Sonntag, 22. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 5: paper and poetry.


Liebe Nordbreze,

zu allererst: die herzlichsten Glückwünsche zum Bloggeburtstag! 10 Jahre. Wow! Da kann sich so manch einer ein Scheibchen von abschneiden. Oder vielleicht lieber nicht, sonst hätten wir ja nur eine halbe Breze – und das wäre sehr doof!

Du hast mich nach einem Buchtipp gefragt und damit habe ich mich in der Tat ein wenig schwer getan. Es ist nicht so, als hätte ich keine Empfehlungen parat, aber, es soll ja zu dir passen und vor allem: du sollst es noch nicht gelesen haben! Ich wollte dir also ein Buch empfehlen, das du noch gar nicht kennst. Und dann dachte ich: wieso eigentlich? Wieso dir nicht eines schmackhaft machen, das du schon greifbar in der Nähe hast? Da wir beide große F. Scott Fitzgerald Fans sind, empfehle ich dir nun also „Westlich des Sunset“ von Stewart O’Nan. Ein Buch, das sich mit dem Leben der Fitzgeralds nach der ganz wilden Zeit in den 1920ern auseinandersetzt. Zelda befindet sich mittlerweile in einer Nervenheilanstalt und Scott versucht sein Glück in Hollywood. Irgendwie ist da immer noch was zwischen den beiden, aber mehr eine alte, längst verblasste Liebe. Sie haben sich auseinandergelebt, jeder geht seine eigenen Wege, mehr schlecht als recht. Was ich besonders schön an diesem Roman finde, ist die Feinfühligkeit, mit der O’Nan diese Zeit wiedergibt, die dadurch unfassbar echt und greifbar wirkt und, dass er sich hier mal nicht mit den goldenen Zwanzigern, sondern mit dem, was danach passiert, befasst - und so neben den Schattenseiten des (ehemals) Berühmtseins auch wichtige Personen der 1930er Jahre miteinarbeitet. Aber der Hauptgrund ist natürlich: ganz viel Fitzgerald! (Auch wenn Zelda – wie so oft – leider viel zu kurz kommt!) So, liebe Nordbreze, ich hoffe, du greifst jetzt ganz schnell zum Buch und – noch viel wichtiger – bleibst uns mindestens weitere zehn Jahre erhalten!

Danke für jeden Beitrag, jede Instagramstory, jeden wunderbaren Buchtipp und deinen unvergleichlichen Humor!

Die Mia


Wo sie Recht hat, da hat sie Recht, die gute Mia! Die Chance, dass ich eine der Buchempfehlungen aus dieser Reihe lese, steigt natürlich, wenn ich das Buch bereits besitze. Und das ist der Fall bei "Westlich des Sunset". Lange Zeit bin ich um das Buch herumgeschlichen, weil ich mir so unsicher war. Kann der Autor überhaupt den Geist, die Stimmung, das Leben der Fitzgeralds einfangen? Muss das überhaupt sein? Am Ende siegte die Neugierde, deswegen steht das Buch nun im Bücherregal. 

Nach Mias Buchempfehlung darf "Westlich des Sunset" einen großen Sprung auf der "Lese ich demnächst dann mal"-Liste machen. Vielleicht schaffe ich es sogar noch diesen Monat, das Buch zu beginnen. Gerade wäre auch ein guter Zeitpunkt, weil ich durch "Babylon Berlin" komplett dem Zwanziger Jahre-Fieber erlegen bin. Kurze Werbeunterbrechung an dieser Stelle: Guckt bitte diese Serie, denn sie ist sehr gut. Allein das Ende der zweiten Folge ist ein Augenschmaus für jeden Serienliebhaber. I like!

Und wenn ich schon beim Liken bin – Mias Instagram-Account ist ein optisches Freudenfest. Mit viel Liebe zum Detail, schlicht und mit viel Herz präsentiert Mia dort Einblicke in ihr Bücherleben. Und irgendwann möchte ich bitte auch einen so wunderschönen Holztisch haben.

