Sonntag, 7. Oktober 2018

Neu im Bücherregal - Die September-Bücher 2018.

Der Stapel der neu eingezogenen Bücher im September könnte eigentlich noch viel höher sein, denn vergangene Woche fand der Bücherflohmarkt an der Isar statt. Doch obwohl ich mit viel Begeisterung nach Büchern gesucht habe, war die Ausbeute in diesem Jahr relativ gering. In Zahlen: Ein Buch habe ich gekauft. Und weil das so traurig war, musste ich danach direkt in verschiedene Buchhandlungen rennen, um mir zum Ausgleich dort Bücher zu kaufen. Sehr logisch, ne? Und so kamen vierzehn Bücher zusammen. Was bedeutet, dass ich durchschnittlich jeden zweiten Tag im September ein Buch erworben habe. Wenn ich jetzt noch an jedem zweiten Tag ein Buch fertig lesen würde, dann wäre das doch auch ganz nett.


I know why the caged bird sings von Maya Angelou. Vor kurzem ist bei Suhrkamp eine deutsche Übersetzung des Buches erschienen. Mit meinem ständigen Vorsatz mehr englische Bücher zu lesen, wanderte nun also eben jene Ausgabe in das heimische Regal. Und weil ich mir erhoffe, dass die Geschichte ähnlich ist wie "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith oder "Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson, wird "I know why the caged bird sings" wohl vermutlich schnell angelesen werden.

Der Koloss von Sylvia Plath. An dieser Stelle stellt sich der geneigte Leser bitte eine freudige herumspringende Marina vor. Denn diese wunderschöne Letterpress-Ausgabe habe ich preisreduziert erwerben können. Schockierenderweise stand ich aber auch kurz im Buchladen und wollte das "Der Koloss" nicht kaufen, weil ich doch nicht immer Bücher kaufen soll. Glücklicherweise hat diese vernünftige Seite viel zu leise gesprochen und nun erfreue ich mich gar sehr an diesem Gedichtband.

Girlsplaining von Katja Klengel. Vor ein paar Tagen bereits besprochen, deswegen wiederhole ich mich gerne an dieser Stelle noch einmal: Sehr schöner Comic über den alltäglichen Alltag einer alltäglichen Frau. 

Story von Bobette Buster. Eine Zusendung aus dem Hoffmann und Campe Verlag. Bisher habe ich nur einen kurzen Blick reingeworfen, der mir verraten hat, dass es diese Bücher zu verschiedenen Themen gibt wie Imkern, Einmachen, Anpflanzen und Design. 

Ich gegen Osborne von Joey Goebel. Weil mein Kopf anscheinend Buchempfehlungen von Freunden besser abspeichert als ich (danke Ayla!), wurde dieses Buch mit der unbewussten Bemerkung, dass da doch irgendwas mit war, eingepackt. 

Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson. Mehr Klassiker! Insbesondere, wenn es sich um Klassiker aus dem Hanser Verlag handelt, denn diese Ausgaben sind schon arg schick. Irgendwann werde ich alle haben. Haben. Nicht gelesen haben, nur haben.

Sechs Koffer von Maxim Biller. Ich schwöre, ich wollte das Buch schon haben, als es noch gar nicht für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Dann habe ich mich nicht getraut es zu kaufen, weil es für den Deutschen Buchpreis nominiert ist und dann habe ich es gekauft, weil ich es wollte. Pah. Und nun habe ich es gelesen und für sehr gut befunden und ich drücke Herrn Biller heimlich die Daumen für den Gewinn, aber wahrscheinlich findet er das albern. Zu Recht.

Der Fall Ibrahim von Gaye Boralıoğlu. Hier nun also das einzige Buch, welches ich auf dem Bücherflohmarkt erworben habe. Unterstrichen mit den Worten der Verkäuferin, dass es sich hier um ein sehr experimentelles Buch handelt. Passt doch wunderbar, denn schließlich wollte ich es insbesondere deshalb haben, weil ich nach "Die Haltlosen" von Oğuz Atay unbedingt mehr türkische Literatur lesen wollte. 

Desintegriert euch! von Max Czollek. Nachdem ich nun schon offenbart habe, dass ich eine Schwäche für Letterpress-Ausgaben und Klassiker-Ausgaben habe, kann ich jetzt auch noch mitteilen, dass mir die Sachbücher von Hanser in letzter Zeit sehr gut gefallen. Treffen den richtigen Ton zu den richtigen Themen. I like. "Desintegriert euch!" wird also hoffentlich bald gelesen. Und hoffentlich gibt es auch bald eine Lesung des Autors in München.

