Sonntag, 4. Dezember 2016

Neu im Bücherregal - Die November-Bücher 2016


Na? Da seid ihr sprachlos, ne? Im November habe ich so wenige Bücher gekauft, da muss man die wenigen Exemplare schon mal besonderes groß präsentieren. Vier Bücher. Das ist ja quasi nix. Das heißt doch eigentlich, dass ich dafür im Dezember so richtig zuschlagen darf, oder? Was eh passieren wird, schließlich ist bald Weihnachten.
Und während ich nun meine Schokoladen-Portion aus dem Adventskalender schnabuliere, gibt es hier eine Aufzählung der im November neu erworbenen Bücher:

Hier bin ich von Jonathan Safran Foer. Herrn Foer mag ich schon sehr gerne, auch wenn ich noch nicht alle seine Bücher gelesen habe. "Alles ist erleuchtet" steht noch immer ungelesen im Regal. Damit es dort nicht ganz alleine steht (die anderen Bücher stehen schließlich im Regal mit den gelesenen Büchern), hat es jetzt einen dicken Spielkameraden bekommen. Wann genau ich diesen Backstein an Buch lesen soll, weiß ich auch nicht. Die Buchhändlerin meinte ja, das wäre ein gutes Buch für die Feiertage. "Da hat man schließlich Zeit!" Ob sie damit richtig liegt, sehen wir, wenn das Licht angeht. 

Leben ist keine Art mit einem Tier umzugehen von Emma Braslavsky. Ich habe keine Ahnung, um was genau es in diesem Buch geht, aber der Suhrkamp Verlag hat das Buch so großartig bei Instagram beworben (Einhörner!), da konnte ich dann einfach nicht dran vorbeigehen. Bücher, die mit einer Übersicht der handelnden Personen und Kapitelzusammenfassungen ausgestattet sind, erheitern mein lesendes Herz aber sehr, also kann das doch gar nicht schlecht sein. Oder?

Du sagst es von Connie Palmen. Mein Herz schlägt für Sylvia Plath und ich hoffe, ich darf sowas überhaupt sagen, denn eigentlich habe ich bisher nur "Die Glasglocke" von ihr gelesen. Dafür stehen aber mehrere andere Bücher von ihr hier herum, fidelbumm. Ich muss sie nur mal lesen. Einer fiktiven Autobiografie von Ted Hughes, ihrem Ehemann, konnte ich dann nicht widerstehen. Gelesen habe ich das Buch bereits und ich bin ein bisschen underwhelmed. Wenn ich demnächst dann Zeit habe (zwischen den Feiertagen, ne), gibt es hierzu noch eine Meinungsäußerung.

Becks letzter Sommer von Benedict Wells. Wenn mein Herz für Sylvia Plath schlägt, dann hüpft es im Dreieck für Benedict Wells. Jetzt ist auch die neue Fassung von "Becks letzter Sommer" bei mir eingezogen. Damit habe ich alle Bücher des jungen Mannes. Vergleichen kann ich die alte und die neue Ausgabe aber nicht, denn eine alte Ausgabe habe ich nicht. Ich bleibe aber weiterhin skeptisch, ob man bereits erschienene Bücher wirklich überarbeiten sollte. 

Habt ihr eines der vier Bücher schon gelesen? Sind bei euch im November mehr Bücher eingezogen als bei mir?

Sonntag, 27. November 2016

HELIX & Die Unglückseligen – Die Wissenschaft & ich



HELIX - Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg - Originalausgabe - Erschienen bei Blanvalet - 2016

Die Unglückseligen von Thea Dorn - Originalsausgabe - Erschienen bei Knaus - 2016 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar! 

Die Vermischung von "HELIX - Sie werden uns ersetzen" und "Die Unglückseligen" in eine Rezension mag vielleicht ein bisschen eigenartig wirken. Doch beide Bücher behandeln ein Themengebiet, welches bei meiner Lektüreauswahl normalerweise nicht oft vorkommt – Die Wissenschaft. Beziehungsweise geht es noch etwas spezifischer. Gene! Diese kleinen Minidinger, die uns im Innersten zusammenhalten und zu dem machen, was wir sind, stehen auch im Mittelpunkt der beiden Bücher, die ich in den vergangenen Wochen gelesen habe. Wobei mir erst vor kurzem die Parallele aufgefallen ist, die ich nun hier ausbreiten möchte.

