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Mittwoch, 3. Juni 2015

Aufbrezeln in München - Teil 19.

Eigentlich hatte ich erst überlegt, die heutige Breze ausfallen zu lassen, um mich ganz und gar auf die Masterarbeit zu konzentrieren. Aber weil ich eh noch Dinge einkaufen musste (bzw. noch nach Schuhen gucken wollte, leider musste ich in den letzten Wochen meine ganzen Ballerinas aus Kaputtheitsgründen wegschmeißen und jetzt habe ich nur noch ein Paar. Sehr traurig. Leider passen mir aber derzeit auch keine der angebotenen Ballerinas oder Sandalen), hab ich die Draußenaktivität gleich mit einem Mini-Umweg zu einer Bäckerei verknüpft. Mini-Umweg deswegen, weil die Bäckerei zwar nur wenige Meter von meiner U-Bahn-Station entfernt ist, ich aber erst an der U-Bahn-Station vorbeilaufen muss. Um dann wieder zurückzulaufen. Wenn man versteht, was ich meine. Versteht man wahrscheinlich nicht. Ist auch nicht schlimm. Quintessenz ist, dass ich eher selten dort einkaufe, obwohl die bisher dort gekauften Dinge immer sehr lecker waren. Kürbisbrot! Verschiedene Kuchen und Torten! Krapfen! Und der Sitzbereich sieht auch sehr nett aus, eigentlich könnte man sich da auch mal hinsetzen. Eigentlich bin ich aber auch viel zu faul. 

Jetzt aber zur Breze. Darauf warten doch schließlich alle. ALLE!

Name: Breze
Preis: 0,60 Euro
Optik: etwas klein, Bauch sehr dick, dunkle Farbe, nur ein klein wenig aufgerissen, sehr dicke Ärmchen, wenig Salz, welches sich nur oben an der Breze tummelt
Konsistenz: Ich möchte hier ganz viele Herzchen einbauen! Außen knusprig, ohne hart zu sein, innen schön locker-flockig-teigig, nicht trocken, sondern saftig (wenn das das richtige Wort dafür ist), Ärmchen haben die gleiche Konsistenz
Geschmack: Das ist eine Breze! Und das schmeckt man auch bei jedem Biss, obwohl nur relativ wenig Salz auf der Breze ist.
Gesamturteil: Hello gorgeous! Diese kleine, niedliche Breze hat mich sehr begeistert. Perfekte Mischung aus Knusprigkeit und Fluffigkeit, gepaart mit einem anständigen Brezengeschmack. Da braucht man keine Butter drauf. Und vielleicht hab ich einfach nur ein kleines Exemplar bekommen, weil ich so klein bin. Oder so ähnlich. Freudig und mit Breze im Bauch vergebe ich 5 von 5 Brezenpunkten. Geht da mal Brezen kaufen!


Mittwoch, 27. Mai 2015

Aufbrezeln in München - Teil 18.

Ein Zeit-Raum-Spektakel! Gekauft habe ich die nun folgende Breze letzten Freitag, als ich Herrn Gatsby zum Bahnhof brachte. Gegessen habe ich sie, während ich alleine auf die U-Bahn gewartet habe. Geschrieben wurde dieser Beitrag erst heute, nachdem ich Herrn Gatsby gestern wieder vom Bahnhof abgeholt habe. Verrückt. Diese Breze ist eben eine echte Bahnhofsbreze. Gibt es einen Bahnhof ohne Yorma's? Selbst Ingolstadt hat einen! Ich meine ... Ingolstadt! Wer Ingolstadt nicht kennt, hat nichts verpasst.

Name: Breze
Preis: 0,55 Euro
Kaufort: Yorma's im Hauptbahnhof München
Optik: Mittelgroß, auffällig glatt, wenig Salz, dafür schön aufgesprungen am Bauch, sehr dicke Ärmchen, helle Farbe
Konsistenz: Innen schön teigig-weich, nicht trocken, außen etwas weich, könnte knuspriger sein
Geschmack: sehr dezent, was wahrscheinlich am Salzmangel liegt
Gesamturteil: Für ne schnelle Breze am Bahnhof finde ich die ganz okay, nur ist es etwas schade, dass die Breze fast gar nicht nach Breze schmeckt. Deswegen gibt es hier nur 3 von 5 Brezenpunkten.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Aufbrezeln in München - Teil 17.

Auch, wenn ich gleich die gegessene Breze negativ bewerten werde (Hätte ich das jetzt als Spoiler markieren müssen?), so muss ich doch ein Loblied auf die Bäckerei Kistenpfennig singen. Während der letzten zwei Studienjahre verbrachten meine Kommilitoninnen und ich gefühlt jede dritte Pause dort. Wenn man einmal von der manchmal etwas chaotischen Selbstbedienungssituation absieht, ist der Laden wirklich zu empfehlen. Preislich okay, Allergiker bekommen die laktosefreie Milch ohne Aufpreis, ich mag das Thunfisch-Baguette gar sehr und gemütlich eingerichtet sind die Sitzplätze auch noch. Bisschen shabby chic, aber nur dezent. Zur Mittagszeit ist immer relativ viel los, trotzdem habe ich bisher immer einen Platz gefunden. Gestern habe ich dort ein Thunfisch-Baguette gegessen und mit meinem Bruder zusammen ein Himbeer-Mascarpone-Kuchenstück gegessen. Vorgestern habe ich dort ein Thunfisch-Baguette gegessen und mich von meiner Bibliothekseinheit erholt.

Also. Geht da hin. Esst Baguette oder Salat oder das Mittagsgericht oder Kuchen. Aber nehmt mir keinen Platz weg! 

Name: Breze
Preis: 0,60 Euro
Kaufort: Kistenpfennig in der Amalienstraße
Optik: mittelgroß, schöne Brezenfarbe, sehr wenig Salz, leicht aufgesprungener Bauch innen, dicke Ärmchen
Konsistenz: sowohl innen als auch außen relativ hart
Geschmack: durch das wenige Salz auch wenig Brezengeschmack
Gesamturteil: Meh. Selbst wenn ich noch gnädig bin und die Brezenhärte damit entschuldige, dass ich die Breze nicht sofort gegessen habe, kann ich aufgrund des wirklich laschen Geschmacks  nur 2 Brezenpunkte vergeben.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Aufbrezeln in München - Teil 16.

