenant. 

Weil ich wieder so viele Filme nicht gesehen habe und ich tendenzielle eh immer falsch tippe, fällt meine Tipp-Statistik in diesem Jahr sogar noch schlechter als im vergangenen Jahr aus. Ob ich wohl nächstes Jahr überhaupt noch irgendeine Kategorie richtig vorhersagen kann? Auf jeden Fall möchte ich demnächst noch Mad Max: Fury Road und Room angucken. Und vielleicht doch noch The Danish Girl. 


Ads Inside Post