Widmen wir uns zuerst "HELIX - Sie werden uns ersetzen" von Marc Elsberg. Bisher hatte ich vom diesem Autor nichts gelesen, weil sich Wissenschaftsthriller – so würde ich seine Bücher zusammenfassen – eher selten in mein Bücherregal verirren. Ich muss dabei immer an schlechte RTL-2-Sonntagnachmittag-Filme denken, wenn wieder irgendein Wetterphänomen dafür sorgt, dass nur ein einziger Wissenschaftler unser aller Leben retten kann. Und ich habe viele dieser Filme gesehen, danke an meinen Papa an dieser Stelle! "HELIX" nun hat meine Skepsis etwas aufbrechen können. Die Ausgangslage mutet etwas verwirrend an. Der US-Außenminister stirbt plötzlich bei einem Staatsbesuch in München. In verschiedenen Teilen der Erde werden genetisch veränderte Pflanzen und Tiere gefunden. Und einem kinderlosen Ehepaar wird das perfekte Kind versprochen. Was das alles miteinander zu tun hat? Es geht um Genmanipulation, die Möglichkeiten und Grenzen der Wissenschaft und wie weit man diese treiben kann und darf. 

Durch die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten der Genmanipulation, die in "HELIX" behandelt werden, ergeben sich auch viele unterschiedliche Handlungsorte mit unterschiedlichen Personenkonstellationen, was gerade am Anfang sehr verwirrend ist. Sobald sich aber alles auf einen Haupthandlungsstrang verdichtet, kriegt man auch als Leser die Fäden wieder geordnet. Zudem muss man kein ausgebildeter Molekularwissenschaftler sein, um Marc Elsbergs Ausführungen zu verstehen. Das Ende wirkte für mich ein wenig abgehetzt und klischeebeladen (Showdown am Flughafen, yay), dafür kriegt der Epilog nochmal sehr gut die Kurve und zeigt, dass auch in der Wissenschaft nicht alles schwarz oder weiß ist. Insgesamt bleibt es bei einer doch spannenden Story mit verständlichen, aber nicht langweilige Erklärungen und somit ein guter Einstieg ins Genre der Wissenschaftsthriller.

Im Gegensatz dazu macht es einem Thea Dorn mit "Die Unglückseligen" nicht so leicht das Buch gut zu finden. Das Interview in "Druckfrisch" war schuld daran, dass ich das Buch lesen wollte, weil die Geschichte einer Molekularbiologin, die auf einen unsterblichen Physiker aus dem 18. Jahrhundert trifft, nach recht viel Potential klang. Und eines vorweg: Diese Geschichte ist all die Herausforderungen, die sich bei der Lektüre ergeben, wirklich wert! Also lasst euch nicht zurückschrecken. Denn das wird unweigerlich passieren. Thea Dorn bricht mit den gewohnten Lesekonventionen und vermischt altertümliche Sprache mit wissenschaftlichen Fakten, erlaubt dem undurchsichtigen Erzähler (Mephisto? Gott? Oder gar Faust selbst?) immer wieder die Handlung zu unterbrechen und zu kommentieren, erzählt eine Szene aus der Sicht einer Fledermaus und lässt auch ein Feuerwerk der Layoutmöglichkeiten auf den Leser niederprasseln. 

"Verehrter Leser, ich kapitulier: Dies Kapitel ist und bleibet ein Ragout. Ob's daher rührt, das es das dritte ist? Nie konnt ich ihr was abgewinnen – dieser Drei. Doch sind wir eben mal darin gefangen. Drum wundern Sie sich bitte nicht, dass drei der Möglichkeiten just ich seh, wie dies Schlamassel wir mit Anstand meistern. (S. 58)

Johanna Mawet ist Molekularbiologin aus Deutschland, die in den USA Forschungen nachgeht, wie man Menschen unsterblich macht. Eines Tages trifft sie auf Johann Wilhelm Ritter, der behauptet, 1776 geboren zu sein. Der ehemals als Physiker tätige Mann scheint durch verschiedene Experimente dem Tod ein Schnippchen geschlagen zu haben. Johanna ist erst skeptisch, dann verzückt und begibt sich mit Johann auf eine Reise, an deren Ende die Unsterblichkeit wartet. 