Die heutige Breze kaufte ich mir auf dem Weg zu einer ultraspaßigen Begebenheit. Ich nenne es - Die Abenteuer im Bürgerbüro von Marina Nordbreze. Ich habe dafür meine erste Story bei Storify erstellt, ist das nicht aufregend? Nein, ist es nicht. Es ist auch einfach furchtbar langweilig, wenn man ernsthaft zwei Stunden auf eine Anzeigetafel starren muss, um im Anschluss fünf Minuten im Büro zu sitzen, wo der Herr gelangweilt mein Passfoto auf ein Papier klebt und sich dabei mit seinen Kollegen darüber unterhält, dass alle zu wenig KFZ-Zulassungsanträge haben und leider kann nur Sören diese Anträge ausdrucken oder irgendwas damit machen und dann gibt mir der Herr das Papier mit meinem Passfoto und ich muss nochmal raus und an der Kasse bezahlen und dann nochmal zu dem Mann rein, damit er mir meine Abholnummer geben kann, damit ich im Internet kontrollieren kann, wann ich meinen Personalausweis abholen kann ("Bei der Abholung können Sie sich dann entscheiden, ob Sie die Online-Funktion des Ausweises freischalten lassen möchten oder nicht. Lesen Sie dazu diese Broschüre, bei der Abholung haben die keine Zeit Fragen zu beantworten" ....). Warum kann man das nicht alles online machen? Oder wenigstens per Post das Bild und meine Unterschrift an die schicken?
Ja, ich hatte ein Buch dabei. Nein, ich konnte nicht lesen, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Erst saß ein kleiner Junge gegenüber von mir, der sehr amüsant sein Spielzeugauto in seiner Hose versteckt hat und sein Vater sollte das Auto immer suchen. Dann stand ein Mann auf und fragte, ob man auf seine Sachen aufpassen könnte, er muss kurz die Parkscheibe weiterdrehen. Dann sang ein anderes Kind "Wer hat die Kokosnuss geklaut?". Um 12 Uhr (das Bürgerbüro schließt um 12:30 Uhr) kam ein junger Mann und lief einfach in irgendein Büro rein, ohne Nummer und wurde aufgrund der Dreistigkeit einfach bedient.

Und ich war zwischenzeitlich sehr froh, dass ich mir die Breze vor meinem Abenteuer im Bürgerbüro gekauft habe, weil ich nämlich nichts gefrühstückt habe und ansonsten wäre ich wohl einfach dort verhungert.

Name: Breze
Preis: 0,60 Euro
Kaufort: Backhaus an der U-Bahn-Station Oberwiesenfeld
Optik: mittelgroß, etwas dunkle Farbe, Salz ungleichmäßig auf einer Seite verteilt, dicke Ärmchen, am Bauch ein klein wenig aufgesprungen
Konsistenz: außen schön knusprig, innen weich und teigig, Ärmchen von gleicher Konsistenz
Geschmack: angenehmer Brezengeschmack, wobei die Seite ohne Salz naturgemäß etwas weniger nach Breze schmeckt, dafür die Salzseite ein klein wenig zu sehr nach Salz - aber ich habe ja klugerweise die Salzkörner entfernt
Gesamturteil: Eine solide Mittelfeld-Breze, die aufgrund der Knusprigkeit von mir 4 von 5 Brezenpunkten erhält.
 

Mittwoch, 29. April 2015

Aufbrezeln in München - Teil 14.

Diese Woche war ich mit dem Brezenkauf extrafrüh dran. Bereits am Montag habe ich mich in die Münchner Innenstadt begeben. Aber eigentlich nicht primär um eine Breze zu kaufen. Ich wollte etwas anderes kaufen. Eine Yoga-Matte. Weil ich letzte Woche beim Uni-Sport gemerkt habe, dass das mit einem rutschenden Handtuch schon arg nervig ist. Das Internet verriet mir, dass eine relativ günstige, relative gute Yoga-Matte ungefähr 18 Euro kosten würde, aber irgendwie hatte ich keine Lust auf den Versand, weil das Paket sicherlich nicht in die Packstation gepasst hätte und wann bin ich schon mal daheim und überhaupt und deswegen ging ich zu Hugendubel. Denn wo sonst kauft man bitte Yoga-Matten? Als ich noch selbst Buchhändlerin war, hätte ich jeden Kunden, der ernsthaft in einer Buchhandlung eine Yoga-Matte kauft, mit einem sehr bösen Blick angeguckt. Aber gut. Ich rechtfertige meine Entscheidung damit, dass ich damit etwas gutes für den stationären Buchhandel, und insbesondere für den Hugendubel am Marienplatz getan habe. Der sollte nämlich eigentlich schließen, tut es jetzt aber doch nicht. Das hat zwar nichts mit meiner Yoga-Matte zu tun, aber ich kann es mir ja einreden. Fast hätte ich auch noch Tee gekauft, weil die da ganz viele interessante Sorten rumliegen hatten, aber man muss auch mal wissen, wo die Grenze für Non-Book-Käufe liegt. Und ich habe kein Buch gekauft! Das kann man mir jetzt glauben oder nicht, ich weiß es ja. Ha.

Jedenfalls lief ich nach dem Yoga-Matten-Kauf mit einer Yoga-Matte (sie ist rot und kostete nur 20 Euro) zum Stachus, um mit der S-Bahn nach Hause zu fahren. Und wenn man da schon mal ist, kann man ja auch gleich eine Breze bei Brezelina kaufen. Den Laden kann man nicht verfehlen, er ist rosa mit weißen Punkten. Und ich dachte, dass die ihr Design auch auf die Papiertüten übertragen, ist aber gar nicht so. Glück gehabt. Man kann dort auch Kartoffelpüree kaufen. Und Brezen. Was ich dann also getan habe.

Name: Breze natur
Preis: 0,65 Euro
Kaufort: Brezelina in den Stachus Passagen (U-Bahn-/S-Bahn-Haltestelle Karlsplatz/Stachus)
Optik: schön groß, schöne, leicht dunkle Farbe, wenig Salz, großer, aufgesprungener Bauch, dicke Ärmchen
Konsistenz: Sowohl Brezenkörper als auch Brezenärmchen sind weich, aber man merkt den Unterschied zwischen außen und innen, innen dann fluffig-teigig, komplett gar nicht trocken
Geschmack: schmeckt sehr angenehm nach Breze. Wem eine normale Breze doch zu langweilig sein sollte, kann bei der Brezelina aus zehn unterschiedlichen Belagsorten wählen - der Klassiker mit Butter oder mal etwas ausgefallener mit Honig-Senf (da bin ich gerade am überlegen, ob ich nicht noch einmal vorbeifahre, um mir so eine Breze zu holen ...)
Gesamturteil: Daumen nach oben für die Breze! Normalerweise mag ich Brezen mit einer knusprigen Hülle etwas lieber, hier hat mich aber der Teig überzeugt. Selbst ohne Belag schmeckt diese Breze nicht trocken, ein Mangel, der bei Brezen sonst sehr häufig vorkommt. 5 von 5 Brezenpunkten, sag ich da nur! 
Und vielleicht lohnt es sich ja auch mal, dort Kartoffelpüree to go zu kaufen. Die Vorstellung amüsiert mich auf jeden Fall sehr.


Mittwoch, 22. April 2015

Aufbrezeln in München - Teil 13.

