Samstag, 21. Mai 2022

»Am Rande der Glückseligkeit. Über den Strand« von Bettina Baltschev

Originalausgabe - Erschienen im Berenberg Verlag - 2021 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar im Rahmen des Deutschen Sachbuchpreis!

»So weit das Auge reicht«. An einem Nordseestrand – auf Schiermonnikoog vielleicht – muss die Redewendung entstanden sein, so weiß, weit und leer liegt er da, ein magisches, manchmal unheimliches Niemandsland, wo Land und Meer ineinander übergehen. Hier beginnt Bettina Baltschev ihre Reise zu den Stränden Europas, an die Ränder unseres Kontinents. Von acht Stränden in acht Ländern aus unternimmt sie Exkursionen in die Gegenwart und die Geschichte eines Sehnsuchtsortes, der manchen letzte Zuflucht ist. Sie macht Ausflüge zu Literatinnen und Künstlern, die sich vom seltsamen Zauber des Strandes haben inspirieren lassen, beobachtet die immer neuen Landschaften und die Menschen darin und erzählt mal heiter, mal bewegend, immer leicht und elegant von wahren und fiktiven, glücklichen und tragischen Schicksalen am Strand. Am Rande unserer Welt.

Der Deutsche Sachbuchpreis möchte Sachbücher auszeichnen, »die Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung geben«. Die diesjährige Nominiertenliste zeigt dabei eine erstaunliche Bandbreite an Themen, von Geschichte und Grenzen über Nazis und Kolonialismus bis hin zu Tieren und Osteuropa. Ich freue mich sehr, dass ich als eine von acht Sachbuchpreisblogger*innen ein Buch zugelost bekommen habe, das mein Meer-Herz höher schlagen lässt: »Am Rande der Glückseligkeit. Über den Strand« von Bettina Baltschev, erschienen im Berenberg Verlag.

Sonntag, 1. Mai 2022

Lesezeit im April 2022

Obwohl im April zehn gelesene Bücher zusammengekommen sind, hatte ich diesen Monat häufig das Gefühl einer Leseflaute. Während des langen Osterwochenendes habe ich zwar sechs (kurze) Bücher gelesen, doch unter der Woche liegt der Seitenzähler gemütlich bei 0 herum. Stattdessen bestelle ich neue Bücher für ein eh schon übervolles Bücherregal und kümmere mich um meine Zimmerpflanzen, die den Start des Frühlings für einen explosionsartigen Wachstumsschub genutzt haben. Vielleicht klappt das mit dem Lesen im Mai wieder besser. Schließlich habe ich heute schon ein (sehr gutes!) Buch beendet. Aber heute ist ja auch Sonntag.

Samstag, 23. April 2022

5 gute Gründe für einen Buchclub

Hurra, es ist Welttag des Buches. Oder wie ich es nenne: Samstag. Denn Bücher feiere ich meistens eh an 365 Tagen im Jahr. Plus minus 1. Trotzdem freut es mich sehr, wenn an diesem Feiertag Bücher ihren großen Auftritt haben und vielleicht auch neue Leser*innen begeistern. Wie großartig das gemeinsame Lesen ist, zeigt unser Buchclub nun schon seit knapp fünf Jahren. Seit Oktober 2017 lesen die Schnitzelbooks-Mitglieder fleißig die unterschiedlichsten Bücher und diskutieren darüber. Im vergangenen Jahr häufig online, seit ein paar Terminen aber auch wieder in echt bei Schnitzel, Kässpatzen und Weißweinschorle. Die Liste der bisher gelesenen Bücher ist lang und vielfältig (in den letzten Beiträgen zum Welttag des Buches 2019 und 2020 erhaltet ihr einen Überblick). Zuletzt haben wir diese Bücher gelesen:

Sonntag, 3. April 2022

Lesezeit im März 2022

Eine wichtige Regel, die ich in meinem Arbeitsleben gelernt habe: Schreibe nie übers Wetter. Aber ich möchte trotzdem an dieser Stelle den plötzlich einsetzenden Schneefall kritisieren, weil ich schließlich im März schon mein erstes Waffeleis der Saison gegessen habe und draußen auf dem Balkon in der Sonne saß. Jetzt hingegen musste ich die Heizung wieder anstellen und einen dicken Pulli anziehen, das macht doch wirklich keinen Spaß. Der einzige positive Punkt: Jedes Wetter ist Lesewetter und deswegen setze ich mich nun auf die Couch und lese. Falls ihr das auch machen möchtet, kann ich diese im März gelesenen Bücher (teilweise) empfehlen: 


Montag, 28. März 2022

Die Oscar-Nacht 2022 auf einem Blatt.

Als mich mein Wecker um 1:30 Uhr aus dem Schlaf gerissen hat, habe ich kurz überlegt, ob ich es doch sein lasse. Möchte ich jetzt wirklich die Oscar-Verleihung angucken und dafür den erholsamen Schlaf sausen lassen? Aber mit Traditionen ist so schlecht zu brechen, also habe ich mir eine Cola geschnappt und mich mit Herrn Gatsby vor den Fernseher gesetzt.

Wäre ich mal lieber im Bett geblieben.

Schon vor der eigentlichen Verleihung war ich hart genervt, weil die Academy aus »Zeitgründen« acht der 23 Kategorien aus der Show genommen (oder auch nicht, aber dazu gleich) und die Preisträger*innen einfach schon vorab bei Twitter bekannt gegeben hat. 

Statt eines Eröffnungsmonologs der drei Hosts Regina Hall, Amy Schumer and Wanda Sykes (von denen ich nicht viel erwartet habe, die mich aber sehr positiv überrascht haben, insbesondere Amy Schumer fand ich richtig gut) kam direkt ein Auftritt von Beyoncé vom Tennisplatz im farblich passenden tennisballgelben Outfit. Und danach ging es nur noch steil nach unten in der Unterhaltungskurve. Die gestrichenen Kategorien wurden dann doch irgendwie in die Verleihung gezwängt, stark gekürzt und mit sehr wenig Interesse an den Preisträger*innen. Stattdessen zeigte man viel zu viele viel zu willkürliche Jubiläen wie 60 Jahre »James Bond«, 50 Jahre »Der Pate« oder 28 Jahre »Pulp Fiction« (???). Eine lieblose Version von »We don't talk about Bruno« wird heruntergesungen (aber ich freue mich trotzdem sehr, dass »Encanto« in der Kategorie Best Animated Feature gewonnen hat), mit »Army of the Dead« gewinnt ein Zombiefilm die etwas absonderliche Kategorie Fan-Liebling, über die bei Twitter abgestimmt werden durfte. Und dann verpasst Will Smith Chris Rock eine Ohrfeige auf der Bühne nach einer geschmacklosen Beleidigung gegen seiner Frau Jada Pinkett Smith. 

Wow. 

40 Minuten überzogen wurde dann trotzdem. So viel zur Straffung des Programms.