Freitag, 10. August 2018

Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst von Jaron Lanier.


Originaltitel: Ten Arguments For Deleting Your Social Media Accounts Right Now - Aus dem amerikanischen Englisch von Martin Bayer und Karsten Petersen - Erschienen bei Hoffmann und Campe - 2018

Jaron Lanier, Tech-Guru und Vordenker des Internets, liefert zehn bestechende Gründe, warum wir mit Social Media Schluss machen müssen. Facebook, Google & Co. überwachen uns, manipulieren unser Verhalten, machen Politik unmöglich und uns zu ekligen, rechthaberischen Menschen. Social Media ist ein allgegenwärtiger Käfig geworden, dem wir nicht entfliehen können. Lanier hat ein aufrüttelndes Buch geschrieben, das seine Erkenntnisse als Insider des Silicon Valleys wiedergibt und dazu anregt, das eigenen Verhalten in den sozialen Netzwerken zu überdenken. Wenn wir den Kampf mit dem Wahnsinn unserer Zeit nicht verlieren wollen, bleibt uns nur eine Möglichkeit: Löschen wir all unsere Accounts! Ein Buch, das jeder lesen muss, der sich im Netz bewegt!

Die Ironie, online über ein Buch zu sprechen, welches einen dazu auffordert, seine Social-Media-Accounts zu löschen, ist mir sehr bewusst und erheitert mich auch ehrlich gesagt sehr. Als ich zum ersten Mal das Buch in einer Instagram Story gezeigt habe, bekam ich auch einige aufgeregte Nachrichten, ob ich denn vorhabe, meinen Account zu löschen.

Deswegen vorab zur Beruhigung: Nein, ich werde nichts löschen. Weder meinen Twitteraccount, noch Instagram oder Facebook. Was aber nicht bedeuten soll, dass Jaron Laniers Plädoyer keinen Eindruck bei mir hinterlassen hat. 

Ganz im Gegenteil.

"Der Titel ist keine Lüge: in diesem Buch werden zehn Gründe präsentiert, alle deine Social-Media-Accounts sofort zu löschen. Ich hoffe, sie werden dich überzeugen. Aber selbst wenn du alle zehn Gründe richtig findest, wirst du vielleicht trotzdem ein paar deiner Accounts behalten wollen. Das ist deine eigene Entscheidung – als Katze." (Seite 9)

Jaron Lanier gehört zu den Größen des Internets – ohne selbst ein Teil davon zu sein. Den Entwicklungen aus dem Silicon Valley steht er kritisch gegenüber. So kritisch, dass er keine Social-Media-Accounts hat. Laut seiner Einschätzung haben alle Sozialen Netzwerke eine Gemeinsamkeit: BUMMER. BUMMER steht für "Behaviors of Users Modified, and Made into an Empire for Rent" (Verhaltensweisen von Nutzern, die verändert und zu einem Imperium gemacht wurden, das jedermann mieten kann - Seite 43). Soziale Netzwerke sind nicht von Grund auf schlecht. Sie basieren nur auf einem Modell, welches BUMMER fördert und so die schlechte Seite der Menschen zum Vorschein bringt.  

Besonders aufrüttelnd war für mich das Kapitel "Social Media macht dich zum Arschloch". Denn genau das tut es. Social Media zieht Arschloch-Verhalten an. Wie oft scrolle ich durch meinen Instagram-Feed und denke mir "Och, die schon wieder!", rolle innerlich mit den Augen über dieses und jenes und fühle mich dabei nicht mal schlecht. Ich urteile über Menschen, die ich gar nicht kenne. Nun schreibe ich nicht unbedingt fiese Kommentare unter Bilder (jedenfalls hoffe ich das), aber wie schnell man selbst zum Arschloch durch Soziale Netzwerke werden kann, ist erschreckend. Die vermeintliche Anonymität lädt uns ein, unsere fiesen Charakterzüge auszuleben. Tut doch niemandem weh. 

Doch. Tut es. Auf der einen Seite unserem Gegenüber, der unsere Kritik ungefragt einstecken muss. Und auf der anderen Seite uns selbst, indem wir uns dieses negative Verhalten angewöhnen und uns davon runterziehen lassen. 

Was mir an "Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst" besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Jaron Lanier niemals hektisch mit dem moralischen Zeigefinger wedelt, sondern sehr anschaulich die wunden Punkte der Sozialen Netzwerke benennt, die einem ansonsten eher schwammig präsentiert werden. Und auch wenn er keine direkte Lösung parat hat, gibt er doch Denkanstöße für zukünftige Geschäftsmodelle, die Soziale Medien nutzen könnten, um sich von der Manipulation von Verhaltensweisen ihrer Nutzer zu entfernen. Nutzungsgebühren und Entlohnung für Content sind hier zwei interessante Stichpunkte. 