Als ich vor gut einem Jahr mein Bewerbungsgespräch für meinen jetzigen Job hatte, wollte ich mir vor dem Gespräch noch kurz eine kleine Essenskleinigkeit kaufen, weil mein Magen knurrte und ich ungern mit knurrenden Magen wichtige Gespräche führe. Weil ich mich in dieser Gegend nicht auskannte (okay. Ich kenn mich immer noch nicht aus), war ich sehr froh, direkt am Ausgang der U-Bahnstation einen Bäcker zu erblicken. Hofpfisterei! Die wirken ja auf mich immer, wie ein Reformhaus. Ein klein bisschen elitär. Auf jeden Fall stellte ich mich an und ... ging unverrichteter Dinge wieder. Weil nämlich vor mir fünf weitere Kunden standen und die die erste Kundin diskutierte ewig lange mit der Bäckereifachverkäuferin über die Inhaltsstoffe eines Brotes. So viel Zeit hatte ich dann doch nicht mehr übrig. Ich ging also mit leerem Magen ins Gespräch, aber glücklicherweise verhielt sich eben jener Magen ruhig. Glücklicherweise dauerte das Gespräch auch höchstens 15 Minuten und danach fuhr ich gleich heim und konnte was essen. Und auch gleich die frohe Kunde überbringen, dass ich den Job bekommen habe, aber das weiß man ja quasi schon seit einem Jahr. 
Jedenfalls habe ich seit diesem Tag diesen Bäcker nicht mehr betreten. Was nicht am negativen ersten Eindruck lag, sondern daran, dass ich dort selten hungrig vorbeilaufe. Aber nun konnte ich mir am Dienstag mit viel Zeit im Gepäck dort eine Breze kaufen. Wobei das dieses Mal sehr schnell ging, aber trotzdem lustig war, denn vor mir war eine englischsprechende Kundin dran und die Verkäuferin hat sehr niedlich erklärt, was ein Laugenzopf ist. Und der Laugenzopf enthält auch keinen Alkohol!
Und ich musste jetzt erst einmal recherchieren, was eine Pfisterei denn überhaupt ist. Pfisterei ist eine Mühle plus angeschlossene Bäckerei. Hofpfisterei deswegen, weil die Hoflieferant waren. Königssemmeln und Königsbrezen quasi. Jetzt sind wir alle klüger.

Name: Pfister Öko-Breze
Preis: 0,60 Euro
Kaufort: Hofpfisterei Filiale München Neuhausen
Optik: schön groß, helle Farbe, dafür auf der Rückseite etwas dunkel, eher seitlich, denn am Bauch aufgesprungen, Salzverteilung sehr unregelmäßig und für meinen Geschmack zu viel Salz (das landete dann alles in der Tüte)
Konsistenz: Außen schön knusprig, Ärmchen besonders knusprig, innen teigig-weich, aber ein bisschen trocken
Geschmack: nach den letzten Fehlversuchen hier endlich mal wieder eine Breze, die nach Breze schmeckt
Gesamturteil: Eine ordentliche Breze. Ob das jetzt am Öko-Stempel liegt oder nicht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Mein Kritikpunkt bezieht sich auf die Salzmenge (so viel Salz ist doch bestimmt nicht gesund!) und das Farbspektrum, weil die Rückseite schon arg dunkel war. Trotzdem vergebe ich 4 von 5 Brezenpunkten, weil der Geschmack und die Konsistenz wirklich gut sind.


Und als neue Besonderheit gibt es ab heute eine wunderschöne Übersicht über alle bisherigen Brezen. Zu finden - hier. Vielleicht bastel ich auch noch eine Punkteübersicht. Oder eine Karte. Oder irgendetwas anderes, weil ich nichts für die Masterarbeit machen möchte ...

Dienstag, 14. April 2015

Aufbrezeln in München - Teil 12.

Ich möchte nicht wehklagen, aber - oh weh! Seit einer Woche kränkel ich mich durch die Welt, eigentlich hatte ich am Sonntag Nachmittag die Hoffnung, dass ich mich langsam auf dem aufsteigenden Ast befinde, aber - Pustekuchen! Am Montag hatte ich das erste Seminar in diesem neuen Semester (Französisch. Ich kann nix mehr. Nichts. Zéro. Je ne parle pas français, pardon.) und mein eigentlicher Plan sah vor, dass ich mich danach in die Bib setze, um weiter an meiner Masterarbeit zu arbeiten (was sich so anhört, als würde ich schon schreiben. Dabei lese ich bisher nur. Immer noch). Pustekuchen! Zwar hab ich es noch geschafft, eine riesige Asianudelportion mit meiner lieben Mitstudentin zu essen, danach waren aber alle meine Taschentuchpackungen leer und ich bin heimgefahren. Um dort alle Taschentuchpackungen vollzuniesen. Heute bin ich brav in die Arbeit gegangen ("Du siehst ja immer noch voll schlimm aus!" - Danke, danke, danke) und danach in die Uni gefahren, um mein zweites Seminar zu besuchen. Der Buchmarkt und die Frau. Karla Paul wurde erwähnt und die Dozentin fände es schon arg  nett, wenn ich mal mein Masterarbeitsthema vorstellen würde. In meinem Kopf bauen sich jetzt Paranoia auf, dass dann jemand mein Thema als Hausarbeit benutzt und dann veröffentlicht und dann sieht meine Masterarbeit aus wie ein Plagiat. Ja, Größenwahn kann ich. Vielleicht liegt das alles auch am kranken Kopf. Der ist nämlich jetzt immer noch verstopft, weswegen ich nach der Arbeit kurz Taschentücher nachkaufen musste. Und wegen Kopf habe ich auch beschlossen, dass ich heute mein erste PowerVitYoga-Stunde ausfallen lassen. Schließlich haben wir alle gelernt, dass man krank nicht Sport machen darf. 

Um jetzt noch eine tolle Überleitung zur Breze zu kriegen - bevor ich am Montag Französisch hatte, habe ich mir ein Frühstück gekauft. Jawohl! Eine Breze! Beim anderen Bäcker, der sich direkt in der U-Bahnstation der Universität befindet. Der Bäcker, von dem alle immer behaupten, es wäre einfach noch einmal eine Filiale von Soon, der sich am gegenüberliegenden Ausgang befindet. Nur, weil die jetzt beide grün sind. Ich kann hiermit aber noch einmal sagen: Das sind unterschiedliche Bäcker! Ich bin heute sogar EXTRA noch einmal an der Filiale vorbeigelaufen (nee, eigentlich wollte ich nur zum Geldautomaten ...) und hab geguckt. Oggi heißt der. Nicht Soon. 

Und damit ist dieses Rätsel auch gelüftet. Kein Fall für Galileo Mystery!

Name: Breze
Preis: 0,55 Euro
Kaufort: Oggi im U-Bahn-Zwischengeschoss Universität
Optik: Oh weh. Durch dieses bröselige Salz verliert die Breze leider schon ein bisschen ihren Reiz. Relativ klein, relativ langgezogen. Kleine, aufgerissene Stelle am Bauch. Schicke Farbe. 
Konsistenz: Eher gummig. Und zwar überall. Außen ein klein wenig zu hart für meinen Geschmack.
Geschmack:  So lala. Das Salz ist sehr penetrant und wenn man an der falschen Seite (also der Salzseite) anfängt, schmeckt man danach eh nur noch Salz.
Gesamturteil: Selbst wenn ich über das Salz hinwegsehe, weil das auch ein unglücklicher Einzelfall sein kann, so bleibt doch immer noch eine Gummi-Breze übrig und eine Gummi-Breze ohne Geschmack find ich auch eher ungut. Ich vergebe 2 von 5 Brezenpunkten.


