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Freitag, 31. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 31.


Mein letztes Wort dieser wunderschönen Wort-Aktion ist Vaterland und ich hab ein wenig die Befürchtung, dass ich mich da wiederhole und die gleichen Dinge schreibe wie schon bei Bayern und Daheim.
Dass ich in Bayern daheim bin, weiß  man ja jetzt schon. Also ist quasi Bayern mein Vaterland. Oder Deutschland. Beides irgendwie. Nur leider finde ich das Wort und das dahinterstehende Konzept von Vaterland irgendwie doof. Ich kann nicht stolz auf ein Land sein, welches nur durch Zufall mein Geburtsland ist. Gut, vielleicht in meinem Fall nicht wirklich Zufall, meine Familie ist sehr ortsgebunden und nicht wirklich eine Wanderfamilie, aber trotzdem. Vaterland bzw. Vaterlandsliebe impliziert doch irgendwie stolz, oder seh ich das gerade falsch? Jedenfalls versteh ich das nicht wirklich. Ich finde auch nicht, dass wir Weltmeister oder Papst sind. Papst waren. Entschuldigung. 
Bei Vaterland muss ich auch immer an Mutter Natur denken und ich finde es lustig, dass es diese zwei Begriffe mit Elternfiguren gibt. Woher kommt es eigentlich, dass man die beiden Begriffe mit Elternfiguren besetzt? Zu Vaterland gibt es ja dann auch noch Vater Staat. Und Mutter Natur kommt auch bei den Schlümpfen vor. Die sieht auf jeden Fall sympathischer aus als alle Vorstellungen, die ich zu Vaterland und Vater Staat habe.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 30.


Kakteen. Ein schwieriges Thema. Denn die Beziehung zwischen Pflanzen im Allgemeinen und mir ist keine gute. Obwohl ich mir immer sehr viel Mühe geben. Die ersten Tage jedenfalls. Und ich finde Pflanzen auch meistens recht nett. Aber irgendwann vergesse ich die eben und dann weinen die, aber sie weinen nicht genug, um sich selbst damit zu gießen und dann sterben sie einen traurigen Tod. Außer die Blumen auf meinem Balkon. Die sind gestorben und im Anschluss wiederauferstanden. Denn jetzt blühen die Blumen als würden sie Geld dafür bekommen. Im Herbst! Man stelle sich das vor! 
Auch mit Kakteen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Obwohl man die ja eigentlich weniger gießen muss. Wenn ich mich richtig daran erinnere, hat ein Kaktus mal angefangen zu schimmeln ... Und ich hatte mal so ein grünes Blattding in Herzform von IKEA, das ist auch an Vertrocknung verendet. 
Überhaupt verstehe ich nicht, was an Kakteen denn so schön sein soll, dass man die sich in die Wohnung stellt. Die stechen. Und blühen gar nicht immer. Und man muss die abstauben. Wie dumm ist denn bitte eine Pflanze, die man abstauben muss? Für mich sind Pflanzen Dekoersatz, den man eben nicht abstauben muss. Ich hasse Staub. Überall ist immer Staub. Deswegen gibt es hier auch keine Deko. Und trotzdem Staub. Vielleicht sollte ich doch Pflanzen aufstellen. Da wären Kakteen trotzdem nicht meine erste Wahl. Dann lieber fleischfressend Pflanzen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 29.


Eigentlich dachte ich, dass ich den heutigen Beitrag nicht mehr rechtzeitig schreiben kann, weil ich gleich noch verabredet bin. Aber - Wunder der Technik - ich muss noch 20 Minuten warten und deswegen sitze ich jetzt im Computerraum der Uni und schreibe etwas übers Studieren. Wie passend! Der Raum wird gerade nur von zwei Studenten benutzt. Mich eingerechnet. Aber ich trau mich gar nicht so viel zu tippen, weil das so laut ist ...
Jedenfalls. Ich studiere. Ich studiere zum zweiten Mal. Nach dem Bachelor kommt nun der Master. Und wenn ich danach größenwahnsinnig bin, promoviere ich. Oder so ähnlich. Mein Bachelorstudium war anders als mein Masterstudium. Was erstens daran liegt (jetzt ist die zweite Studentin gegangen ...), dass ich jetzt an einer Uni studiere und nicht mehr an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. 
Ich glaube, ich würde doch nicht noch einmal BWL studieren. Obwohl es für mein jetziges Studium schon praktisch ist. Ich würde auch wahrscheinlich nicht noch einmal Buchwissenschaften studieren, obwohl ich mich über den Zettel, den ich nächstes Jahr erhalten werde und auf dem dann Master draufsteht schon freue. 
Bin ich zu kritisch? Bei BWL kann ich sagen, dass das einfach nichts für mich ist. Ich bin kein Manager-Typ, ich kann nicht rechnen und ich trage keine Perlenohrringe oder Poloshirts. Ich hatte nie einen Burberry-Schal. Sehr traurig. Bei Buchwissenschaften finde ich viele kleine Dinge in der Organisation des Studiums ärgerlich. Aber eigentlich gefällt es mir ja schon irgendwie. Dieses Semester gefällt mir besonders, weil ich mir alle Kurse freiwillig ausgesucht habe und nur Dinge mache, die mich interessieren bzw. bei denen ich denke, dass sie mich interessieren. Und ich hoffe immer noch, dass ich bis Januar ein Thema für meine Masterarbeit finde. Falls jemand eins übrig hat - ich nehm das gerne. 
Studieren ist eine feine Sache, weil man sich seine Zeit sehr frei einteilen kann, man bekommt Rabatte beim Theater (gerade habe ich Karten für "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" gekauft) und ein Semesterticket für den Nahverkehr. Man darf sich mit dem Bafög-Amt rumärgern, eine Erfahrung, die einen fürs Leben stärkt. Und man trifft sehr viele prima Menschen. 
Studiert alle mal ein bisschen mehr. 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 28.