Wenn ich also auch nicht direkt meine Social-Media-Accounts nach der Lektüre von Jaron Laniers Buch lösche, so hat es mir doch wenigstens den Spiegel vorgehalten und ich hoffe, ich kann an meinem Nutzungsverhalten arbeiten, damit ich mich weniger schlecht fühle, wenn ich durch die Sozialen Netzwerke spaziere. 

Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon mal eure Nutzung von Sozialen Netzwerken überdacht? Oder direkt einen Account gelöscht? 

Sonntag, 5. August 2018

Neu im Bücherregal - Die Juli-Bücher 2018.

Keine Ausrede von wegen Geburtstagsgeschenke. Keine Ausrede von wegen notwendiger Buchhandelsbesuche. Dafür erfreue ich mich viel zu sehr an den zehn neuen Büchern in meinem Bücherregal. Was mir dabei aufgefallen ist: Ich mag es total, wenn sich die Bücher im Regal verschieben. Wenn ein Buch einen neuen Nachbarn bekommt und sich dadurch das ganze Bild des Regals ändert. Mein Bücherregal ist quasi ein lebender Organismus. Ein dekoratives Element mit Eigenleben. Die Vorstellung gefällt mir gerade gar sehr. 


Die schöne Frau Seidenmann von Andrzej Szczypiorski. Der örtliche Bücherschrank ist eine Lotterie. Mal steht nur Unsinn drin, mal die großartigsten Entdeckungen. In diesem Fall wurde mir "Die schöne Frau Seidenmann" von Herrn Gatsby mitgebracht, weil er der Meinung war, dass mir irgendjemand dieses Buch empfohlen hat. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, bin aber doch positiv angetan vom Klappentext.

Wo die Welt anfängt von Truman Capote. Wenn ich schon nicht die Gesamtausgabe von Truman Capote besitze, stückle ich mir das ganze nun eben selbst zusammen. Denn man kann nie genug von Capote haben. 

Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst von Jaron Lanier. Dieses Buch durfte mich in den letzten Tagen als S-Bahn-Lektüre begleiten. Fast jede zweite hat ein Eselsohr (ja!), um interessante Gedankengänge zu markieren. Jaron Lanier klärt auf ohne mit dem moralischen Zeigefinger zu wedeln. Und nein. Ich werde meine Social Media Accounts nicht löschen. Aber noch etwas ausführlicher über dieses Buch schreiben.

Die Ziege auf dem Mond von Stefan Beuse und Sophie Greve. Eine überraschende Zusendung von Karla Paul, die mich sehr erfreut hat. Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Ziege dem kleinen Prinzen Konkurrenz machen soll. Ich habe den kleinen Prinzen nie gelesen, weil ich schon beim Gedanken daran Schüttelfrost bekomme, aber hey. Eine Ziege! Das spricht mich schon sehr viel mehr an!

Nonna von Thomas de Padova. Wer gut aufgepasst hat, kann sich an meinen Beitrag für einen literarischen Urlaub erinnern, in welchem ich dieses Buch erwähnt habe. Nun liegt es endlich bei mir, nachdem ich an einem Samstag plötzlich dieses dringende Bedürfnis hatte, das Buch SOFORT zu kaufen. Rein in die U-Bahn, rein in den Buchladen, Buch geschnappt, Buch bezahlt, raus aus dem Buchladen, zurück in die U-Bahn. So kann es gehen.

Lincoln im Bardo von George Saunders. Frau Hemingway, Das Literarische Quartett, Fuxbooks –  So viele Erwähnungen dieses Buches. Und ein Blick ins Buch in der Buchhandlung sorgte für den letzten Tropfen im berühmten überlaufenden Fass. Was für ein Buch. Ob ich mit der Stimmenvielfalt klar komme, wird sich noch zeigen, aber ich freu mich schon sehr. Bücher, die einen fordern, braucht es viel öfter.

Wiedersehen in Howards End von Edward M. Forster. Wieder so ein Buchschrankmitnehmebuch. Nachdem ich die Die Forsyte-Saga nun zwei Jahre ungelesen im Regal stehen hatte und sie vor kurzem wieder aussortiert habe, darf nun die nächste englische Familiensaga einen Platz im Regal besetzen. 