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Zum 10-jährigen Jubiläum meines Blog wünsche ich mir von 10 lieben Menschen 10 Buchempfehlungen. Alle Infos zu dieser Reihe und zum dazugehörigen Gewinnspiel findet ihr hier

Samstag, 21. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 4: 54books.


Jubiläum!
Bestimmt ist ständig irgendwo ein Jubiläum, aber 10 Jahre sind schon stattlich. Apropos stattlich, kann Dir gut ein Buch empfehlen, weiß nur nicht welches.

Aber weißt Du, ich empfehle Dir "Beton Rouge" von Simone Buchholz. Quasi die einzigen Krimis, die ich lesen kann. Schnodderig und schnell, nicht klebrige Traurigkeit und Wehmut und dazu ganz viel Hamburg. Und Norden magst Du doch?!


Oh no. Krimis? Wirklich? Eines der wenigen Genres, die ich in den meisten Fällen bei einem Buchladenbesuch links liegen lassen. Ich bin kein guter Krimileser, denn ich die Suche nach dem Mörder langweilt mich meist so sehr, dass ich zum Ende vorblättere, um nachzugucken, wer es denn jetzt gewesen ist. Whodunit hat sich bei mir also meistens nach wenigen Seiten schon wieder erledigt. Ich les dann das Buch auch weiter, wenn die Geschichte interessant ist, aber diese Ungewissheit nervt mich einfach zu sehr. 

Nun kenne ich aber auch Tilmans unfassbar genialen Beitrag zu Simone Buchholz, indem es eigentlich um "Blaue Nacht" gehen sollte, die Schlachtung eines Schweines aber die Hauptrolle spielt. Wohl einer meiner liebsten Blog-Beiträge, weil er so herrlich anders ist und Tilman so herrlich trocken von Blut, Messern und Gedärmen schreibt. 

Und mit dem Norden hat der gute Mann eben auch Recht. Ich vertraue ihm also und setze "Beton Rouge" auf die Leseliste. Nur ist die Frage, ob ich vorher "Blaue Nacht" lesen sollte?

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Freitag, 20. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 3: Herzpotenzial.


Liebe Marina, zu deinem Blogjubiläum haben wir lang überlegt: Wir lieben alle drei Hemingway und Fitzgerald, wir lesen gern über außergewöhnliche Frauen und leckeres Essen. Aber wir versuchen uns auch alle gerade an der Pflege von Zimmerpflanzen. Und deshalb ist unser Buchtipp für dich „Grüner Wohnen“ von Ulrike Herzog aus dem Christian Verlag. Das Buch enthält nicht nur wundervoll inspirierende Bilder von tollen Zimmeroasen, es erklärt auch sehr anschaulich die Vorteile von Zimmerpflanzen für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Kreativität. Aber das Beste ist: Ein Teil des Buches ist aufgeteilt nach Räumen und erklärt, welche Pflanzen wo am besten gedeihen und nützen. Warum einige Sukkulenten nie ins Schlafzimmer sollten und weshalb ein Kaktus nicht ins Bad gehört - hier wird es erklärt. Wir finden dieses Buch unheimlich nützlich und blättern regelmäßig darin. Du vielleicht auch bald?


Bei Mareike und Maike war ich ja sehr gespannt auf die Buchempfehlung, weil sich hier ein Problem auftut: Wir haben einen wirklich sehr ähnlichen Lesegeschmack, sodass es gut sein kann, dass ich das empfohlene Buch bereits gelesen habe. Aber Probleme sind schließlich nur dornige Chancen (danke Christian Linder!) und über die Empfehlung eines Sachbuches freue ich mich umso mehr! 

Denn die beiden haben Recht. Nachdem mein nicht vorhandener grüner Daumen jahrelang dafür gesorgt hat, dass ich mir keine Zimmerpflanzen zugelegt habe, konnte ich dank des Trendthemas Sukkulenten nun auch meine Fensterbank im Wohnzimmer begrünen. Sukkulenten kriege ich so schnell nicht tot. Bisher jedenfalls noch nicht. Die traurige Ausnahme ist der lebende Stein, aber da läuft gerade das Projekt Frankenstein, damit ich dieser Pflanze wieder Leben einhauche. 