Wenn man sich bei der Lektüre eines Buches durch die Seiten kämpfen muss, kann das ein schlechtes Zeichen sein. Bei "Die Unglückseligen" ist dies glücklicherweise nicht der Fall. Schlussendlich wird man mit einer so vielschichten, tiefgehenden Geschichte belohnt, die geradezu nach einer Zweit- oder Dritt-Lektüre schreit, weil es so viele Kleinigkeiten und Anspielungen zu entdecken gibt (die ich auf keinen Fall schon alle entdeckt habe). Großartiges Werk, Frau Dorn!

So sind "HELIX - Sie werden uns ersetzen" und "Die Unglückseligen" zwei Beispiele dafür, wie man ein Thema auf ganz unterschiedliche Art und Weise literarisch verarbeiten kann und es für jeden Lesegeschmack das richtige Buch gibt. 

Für was entscheidet ihr euch? Wissenschaftsthriller oder Wissenschaftsroman?

Sonntag, 20. November 2016

Eine Reise nach Budapest

Samstag, 5. November 2016

Neu im Bücherregal - Die Oktober-Bücher 2016

Bei Instagram Stories konnte man mein Leid mit der Bücherkauf-Liste im Oktober schon bestaunen. Vielleicht ist "Leid" das falsche Wort. Vergesslichkeit trifft es wohl eher. Angeblich habe ich im Oktober einen Irving erworben, höchstwahrscheinlich aus dem Bücherschrank. Ich wüsste aber nicht, welches Irving-Buch das sein sollte. Würde ich meine Liste ordentlich führen, wäre das jetzt kein Problem. Aber nein. Ich kritzel da irgendwelche Wörter hin, vergesse die Hälfte und wundere mich dann, warum es ewig dauert, alle Bücher aus dem vergangenen Monat für ein Foto zusammenzusammeln. Ein schönes Wort. Zusammensammeln. Weitere Gedankengänge in diesem Zusammenhang: Gibt es ein Verb für die Tätigkeit, bei Instagram Stories ein Video aufzunehmen? Heißt es überhaupt Instagram Stories oder benutzt man da die Einzahl? Da ich zu faul bin, diese Frage bei Google einzugeben, müsst ihr jetzt einfach mit Instagram Stories leben. Und ohne dazu passendes Verb. Das macht mich ein wenig traurig. Deswegen zur Aufmunterung: All die schönen Bücher, die im Oktober neu bei mir eingezogen sind. Formschön präsentiert in einer Weinkiste, die auf meinem Balkon steht, weswegen ich für dieses Foto auf dem kalten Balkonboden lag. 


Since you've been gone von Morgan Matson. Wenn andere Leute ihre Bücher aussortieren, bin ich gerne zur Stelle. So auch in diesem Fall. Ein Dank an die edle Spenderin. Englische Jugendromane gehen immer. Und nach Jenny Han (wenn ich einen 48-Stunden-Tag bekomme, folgt auch bald eine Rezension zu den beiden Büchern) brauche ich neuen, leichten Teenie-Stoff. Außerdem singt mein Kopf immer das Lied von Kelly Clarkson, wenn ich den Titel sehe. 

Morgen mehr von Tilman Rammstedt. Vor fast einem Jahr wurde beim #bookup im Hanser Verlag das Projekt "Ich schreibe einen Roman und ihr könnt jeden Tag dabei sein!" von Tilman Rammstedt vorgestellt. Schon damals fand ich das ganz nett, aber für einen finalen Kauf bzw. den Abschluss eines Abos hat meine Begeisterung dann doch immer nicht gereicht. Anfang des Monats gab es dann einen Livestream mit dem Autor und ich wurde quasi gedrängt, das Buch käuflich zu erwerben, weil man mich damit lockte, dass im Online-Shop noch signierte Exemplare vorhanden wären. Und Bücher, in die jemand reingekritzelt hat, sind besonders großartig.