Als die Kirche den Fluss überquerte von Didi Drobna. Noch eine überraschende Zusendung, dieses Mal vom Piper Verlag. Inklusive Taschentücher, was mir etwas Sorge bereitet. Ich heul doch eh ständig bei Büchern. Aber wie großartig ist bitte dieser Titel? Beim Inhalt muss ich direkt an Tolstoi und "Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich." denken. 

Das weibliche Prinzip von Meg Wolitzer. Ein Dank geht an Alex von Bücherkaffee für dieses Buch, welches ich bei ihr bei Instagram gewonnen habe. Bunt. Feministisch. Yay! Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch.

Warren der 13. und das Magische Auge von Tania del Rio und Will Staehle. Dieses Buch ey! Darf ich kurz erwähnen, wie amüsant ich es finde, dass es 13,13 Euro kostet? Die Illustrationen sind famos und Warren ist ein Zuckerstück. Deswegen ist Warren auch das derzeitige "Herr Gatsby liest vor"-Buch, auch wenn schon lange nicht mehr vorgelesen wurde. Das muss sich dringend ändern. 

Dienstag, 31. Juli 2018

Fotobreze - Juli 2018


// Das Filmfest in München lohnt sich schon deswegen sehr, weil man so sehr günstig in sehr fancy Kinos kann. In diesem Fall sahen wir "Hannah" im Gloria Filmpalast // Der Buchclub las "Unsagbare Dinge", ich sage, dass mir "Untenrum frei" etwas besser gefällt, weil sich Laurie Penny (verständlicherweise!) sehr auf den englischsprachigen Kulturbereich fokussiert // Warum kann man eigentlich nicht im Olympiasee schwimmen? // Ich habe Eukalyptus gekauft, ich Held! // Literaturhaus, meine Perle! Im Juli ging es zweimal diese Treppe hoch (und zweimal runter, ne). Einmal zur Hommage für Philip Roth (mit Jo Lendle und Denis Scheck!) und zur einmal zur Lesung von Katharina Adler aus "Ida". Letzteres möchte ich ganz bald mal lesen // Ebenso wie dieses Buch, welches mich aus den heiligen Piper-Hallen erreicht hat. Mit Taschentüchern. Gutes oder schlechtes Zeichen? // Das Dicke-Bücher-Camp läuft! Und wie! // Deswegen habe ich mich ganz besonders gefreut, dass ich am 15.07. bei 1Live Klubbing was darüber erzählen durfte. Radio-Breze! // Wenn man schon keine Zimtschnecken im Café findet (siehe nächstes Bild), dann backt man einfach  selbst Himbeer-Zimtschnecken // Eine weitere Episode von "Zimtschnecken in München und was wir stattdessen gegessen haben" // Biergarten-Zeit – Brezen-Zeit – Obazda-Zeit // Und im Nen waren wir auch noch essen. Sehr vorzüglich! //

Dieser Juli, ey. Mit dem Dicke-Bücher-Camp kamen Spiel, Spaß und viele Bücherseiten daher und werden mich und hoffentlich noch viele weitere Menschen noch den ganzen August begleiten! Nachdem wir im Buchclub "Unsagbare Dinge" abgeschlossen haben, lesen wir nun "Orlando". Daher auch der letzte gelesene Buch-Satz. "Orlando" darf gerade das S-Bahn-Buch sein, nachdem ich "4321" von Paul Auster weiterhin nur auf der heimischen Couch lesen kann. Weil Spontanität hier eher klein geschrieben wird, habe ich Konzertkarten für März 2019 gekauft. 2019! Wer weiß, was bis dahin noch passiert. Aber es ist Florence + the Machine. Da darf man das machen. 

Der letzte gelesene Buch-Satz:
"(Es war stets eine heitere Ruhe um ihn, die das Aussehen der Unschuld hatte, auch wenn das Wort, im eigentlichen Sinne, nicht länger anwendbar war.)"
aus "Orlando" von Virginia Woolf, Seite 20.

Nächsten Monat und so:
Es geht zu einem Workshop von bloomon rund um Blumen, Blumen, Blumen! I like! Und Ende August wird ein Quasi-Sommer-Urlaub in Wien eingelegt. Falls also noch jemand Hipster-Touristen-Tipps für mich hat – her damit! 

Sonntag, 15. Juli 2018

Vier Bücher für ... den literarischen Urlaub.

Mitte Juli, der Balkon lädt zum Sonnenbaden ein, das Freibad ruft, die Sommerferien stehen in Bayern vor der Türe und dann geht es mit Badehose und dem kleinen Schwesterlein Richtung Süden. Oder so ähnlich. Bisher habe ich keinen Strandurlaub geplant (ist wahrscheinlich auch besser so, den Sonnenbrand krieg ich auch in München wunderbar hin), stattdessen geht es Ende August nach Wien. Das ist in meiner geografischen Vorstellung auch irgendwie im Süden, passt also zum Urlaubsthema. Als Leserin muss ich aber gar nicht meine Siebensachen packen, sondern es reicht ein Griff ins Bücherregal, um fremde Länder zu betreten. 