Im Bereich Lifestyle-/Interior-/Wohnen-/Pflanzen-Bücher bin ich ein unbeschriebenes Blatt. Schön finde ich einige der Bücher, aber wirklich damit beschäftigt habe ich mich noch nie damit. Euer Tipp klingt aber gerade wegen der Einteilung in verschiedene Räume sehr spannend. Im Bad hätte ich nämlich auch gerne mal eine Pflanze stehen. Vielleicht sollte ich mir hier wirklich Inspiration aus Büchern holen. Daran hatte ich bisher noch nicht gedacht. I like! 

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 2: Revolution, Baby, Revolution.


Mein Buchtipp für Marini: Zsuzsa Bánk – Der Schwimmer

Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Jahre es her ist, dass ich „Der Schwimmer“ gelesen habe – acht bestimmt! Das Leseerlebnis ist mir dennoch im Kopf geblieben und wenn ich das Buch beim Buchhandlungsbesuch irgendwo sehe, empfehle ich es auch gern jedem, der mit dabei ist. Vielleicht habe ich es auch dir, liebe Marina, schon einmal empfohlen. Falls ja, tut es mir leid, aber wir sprechen so viel über Bücher – unmöglich, den Überblick zu behalten! Falls nein, entschuldige ich mich für die Verspätung: Denn „Der Schwimmer“ ist einfach ein wunderbarer Roman!

Die Erzählerin Kata beschreibt ihre Kindheit in Ungarn Mitte der 1950er Jahre mit dem Vater Kálmán, dem Bruder Isti und ohne die Mutter Katalin, die sich während der Unruhen gen Westen aufgemacht hat – ohne ihre Familie. Zu dritt ziehen sie durchs Land – von Freunden zu anderen Familienmitgliedern und wieder zurück, immer im Zug, immer mit den Abfahrtszeiten im Kopf. Bis sie am See ankommen und eine neue Heimat finden, sich in Gedanken eine eigene Welt bauen – ohne den Vater, der in seiner Melancholie abtaucht.

Zsuzsa Bánk schafft es mit ihren leisen, aber kraftvollen Worten, die Atmosphäre in der Familie, zwischen den Geschwistern und in der Natur perfekt einzufangen. Sehr dicht strickt sie die Geschichte und die Personen mit ihrem Schreibstil zu einem unvergesslichen Lesevergnügen, das absolut zu recht von den Kritikern bejubelt wurde und das mir auch Jahre später noch im Gedächtnis bleibt.

Ich kann mir nur vorstellen, dass dir das Buch auch gut gefällt – nicht nur, weil es in Ungarn spielt – und hoffe sehr, dass ich richtig liege!


Von Tina kriege ich sehr häufig Buchtipps, deswegen freut es mich sehr, heute hier einmal einen schriftlich festgehaltenen Tipp präsentieren zu können. Normalerweise läuft das eher so ab, dass wir gemeinsam in Buchhandlungen stehen und uns gegenseitig Bücher vor die Nase halten. Oder in der Mittagspause über Bücher sprechen. Oder bei Whatsapp Nachrichten schreiben. Man könnte sagen, dass mich mit Tina eine sehr buchige Freundschaft verbindet. 

Ob du mir schon einmal "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk empfohlen hast, kann ich nun aber auch nicht sagen. Ich habe gerade nachgeguckt, ein Buch der Autorin steht bereits in meinem Bücherregal und zwar "Die hellen Tage". 

Für "Der Schwimmer" spricht nicht nur der Titel (denn schwimmen kann man bekanntlich nur im Wasser und Wasser ist immer gut), die Ungarn-Verbindung (daran ist Herr Gatsby schuld), sondern auch ein Satz, der sich nicht direkt in Tinas Buchempfehlung befindet, sondern in der Mail, die sie mir dazu geschrieben hat: "Sollte das Buch dich tatsächlich interessieren und du hast es nicht schon im Regal, wäre es in der braunen Papiertüte, die du jetzt bei dir in der Wohnung stehen hast." 