Und für alle crazy Menschen, die sich jeden Dienstag auf ihre Breze freuen, habe ich eine wichtige Ankündigung: Aufgrund meiner Planungsunfähigkeit und der Tatsache, dass ich am Dienstag den ganzen Tag unterwegs bin, wird die beliebte Reihe "Aufbrezeln in München" ab nächster Woche auf Mittwoch verschoben. Aus der Dienstags-Breze wird also eine Mittwochs-Breze. Schreibt es euch in den Kalender! Erzählt es eurer Oma! Twittert es an eure Internet-Peoplez!  

Dienstag, 31. März 2015

Aufbrezeln in München - Teil 11.

Erst einmal der obligatorische Satz zum Wetter: Oh mein Gott, dieser Wind! Und ich war draußen! Heiheihei, was mir da alles entgegengeweht ist! Das waren jetzt quasi drei Sätze, aber ich war auch weit draußen. Also, unbekanntes Gebiet. Drei U-Bahn-Stationen entfernt in einem Baumarkt! Denn ich habe Holzkitt gekauft. Flüssiges Holz, um die Schranktür im Wohnzimmer zu reparieren, die macht sich nämlich gerade immer selbstständig. Und ich bin bei Bauarbeiten sehr selbstständig und versuche das irgendwie zu reparieren. Gerade trocknet die Masse, mal sehen, ob es überhaupt was bringt.

Und weil ich dann draußen war und weil wir nichts zu Essen im Haus haben, bin ich nach dem Baumarktbesuch (vor dem Baumarkt schaukelten die Schaukeln ganz traurig im Wind) noch zu einem Supermarktbesuch abgebogen. Und weil Dienstag ist, habe ich Brezen gekauft. Mehrzahl. Dieses Mal wählte ich eine bereits abgepackte Variante der Breze. Drei Stück auf einmal! Unfassbar.

Name: Breze
Preis: 1,35 Euro für 3 Brezen, macht 0,45 Euro pro Breze
Kaufort: Edeka im OEZ, die Bäckerei müsste laut Etikett Müller & Höflinger sein (was bedeutet, dass ich die Breze zur Hälfte schon einmal getestet habe)
Optik: relativ dunkel, einseitige Verteilung des Salzes, aufgesprungene Stellen am Bauch und in der oberen Hälfte, dicke Ärmchen
Konsistenz: knusprig, aber eher in die Richtung "hart", innen gummig und trotzdem trocken, Ärmchen sehr hart
Geschmack: an den Salzstellen zu salzig (ach?), an den Nichtsalzstellen sehr belanglos
Gesamturteil: Meh. Dafür, dass die Breze laut Etikett erst heute abgepackt wurde, schmeckt sie irgendwie arg alt. Also halt hart. Unschön knusprig. Für einen Notfall-Brezenkauf mag das in Ordnung gehen, ich bevorzuge dann doch die frische Variante und vergebe 2 von 5 Brezenpunkten.

Dienstag, 24. März 2015

Aufbrezeln in München - Teil 10.

Bevor wir letzte Woche Halle verlassen habe, habe ich mich noch einmal todesmutig in eine Bäckerei-Filiale gewagt, wobei "in" ein bisschen falsch ist, das war nämlich am Hauptbahnhof und der Bäcker war eben in der Ladenstraße des Bahnhofs, da kann man nicht "hineingehen", da läuft man vorbei oder man bleibt stehen. Je nach Wunsch. In diesem Fall war es so, dass wir erst auf einer Bank saßen und ich habe die Werbeanzeige des Nachbarladens bewundert (Bockwurst im Brötchen für 99 Cent! Dinge, die ich um 7 Uhr unbedingt lesen und essen möchte) und als sich die Uhrzeiger langsam unserer Abfahrtszeit näherten, sind wir aufgestanden, um zu unserem Gleis zu gelangen (der Zug hatte dann noch 15 Minuten Verspätung wegen Bauarbeiten. Die müssen ganz spontan an den Gleisen gearbeitet haben, warum sonst kann man das nicht schon vorher ankündigen?) und ich habe mir beim Bäcker noch einmal eine Breze gekauft. Weil ich so furchtbar mutig bin und testen wollte, ob man in Halle noch so furchtbar hässliche Brezen kaufen kann. Spoiler: Kann man nicht. Mein zweites Brezenexemplar aus Halle war sogar recht hübsch. Und die Verkäuferin amüsierte mich mit der Nachfrage "Mit oder ohne Salz?", weil die Brezen ohne Salz so unfassbar traurig-nackt aussahen. Deswegen also mit Salz. Außerdem ist Halle doch eine Salzstadt, da muss auch auf die Breze Salz drauf. Jawohl!

Hier nun also noch einmal eine special Edition Aufbrezeln in München - Die Auswärtsversion aus Halle.
Name: Laugenbrezel
Preis: 0,85 Euro
Kaufort: Wiener Feinbäcker Heberer in Halle am Bahnhof
Optik: schön groß und schöne Farbe, Salz nur auf der linken Seite (ist da die Breze ins Salzbecken gestolpert?), glänzt wieder merkwürdig, aber sehr viel weniger als die komische Breze vom letzten Mal, unten sehr großer Riss, was mir sehr gut gefällt
Konsistenz: relativ weich und relativ trocken, innen trotzdem ein klein wenig fluffig, Ärmchen unterscheiden sich kaum vom restlichen Brezenkörper und sind nicht knusprig
Geschmack: Das Salz überlagert den Brezengeschmack, schmeckt als quasi wie ein Salzstein. Die Stellen ohne Salz schmecken hingegen arg lasch
Gesamturteil: Eine Verbesserung zur anderen hallensischen Breze ist dieses Exemplar allemal, trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Der hohe Preis und die trockene Konsistenz machen auch diese Breze zu einem "Naja, wenn es nichts anderes gibt, ess ich das schon"-Exemplar. 
Ich vergebe 3 von 5 Brezenpunkten und bleibe dabei - Brezen sollte man in Bayern kaufen. Oder Schwaben. Schwaben ist auch okay.

Dienstag, 17. März 2015

Aufbrezeln in München - Teil 9.

Ha, da dachtet ihr jetzt sicherlich, dass ihr diese Woche auf die Breze verzichten müsst, ne? So wie letzte Woche. Wobei das ganz furchtbar fies war. Ich habe eine Breze am Hauptbahnhof gekauft, sie gegessen und bewertet und dann ist mir aufgefallen, dass ich bei diesem Bäcker bereits eine Breze gekauft habe. Andere Filiale, gleicher Bäcker. Höflinger nämlich. Und weil ich es doof finde, den gleichen Bäcker nochmal zu bewerten, ist die Breze letzte Woche ausgefallen. 