Für die nun folgenden vier Bücher benötigt man glücklicherweise keinen gültigen Reisepass und auch kein vollgetanktes Auto und trotzdem kann man einen Ausflug nach Frankreich, Italien und Griechenland wagen:


Paris, ein Fest fürs Leben von Ernest Hemingways
Dieses Buch stellte sich als die perfekte Lektüre für den Paris-Aufenthalt heraus. Wenn Hemingway davon erzählt, wie er bei Shakespeare & Company Bücher ausleiht und man selbst in eben jener Buchhandlung lustwandet, dann ist das schon ein ganz besonderer Spaß. Und auch, wenn man nicht in Paris ist, reist man durch Hemingways Beschreibungen kopfmäßig direkt an die Stadt an der Seine.
Originaltitel: A Moveable Feast - Aus dem Englischen von Werner Schmitz - Erschienen im Rowohlt Verlag - April 2012
Blanca von Mercedes Lauenstein
Ende Mai las Mercedes Lauenstein aus "Blanca" und bei mir entwickelte sich direkt eine Sehnsucht nach Italien, die in den letzten Jahren verschwunden war. Als Kind war ich mit meiner Familie gefühlt jedes Jahr an der Adriaküste, irgendwann hat man mal genug. Doch mit "Blanca" möchte ich mich direkt ins Auto setzen und über den Brenner Richtung Süden fahren. Das Buch wird wohl auf jeden Fall in den nächsten Wochen noch bei mir einziehen müssen, um wenigstens ein bisschen Italien im Sommer abzubekommen.
Originalausgabe - Erschienen im Aufbau Verlag - Mai 2018
Töchter von Lucy Fricke
Wenn ihr im Sommer nur ein einziges Buch lesen möchtet (warum auch immer), dann lest um Himmels Willen "Töchter"! Lucy Fricke erzählt von einem absurden Road-Trip, der so herrlich amüsant und so tieftraurig ist, dass man zwischen Lachen und Weinen eine Wärme im Herzen spürt, die diese Geschichte so außergewöhnlich macht.
Originalausgabe - Erschienen im Rowohlt Verlag - Februar 2018
Nonna von Thomas de Padova
Schon seit einigen Wochen schleiche ich um dieses Buch herum und wahrscheinlich werde ich dem Kaufdrang demnächst nachgeben. Wie auch bei "Blanca" erzählt dieses Buch von Italien, von einem alten Italien ohne Tourismuskitsch, dafür mit einer Familiengeschichte, die so alltäglich scheint und doch besonders ist.
Originalausgabe - Erschienen im Hanser Verlag - Januar 2018

Samstag, 7. Juli 2018

Neu im Bücherregal - Die Juni-Bücher 2018.

15 neue Bücher. Das ist ungefähr ein Regalbrett in einem der schmalen Billy-Regale. Keine guten Voraussetzungen, wenn man sich die eh schon sehr vollen Bücherregale im Wohnzimmer ansieht. Doch im Geburtstagsmonat darf man auch mal etwas auf den Putz hauen. Finde ich. Und vielleicht lenkt mich das Dicke-Bücher-Camp im Juli und August so sehr ab, dass ich gar nicht dazukomme, neue Bücher zu besorgen. 


Statusmeldungen von Stefanie Sargnagel. Da läuft man beim Bücherflohmarkt an der Isar herum, entdeckt ein Buch, traut sich nicht, nach dem Preis zu fragen, weil es sicherlich teuer sein wird und dann sagt der Verkäufer ganz hinreißend: "Die Sargnagel, die ist ja gerade total angesagt!" und plötzlich habe ich das Buch für 2 Euro erworben. 

Deutsches Theater von Benjamin von Stuckrad-Barre.
Auch Deutsche unter den Opfern von Benjamin von Stuckrad-Barre. Beides weitere Bücherflohmarkt-Funde, beide am selben Stand, beide für insgesamt 3 Euro erbeutet. Denn Stuckrad-Barre geht immer. Wieder. 

Factfulness von Hans Rosling. Ich weiß nicht mehr, wo mir dieses Buch zum ersten Mal begegnet ist. Nun liegt es hier, ich habe ein wenig Angst vor englischen Sachbüchern, möchte es aber unbedingt lesen. "Factfulness" erklärt, was Fakten sind, warum unser Gehirn dazu  neigt, ihnen zu misstrauen und warum die Welt eigentlich gar nicht so schlecht ist, wie wir annehmen. 