Über das heutige Wort freue ich mich sehr und irgendwie hatte ich fast erwartet, dass das noch kommt. Finnland. Man könnte sagen, dass Finnland Josefina und mich verknüpft, auch wenn das sehr weit hergeholt ist, aber wir waren beide in Finnland. Das muss doch verknüpfen. Außerdem ist Josefina ja quasi Schuld, dass ich nach Finnland gegangen bin.

Für alle Menschen, die es nicht wissen - ich hab 2011 mein Auslandssemester in Finnland verbracht. Genauer gesagt in Helsinki. Eigentlich wollte ich lieber in die Schweiz, nach Holland oder nach Schweden. In den Ländern waren aber alle Erasmus-Plätze schon weg und die Erasmus-Betreuerin meiner Hochschule fragte mich dann, ob ich denn möglicherweise auch Interesse an Finnland hätte. Da hatte ich dann die Wahl zwischen Lappeenranta, einer kleinen Stadt an der russischen Grenze oder eben Helsinki. Nachdem ich wenig Lust auf Wildnis und Natur hatte, hab ich mich dann für Helsinki entschieden. Und Josefina meinte bei der Vorentscheidung, ob ich denn überhaupt nach Finnland gehen soll, dass ich das machen soll. Weil sie auch schon längere Zeit in Finnland gewohnt hat und Finnland studiert und so. Und im Nachhinein kann ich auch sagen, dass das eine sehr kluge Entscheidung war. Abgesehen davon, dass ich eh jedem empfehlen kann, ein Erasmus-Semester einzulegen, ist Finnland schon ein prima Land. Trotz Wildnis und Natur. Gerade wegen Wildnis und Natur. Obwohl der Wildnis-und-Natur-Teil in Helsinki etwas gering ist. Ich liebe aber Suomenlinna, die kleine Festungsinsel vor Helsinki, da gibt es Natur. Und Schnee. Und keinen Schnee. Ich hab die Insel quasi im Wechsel der Jahreszeiten erlebt. Nicht nur die Insel. Ganz Helsinki. Als ich ankam, lag Schnee. Sehr viel Schnee. So viel Schnee, dass es sogar den Finnen auffiel. Als ich abreiste, schien die Sonne und Blumen blühten.

Wer nun unbedingt meine fünf Monate in Finnland nachlesen möchte, kann das hier tun. Wahrscheinlich mach ich das jetzt gleich und guck mir all die vielen Fotos an. Und hab ich wieder den Wunsch, noch einmal nach Finnland zu fahren. 

Montag, 27. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 27.


Ha, wie passend. Letztens habe ich mich gefragt, wie man denn Operation definiert, also, ob eine Behandlung beim Zahnarzt unter Narkose schon eine OP ist, oder nicht. Jetzt hab ich einen Grund nachzugucken. Laut Lieblingsinternetnachschlagewerk ist eine OP ein chirurgischer Eingriff, der meist unter Anästhesie durchgeführt wird. Das - hilft mir jetzt nicht so wirklich weiter, ich behaupte dann einfach, dass meine im November anstehende Zahnsteinentfernung eine OP ist, weil ich eine Spritze kriege. 
Und damit wären wir schon beim beliebten Small-Talk-Thema - OPs, die an mir durchgeführt wurden (chronologisch sortiert, soweit ich mich noch erinnern kann):

- Ich bin ein Kaiserschnitt! Also war quasi mein erster Auftritt auf dieser Erde mit einer OP verbunden

- mit 7 oder 8 hab ich mir den rechten Arm gebrochen (Elle oder Speiche - das weiß ich jetzt nicht mehr), weil ich beim Fahrradfahren mit den Beinen gewippt habe und dabei mit meinem Fuß in die Speiche des Vorderrads geraten bin. Das war kurz vor meiner Kindergeburtstagsfeier im Zoo, ich hatte eine Schlange auf meinem gebrochenen Arm. Und einen pinken Gips. An die OP kann ich  mich nicht erinnern

- ein paar Jahre später habe ich mir dann zum Ausgleich noch den linken Arm gebrochen bzw. war da "nur" ein Knochenstück vom Ellenbogen abgesplittert. Ich glaube, da gab es gar keine OP. Dann zählt das nicht

- bei meinen beiden großen Zehen sind im Abstand von einem Jahr die Fußnägel eingewachsen, weswegen ich da operiert werden musste. Einmal mit Laser, einmal klassisch mit Nadel und Faden 