Da sich Fräulein Tina gerade auf einer fantastischen Panama-Reise befindet (auf ihrem wunderbaren Instagram-Account kann man die Reise mitverfolgen – aber seid gewarnt! Man wird sehr schnell sehr neidisch!), hüte ich nämlich einige Taschen und Koffer. Und wenn sich in diesen Taschen und Koffern Bücher befinden, die ich lesen könnte, freut mich das umso mehr. 

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Mittwoch, 18. Oktober 2017

10 Jahre Nordbreze und so. 10 Buchempfehlungen oder so. Tag 1: Pinkfisch.


Als Du mich um eine Buchempfehlung gebeten hast, musste ich erstmal mein Buchregal und parallel dazu deinen Blog durchforsten. Gar nicht so einfach! Am Ende blieben dann zwei Bücher übrig (ist das geschummelt? Ich konnte mich unmöglich nur auf eines festlegen. Also nenne ich No. 2 jetzt einfach unauffällig trotzdem. Lies "Das Tiefland" von Jhumpa Lahiri, weil die Autorin viel zu unbekannt ist und deutlich mehr Leserinnen und Leser verdient! Weil es ein grandioser Roman über Familie, Heimat und Ursprünge ist, über Politik und Entscheidungen). Das zweite Buch, das ich Dir ans Herz legen möchte ist "The Art of Asking" von Amanda Palmer. Eine unheimlich interessante Künstlerin und Persönlichkeit, die andere Wege gegangen ist als üblich und damit ganz besondere Erfolge feiern konnte - indem sie um Hilfe gebeten hat. Mir hat dieser Ansatz und ihre sehr lebendige und offene Art des Erzählens enorm gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass es Dir ähnlich gehen wird =) 

Happy Breze-10th-Anniversary!

Sarah von Pinkfisch

Danke Sarah! Auf deinen Buchtipp bzw. auf deine Buchtipps war ich ganz besonders gespannt. Denn als Buchhändlerin stellt sich für dich die Frage nach persönlichen Buchempfehlungen schließlich jeden Tag. Und obwohl ich selbst im Buchhandel gearbeitet habe, trau ich mich nie in einem Buchladen nach Buchempfehlungen zu fragen. Das ist jetzt also die perfekte Gelegenheit!

"Das Tiefland" von Jhumpa Lahiri kannte ich bisher nicht. Ein kurzer Blick in die Inhaltsangabe stimmt mich aber neugierig. Kurze Nacherzählung: Es geht um zwei Brüder, die in Indien aufwachsen und eine sehr innige Beziehung zueinander haben. Doch je älter sie werden, desto unterschiedlicher entwickeln sich die Lebenswege der beiden. Da Indien bisher eher selten auf meiner Buchliste steht und ich gerne Familiendramen lese (Tolstoi lässt grüßen), möchte ich das Buch auf jeden Fall lesen.

Geschummelterweise steht in deinem Text noch ein zweites Buch – "The Art of Asking" von Amanda Palmer. Und eben jenes Buch steht schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste, weil ich (wie du bereits geschrieben hast), ihre Persönlichkeit sehr faszinierend finde. Nach deiner Empfehlung rutscht das Buch also direkt etwas weiter nach oben auf der Liste!

Wer Sarah bisher noch nicht kennt, sollte sich ganz dringend ihren Blog "Pinkfisch" zu Gemüte führen! Denn Sarah schreibt hier kurz, knapp und authentisch über Bücher, die sie beschäftigen. Ich freue mich immer sehr, wenn sie mir pinkgelaunt auf einer Buchmesse über den Weg läuft. Und irgendwann schaffe ich es auch einmal in den Buchladen am Freiheitsplatz in Hanau, um sie in ihrem natürlichen Arbeitsumfeld zu beobachten. Ganz bestimmt! 

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Zum 10-jährigen Jubiläum meines Blog wünsche ich mir von 10 lieben Menschen 10 Buchempfehlungen. Alle Infos zu dieser Reihe und zum dazugehörigen Gewinnspiel findet ihr hier