Call me Zebra von Azareen van der Vliet Oloomi. In Paris bei Shakespeare and Company entdeckt, aber aufgrund des exorbitant hohen Buchpreises nicht direkt gekauft. Man kann ja auch auf die deutsche Ausgabe warten. Oder auch nicht. Wenn einem plötzlich beim nächtlichen Durchscrollen des Facebook-Feeds eine Werbeanzeige von Thalia ausgespielt wird, die mit 18% auf englischsprachige Bücher wirbt, dann wird plötzlich der Kopf ausgeschalten. Daher kommen auch die beiden anderen englischsprachigen Bücher in dieser Liste.  

I was born for this von Alice Oseman. Alice Oseman himmle ich normalerweise heimlich bei Instagram an. Nach "Solitaire" und "Radio Silence" durfte nun auch ihr drittes Buch bei mir einziehen. An dieser Stelle möchte ich kurz auf ihren fantastischen Web-Comic "Heartstopper" aufmerksam machen. Lest den mal! Er ist herzerwärmend großartig! 

Jude Fawley, der Unbekannte von Thomas Hardy. Ach, Thomas Hardy und ich. Ich liebe "Am grünen Rand der Welt", obwohl ich es immer noch nicht beendet habe. Umso besser, dass Herr Gatsby mich mit weiteren Büchern des Autors versorgt. "Jude Fawley, der Unbekannte" klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend. Und die wunderschönen Hanser-Klassiker-Ausgaben sind eh ein Goldstückchen! 

Der letzte Mohikaner von James Fenimore Cooper. Ich wiederhole den letzten Satz des vorherigen Absatzes, denn die Hanser-Klassiker-Ausgaben bleiben großartig. Und auch hier handelt es sich um ein Geschenk von Herrn Gatsby. "Der letzte Mohikaner" hatte ich bisher so gar nicht auf dem Schirm, aber wenn das sogar Goethe gut fand (wie verrückt ist das bitte, dass das Buch so alt ist, dass er das sogar gelesen hat), muss es ja gut sein. 

Süden und Westen von Joan Didion. Ein weiteres Geburtstagsgeschenk von Herrn Gatsby. Ein literarischer Roadtrip durch den Süden der USA, auf den ich mich schon sehr freue. 

Kaffeehaus München - Röstereien, Cafés und schöne Plätze von Petra Kratzert. Ein brüderliches Geburtstagsgeschenk. Es lohnt sich immer gute Cafés in München zu entdecken und den ein oder anderen Einmerker habe ich mir schon gesetzt. Kaffeehäuser, ich komme! 

Fiesta von Ernest Hemingway. Mit "Paris, ein Fest fürs Leben" hat Hemingway genau die richtigen Tasten bei mir gedrückt. Jetzt werde ich wohl die nächste Zeit als Hemingway-Fangirl durch die Welt laufen und dies hier ist das erste Ergebnis der Obsession. 

Zärtlich ist die Nacht von F. Scott Fitzgerald. Fitzgerald! Dieses Buch habe ich bereits gelesen, im Bücherschrank stand dann aber die Ausgabe der Büchergilde herum und so ergab sich ein sehr erfreulicher Tausch, denn der Leinenumschlag ist schon wirklich sehr schick. 

Coco Chanel von Edmonde Charles-Roux. Ein Bücherschrank-Fund. Und Coco Chanel geht eh immer. Da aber mehrere Biografien von verschiedenen Menschen in meinem Bücherregal ein trauriges Warte-Dasein führen, müsste ich mich vielleicht einmal explizit nur diesen Büchern widmen. Im Herbst dann! 

Früher Erfolg von F. Scott Fitzgerald. Manchmal frag ich mich ja wirklich, wo Herr Gatsby nur immer die ganzen Bücher für mich findet. Nachdem Hemingway so herrlich über ihn in "Paris, Ein Fest fürs Leben" erzählt hat, ist es an der Zeit, mal wieder Fitzgerald zu lesen. 

Die Geschichte eines neuen Namens von Elena Ferrante. Seit einiger Zeit lese ich den ersten Band, um dem Geheimnis des Ferrante-Fevers auf die Spur zu kommen. So richtig gepackt hat es mich noch nicht, aber trotzdem hat die Geschichte etwas, was mich neugierig macht. Deswegen hat es mich umso mehr gefreut, als ich den zweiten Band der Reihe im Tauschregal in der Arbeit gefunden habe.