Aber ihr müsst nicht weinen. Dafür habe ich diese Woche etwas ganz besonderes - Aufbrezeln in München - Die Auswärtsversion! 

Denn ich bin ja gerade gar nicht in München. Ich bin in Halle. Mein Quartier bei der Leipziger Buchmesse. Über die ich erst berichten werde, wenn ich wieder daheim bin. Denn jetzt sitze ich an Herrn Gatsbys Laptop und der macht mich ganz fuchsig (der Laptop, nicht Herr Gatsby), weil das ein MacBook ist und ich damit komplett gar nicht klar komme. Ständig drücke ich auf die ´´-Taste statt auf die Löschen-Taste. Und wie Kopieren und Einfügen geht, musste ich auch erst einmal lernen. Dieser Stress! 

Trotzdem jetzt also - Aufbrezeln in München - Die Auswärtsversion aus Halle.

Name: Laugenbrezel
Preis: 0,79 Euro
Optik: Herzlichen Glückwunsch! Sie sehen hier die wohl hässlichste Breze der Welt. Ich meine ... also ... wo fängt man an? Die eine Seite dick, die andere Seite dünn. Rechts ein langes Ärmchen, links gar kein Ärmchen (Wie kriegt man das denn hin?). Speckig-glänzende Außenseite, zwei Salzkörnchen haben sich auf dem einen Arm verlaufen und der aufgesprungene Bauch sieht auch eher traurig aus. Aber die Farbe ist wenigstens ganz nett.
Konsistenz: Trocken. Sehr trocken. Sowohl die äußere Schicht als auch das Innere dieser Breze.
Geschmack: Guckt euch die Breze noch einmal an, dann wisst ihr, wie die schmeckt. Bah. Abgesehen vom trockenen Teig versteh ich auch nicht, wie diese Breze so fettig sein kann. Wurde die mit Fett eingeschmiert, damit sie schön glänzt und man sich die Butter sparen kann? Verwirrend.
Gesamturteil: Nee.  Also, so gar nicht. Ich hatte ja nicht viel erwartet, denn Brezen müssen doch aus Bayern, oder wenigstens aus Schwaben, kommen. Aber dieses traurige Laugengebäck (ich möchte es gar nicht "Breze" nennen) ist nicht nur überteuert, sondern auch noch sehr unlecker. 
Ich vergebe 1 von 5 Brezenpunkten, weil dieses verschlungene Ding mich amüsiert hat. 


Glücklicherweise fahre ich bald wieder nach Hause und kann mich von diesem Brezen-Trauma erholen. 

Dienstag, 3. März 2015

Aufbrezeln in München - Teil 8.

Irgendwie kommen Dienstage immer viel zu schnell. In meinem Kalender klebt ein Post-It mit der Aufschrift "Breze" und das wandert nach jedem Dienstag zum nächsten Dienstag und wenn dann Dienstag ist, bin ich schockiert, dass wieder Dienstag ist. Und dann steht da wieder "Breze" und ich muss überlegen, wo man sich eine Breze kaufen könnte. Vielleicht hätte ich nicht gleich am Anfang die nahegelegenen Bäckereien abklappern sollen. Aber glücklicherweise habe ich ja in einigen Kommentaren schon Vorschläge für Brezen-Kauforte bekommen und deswegen fuhr ich heute in die Stadt. Genauer gesagt zum Viktualienmarkt. Der ist immer voll mit Touristen, aber eigentlich war es ganz nett, weil es gar nicht so arg voll war und die Sonne schien und es war hell und freundlich. Deswegen war ich da etwas länger. Eigentlich war ich da etwas länger, weil ich erst einmal den von mir auserkorenen Bäckerstand finden musste, aber das nur nebenbei (außerdem habe ich noch Zitronen gekauft und die Zitronenverkäuferin hat mich mit der Frage "Brauchen Sie nur den Saft oder die ganze Zitrone?" sehr verwirrt, weil ich dachte, die will die Zitrone dann gleich für mich auspressen, dabei ging es nur darum, ob sie mir lieber eine Bio-Zitrone geben soll, weil da die Schale besser ist). Im Visier hatte ich nämlich Karnoll's Back & Kaffestandl (steht so auf dem Schild, ich hab das nur abgeschrieben), der damit wirbt, die besten Brezen in München zu verkaufen. Weswegen die Frau vor mir auch "Zwei beste Brezen" bestellt hat. Da mussten aber auch wirklich alle am Stand lachen. Also. Eigentlich niemand. Aber sie wurde wenigstens gefragt, ob sie lieber helle oder lieber dunkle Brezen möchte. Ich nicht. Mir ist das auch relativ egal. Eigentlich kenne ich nur die Frage nach wenig oder viel Salz und da ist da Antwort ja wohl klar. Niemand mag Salz!
Aber nun zurück zur heute verzehrten Breze - ist das wirklich die beste Breze in München?

Name: Brezn
Preis: 0,50 Euro
Kaufort: Karnoll's Back & Kaffeestandl (steht so auf der Tüte, ich hab das nur abgeschrieben)
Optik: relativ hell, mittelgroß, wenig Salz, schön am Bauch aufgesprungen und mit lustigem Muster, mitteldicke Ärmchen
Konsistenz: schön knusprig, insbesondere die Ärmchen sind sehr knusprig, der Bauch ist dagegen sehr schön fluffig, nicht trocken
Geschmack: angenehmer Brezengeschmack
Gesamturteil: ich bin sehr überrascht, weil ich durch das Werbeschild eigentlich eher kritisch gestimmt war. Jeder kann behaupten, dass er die besten Brezn verkauft. Aber - ich muss schon sagen, die Breze von Karnoll's ist schon wirklich sehr gut. Und günstig! Gut & Günstig, quasi! Und auch, wenn ich mich mit dieser Punktevergabe quasi wiederhole, vergebe ich 5 von 5 Brezen. Und hätte jetzt gerne noch eine Breze, danke.

Dienstag, 24. Februar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 7.

Fast hätte es auch diese Woche nicht mit dem Aufbrezeln geklappt. Obwohl ich am Sonntag eine Breze gegessen habe und am Samstag eine Breze gegessen, aber leider waren beide Brezen von einem Bäcker, den ich bereits abgearbeitet habe. Und Wiederholungen sind erst sinnvoll, wenn ich alle Brezen in München durchprobiert habe. 
Glücklicherweise fuhr ich heute in die Stadt, um Unibibliotheksbücher zu eben jener Bibliothek zurückzutragen. Wer braucht schon Unibücher, wenn man sich die Bücher durch ein Stipendium selber kaufen konnte? Eben. Niemand. Und wenn man an der Haltestelle Universität aussteigt, kommt man an einer kleinen Backwarenecke vorbei. Beziehungsweise kommt man an zwei kleinen Backwarenecken vorbei - gegenüber von der alten Filiale ist jetzt eine neue Filale. Spiegelverkehrt. Das amüsiert mich sehr. Ich möchte da gerne ein Werbevideo drehen, in welchem ein Zwillingspaar gleichzeitig dort einkauft und man könnte denken, das Video einfach in der Mitte gespiegelt ist, aber dann ist das gar nicht so. Welch fantastische Idee. Hiermit sichere ich mir die Rechte. Ha!
Auf jeden Fall kaufte ich mir eine Breze und kann nun davon berichten.

Name: Breze
Preis: 0,58 Euro
Kaufort: Soon Coffee House im Zwischengeschoß der U-Bahnhaltestelle Universität.
Optik: etwas dunkel, relativ groß, wenig Salz, dicke Ärmchen, seitlich aufgesprungen
Konsistenz: außen knusprig, innen fluffig, Ärmchen auch schön knusprig, ein klein wenig trocken
Geschmack: so macht eBay Spaß. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall schmeckt die Breze nach Breze und zwar nach einer leckeren Breze.
Gesamturteil: Mein klarer Favorit. Glücklicherweise. Schließlich komme ich an Unitagen mindestens zweimal an der Filiale vorbei, kann mir also immer eine Breze kaufen. Ich empfehle, dass ihr das auch alle mal macht und vergebe 5 von 5 Brezen.
 
 

Dienstag, 10. Februar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 6.

Letztens ist mir aufgefallen, dass diese Brezen-Test-Aktion für mich bedeutet, dass ich jede Woche mindestens eine Breze essen muss. Egal, ob ich will oder nicht. Schockierend. Bisher habe ich mir nämlich nicht so regelmäßig Brezen gekauft, auch wenn ich gerne Brezen esse. Ich gestehe, dass ich meistens, wenn ich in der Uni etwas esse, eine Laugensemmel esse, weil Laugensemmeln ganz viel vom fluffigen Teig haben.

Nun also aber eine Breze. Die ich am Mittwoch nach der Arbeit gekauft habe. Also ist es keine Arbeitswegbreze, sondern eine Heimfahrtbreze. Doch fast hätte ich diese Breze nicht kaufen können, weil die beiden Verkäufer beim Bäcker erst einmal versucht haben, beim großen "Wie lange kann ich einen Kunden ignorieren"-Wettbewerb teilzunehmen. Ich finde, es sollte bei diesem Wettbewerb Bonuspunkte für das offensive Augenkontakt-Vermeiden geben. Das konnte die beiden nämlich richtig gut. Doch irgendwann hat sich einer der Verkäufer doch erbarmt und mir eine Breze verkauft. Vielen Dank dafür.

Name: Brezen (die Kasse hat von Brezen gesprochen. Mehrzahl. Also heißt die Breze jetzt Brezen)
Preis: 0,55 Euro
Kaufort: Bäckerei Zoschke am Leonrodplatz. Die Bäckerei kannte ich bisher noch gar nicht. Aber die kommen laut Papiertüteninfo auch eigentlich aus Niederbayern. Damals in der Grundschule beim HSK-Unterricht (Heimat- und Sachkunde! Wir haben gelernt, was ein Bergfried ist und dass unser Schloss einen hat. Außerdem hatten wir mal eine Prüfung, wo man Städte nennen musste, die mit "Burg" enden) hab ich wohl nicht richtig aufgepasst, ich weiß nie, wo Niederbayern beginnt und Oberbayern anfängt und sowas.
Optik: sehr hell, sehr dick, mittelgroß, mit einer ausreichenden Salzmenge bestückt, dicke Ärmchen, gar nicht aufgesprungen
Konsistenz: außen ein klein wenig knusprig, innen sehr fluffig, aber eher so in die Richtung 70% Luft, 30% Teig und beim Reinbeißen fällt alles sofort zusammen und krümelt herum. Ärmchen haben die gleiche Konsistenz
Geschmack: mal wieder eher belanglos. Langsam hab ich Angst, dass die große Mehrheit der Brezen so schmeckt. Außerdem war die Breze sehr trocken.
Gesamturteil: Nee. Nicht so gut. Weder die Erinnerung an den Kauf der Breze noch die Breze selbst lösen bei mir irgendwelche positiven Gefühle aus. Dieses Mal bin ich streng und vergebe 1 von 5 Punkten. So. 


Dienstag, 3. Februar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 5.

Sonntag Nachmittag. Man sitzt beziehungsweise liegt im Bett, bemitleidet sich selbst ob des furchtbaren Schnupfens, der einen am Freitag so plötzlich überfallen hat und kann nichts sinnvolles machen. Keine Lust auf Lesen, keine Lust auf Filme oder Serien, keine Lust auf Lernen. Was macht man dann?
Richtig. Man erfüllt Herrn Gatsbys Herzenswunsch nach einem Krapfen. Denn leider muss ich zugeben, dass die frische Luft meiner Nase extrem gut tut (weswegen ich auch gerade mit offenem Fenster im Schlafzimmer sitze - eingewickelt in zwei Bettdecken). Und der Weg zum Bäcker ist nicht lang, überfordert also auch nicht meine Kondition. Außerdem hatte ich Hunger. Deswegen gab es vier Krapfen (weil die eine gemeine "3 plus 1 Krapfen gratis"-Aktion haben) und zwei Brezen. 


Und weil die Brezentüte sagt, dass ich mir unbedingt den Brezen-Film angucken soll, habe ich das gerade gemacht.Wahnsinn! PR-Filme, die vor dem Siegestor in München spielen, kann ich ja aufgrund des PR-Films vom Obststand-Didi nicht ernst nehmen, aber ich mag, wie die Brezen beim Wimmer geschlungen werden. Sehr sympathisch.
Name: Breze
Preis: 0,57 Euro
Optik: schöne Farbe, gute Größe, ein klein wenig verzogene Form, mitteldicke Ärmchen, nur ein klein wenig aufgesprungen, angenehme Salzdichte (das geht auch anders - siehe unten)
Konsistenz: Außen schön knusprig, innen schön fluffig, Ärmchen weich
Geschmack: überraschend guter Brezengeschmack, nicht trocken, sondern durch den fluffigen Teig sehr angenehm weich und trotzdem hat man was zu beißen
Gesamturteil: Wenn ich jetzt nur meine Breze gekauft hätte, dann hätte ich der Breze wohl die volle Punktzahl gegeben, weil ich sie sowohl optisch, wie auch geschmacklich sehr gut fand. Aber beim Anblick der Salzbreze musste ich dann doch etwas lachen. Hat da jemand die Breze zu eifrig in die Salzwanne geschmissen? Und ist meine Breze jetzt eine Ausnahme? Man weiß es nicht. 
Fürs erste vergebe ich 4 von 5 Brezen und werde wohl in naher Zukunft noch einmal beim Bäcker Wimmer eine Breze kaufen, um das Salzaufkommen zu überprüfen.
Bemerkung: Ich habe ja zwei Brezen gekauft. Eine für Herrn Gatsby, eine für mich. Und in diesem Fall musste ich auch die Breze von Herrn Gatsby fotografieren, weil die doch ein klein wenig anders aussah:

Liebe Bäcker - Das ist zu viel Salz. Wirklich.