- meine Weisheitszähne wurden entfernt! Also die zwei, die ich hatte. Ich hatte nie vier. Sehr traurig. Das war irgendwann zur Faschingszeit und ich war dann mit dickem Schal und Kühlpad beim Faschingsumzug

Das wars dann auch schon. Jedenfalls wüsste ich jetzt nicht von mehr OPs. Da müsste ich meine Mutter fragen. 
Allgemein fand ich - insbesondere bei den beiden Fuß-OPs - die Spritzen am schlimmsten. Bei einer der Fuß-OPs brauchte ich vier Spritzen, und hatte danach immer noch das Gefühl, dass ich den Faden beim Durchziehen ein wenig spüre. Ekelig. Deswegen freue ich mich nicht auf die oben erwähnte Zahnsteinentfernung. Die ist am 24.11. - mag da vielleicht jemand anders für mich hingehen?

Sonntag, 26. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 26.


Das heutige Wort finde ich doof. Haarspitzenkatarrh. Ich könnte nun einfach 200 Mal das Wort schreiben und jedes Mal würde ich das Wort anders schreiben. Haarspitzenkathar zum Beispiel. Oder Haarspitzenkartha. Ich bin da sehr kreativ. Gestern hab ich im Blockseminar "Durchtrug" geschrieben. Eigentlich sollte da "Durchdruck" stehen, ich hab keine Ahnung, warum sich das Wort so verwandelt hat.
Wenn ich Google glauben darf, gibt es Haarspitzenkatarrh wirklich. Wenn man Haarspitzenkatarrh hat, tun einem die Haare weh, sobald man diese berührt. Stell ich mir sehr unangenehm vor. Haare sind doch totes Gewebe, die sollen nicht mehr weh tun. 
Meine Haare tun nicht weh, wenn man diese berührt. Meine Haare tun weh, wenn ich mir die irgendwo einklemme oder man sich draufsetzt oder ich in den Spiegel schaue. Denn irgendwie machen meine Haare nie das, was sie machen sollen. Das tut schon irgendwie weh. So viel sollen meine Haare ja auch eigentlich gar nicht machen. Sich nicht locken. Das wäre schon mal ein guter Start. Machen sie aber trotzdem. Bevorzugt wenn es draußen regnet oder es nebelig ist oder sonstwie Feuchtigkeit in der Luft herumschwirrt. Schwupps - Locken. Aber nicht die schöne Art von Locken, die jeder immer haben will. Sondern die Klobürstenvariante von Locken. 
Nachdem ich mir im Frühjahr die Haare hab abschneiden lassen, hätte ich jetzt gerne wieder längere Haare. Wenigstens das machen meine Haare sehr gut. Wachsen. Ohne Schmerzen. 

Samstag, 25. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 25.


Bei Zebrastreifen denk ich nicht unbedingt sofort an die Streifen auf der Straße, die einen Fußgängerüberweg kennzeichnen, sondern an die Emmastreifen. Emma ist mein Zebra und hat Streifen. Die Streifen sind im Laufe der Jahre heller geworden. Emma ist schon ziemlich alt. Ich denke mindestens sieben Jahre. Emma hab ich damals während meiner Ausbildung im Buchladen gekauft (also mit Rabatt, wuhu!). Emma lag da in der Kinderbuchabteilung mit einigen anderen Stofftieren herum. Mit den anderen Stofftieren aus der Reihe "Die lieben Sieben" von der Spiegelburg. Aber Emma sah am unglücklichsten aus. Deswegen habe ich sie mitgenommen. Auch wenn sie eigentlich ein Stofftier für kleinere Kinder ist, denn in ihrem Bauch versteckt sich eine kleine Rassel. Das heißt, wenn man Emma schüttelt, rasselt sie ein bisschen. 
Emma war schon in Wien, wo sie fast aus dem Fenster und auf die Straße gefallen wäre. Außerdem war sie in Tunesien und in Finnland und in Hamburg. Ein weitgereistes Zebra. Mit sehr hellen Streifen. Das habe ich schon erwähnt. Aber man kann das nicht oft genug sagen. Herr Gatsby meint ja, dass sie mit den hellen Streifen viel besser aussieht als wenn da dicke schwarze Streifen wären.

Freitag, 24. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 24.


Ich mache.
Du machst.
Er macht.
Sie macht.
Es macht.
Wir machen.
Ihr macht.
Sie machen.