Die letzten Tage des Patriarchats von Margarete Stokowski. Auf dieses Buch habe ich mich seit der Ankündigung gefreut. Deswegen passt es auch ganz wunderbar, dass ich es als Trostbuch kaufte, nachdem die Ausbeute auf dem Bücherflohmarkt so klein ausfiel. Mehr Stokowski für alle, bitte!

Hochdeutschland von Alexander Schimmelbusch. Schon länger fiel mir dieses Buch ins Auge und nachdem vor einer Weile Sophie Passmann bei Instagram das Buch auch in den Himmel gelobt hat, habe ich es am Frankfurter Hauptbahnhof erworben, als ich dort auf meinen Zug wartete. Und dann, dann war ich enttäuscht. Vielleicht bin ich auch einfach zu doof, um die Großartigkeit dieses Buches zu verstehen, aber ich war sehr schnell sehr gelangweilt davon. Deswegen steht das Buch jetzt auch im öffentlichen Bücherschrank bzw. steht es da schon nicht mehr, wer anders hat es schon mitgenommen. Und hat hoffentlich mehr Freude daran als ich.

Archipel von Inger-Maria Mahlke. Letztens saß ich in der Arbeit und dachte nach und mein Blick fiel auf "Archipel" im Bücherregal. Und plötzlich machte es Klick im Kopf. Wir haben "Archipel" im Bücherregal stehen! Also Buch geschnappt, Buch gelesen, Buch für gut befunden! Manchmal kann es so einfach sein. 

Mein italienischer Vater von Anika Landsteiner. Über diese Zusendung habe ich mich ganz besonders gefreut. Falls man es verpasst haben sollte: Ich mag dieses Buch. Sehr

Die Briefe der Manns herausgegeben von Kerstin Klein, Tilmann Lahme und Holger Pils. Im Januar dieses Jahres habe ich bereits "Die Manns - Geschichte einer Familie" erworben. Nun also die Briefe. Ich freu mich schon auf den sehr langen Herbst, an dem ich die beiden Bücher lesen werde. Irgendwann dann mal. 

Freitag, 5. Oktober 2018

Deutscher Buchpreis 2018 - Die Shortlist #dbp18


Vor knapp einem Monat wurde bereits die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 verkündet. Die Preisverleihung am 08.10.2018 rückt immer näher und deswegen nutze ich noch fix die Gelegenheit, meine bescheidene Meinung zu den nominierten Büchern abzugeben. Die diesjährige Longlist hielt so einige interessante Neuentdeckungen für mich bereit. Zwei der Bücher durften noch in mein Regal einziehen, eines  habe ich bereits gelesen, das andere sollte ich hoffentlich in den nächsten Tagen beenden. Und wie es der Zufall will, sind es beides Titel, die sich nun auch auf der Shortlist finden. Von meinen Favoriten haben es auch nur eben jene zwei Bücher auf die Shortlist geschafft. Umso gespannter bin ich nun, wie die finale Entscheidung der Jury aussehen wird.

Was sagt ihr zur Shortlist? Sind die richtigen Titel dort gelandet? Und wer gehört nun zu euren heißen Favoriten für den Preisträger? 

Nachtleuchten von María Cecilia Barbetta.
Die Platzierung hat mich etwas überrascht, weil ich "Nachtleuchten" und "Archipel" thematisch ähnlich finde und ich deswegen dachte, dass es nur einer der Titel auf die Shortlist schafft. Ich bleibe hier weiterhin skeptisch.

Sechs Koffer von Maxim Biller.
Ich konnte nicht lange widerstehen und habe mir "Sechs Koffer" nun gekauft. Und bereits gelesen. Und für herausragend befunden. Herr Biller darf gerne gewinnen. 

Die Katze und der General von Nino Haratischwili.
Seit dem Dicke-Bücher-Camp überlege ich ja ständig, ob ich mir "Brilka" kaufen soll. Die Leseprobe von "Die Katze und der General" hat mich leider nicht so richtig angesprochen, ich will die Hoffnung aber noch nicht aufgeben. Außerdem gehört die Frankfurter Verlagsanstalt zu meinen Lieblingsverlagen. Deswegen drücke ich heimlich die Daumen (verratet es nicht Herrn Biller!)

Archipel von Inger-Maria Mahlke.
Das zweite Buch, welches ich mir nach der Longlist-Verkündung besorgt habe. Ich bin noch nicht ganz fertig damit, aber schon sehr begeistert vom Schreibstil. Und die Rückwärtserzählung gibt der Geschichte ihren ganz eigenen Spannungsbogen. I like!

Gott der Barbaren von Stephan Thome.
Die Leseprobe hat mich erstaunlicherweise sehr angesprochen, ich bin mir aber immer noch nicht ganz sicher, ob das auch für das ganze Buch gilt.

Der Vogelgott von Susanne Röckel.
Herzlich willkommen zu "Marina kennt das Alphabet nicht". Ja, R kommt eigentlich vor T. Drücken wir mal beide Augen zu. Vielleicht lässt sich dann auch erkennen, ob der Vogelgott doch was kann. Die Leseprobe hat mich nicht angesprochen. 

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Vier Bücher für ... Feminismus Level 2.

Der erste Beitrag dieser (hoffentlich stetig wachsenden Reihe) ist nun ein Jahr her. Im Feminismus Level 1 haben wir Grundlagen geschaffen und uns beispielsweise mithilfe von dystopischen Gesellschaftskonstrukten vorgestellt, wie das Leben von Frauen aussehen könnte, wenn wir die Gleichberechtigung unter den Teppich kehren.

Nun steigen wir eine Stufe nach oben und widmen uns in Level 2 verschiedenen Ausprägungen von feministischen Gedanken. Ob als Comic oder Textsammlung – jedes der Bücher eröffnet der geneigten Leserin neue Eindrücke und Einblicke. Jedenfalls hoffe ich das sehr. Und wie bereits im Level 1 freue ich mich sehr über weitere Buchtipps, denn zum Thema Feminismus kann man nie genug lesen.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Fotobreze - September 2018


// Monika wohnt jetzt hier. Damit sollte ich demnächst das Hipster-Pflanzen-Bingo durchgespielt haben //  Frank Berzbach referierte hier im Schaufenster aus seinem Buch "Die Form der Schönheit". Sehr schön, fürwahr // Lasst mal lieber alle die Handys stecken, Sofortbildkameras sind eh viel besser // Wenn man sich selbst einen Blumenstrauß in die Arbeit schicken lässt, hat man nicht nur selbst Freude daran, sondern auch die Kollegen. Alte Bauernregel! // Meine Güte, München! Du strengst dich aber in letzter Zeit ganz besonders an // Hier ebenso. Eigentlich sollte auf diesem Platz ein Foto vom Bücherflohmarkt an der Isar sein, aber irgendwie war die Isar dann schöner // Vor Lesungen sollte man essen. In diesem Fall wurde vor der Lesung von Anika Landsteiner im Manouche eine libanesische Pizza schnabuliert // Empfehlung: Flauschige Cardigans, die man tragen kann, wenn man kurz beim Bücherschrank vorbeiguckt // Jaja, München. Ich habs verstanden. Du kannst auch ganz schön sein // Und Hirsche! Ich habe Hirsche gesehen! Im Hirschgarten! Verrückt // Heute werden die Empfehlungen nur so rausgehauen: Two in One – Blumen UND Kaffee! // Die abschließenden Worte: Hach, München //

Montag, 17. September 2018

Mein italienischer Vater von Anika Landsteiner.


Originalausgabe - Erschienen bei Diana - September2018 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar

Ohne groß nachzudenken, bricht Laura auf nach Süditalien. Ihre Mutter ist gerade gestorben, ihre große Liebe zerbrochen. Jetzt will sie zu ihrem Vater, irgendwo muss es doch auf dieser Welt einen Ankerpunkt geben. Vor Jahren hat sie ihn zum letzten Mal gesehen, und mit ihrer Ankunft bringt sie alles durcheinander: Emilio sitzt im Rollstuhl, an seiner Seite Gianna, die ihn schon immer geliebt hat. Das Auftauchen der Tochter könnte ihr Glück zerstören. Schon bald nach ihrer Ankunft in der fremden Heimat stellt Laure fest, dass sie die ganze Wahrheit über ihre deutsch-italienische Familie noch lange nicht kennt.

Bereits mit ihrem ersten Buch „Gehen, um zu bleiben“ hat Anika Landsteiner gezeigt, dass sie vor allem eines ist – eine Reisende. Ganz im Gegensatz zu mir, die Reisen am liebsten von der heimischen Couch macht, zieht es Anika raus in die Welt. Indien, Kalifornien, Kolumbien und noch viele andere Länder hat Anika bereits bereist. Nun steht Italien im Mittelpunkt ihres ersten Romanes „Mein italienischer Vater“.