Tage mit Leuchtkäfern von Zoe Hagen. Es folgen: Drei Bücher, die in meinem Halloween-Wichtelpaket waren. Überhaupt war das Wichtelpaket eine Quell der Freude,, aber insbesondere über die Bücher habe ich mich sehr gefreut, weil das alles Titel waren, die ich vor Ewigkeiten auf meinen Wunschzettel gesetzt, aber dann wieder vergessen habe. So auch die Leuchtkäfer. Und die schmalen Bücher sind die perfekte S-Bahn-Lektüre. Sofern ich denn in der S-Bahn mal wieder lesen würde ...

Hertzmann's Coffee von Vanessa F. Fogel. Eine Familiengeschichte mit New York und Kaffee und dem Bruch zwischen der Eltern- und der Kindergeneration. Das klingt doch schon mal sehr nett. Überhaupt habe ich derzeit einen kleinen Faible für New York (I blame you, New York Diaries!). Heimlich, still und leise überlege ich ja, ob ich eine große Spardose aufstelle, um Ende 2017 nach New York zu fliegen. So wie Millionen anderer Deutsche – Christmas Shopping in New York. 

Der Himmel über uns von Favel Parrett. "Das Meer kennt keinen Anfang und kein Ende." ♥ Erst konnte ich das Buch gar nicht zuordnen, aber dann habe ich festgestellt, dass ich einfach nur die Hardcover-Ausgabe auf meinem Wunschzettel hatte und dort war ein niedlicher Pinguin abgebildet. Hier zwar auch, aber eine andere Art von Pinguin. Seefahrer-Geschichten gehen aber eh immer. Egal, ob mit oder ohne Pinguin.

Johnny und Jean von Teresa Präauer. Während Frau Präauer bereits mit ihrem neuen Buch "Oh Schimmi." in aller Munde ist, bin ich zwei Jahre im Rückstand und beschäftige mich erst einmal mit "Johnny und Jean". Das ist ja das praktische an Büchern. Sie beginnen nicht zu schimmeln, wenn man sie erst nach Jahren liest. Außer man lagert sie in einem feuchten Keller. 

Dienstag, 1. November 2016

Fotobreze - Oktober 2016

Ha! Da staunt ihr! Und ich erst! Der Oktober hat wirklich ein paar mehr Fotos hervorgebracht als der gemeine September. War ja auch viel los. Buchmesse, baby! Und hauptsächlich wurde wohl gegessen. Alles wie immer also. Außerdem finde ich die Zeitumstellung doof. Es ist erst 17 Uhr und bereits dunkel. Was ist das für 1 Zeit?



// Dogcontent 1: Durch den väterlichen Geburtstag wurde auch der Hund mal wieder besucht. So eine feine, alte Dame //
// Dogcontent 2: Bester Snapchat-Filter //
// Mein großartiges Halloween-Wichtel-Paket erfreut mich immer noch gar sehr //


// Sehen Sie hier: Das allererste Lamm //
// Ursula Poznanski und Arno Strobel sitzen in unserem Livestream-Wohnzimmer. Schon schick //
// Sonntagswaffelglück. Es sollte viel öfter Waffeln geben //


// Dieses Frankfurt. Überall hohe Häuser und Banken, aber keine funktionierenden Bankautomaten! //
// Mit diesen Fotos sollten wir unbedingt die Reise nach Flandern gewinnen //
// Höhö //


// Und da guckt man sich die Instagram Stories der Buchmesse so an und es geht um Jutebeutel und man denkt noch "Wie lustig es doch wäre, wenn da jetzt ein LB-Beute auftaucht" und plötzlich passiert das und es ist auch noch meiner! //
// Sascha Lobo gesehen. Denis Scheck auch. Damit habe ich das Buchmessen-Bingo quasi durchgespielt //
// Kann ich bitte noch einmal Miffy streicheln? //