Macht ihr das auch so gerne? Verben konjugieren? Das ist mein neuestes Hobby, seitdem ich französische Verben lerne. Leider kann ich "machen" noch nicht auf Französisch sagen. Mein Wörterbuch sagt, dass das "faire" heißt, aber ich kann nur Verben, die mit -er enden konjugieren. Wie sprechen - parler. Und sein - être. Je suis, Tu es, Il/Elle/On est, Nous sommes, Vous êtes, Ils/Elles sont. Und haben - avoir. Dauert nur immer ein bisschen, weil ich überlegen muss. 
Wahrscheinlich meinte Josefina aber gar nicht das wunderschöne "er/sie/es macht", sondern die Macht. Die dunkle Macht. Die Macht eines Herrschers. Grenzenlose Macht, wie sie jeder Superschurke in jedem Action-Film haben will. Die Macht über Leben und Tod. Alles Mächte, die ich nicht habe. Die ich auch nicht brauche. 
Ich könnte sagen, dass ich die Macht habe, meinen Alltag halbwegs selbstständig zu gestalten. Oder ist das eher eine Möglichkeit und keine Macht? Oh je. 
Wenn ich jetzt in die dritte Person Singular wechseln, kann sie berichten, dass sie heute Pizza gemacht hat. Weil sie heute einen lange Unitag gemacht hat. Mit einem Blockseminar zu wissenschaftlichen Editionen. Im Seminar wurde auch eine praktische Übung gemacht. Und morgen macht sie sich wieder auf den Weg zur Uni. So ein Blockseminar macht sich schließlich gut, wenn es über zwei Tage verteilt ist. Beziehungsweise wird es noch ein weiteres Blockseminarwochenende im November geben. 
Wie schön das alles klingt. Sollte ich viel öfter ... machen. 

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 23.


Obwohl ich Boote und Schiffe meistens mag, weil sie sich auf dem Wasser befinden und ich Wasser mag, bin ich gegenüber U-Booten eher skeptisch eingestellt. Gibt es einen Film, in dem eine U-Boot-Fahrt keinen tragischen Verlauf nimmt? Wieso begibt man sich freiwillig in ein viel zu enges Vehikel, welches sich unter Wasser bewegt, in einer Tiefe, bei der man nicht einfach wieder problemlos alleine hochkommt? Nee,  nee. Auf U-Boote kann ich verzichten.
Außerdem habe ich noch nie ein U-Boot in freier Wildbahn gesehen, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich mich eher selten so tief unter Wasser aufhalte. Meistens sehe ich U-Boote nur an Land. Und zwar wirklich auf dem Land. Als Ausstellungsstück in Häfen oder am Strand. Und dann soll man da als zahlungsfreudiger Tourist Geld dafür zahlen, um dort reinzuklettern und möglicherweise wieder lebendig herauszukommen. Wobei ich eigentlich gar keine Angst vor Enge habe (weil ich mich gerade nicht entscheiden kann, ob das nun Platzangst oder Klaustrophobie heißt, umgehe ich diese Frage einfach, indem ich "Enge" schreibe. So klug!). Ich finde nur die Anhäufung technischer Schalter und Riegel, die man in einem U-Boot vorfindet, eher unspannend. Und so sehen U-Boote doch immer aus. Oder gibt es auch Freizeit-U-Boote mit Wohnzimmer und Lesezimmer und Ohrensessel? Vielleicht bei Kapitän Nemo. Wer ne Orgel im U-Boot hat, hat dort auch sicherlich Ohrensessel. Ohrensessel mag ich auf jeden Fall lieber als U-Boote. Und Tauchen würde ich auch gerne einmal. Nur ohne U-Boot. 

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 22.


Daheim. Ich sitze nun daheim, draußen regnet es, ich war heute schon in der Arbeit und in der Uni und jetzt sitze ich eben daheim und trinke Tee. Daheim ist ein sehr wandlungsfähiger Begriff, wie ich in den letzten Jahren festgestellt habe. Daheim war 24 Jahre lang dort, wo meine Eltern noch heute leben. Daheim eben. Wir sind als Familie nur ein einziges Mal umgezogen und zwar drei Straßen weiter von einem Mehrfamilienhaus in ein Reihenhaus. Aber da war ich sechs Jahre alt, für  mich ist das Reihenhaus daheim. Beziehungsweise die ganze Stadt dazu. Dort, wo ich in den Kindergarten und zur Schule gegangen bin (Grundschule, Realschule, FOS) und von wo aus man nach Augsburg fahren konnte, weil ich dort meine Ausbildung gemacht habe. Von daheim aus konnte man auch nach München zum Studium fahren. Dann zog ich nach Hamburg und aus einem Daheim wurden zwei Daheims. Je nach Standpunkt. Ich hatte in Hamburg ein Daheim und fuhr nach Hause zu meinen Eltern. Jetzt wohne ich in München und die zwei Daheims gibt es immer noch. Wobei das Eltern-Daheim etwas kleiner geworden ist und an Bedeutung verloren hat. Mein Zimmer gibt es dort nicht mehr. Mein Bruder wohnt jetzt in meinem ehemaligen Zimmer. Ich könnte im Keller schlafen. Aber ich schlafe lieber daheim. Hier. In meinem Bett. In meiner Wohnung. 
Ich finde das nicht komisch, dass ich mein Elternhaus immer noch als daheim ansehe. Da hab ich den größten Teil meines Lebens verbracht, da weiß ich immer noch, wo die Handtücher liegen und die Gläser stehen. Deswegen fühle ich mich irgendwie auf nostalgische Art und Weise damit verbunden, obwohl ich wohl nicht mehr dorthin zurückziehen würde. Und irgendwie finde ich es seltsam, wenn man sein Leben lang immer nur in der gleichen Stadt lebt. Wenn Kinder schon Bauplätze im Dorf haben. Dann ist doch schon alles so festgeschrieben. Festgeschriebenheit, Festgefahrenheit ist nicht gut. Daheim sollte flexibel sein. Flexibel gestaltbar und änderbar. 

Dienstag, 21. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 21.


Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter! Du blühst nicht nur zur Sommerzeit! Nein, auch im Winter, wenn es schneit! 
Zu Tannenbäumen habe ich eine ganz schwierige Beziehung. In meiner Erinnerung wurden die Weihnachtstannenbäume in meiner Familie immer kleiner, während ich immer größer/älter wurde. 2012 sah das dann so aus. Letztes Jahr gab es einen Tannenzweig. Vielleicht wird es dieses Jahr einfach nur einen Tannennadel sein. Eine goldene Tannennadel. Ein bisschen Glitzer und Deko darf ja schon sein. 
Doch eigentlich darf ich nicht lästern. Denn schließlich habe ich selber noch keine Idee, wie das denn dieses Jahr an Weihnachten laufen wird. Das erste Weihnachten in der eigenen Wohnung. Spannend. Ich will einen 5-Meter-Baum. Hoch und breit. Und dann will ich Dinosaurier an den Baum hängen. Jawohl. Und einen Narwal! Ich kauf mir einfach ganz viele Schleich-Plastik-Tiere, sprüh die in Gold an und häng die auf. Das wird ein Spaß. 
In Wirklichkeit wird es keinen Baum geben, weil wahrscheinlich an Weihnachten niemand da ist. Herr Gatsby fährt zur seiner Familie und ich fahr wahrscheinlich zu meiner Familie. Oder ich sitze ganz alleine im Wohnzimmer und singe mit Dachs und Emma fröhliche Weihnachtslieder. Das wird ein Spaß. Ich werde ein Video davon machen und hier online stellen.
Ich mag den Geruch von Tannenbäumen. Und ich glaube, ganz prinzipiell mag ich Tannenbäume draußen in der Natur im Wald lieber als in deutschen Wohnzimmern, wo sie mit Kitsch und Goldspray zugekleistert werden. Auch wenn man das nach meiner Dekoidee für den nordbrezischen Weihnachtsbaum nicht denken mag. 

Montag, 20. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 20.


Xenophob. Josefina hat eine fürchterliche Handschrift, ich dachte, auf dem Zettel steht "Xen-phob" und ich wusste nicht, was das sein sollte. Erst dachte ich an ein Xylophon, aber wer ist denn gegen Xylophone feindlich eingestellt? Auf jeden Fall ist der komische Strich eigentlich ein o und deswegen steht da Xenophob. Nur kluge Menschen sagen xenophob, denn dumme fremdenfeindliche Menschen sagen einfach "Ausländer raus!". Schließlich wäre das ja dumm, wenn man eine fremdländische Sprache benutzt, um zu sagen, dass man fremdländische Menschen nicht mag. 
Wobei ich durch Wikipedia gelernt habe, dass Xenophobie nicht auf Ausländerfeindlichkeit beschränkt ist, sondern jegliche Ausgrenzung einer als andersartig wahrgenommenen Personengruppe meint. 
Ausgrenzung ist unschön. Fremdenfeindlichkeit ist unschön. Vorurteile sind unschön. Trotzdem hab ich auch oft Vorurteile gegen bestimmte Gruppen in meinem Kopf, was ich auch unschön finde. 
Seit Finnland denke ich immer, dass Franzosen unhöflich sind, weil da alle Franzosen immer-immer-immer Französisch geredet haben, obwohl die wussten, dass man das nicht versteht (obwohl ich es jetzt natürlich verstehen würde. Nach zwei Wochen Unterricht. J'ai des livres dans moi sac!). Aber eigentlich will ich das gar nicht denken. Aufgrund eines Beispiels auf die Allgemeinheit zu schließen ist dumm. Deswegen muss ich bald dann mal nach Frankreich und mich davon überzeugen, dass es auch nette Franzosen gibt (das weiß ich aber schon, in Finnland gab es auch viele nette Franzosen).
Kann man gegen xenophobe Gruppen wie die NPD oder die AfD eigentlich xenophob sein?  

Sonntag, 19. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 19.


Magie. Als Teil der Generation "Harry Potter" besteht Magie für mich aus einem halben Meter Bücherregal und einer gut zwölf Zentimeter dicken DVD-Box. Letztere möchte ich immer mal wieder komplett gucken, aber irgendwie gruselt es mich vor den ersten zwei Filmen, weil die noch so extrem kindlich sind. Irgendwann muss ich aber auch mal wieder alle Bücher lesen, um beurteilen zu können, ob ich das noch gut finde oder nicht.
Meine Harry-Potter-Welt besteht aber nicht nur aus Büchern und Filmen, sondern auch aus anderen Dingen. 
Der Buchverkauf des letzten Teils, bei dem wir die Buchhandlung extra zwei Stunden früher geöffnet haben und eine Mitauszubildende und ich saßen da ganz alleine am Eingang mit unseren Zauberhüten und verkauften das Buch. Manuell! Ohne Kasse! Da war auch noch Mitdenken gefordert! 
Ein RPG, welches in Hogwarts spielte und mit welchem wir alle viel Zeit verbrachten. Und uns an abgelegenen Orten mit Ferienhäusern trafen. Meine ersten Treffen mit Online-Menschen! Das war spannend. Und schön. Und irgendeinen Teil haben wir damals auch im Kino zusammen gesehen, ich glaube, es war der fünfte Teil, und uns alle interessierte mehr der Hintergrund und die anderen Schüler und nicht Harry Potter (wir haben auch einmal irgendeinen "Step up"-Film gesehen. Das war auch sehr lustig). Wir hatten auch Häuser-Buttons! Und ich hab einen Slytherinschal bekommen!
Ansonsten kann ich bei Magie noch "Now you see me" empfehlen. Der Film ist gut. Und mit Magie. Mit moderner Magie. Und mit Mélanie Laurent.

