Posts mit dem Label Buchfreuden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Buchfreuden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Meine 10 Leseperlen 2025

So schnell wird aus der Ausnahme vom letzten Jahr eine neue Regel. Denn auch 2025 konnte ich die gelesenen Bücher nur sehr schwer auf fünf Lieblingsbücher runterbrechen. Deswegen sind es wieder zehn Bücher geworden, die ich hier zum Jahresende noch einmal auflisten möchte. Dabei habe ich in diesem Jahr wieder viel weniger gelesen als in den vergangenen Jahren, was mich wirklich arg ärgert. 58 Bücher waren es insgesamt. Mir geht es dabei weniger um den Vergleich mit anderen Personen, sondern mit mir selber. Ich weiß, dass ich mehr lesen könnte, wenn ich öfter das Handy zur Seite legen würde.

Aber ich hab auch viele andere schöne Dinge gemacht: Ich habe mehrere Schals gestrickt, ich versuche mich weiter an sowas ähnlichem wie einer Laufroutine, ich war 41x im Kino (Lieblingsfilme unter anderem »The Brutalist«, »Die my love«, »In die Sonne schauen« und »Sentimental Value«), ich habe mit Tina zwei Buchtauschpartys veranstaltet, war in Berlin für eine Buch-Moderation, auf der Leipziger und Frankfurter Buchmesse, zweimal in Halle zu Besuch, habe mir in Hamburg ein neues Tattoo stechen lassen, war bei Lesungen, im Theater, beim Bayerischen Buchpreis, bei einem Live-Podcast von den Drinnies und bei Timur, habe mit Kolleginnen einen Silent Reading-Abend im Verlag organisiert und - mit großem Ausrufezeichen - war zehn Tage lang in New York, baby! Bei all den doofen, anstrengenden, traurigen, tränenreichen Stunden, die 2025 bereitgehalten hat, war dieser Urlaub die allerschönste Zeit.

Deswegen muss ich mir selber an dieser Stelle nochmal sagen, dass 58 gelesene Bücher voll in Ordnung sind. Zehn dieser Bücher liegen mir ganz besonders am Herzen, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Mehr zu den einzelnen Büchern findet ihr in den entsprechenden »Lesezeit«-Beiträgen. 

Sonntag, 14. September 2025

Deutscher Buchpreis 2025 - Die Longlist #dbp25

Wir befinden uns mitten in der großen Literaturpreissaison. Deutscher Buchpreis. Bayerischer Buchpreis. Österreichischer Buchpreis. Schweizer Buchpreis. aspekte-Literaturpreis. Und so weiter und so fort. Zum Deutschen Buchpreis gehört eine meiner liebsten Traditionen, nämlich die Beurteilung der Leseproben der zwanzig nominierten Titel. Und nachdem die Longlist für den Deutschen Buchpreis bereits seit dem 19. August bekannt ist und am 16. September die Shortlist veröffentlicht wird, nutze ich nun die Gelegenheit, um noch meine sehr persönliche Sicht auf die nominierten Titel mit euch zu teilen. 

Wie gewohnt gibt es zu jedem Titel eine kurze Zusammenfassung, einen schönen Satz und eine ausgefeilte Smiley-Weiterlesen-Skala. Außerdem ergänze ich wieder ein passendes gif (und ich bin so sehr ein Millennial, dass ich das auch nur mit Simpsons-gifs machen könnte, danke der Nachfrage!)

Und damit wünsche ich viel Spaß bei ...

Nordbrezens Deutscher-Buchpreis-Longlist-Leseproben-Lese-Erfahrung


»Lebensversicherung« von Kathrin Bach. Erschienen bei Voland & Quist.
Inventur eines Dorfes.
»Meine Eltern verkaufen Versicherungen. Für alles, was passieren kann. Ich schreibe. Über das, was passiert ist.«
Weiterlesen? 🙂


»Buch der Gesichter« von Marko Dinić. Erschienen bei Paul Zsolnay.
Kein Wunder, dass es »Dachshund« heißt.
»Was aber, fragte er sich, machte der Hund eines Aristokraten hier in der Einöde, in der es keine Leinwand gab, die das Geschehen einhegen konnte?«
Weiterlesen? 🙂


»Und Federn überall« von Nava Ebrahimi. Erschienen bei Luchterhand.
Dreimal Montag.
»Schon rollte die Wut in ihr aus, doch nein, halt, halt, halt, der Tag war erst wenige Sekunden alt, sie hatte die Welt nicht einmal richtig scharf gestellt, wollte sie diese Woche wirklich so beginnen?«
Weiterlesen? 🙂


»Die Holländerinnen« von Dorothee Elmiger. Erschienen bei Hanser.
Ziegenbabysitting.
»Langsam sei das Licht weicher und die Ebene irgendwie blauer geworden, und in diesem Moment habe sie sich vorgestellt, dies wäre ihr Hof, dies wäre ihr Land, das sie ganz allein bewirtschaften würde, und die Vorstellung einer solch enormen Unabhängigkeit habe in ihr eine Art nervöses Fieber, eine große Aufregung ausgelöst. 
Weiterlesen? 🙂


»Die Ausweichschule« von Kaleb Erdmann. Erschienen bei park x ullstein.
Tee trinken mit Nutria und Joachim Meyerhoff.
»Wenn man sich mit solchen vergrabenen Erinnerungen beschäftigt, dann ist ein Aufguss eine schöne Metapher.«
Weiterlesen? 🙂


»Schwebende Lasten« von Annett Gröschner. Erschienen bei C.H.Beck.
Mit dem Hund in die Tram und in Gedanken im Blumenladen.
»Die später, nachdem ihr Blumenladen im Knattergebirge genannten Armenviertel der Stadt längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen unter ihr hatte und die rechtzeitig starb, bevor sie die Welt nicht mehr verstand.«
Weiterlesen? 😐


»Russische Spezialitäten« von Dmitrij Kapitelman. Erschienen bei Hanser Berlin.
Russisch-ukrainischer Wetterbericht mit Schnee.
»Denn jeder weiß doch, dass Legenden nichts anderes als eine glückliche Familie vieler Erzählungen sind.«
Weiterlesen? 🙂


»Im Herzen der Katze« von Jina Khayyer. Erschienen bei Suhrkamp.
Die doppelte Jina.
»Ich schaue auf das Mädchen, das meinen Namen trug, und frage mich, warum ich in sechsundvierzig Jahren noch nie von jemandem gehört habe, der so heißt wie ich.«
Weiterlesen? 🙂


»ë« von Jehona Kicaj. Erschienen bei Wallstein.
Sprache und Grenze.
»Die Wahrheit scheint zu sein: Ich zermahle jedes einzelne Wort, bevor ich spreche.«
Weiterlesen? 🙂


»Die Verdorbenen« von Michael Köhlmeier. Erschienen bei Hanser.
Einen Satz denken.
»... die Literaturredaktion lud mich ein, nach Frankfurt in die Bertramstraße 8 zu kommen. Das tun die doch nur, wenn sie sich etwas versprechen!«
Weiterlesen? 😐


»Verzauberte Vorbestimmung« von Jonas Lüscher. Erschienen bei Hanser.
Vielleicht hat der Soldat einen Namen. Vielleicht aber auch nicht.
»Und dieses Gerauche? Das ist doch auch Kitsch. Das kann ich doch bleiben lassen – als würde eine Geschichte glaubhafter, wenn man sie mit dem Geruch von Tabak imprägniert und mit bedeutungsschweren Rauchwolken dekoriert.«
Weiterlesen? 🙂


»Haus zur Sonne« von Thomas Melle. Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.
Das tut schon wieder so weh. 
»Ich hatte mich bei der Niederschrift des Buches noch einmal mit aller Kraft gegen die Krankheit gestemmt – und verloren.«
Weiterlesen? 🙂


»Single Mom Supper Club« von Jacinta Nandi. Erschienen bei Rowohlt Hundert Augen.
Mütter schreien und kümmern sich.
»Antje dagegen hat die Ausstrahlung einer Projektmanagerin oder einer Jobcenter-Mitarbeitern, in anderen Worten: gar keine.«
Weiterlesen? ☹️ 


»Die Sprache meines Bruders« von Gesa Olkusz. Erschienen bei Residenz.
Wer pfeift da?
»Er stürzt dem Bruder nach, das muss er, denn wieso soll einer pfeifen, der das gar nicht mag.«
Weiterlesen? ☹️ 


»Das Schwarz an den Händen meines Vaters« von Lena Schätte. Erschienen bei S. Fischer.
Papazeit.
»Dann hexen sie den Elefanten gemeinsam zurück in den Zoo, meine Mutter fängt an zu weinen und schlägt auf das Lenkrad.«
Weiterlesen? 🙂


»Blinde Geister« von Lina Schwenk. Erschienen bei C.H.Beck.
Sportunterricht.
»Das ist das Schwerste. Ohne Laut vorwärtskommen.«
Weiterlesen? 🙂


»Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft« von Fiona Sironic. Erschienen bei Ecco.
Das Internet ist für uns alle Neuland.
»Wenn sie nicht mit Scheuklappen in einem abgedunkelten Raum sitzt, hat sie eine Aufmerksamkeitsspanne von fünf Minuten, deswegen wohnen wir auch so weit draußen ohne Nachbarn an diesem Waldrand. 
Weiterlesen? 🙂


»Rom sehen und nicht sterben« von Peter Wawerzinek. Erschienen bei Penguin.
Reiseschwierigkeiten.
»Betreibe ununterbrochen Wortspiel mit dem Namen der Ewigen Stadt.«
Weiterlesen? ☹️ 


»Wachs« von Christine Wunnicke. Erschienen bei Berenberg.
Mehr Küchenschellen!
»Man konnte schlecht klopfen und sagen, Verzeihung, ich bin die Blumenmalerin, ich möchte in mein Körbchen etwas Unkraut aus Ihrem Garten legen, weil mich heute früh ein Fanatismus überkam.«
Weiterlesen? 🙂


»Sohn ohne Vater« von Feridun Zaimoglu. Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.
Vater stirbt.
»Was hat Vater mir als Kind gesagt? Wenn du aus dem Haus gehst, zieh die Schuhbänder fest und streich die Hose an den Knien glatt. Ich halte mich daran.«
Weiterlesen? ☹️ 


Damit fällt das offizielle Smiley-Ergebnis für die Leseproben des Deutschen Buchpreises 2025 folgendermaßen aus:

🙂 = 14
😐 = 2
☹️ = 4

Meine persönliche Shortlist wäre:

  • »Lebensversicherung« von Kathrin Bach
  • »Die Holländerinnen« von Dorothee Elmiger
  • »Die Ausweichschule« von Kaleb Erdmann
  • »Verzauberte Vorbestimmung« von Jonas Lüscher
  • »Haus zur Sonne« von Thomas Melle
  • »Wachs« von Christine Wunnicke

»Wachs« von Christine Wunnicke habe ich bereits gelesen und wirklich sehr geliebt. »Lebensversicherung« von Kathrin Bach und »Die Ausweichschule« von Kaleb Erdmann habe ich mir gestern nach der Lektüre der Leseproben direkt gekauft und ich freu mich schon sehr auf die Bücher. 

Wie die Jury entscheidet, erfahren wir am 16. September. Die Preisverleihung für den Deutschen Buchpreis 2025 findet am 13. Oktober statt.

Das Archiv:

Montag, 30. Dezember 2024

Meine 10 Leseperlen 2024

Das Lesejahr 2024 hätte für meinen Geschmack etwas größer ausfallen können. 66 Bücher habe ich insgesamt gelesen (seit ein paar Wochen probiere ich neben der altmodischen Excel-Tabelle auch noch StoryGraph aus, um die gelesenen Bücher zu notieren und bin bisher ganz angetan) und ich weiß, dass Lesen kein Wettbewerb ist. Trotzdem hätten es gern noch zwei, drei, vier Bücher mehr sein können. Insbesondere wenn ich weiß, dass ich bei etwas weniger Handybildschirmzeit sicherlich die 70 Bücher geknackt hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette, nächstes Jahr fängt die Zählung wieder bei null an und dann mal sehen wie weit ich komme. 

Widmen wir uns lieber den Büchern, die mir 2024 besonders gut gefallen haben. Das waren nämlich einige. Um genau zu sein, muss ich an dieser Stelle auch die bisherige Regel der fünf Leseperlen für dieses Jahr erweitern (Meine liebsten Bücher 2023 finden sich hier). Als ich nämlich die Liste der gelesenen Bücher durchgegangen bin, hat sich ganz von allein eine Auswahl von zehn sehr guten Büchern gebildet und ich konnte diese Auswahl nicht halbieren. Deswegen hier nun also meine zehn Leseperlen 2024 – Bücher, die auf die ein oder andere Weise einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Sonntag, 6. Oktober 2024

Deutscher Buchpreis 2024 - Die Shortlist #dbp24

Das ist sie also: Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2024. