Sonntag, 9. Juni 2019

Die DO BOOKS-Reihe – Dinge, die das Leben ausmachen: Story, Atmen, Zuhause sein und Sauerteig


Herzlichen Dank für die Rezensionsexemplare an den Atlantik Verlag bzw. Tempo Verlag!

Bereits im Oktober 2018 zog das erste "DO"-Buch bei mir ein: Story. Nach einem kurzen Blick hinein landete das Buch aber vorerst im Regal der ungelesenen Bücher und hätte dort wahrscheinlich noch eine sehr lange Zeit verbracht, wenn nicht im Mai 2019 drei weitere geschwisterliche Bücher der Reihe bei mir gelandet wären: Atmen, Zuhause sein und Sauerteig. 

Mit wenig Erwartungen las ich "Atmen" und ehe ich mich versah, hatte ich alle vier Bücher weginhaliert (absichtliche Wortwahl) und überlege nun, welche der anderen Themen der Reihe mich noch interessieren, damit ich mir mehr Bücher besorgen kann.

Was steckt nun hinter den "DO BOOKS"?

Die Bücher sind ein Nebenprodukt der DO Lectures, einer Art Konferenz für Menschen, die Dinge tun – und damit andere Menschen inspirieren wollen. Neben der jährlichen Konferenz gibt es auch die Möglichkeit, sich online Talks zu allen möglichen Themen anzugucken (was jetzt auf meiner langen "Wenn ich mal Zeit habe, mach ich das!"-Liste steht). 

Die Autor*innen fokussieren sich bei den Büchern – auf Deutsch erschienen im Atlantik Verlag bzw. Tempo Verlag – auf ihr Spezialthema und geben den Leser*innen einen bequemen Einstieg, der Lust wecken soll, selbst aktiv zu werden.


Bisher habe ich folgende Bücher gelesen:

Story – Wie man eine Geschichte richtig erzählt von Bobette Buster (aus dem Englischen von Tino Hanekamp)
Storytelling! Schon lange liegt es nicht nur bei Autor*innen, gute Geschichten zu erzählen – wir sind umringt von Geschichten, die uns beeindrucken, verführen, unterhalten, zum Kauf anregen wollen. Aber woraus besteht eine gute Geschichte? Das zeigt Bobette Buster sehr anschaulich an unterschiedlichsten Stories, die von ihr analysiert werden. Ihre zehn Grundsätze des Storytellings find ich ganz spannend, dafür gab es ein Eselsohr zum Merken. 

Atmen – Entspannen, den Fokus finden und Sachen anpacken von Michael Townsend Williams (aus dem Englischen von Cornelius Reiber)
Atmen, ey. Ich erwische mich häufig dabei, wie ich unbewusst die Luft anhalte. Sobald ich darüber nachdenke, scheint es eine schier unmöglich zu lösende Aufgabe zu sein. Wie ging das gleich nochmal mit dem Einatmen? Michael Townsend Williams zeigt einige Tipps und Tricks auf, wie man lernen kann, gleichmäßiger zu atmen und so entspannter zu werden. Mal sehen, wie lange ich es aushalte, auf meinen Atem zu achten. 

Sauerteig – Zeit für Brot in einem rastlosen Leben von Andrew Whitley (aus dem Englischen von Anabelle Assaf)
Die wohl größte Überraschung liegt in diesem kleinen Büchlein. Ich habe noch nie so gerne Rezepte gelesen wie hier. Ich meine ... Rezepte! Andrew Whitley schafft es mit seinem unterhaltsamen und anschaulichen Schreibstil, dass man sich sofort Mehl und Wasser schnappen will, um einen Sauerteig anzusetzen. Freut euch also schon mal auf baldige Sauerteig-Experimente meinerseits.

Zuhause sein – Einrichten für ein kreatives, entschleunigtes Leben von Sue Fan und Danielle Quigley (aus dem Englischen von Sabine Kray)
Geschmäcker gehen weit auseinander – deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Buch nicht jeden anspricht. Die beiden Autorinnen versuchen zwar stil-unabhängig Tipps für Wohnungseinrichtungen zu geben, die Fotos zeigen aber doch recht ähnliche Zimmer mit einer natürlichen, modernen, klaren Einrichtung. Gefällt mir auch sehr gut, ich hätte mir daher viel mehr Fotos gewünscht, was aber nicht wirklich zum Konzept der Reihe passen würde. 

Insgesamt gefällt mir an der "DO BOOKS"-Reihe besonders, dass die Themen der einzelnen Bücher zwar unterschiedlich sind, die gemeinsame Klammer aber doch zu erkennen bleibt: "Tu dir selbst etwas Gutes!". Die einzelnen Autor*innen zeigen dafür verschiedene Perspektiven auf und schrammen dabei mal mehr, mal weniger die Grenze zur esoterischen Feelgood-Lebenseinstellung.

Für neue Einblicke in unbekannte Themen eine leichte Einstiegsmöglichkeit, die Lust auf mehr macht. Und – Atmen nicht vergessen! 

Weitere Bücher der Reihe:
Anpflanzen, Imkern, Einmachen, Design, Bestimmung

Sonntag, 2. Juni 2019

Neu im Bücherregal - Die Mai-Bücher 2019.

Da hatte ich letztens noch von dem Porzellan-Dackel gesprochen, ihn aber gar nicht gezeigt. Das geht ja überhaupt nicht. Deswegen ist hier nun der Dackel mit den neuen Büchern, die im Mai hinzugekommen sind, zu sehen. Sechs der abgebildeten Bücher habe ich sogar schon gelesen, was hauptsächlich daran liegt, dass es sich hier um dünnere Bücher handelte (apropos: Im Juli startet wieder das Dicke-Bücher-Camp und ich freu mich schon gar sehr!). Davon unabhängig lädt der Balkon zur Eröffnung der Draußen-Lese-Saison ein. Solange ich mich mit reichlich Sonnencreme ausstatte, sollte das doch eine nette Abwechslung werden. 

Vielleicht darf ja auch schon direkt eines der folgenden neuen Bücher mit nach draußen auf den Balkon:


Glück von Gaito Gasdanow. Ein Geschenk von Herrn Gatsby, um meine Sammlung der Edition 5plus-Bücher zu erweitern. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Aber irgendwann wird die Zeit kommen und ich kann auch diese Reihe hier vorstellen. Bestimmt.

Ostende von Volker Weidermann. Beschämenderweise hatte ich das Buch nämlich bisher noch nicht. Und bevor jetzt bald ein neues Buch von Volker Weidermann erscheint ("Das Duell" – keine Sorge, es fließt kein Blut, es geht um Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki), les ich endlich mal "Ostende". So will es der Plan.

Lance von Vladimir Nabokov.
Dark Days von James Baldwin.
Africa's Tarnished Name von Chinua Achebe.
The Missing Girl von Shirley Jackson.
Ich habe eine neue Sammelleidenschaft, die sich hauptsächlich in Berlin befriedigen lässt. Denn bei Dussmann gibt es haufenweise Bücher aus der kleinen "Penguin Modern"-Reihe, die mich nicht nur farblich, sondern auch inhaltlich begeistert. Jedes Büchlein weckt den Wunsch, mehr vom jeweiligen Autor/von der jeweiligen Autorin zu lesen. Ein Bändchen davon habe ich bereits gelesen, nämlich "Lance" von Vladimir Nabokov. Die erste Geschichte "The Aurelian" ist so großartig, ich möchte sie mir gerne auf den Rücken schreiben. Geht das vielleicht?

Morgen irgendwo am Meer von Adriana Popescu. Die Sommerlektüre vor dem eigentlichen Sommer lesen. Kann ich. Vielleicht kommt der Sommer auch erst deswegen. Das Buch weckt auf jeden Fall ganz schlimmes Meerweh und verknüpft damit eine Geschichte mit viel Gefühl, aber ohne Kitsch.

Schöner als überall von Kristin Höller. Hallo? Ein Buch, das von Fenchelfeldern erzählt? Count me in. Ich mag zwar keinen Fenchel, aber das kann sich ja noch ändern. 

Atmen von Michael Townsend Williams.
Sauerteig von Andrew Whitley.
Zuhause sein von Sue Fan und Danielle Quigley.
Drei Bände aus der "Do"-Reihe (woher diese Reihen-Häufung kommt, weiß ich leider auch nicht), die ich in den letzten Tagen auch alle bereits weginhaliert habe (was lustig ist, weil ein Buch "Atmen" heißt, ne). Und auch hierzu ist ein Beitrag geplant. Deswegen nur kurz: Die Bücher sind wirklich sehr nette Einstiegsmöglichkeiten in die jeweiligen Themen. Und jetzt will ich Sauerteigbrot backen.

Irgendwann wird es gut von Joey Goebel. Ein Arbeitsbuch, welches ich noch lesen möchte, bevor es zur Lesung mit Joey Goebel geht. Bisher habe ich nichts vom Autor gelesen, was umso tragischer ist, weil wohl Benedict Wells großer Fan von ihm ist. Und ein kurzer Ausflug in mein Bücherregal verrät mir, dass ich sogar schon ein Buch von ihm habe ... nämlich "Ich gegen Osborne". Nur halt ungelesen.

Suhrkamp Verlagsgeschichte 1950-1990. Meine Schwäche für Verlagsgeschichte hatte ich schon des Öfteren angesprochen. Gerade bei den Verlagen S. Fischer und Suhrkamp geht mein Herz auf. Umso größer war die Freude, als ich dieses Buch in einem Antiquariat in Berlin gefunden habe. Beim Durchblättern habe ich auch schon ein sehr reizendes Foto gefunden, welches ich bitte gerne als Druck über meinem Sofa hätte: "Das Lektorat auf dem Weg zum Mittagessen, 1953: Siegfried Unseld, Peter Suhrkamp, Friedrich Podszus" (ebenfalls in der Suhrkamp Vorschau 2014 auf Seite 29 zu bewundern)  

Sexuell verfügbar von Caroline Rosales. Kennt ihr das, wenn ihr in einer anderen Stadt zu Besuch seid (in diesem Fall Berlin) und dann unbedingt ein Buch kaufen müsst, obwohl es das Buch selbstverständlich auch in eurer Heimatstadt gibt und ihr eigentlich gar keinen Platz im Koffer habt? Japp. So ein Buch ist "Sexuell verfügbar". Manchmal braucht es für den Kauf eines Buches eben auch die richtige Atomsphäre in einer besonderen Buchhandlung. Was jetzt nichts mit dem Thema des Buches zu tun hat.

Crazy Rich Asians von Kevin Kwan. Schon seit längerer Zeit steht die englische Ausgabe dieses Buches auf meiner Wunschliste. Als ich dann die Büchersendung von Kein & Aber geöffnet habe, musste ich ein bisschen irre kichern, denn erst am Tag zuvor habe ich entdeckt, dass der Verlag alle Bücher der Reihe (schon wieder ...) veröffentlicht. Gelesen habe ich das Buch auch schon und kann es nur ans Herz legen. Eine unterhaltsame Sommerlektüre mit Anspruch und Köpfchen. Und ein großartiger Crahkurs in Geografie und Kultur (jedenfalls für mich ...).

Ludovika von Christian Sepp. Was für ein Buch! Ich bin sehr angetan vom Farbschnitt und den vielen Abbildungen und der Mühe, die der August Dreesbach Verlag in dieses Buch gesteckt hat (und mir wurde Schokolade mit Ludovika geschickt, das ist auch immer gut). Als leidenschaftliche "Sissi"-Filmguckerin habe ich so gar keine Ahnung, wer Ludovika eigentlich wirklich ist und werde mich deswegen demnächst dieser Geschichtsstunde widmen. 

Donnerstag, 30. Mai 2019

Fotobreze - Mai 2019


// Och, Berlin. Du haust aber auch echt alles raus, um mich um den Finger zu wickeln, oder? // Meine Lieblingsgeschichte vom letzten Berlin-Besuch: Ich wollte unbedingt Lars Eidinger in "Hamlet" sehen. Karten gab es nur noch an der Abendkasse. Wir also eine Stunde vor Vorstellungsbeginn hin. Warteschlange. Warten. Wartenummer ziehen. 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn nochmal hin. Und dann, dann wurde die Nummer 4 aufgerufen und wir hatten die 4 und wir durften Karten kaufen und es war so famos, ich habe kurz jubiliert, was die Frau an der Kasse wohl nachhaltig verstört hat. Das Stück war auch fein, btw. // Cafés mit Bären und Kuchen – sehr gute Kombination // Und dann, dann war ich noch bei einem Konzert von Olli Schulz und überhaupt muss ich viel öfter Olli Schulz hören // Zurück in München. Zurück ins Literaturhaus. Zurück mit Saša Stanišić in die Heimat // Die Saison im Residenztheater schließt dieses Jahr etwas früher und so sahen wir zum Abschluss endlich "Die Räuber". Crazy. Diese übergroßen Laufbänder. Der Chor. Sehr großartig // Seitdem ich die Pho Bo bei Fei Scho gegessen habe, will ich keine andere mehr essen. Wie krieg ich jetzt einen 10 Liter-Kanister davon zu mir nach Hause? // Der Buchclub hat wieder getagt und die nächste Lektüre steht fest: "Gilgi" von Irmgard Keun // Meine Damen und Herren, halten Sie sich fest: Ich habe ein Fahrrad. Mal wieder. Nach der traurigen Episode von vor zwei Jahren, habe ich nun wieder ein Fahrrad erstanden, um damit zur Arbeit zu fahren. Schicken wir viele Gebete an den Fahrrad-Gott, dass ich dieses Mal auch wirklich mit dem Fahrrad fahre und es nicht monatelang an einer U-Bahn-Station steht ... // Frankfurt mit Dachterrasse ist schon auch sehr schön // Moderations-Breze – Daran werde ich mich wohl nie so ganz gewöhnen. Aber bei tollen Büchern und tollen Autorinnen macht es ganz besonders viel Spaß // Nach so viel Trubel besonders wichtig: Waffel-Party //

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Der Mai war voll mit Reisen und Menschen und Kultur und Büchern und Dingen. Umso schöner ist es, dass der Mai mit freien Tagen endet, bevor es dann mit Volldampf weiter in den Juni geht. 

Der letzte gelesene Buch-Satz:
"Du kommst zur Tür herein, ziehst deine Schuhe aus, legst deine Tasche auf die antike Gebetsbank und deinen Schlüssel in den Flechtkorb, hängst deine Jacke über den Messingelefanten an der Wand und möchtest das Haus am liebsten nicht mehr verlassen."
aus "Do – Zuhause sein" von Sue Fan und Danielle Quigley, Seite 7.

Nächsten Monat und so:
Geburtstagsjuni! Erstmal geht es wieder nach Berlin. Man könnte meinen, ich habe dort eine heimliche Zweitwohnung. Ist aber nicht so. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste. Stattdessen managen wir weiter die Buchbranche, fahren weiter nach Frankfurt und essen dann hoffentlich Kuchen zum Geburtstag. Ansonsten ist der Juni voll mit Feiertagen, was für viel Lesezeit spricht. 

Dienstag, 7. Mai 2019

Neu im Bücherregal - Die April-Bücher 2019.

Kurzes Buchregal-Update: Noch gibt es keine Bücherregale hinter der Couch. Dafür füllt sich meine Pinterest-Pinnwand mit Beispiel-Fotos, wie das ganze denn aussehen könnte. Sehr buchig, auf jeden Fall. In der Zwischenzeit befülle ich die vorhandenen Bücherregale nicht nur mit Büchern, sondern auch mit anderen dekorativen Stücken. Zum Beispiel einem kleinen Porzellan-Dackel, der jetzt die suhrkamp taschenbuch wissenschaft-Reihe bewachen darf. Dazu gibt es noch kleine Vasen mit Schleierkraut, ein gerahmtes Foto von einem Dackel, ein LEGO-Big Ben, ein Kleingeld-Glas und ein "Blogger"-Schild, welches ich bei der letzten Preiverleihung des Bayerischen Buchpreises mitgenommen habe. Damit die Bücher nicht so alleine rumstehen. Habt ihr neben den Büchern noch andere Gegenstände zur Auflockerung im Bücherregal stehen? 

Der Porzellan-Dackel muss sich nun auf jeden Fall den Platz mit folgenden Büchern, die im April dazugekommen sind, teilen: 



Kinderland von Mawil. Auf der Leipziger Buchmesse bei einer Lesung neugierig entdeckt und dann direkt verschlungen. I like! Mir gefällt die Fokussierung auf die kindliche Perspektive – und dann fällt halt einfach mal die Mauer. Dazu ein sehr schöner, einfacher Zeichenstil. Mawil behalte ich mal im Kopf!

Schäfchen im Trockenen von Anke Stelling. Ich sags direkt an dieser Stelle: Ich hatte die beiden Bücher, die auch im Literarischen Quartett besprochen wurden, schon vor der Sendung, ne! Okay, bei "Schäfchen im Trockenen" war es nur ein Tag im Voraus, aber trotzdem. Die Schäfchen habe ich auch schon gelesen und fand es doch erstaunlich nicht. Könnte thematisch sehr viel mehr Gejammere sein, die Autorin hält hier aber gut die Waage, wie ich finde. Und dann stehen da halt auch so gute Sätze wie "Und du verspürst Mitleid mit Opa Raimund, siehst ihn bei uns am Kaffeetisch sitzen und Käsekuchen essen und erkennst, dass Kuchen nicht ausreicht, um den Hunger seines Herzens zu stillen." (Seite 82)

Das Leben ist eins der Härtesten von Giulia Becker. Die Autorin mag ich ja auch echt gern, umso gespannter war ich nun auf ihren ersten Roman. Denn so eine Fahrt ins Paradies Tropical Island ist viel amüsant-melancholischer als man vielleicht denkt. Einziger Kritikpunkt: Das Buch hätte gerne noch ein paar Seiten länger sein dürfen, um den Charakteren mehr Raum zu geben. Beim nächsten Mal dann bitte!

Das Herz kommt zuletzt von Margaret Atwood. Weil ich wirklich viel mehr von Margaret Atwood lesen sollte, musste dieses Mängelexemplar bei texxt mit. Für noch mehr Atwood-Lektüreempfehlungen bin ich sehr dankbar!

Herz aus Eis von Isabelle Autissier. Ebenfalls ein Mängelexemplar-Kauf bei texxt. Für mehr Meer-Bücher und so. Dazu könnte man auch mal einen Lesemonat machen ...

Der Lärm der Zeit von Julian Barnes. Der dritte und letzte Mängelexemplar-Kauf. Bei "Der Lärm der Zeit" denke ich jedes Mal, wenn ich es in einer Buchhandlung stehen sehe, dass ich das Buch schon habe. Habe ich aber gar nicht. Jetzt schon. Hoffentlich werde ich mich beim nächsten Mal daran erinnern ...

GRM von Sibylle Berg. Das Internet hat sich zu diesem Buch überschlagen, plötzlich war es überall ausverkauft und mit dem Hashtag #findyourGRM konnte man Sichtungen in Buchhandlungen festhalten. Eine Hugendubel-Filiale in München hatte anscheinend vorsorglich die Bücher gebunkert, weswegen ich dem Gruppenzwang erlegen bin. Außerdem ist Sibylle Berg eh ein ganz großartiger Mensch, ne. (Und mal so nebenbei: Warum ist das Buch so schwer? So dick ist es jetzt auch wieder nicht, aber mein Arm fühlt sich etwas überfordert, wenn ich es aus dem Regal nehme)

Love. Her. Wild. von Atticus. Ich bin nicht unbedingt der Lyrik-Leser (dazu hatten wir ja erst letztens einen Beitrag zum Welttag der Poesie), aber diesen Gedichtband habe ich nun bei Instagram gewonnen (mit meiner großartigen Ergänzung des Gedichts "Poesie ist für mich, im Dunkeln zu tappen auf der Suche nach Worten für das Gefühl ..." mit "von Brausestäbchen auf der Zunge" – merkt euch meinen Namen, wenn ich bald einen Lyrik-Preis nach dem anderen abräume!). So richtig versteh ich den Hype um Atticus nicht, aber gucken kann man ja mal.

Herkunft von Saša Stanišić. Wer immer noch kein Buch von Saša Stanišić gelesen hat, der klickt jetzt direkt auf diesen Link, liest die Rezension zu "Herkunft" und kauft im Anschluss das Buch. Herzlichen Dank. 

Nicht im Bild (weil nachhaltig an weitere Leser*innen weitergegeben):

Umweltliebe von Jennifer Sieglar. Das Buch ist  umweltfreundlich gedruckt und wohl auch biologisch abbaubar (hab ich nicht getestet, ne!), was ich bei dem Thema für eine gute Entscheidung halte. Inhaltlich hab ich ein paar Anregungen mitnehmen können, es war mir aber insgesamt fast etwas zu "einfach" geschrieben. Gurken ohne Plastikfolie kaufen, Kinder! Ich kauf einfach gar keine Gurken, weil mir die nicht schmecken.

Montag, 6. Mai 2019

Fotobreze - April 2019


// Hochkultur in der Bayerischen Staatsoper: In diesem Fall "Spartacus" als Ballett // Meine Beobachtung: Menschen gehen ins Ballett, um dann sehr viele Fotos von sich selbst in den Erfrischungsräumen zu machen. Wir passen uns diesem Trend mal an // Frau Passmann bei einer Lesung zu "Alte weiße Männer" gesehen und mein Fangirl-Herz ist hocherfreut // Noch mehr Kultur! Im Museum Brandhorst kann man Bilder von Alex Katz bewundern. Schon schön // Mein April-Highlight: Ich habe einen Corgi gesehen. Einen Corgi, Kinder. Einen echten Corgi in München! // Food Content: Linsen-Bolognese. Kann man mal machen // Food Content: Sehr viele Brotaufstriche für das letzte Buchclub-Treffen // Guter Kaffee und Norwegen-Häuschen // Ich war wieder mal beim Flohmarkt auf der Theresienwiese und ... // ... habe einen kleinen Dackel gekauft. Kitschig, niedlich, notwendig! // Neue Freizeitbeschäftigung: Aquarellmalerei. Üben, üben, üben. // Und dann hab ich mir noch einen Bioabfall-Eimer besorgt. Auch schön //