Samstag, 18. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag. 18.


Äpfel. Äpfel mag ich. Ich esse sie nur viel zu selten. Weil ich Äpfel nicht mag, wenn sie braun werden. Während meines letzten Praktikums in Hamburg habe ich aber immer einen Apfel zum Frühstück mitgenommen und  möglichst schnell gegessen, um dem Braunwerdeprozess zuvor zu kommen. Sehr klug. 
Am liebsten mag ich grüne Äpfel, weil die nicht so mehlig sind wie der Standardapfel in gelb-rot. Das müsste dann Granny Smith sein.
Bei meinen Großeltern haben wir früher öfter Äpfel mit Zucker bestreut gegessen. Damit die Äpfel besser schmecken. Irgendwie erscheint mir das aus heutiger Sicht nicht sehr sinnvoll. Mein Opa hat auch immer ein Reiskorn ins Bier geworfen, damit der Schaum länger hält. Jedenfalls glaube ich, dass das die Begründung war. Dafür gab es eine extra TicTac-Schachtel mit Reiskörnern auf der Anrichte. 
Seit ein paar Monaten bin ich ein Apfel-Kind, weil ich ein iPhone besitze. Ich mag es sehr, was nicht besonder schwer ist, weil das Vorgängerhandy nur noch furchtbar war und an meinen Nerven gezerrt hat. Jetzt läuft alles so wie es soll und auch der Akku hält unfassbare 1 1/2 Tage bei sparsamer Benutzung. Welch Fortschritt. Bisher sehe ich aber noch keinen Grund komplett auf Apple umzusteigen, erstens mag ich meinen Laptop (außer die Leertaste, die manchmal spinnt), zweitens ist der Laptop auch noch nicht so alt und drittens hab ich furchtbare Angst vor einer kompletten Umgewöhnung auf ein neues Betriebssystem. Beim Smartphone ist das in Ordnung, aber beim Laptop kann ich mir das so schlecht vorstellen. Ich mag ja auch Windows 8, aber ich sehe auch von den Kacheln nicht so viel, weil ich 90% der Zeit ein Browserfenster offen habe. 

Und jetzt hätte ich gerne einen Apfelkuchen. 

Freitag, 17. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 17.


Es ist 23:11 Uhr, ich hab noch 49 Minuten Zeit etwas über Pärchenklumpen zu schreiben und vielleicht erkennt man durch die verbleibende geringe Zeitspanne, dass ich keine Ahnung habe, was ich über Pärchenklumpen schreiben soll. 
Ich könnte über Bärchenpärchen schreiben, diese leckeren Gummibärchen von Haribo, bei denen immer zwei Gummibärchen Pfötchen halten und sehr lecker schmecken. Wenn man die in die Sonne stellt, schmelzen die und ergeben einen Pärchenklumpen. Oder so ähnlich. 
Meine andere Idee war ja, dass ich nun einfach 200-mal Pärchenklumpen schreibe und das dann künstlerisch zu einem Klumpen zusammenbastel. Daran hätte viele Menschen Freude. Schließlich habe ich so auch das wunderschöne Titelbild der "Worte, nur Worte, nur Worte"-Reihe gebastelt. Darüber hat auch noch niemand ein Wort verloren. 
Ich bin mit ziemlicher Sicherheit Teil eines Pärchenklumpens. Wenn man zusammenwohnt, dann ergibt sich das irgendwie so. Aber ich mag meinen Klumpen, der ist nett. Man kann auf der Couch sitzen und Sandwiches esse (mit Lachs und Avocado und Mozzarella und Tomaten und Ziegenkäse und dabei "Die letzte Festung" gucken, ein Film, von dem ich im Voraus nur wusste, dass er gefühlt mindestens dreimal im Jahr auf ProSieben läuft. Mark Ruffalo ist eine Puppe (dieser Kommentar ist den schlechten Effekten im Film geschuldet)!

Das waren 203 Wörter über mein spannendes Leben als Bärchenpärchenklumpen. Schalten Sie in 30 Minuten wieder ein, wenn ein neuer Tag anbricht! 

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag. 16.