Dienstag, 27. Januar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 4.

Dieses Mal kaufte ich mir eine Breze als "In der Arbeit essen"-Breze. Weil ich nämlich in der Früh nichts gegessen habe. So wie immer. Und in der Arbeit hungere ich dann entweder oder ich bin schlau genug, mir etwas mitzunehmen. Brot oder nen Keks oder nen Smoothie oder nen Apfel. Mehr brauch ich auch nicht, ich arbeite ja nur maximal 6 Stunden und mach keine Pause, esse also nebenbei und wenn ich daheim bin, gibt es dann ein richtiges Mittagessen. Gestern aber (denn die Breze kaufte ich gestern. Also am Montag) hatte ich in der Früh keine Lust Brot oder einen Apfel mitzunehmen und außerdem wusste ich ja, dass mir noch eine Breze fehlt. Deswegen habe ich also einen Zwischenstopp auf dem Arbeitsweg eingelegt und eine Breze gekauft.
Die Frau, die vor mir die Bäckerei betreten hat, hat mich vorgelassen, weil sie noch in ihrer Tasche wühlen musste. Deswegen habe ich mich freundlich bedankt und dem Bäckereifachangestellten meinen Wunsch mitgeteilt: Eine Breze.
Bäckereifachangestellter: "Eine Breze. Eine lachende Breze?"
Ich: "Eh ... ja."
Bäckereifachangestellter: "Das macht dann 60 Cent, Grinsemaus."

...

Grinsemaus! Er hat ernsthaft "Grinsemaus" zu mir gesagt! Um kurz vor 10 Uhr (gut, das klingt jetzt nicht so schlimm, aber ich war da noch sehr müde)! GRINSEMAUS! Ich komme da nicht darüber hinweg. Ich hab nicht gegrinst! Ich hab normal geguckt. Wie immer halt. Ich grinse nicht! 

Name: Breze (jedenfalls hab ich eine Breze bestellt und der Mann hat Breze gesagt und auf der Homepage steht auch Breze. Ich sollte in Zukunft genauer nach den Produktschildern gucken)
Preis: 0,60 Euro*
Optik: helle Farbe, insgesamt vier Salzkörnchen, am Bauch nicht aufgesprungen, dicke Ärmchen, mittelgroß
Konsistenz: außen knusprig, innen nur ganz leicht fluffig, Ärmchen weich, etwas trocken
Geschmack: neutral, wobei ich im Nachhinein sagen würde, dass durch die wenigen Salzkörnchen der typische Brezengeschmack gefehlt hat
Gesamturteil: okay, wäre mit etwas mehr Salz eindeutig besser
Ich vergebe 3 von 5 Brezen.

 
Grinsemaus ... also wirklich!
Und die Breze lacht nicht mal!


* Ich hatte mal behauptet, dass ich den Durchschnittspreis einer Breze bei 50 Cent sehen würde. Anscheinend habe ich mit getäuscht und ein Preis zwischen 50 und 60 Cent ist normal.

Dienstag, 20. Januar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 3.

Bei diesem Brezenkauf konnte ich das Spielkind in mir rauslassen. Denn ich liebe den Backautomaten bei ALDI. Man muss eine Taste drücken! Und kurz warten! Und dann die Ware in eine Tüte packen! Herrlich! Gibt es sowas eigentlich auch für den Kinderkaufladen? Früher hatte ich mal einen Kinderkaufladen und meine Mutter hat sich viel Mühe gegeben den mit schicken Lebensmitteln auszustatten (ich glaub, ich hatte echte Nudeln. Auf jeden Fall hatte ich echte Nudeln für die Fütterung meines Barbie-Pferds) und ist jetzt immer sehr traurig, wenn sie sieht, was für prima Lebensmittel-Dinge es jetzt für Kinderkaufläden gibt. Ich bin da auch immer sehr traurig, weil ich auch gerne "schneidbares" Holz-Brot oder eine Plüsch-Pizza hätte.
Und weil ich keine Plüsch-Pizza habe, drücke ich gerne auf die Tasten beim Backautomaten bei ALDI. Ersatzbefriedigung. Wobei es mich auch sehr traurig macht, wenn dann die Backautomaten-Stimme sagt "Einen Moment bitte! Das von Ihnen ausgewählte Produkt wird gerade für Sie ofenfrisch hergestellt! Bitte drücken Sie in 4 Minuten noch einmal die Produkttaste!". Dann weine ich ganz leise, laufe durch den ALDI, drücke noch einmal und die Stimme sagt, ich muss immer noch 4 Minuten warten. Dann geh ich zur Kasse und es gibt kein Brot im Hause Nordbreze-Gatsby. Ja! So ist das dann eben.
Glücklicherweise ging beim Brezen-Kauf alles gut und sogar Herr Gatsby hat eine Breze bekommen (weil ich dann zweimal auf die Taste drücken darf!).

Name: Laugenbrezel
Preis: 0,29 Euro
Optik: sehr hell, mittelgroß, mittelsalzig, aber das Salz ist komisch verteilt und die Salzkörner sind auch sehr weich, quasi eingebacken? Breze nicht aufgesprungen, Rückseite okay, Ärmchen mitteldick
Konsistenz: Breze weich, Ärmchen weich, alles weich, auch das Innere weich und fluffig
Geschmack: gut, nicht trocken, schmeckt auf jeden Fall mehr nach Breze, als die andere beiden bisher getesteten Brezen
Gesamturteil: auch, wenn das jetzt ein Schlag ins Bäckergesicht ist, ich mochte bisher die ALDI-Breze am liebsten. Zwar ist sie insgesamt etwas weich (das bezieht sich sowohl auf den Teig, als auch auf die sehr eigenartigen Salzkörnchen), aber sie schmeckt nach Breze! Ein sehr prima Preis-Leistungs-Verhältnis, quasi.
Deswegen bin ich nun total gemein und vergebe ... 4 von 5 Brezen.


Dienstag, 13. Januar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 2.

Seitdem ich die "Aufbrezeln"-Kategorie eingeführt habe (also seit einer Woche ...), fällt mir auf, wie viele Brezenverkaufsstellen es doch gibt. Und dann will ich mir immer gleich eine Breze kaufen. Furchtbar.

Dieses Mal kaufte ich eine Breze bei Rischart. Rischart ist eine etwas teurere Bäckerei-Konditorei, die es sehr häufig in München gibt. Beispielsweise haben die auch eine Filiale am Marienplatz, da sitzen immer ganz viele Touristen rum.
Rischart bewirbt seine Brezen damit, dass die "die Worte Tiefkühl und Aufback nur vom Hörensagen" kennen. Ich finde das ja sehr traurig. Kennt die Breze also gar kein (Tiefkühl-)Eis und auch keine (Aufback-)Pizza? Ist das nicht ein sehr trauriges Leben für eine Breze? Ich mag ja Eis. Und Pizza. Beispielsweise die 6-Euro-Tiefkühl-Aufback-Pizza, die wir uns im Dezember geleistet haben. Mit Gorgonzola und Walnüssen. Luxus-Tiefkühl-Aufback-Pizza, quasi.
Zurück zur Breze.
"Verzehrsempfehlung: Die Rischart Breze passt natürlich am besten zu einer zünftig, bayerischen Brotzeit." - Falls das den Ausschlag geben sollte: Ich hab die Breze einfach so gegessen. In der U-Bahn. Es hat sehr gebröselt.

Name: Ich bin mir nicht mehr sicher, weil ich kein Schild gesehen habe, bei der Kasse stand dann aber "Brezel", auf der Homepage steht aber "Breze".
Preis: 0,58 Euro (auch hier bin ich mir nicht mehr sicher, weil ich noch was anderes gekauft habe* und ich kenne nur den Gesamtpreis und den ungefähren Preis der anderen Sache. Müsste aber stimmen)
Kaufort: Rischart im OEZ
Optik: hell, gute Brezen-Form, oben etwas dünn, dadurch wirkt die Breze relativ groß, aufgesprungen, aber an der falschen Stelle (die soll doch unten aufspringen und nicht irgendwo. Das macht mich sehr traurig), Ärmchen dünn, ausreichend Salz, welches auch sehr gut verteilt ist, besonders gut gefällt mir der Knoten der Ärmchen
Konsistenz: hart - aber nicht die gute Sorte knusprig-hart. Das erste Stück, welches ich gegessen habe (oben rechts) war komplett hart, wie eine Salzbreze. Also wie ne Salzstange. Und wenn ich eine alte Frau wäre, hätten mir vom Kauen die Zähne wehgetan. Durch die harte Konsistenz war die Breze auch insgesamt sehr trocken
Geschmack: ok in Richtung belanglos
Gesamturteil: Meh. Für den Preis (und die Anpreisung auf der Homepage) hab ich mehr erwartet. Kein fluffiges Inneres, nur harter Teig, das macht Marina unglücklich. Dafür ist die Farbe und die Form eigentlich recht nett. Ich werde demnächst nochmal eine Breze von Rischart testen, vielleicht war meine Breze eine schlechte Ausnahme und normalerweise sind die nicht so hart.
Ich vergebe nun aber erst einmal 2 von 5 Brezen.





* die andere Sache war ein Himbeertörtchen für Herrn Gatsbys Geburtstag und nur, weil ich das noch erwähnen wollt, habe ich aus Versehen den kompletten Beitrag gelöscht und nun musste ich alles nochmal schreiben ... 
Damit sich das jetzt lohnt und damit ich noch etwas positives sage - das Himbeertörtchen war sehr lecker. Teuer, aber lecker.

Dienstag, 6. Januar 2015

Aufbrezeln in München - Teil 1.

Langweilige Feiertage sorgen für höchst amüsante Ideen. Ich hab mir etwas ausgedacht. Ich möchte ein Alleinstellungsmerkmal. Einen USP. Ich will Mehrwert schaffen. Und das möglichst so, dass auch für mich etwas dabei herausspringt. Und so überlegte ich, was ich gerne mache. Lesen, ja. Das können viele. Weiterüberlegt. Eigentlich bin ich schon eine sehr gewöhnliche Persönlichkeit, da kann man nichts draus machen. Weitergedacht. Gegessen. Hmm, Essen. Ich esse gerne. Wie passt das zu Nordbreze? Nord-Breze. Breze. Moment! Mein Name ist mein Kapital! Oder so ähnlich. Eine kurze Google-Recherche ergab gute Dinge und - schwupps - habe ich beschlossen, eine neue Reihe einzuführen. 
Ich nenne sie (danke an Herrn Gatsby für den Vorschlag):

Aufbrezeln in München

Statt Schmink-Tipps gibt es aber etwas viel besseres. Ich plane, mich einmal quer durch das Münchner Brezen-Sortiment zu essen (und ich werde es immer "Breze" nennen, egal, was die anderen sagen. Trotzdem werde ich mal kontrollieren, wie das Brezengebäck bei den verschiedenen Bäckern heißt). Um herauszufinden, wo es die beste Breze in München gibt. Weil ich Brezen mag. Und eh sehr häufig esse. Da ist der Arbeitsaufwand für mich relativ gering. Die Anschaffungskosten halten sich auch in Grenzen. Perfekt also. 

Anfangen möchte ich heute mit einer Breze, die ich bei einem SB-Discount-Bäcker gekauft habe, als Herr Gatsby und ich von unserem Ausflug zum Schloss Nymphenburg zurückkehrten (es war sehr schick, aber auch sehr glatt und irgendwie waren viel zu viele Menschen da. Selbst auf den kleineren, abseits gelegenen Wegen. Und beim Verlassen der Parkanlage kam uns eine riesige Menschentraube mit Engeln und Sternen und Laternen und zwei Eseln entgegen). Voll gut, dass die erste Breze gleich von einem Discount-Bäcker stammt. Das zeigt, dass ich sehr offen bin. Oder so ähnlich. Eigentlich finde ich diese Discount-Bäcker ja sehr amüsant, weil man selbst arbeiten muss. Tablett nehmen, Papier drauflegen, Essen auswählen, mit Zange greifen, zur Kasse gehen, Essen in Tüte packen. Aber ich mag ja auch bei IKEA die Selbstbedienungskassen. Piep! Piep! PIEP! 
(Neben meiner Breze kauften wir außerdem noch zwei Himbeer-Mascarpone-Schnitten und für Herrn Gatsby eine Breze mit Körnern drauf. KÖRNERN! Sowas kommt mir nicht in die Tüte. Beziehungsweise in diesem Fall schon, wir haben uns eine Tüte geteilt)

Name: Breze
Preis: 0,45 Euro
Kaufort: Ratschiller's Bäckerei in Moosach
Optik: relativ  hell, Rückseite dafür sehr dunkel, wenig Salz (höchstens 10 Körnchen, in der Tüte waren auch nicht mehr), komische Form, fast rund, aufgesprungener Teig an drei Stellen, mitteldicke Ärmchen, insgesamt eher kleine Breze
Konsistenz: außen knusprig, Ärmchen besonders knusprig, innen relativ weich, nicht zu trocken
Geschmack: neutral, schmeckt nicht besonders intensiv, ganz leichter "angebrannter" Geschmack auf der Rückseite
Gesamturteil: Mittelklasse-Breze, wahrscheinlich aufgrund der wenigen Salzkörnchen auch wenig Geschmack, die ungleichmäßige Verteilung der Bräune macht leider viel kaputt, dafür mag ich den Innenteil und die aufgesprungenen Stellen. 
Ich vergebe 3 von 5 Brezen.



Bald schon werde ich mir die nächste Breze kaufen und davon berichten. Habt ihr einen geheimen Lieblingsbrezenbäcker, dessen Breze ich auch einmal essen soll? Wie sieht für euch eine perfekte Breze aus? Hab ich eine wichtige Brezen-Eigenschaft vergessen?