Erdbeben. Ich habe noch nie ein Erdbeben erlebt, außer es war ein sehr kleines, leichtes Erdbeben, welche es ja manchmal in Deutschland gibt, und ich habe es nicht mitbekommen. Ein Erdbeben ist eine Naturkatastrophe und eine solche habe ich heute quasi erlebt. 
Nach den heutigen zwei Veranstaltungen in der Uni wollte ich kurz nach Hause, einkaufen und danach wieder zurück in die Uni fahren, weil um 18 Uhr wieder eine Veranstaltung auf dem Plan stand. Einkaufen war notwendig, denn die Speisekammer ist leer und am Abend hat man doch Hunger. Also stieg ich in die U-Bahn, die mich nach Hause bringen sollte. Ich kam nicht weit. Ich kam nur bis zur nächsten Station. Dann kam nämlich eine Durchsage, dass die Fahrt nicht fortgesetzt werden kann, weil es einen Feuerwehreinsatz im Tunnel zwischen Giselastraße (der Station, an der ich mich jetzt befand) und Münchner Freiheit (der Station, die als nächstes kommen sollte) gibt. Wie schön. Aber ich bin ja nicht dumm! Ich stieg (zusammen mit allen anderen Menschen) aus der U-Bahn aus und lief bis zur Münchner Freiheit. Das ist nämlich gar nicht so weit. Ich dachte mir nämlich, dass ich dann da einfach in eine U-Bahn einsteigen könnte, um die Fahrt fortzusetzen. Die Speisekammer verlangt es doch! Also lief ich. Mit vielen anderen klugen Menschen, die alle auf die gleiche Idee gekommen sind. Und wir liefen. Und als wir an der Münchner Freiheit ankamen und zur U-Bahn runter wollten, stand da die Polizei und meinte, dass die U-Bahn-Station gesperrt wäre. 
Was nun?
Zur nächsten Station wollte ich nicht laufen, weil ich nicht wusste, wie man da hinlaufen muss. Mit anderen Verkehrsmitteln hätte die Fahrt nach Hause über 40 Minuten gedauert. Und dann wusste ich ja noch nicht, ob ich überhaupt wieder pünktlich zurückkommen würde. Oh weh! Ich war sehr traurig. Und ratlos. Aber dann erinnerte ich mich daran, dass sich an der Münchner Freiheit ein REWE befand und so ging ich dort fix einkaufen. Nur das Nötigste - Tortellini und passierte Tomaten. Ein fixes Abendessen, welches ich gut in meiner Unitasche transportieren konnte. Und weil die Zeit schon so fortgeschritten war, lief ich einfach wieder zurück zur Uni, kaufte mir ein Buch (das ganz am Schluss- Briefwechsel zwischen Herrmann Hesse und Thomas Mann) und ging in mein Seminar. Ende. 

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 15.


Heute ist Nacht. Jetzt ist Nacht. Auf jeden Fall ist es jetzt schon dunkel, obwohl es doch erst kurz vor 19 Uhr ist. Müsste nicht bald wieder die Zeitumstellung sein, damit es ganz lange hell ist? Auch in der Nacht. Wobei ich mir da gerade gar nicht so sicher bin. Es wird auf Winterzeit umgestellt, also wird die Uhr zurückgestellt, das heißt, es wäre jetzt nicht 19 Uhr, sondern 18 Uhr. Dann wäre es ja schon um 18 Uhr so dunkel! Oh weh! Ergibt das Sinn? Gleicht sich das irgendwie durch die Erdachse aus? Hat darüber eigentlich schon mal jemand nachgedacht?
Nachts schlafe ich. Deswegen kann ich darüber nicht besonders viel schreiben. Ich schlafe sehr gerne und sehr lange. Und meistens gehe ich so gegen Mitternacht ins Bett. Und schlafe dann, sofern ich nicht den Wecker gestellt habe (der mich mit der Intro-Melodie von Game of Thrones weckt), meist 9 bis 10 Stunden. 
Ich mag die Dunkelheit nicht so gerne, nicht weil ich Angst habe, sondern weil ich dann schlechter sehe. Uhu, Nachtblindheit! Deswegen finde ich Autofahrten bei Nacht auch sehr anstrengend. Wobei ich Autofahrten generell anstrengend finde, deswegen fahre ich ja so selten Auto. Also als Fahrer. 
Ich wäre eigentlich gerne ein Astronomie-Experte, weil ich Sterne und Planeten und solche Dinge total interessant und schön finde. Und die sieht man ja meistens nur in der Nacht. Aber mein Astronomie-Wissen reicht nur für die Benennung der Sailor-Kriegerinnen und manchmal kann ich den kleinen und den großen Wagen finden. 
Wenn ich nicht so großen Hunger hätte, würde ich jetzt schon schlafen gehen. 

Dienstag, 14. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 14.


Gestern noch habe ich Josefina gefragt, ob denn bei meinen Wörtern noch "Laufen" vorkommt, weil das wäre ja jetzt blöd, wenn ich schon bereits einen eigenständigen Blogeintrag darüber geschrieben habe. Sie verneinte. Trotzdem bleiben wir heute sportlich. Mein Wort ist Yoga.
Ich hatte erst überlegt, ob ich beim Uni-Sport Yoga machen soll. Zur Entspannung und für ein besseres Körpergefühl. Aber ich war zu geizig, auch wenn natürlich 40 Euro für ein halbes Jahr wirklich nicht teuer ist. Außerdem passten die Kurse nicht so gut in meinen Stundenplan, deswegen ist Bodystyling vollkommen in Ordnung (wie gut ich gestern den Schrittfolgen folgen konnte! Halbwegs. Das wird sicherlich noch besser). 
Trotzdem würde ich doch irgendwann gerne mal einen Yoga-Kurs machen. Oder Pilates. Den genauen Unterschied hab ich noch nicht ganz verstanden. 
Im Sommer, während meines "30 Tage Shred"-Anfalls (der dann nur 15 Tage lang war, weil mein Knie immer kaputter wurde), habe ich mich auch durch das reichhaltige Youtube-Angebot an Yoga-Videos geklickt. Meine Lieblingsvideos sind von Yoga with Adriene, weil ich ihre entspannte und natürliche Art total gerne mag. Nur irgendwie habe ich mich seitdem nicht mehr aufraffen können, um das Video nochmal mitzumachen. Ich hab auch manchmal keine Ahnung, was sie da gerade macht. Vielleicht bräuchte ich erstmal die kompletten Anfänger-Basics, die man mir in echt zeigt, um dann bei Video-Anleitungen mitmachen zu können.
Oder kann mir jemand noch andere Videos empfehlen? Die vielleicht auch nicht ganz so lang sind. 40 Minuten sind halt - schon lang. Höhö.

Montag, 13. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 13.


Ich habe das Gefühl, dass ich dem Großteil der Wörter bzw. deren Bedeutung negativ gegenüberstehe. Oder kommt das nur mir so vor? Jedenfalls ist das heutige Wort Camping und ich mag Camping nicht. Meine Familie ist eine All-inclusive-Hotel-Familie. Und das ist auch gut so. Meine einzigen Camping-Erlebnisse beschränken sich auf das Konfi-Camp und Rock im Park.

Das Konfi-Camp ist eine Veranstaltung, bei der alle Jugendlichen aus der Gemeine, die in dem Jahr konfirmiert werden sollen, für zwei Wochen nach Italien fahren  (aber nicht nur unsere Gemeinde fuhr da hin, sondern ganz viele. Das war quasi ein kompletter Zeltplatz voll junger, evangelischer Menschen mit Pfarrern und Begleitern). Spiel, Spaß und Spannung. Und Singen. Und über die Bibel sprechen. Gemeinschaft stärken. Solche Dinge. Und natürlich schlief man da auch im Zelt. Im Großzelt. Wenn ich mich richtig erinnere, waren da immer acht Personen in einem Zelt. Die Wände des Zeltes durfte man nicht berühren oder Sachen daran abstellen, weil sonst das Zelt bei Regen nass werden würde. Oder so. Es hat auch mal geregnet und die Begleiter haben dann Gräben um die Zelte ausgegraben. Meine Aufgabe bestand darin, zusammen mit einem anderen Mädchen das Abendessen vom Essenszelt zu holen. Dabei haben wir immer S Club 7 gehört. Der Kindheit glückliche Spiele.

Bei Rock im Park gab es auch Musik. Ich war da 2007 mit einer Freundin und ihrem Freund und am zweiten Tag kamen dann noch zwei Freunde hinzu, die plötzlich auch in unserem Zelt schliefen, was ich gar nicht mitbekommen habe, weil ich selber tief und fest schlief. Schlafen konnte ich da also ganz gut. Essen haben wir meistens vergessen. Trinken auch. Das letzte Konzert, welches wir gesehen haben, war von den Kaiser Chiefs und das fand ich schon arg toll. So toll, dass ich komplett hibbelig war und meine Freundin mich gewaltsam vom Gelände wegziehen musste, denn schließlich mussten wir auch mal wieder heimfahren. 

Was ich am Campen nicht mag:
- die Schlafsituation im Schlafsack
- ewig weite Wege bis zur Toilette/Dusche
- die Toiletten/die Duschen
- Mückenstiche
- Opfer der Natur (Regengüsse, etc.)

Wer also schon immer mal mit mir einen romantischen Campingausflug machen wollte, den muss ich leider enttäuschen. Ich bleib lieber zuhause. 

Sonntag, 12. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 12.


Anscheinend sind Sonntage immer Religionstage, denn heute habe ich das Wort Judentum gezogen. Ob da wohl noch mehr religionsbezogene Wörter kommen? Wir werden es nächsten Sonntag erfahren.
Ich war einmal mit der Schule in der Augsburger Synagoge, bei der auch ein Museum angeschlossen ist. Dort konnte man sich Messer angucken, mit denen bei kleinen, jüdischen Jungen die Vorhaut abgeschnitten wird. Für eine pubertierende Klasse natürlich das einprägsamste Ausstellungsstück. Ansonsten kann ich mich noch an die hohe Kuppel in der Synagoge erinnern und dass es mich gewundert hat, dass das Gebäude von außen voll unauffällig und klein aussieht und von innen sehr viel größer und imposanter wirkte. Eine TARDIS.
Ich glaube, es gibt jetzt nicht mehr viele Juden in Deutschland. Und deswegen bin ich auch immer etwas verwirrt, wenn ich lese, dass Millionen Juden im Holocaust gestorben sind. Dabei gehe ich da von der jetzigen Anzahl aus und die ist ja so gering, weil eben so viele Juden getötet wurden. 
Die meisten jüdischen Gebräuche kenne ich aus Filmen. Bar Mitzwa und aus der Tora lesen. Masel tov und bei der Hochzeit auf ein Glas treten. Ich bin sehr informiert. Danke, Hollywood!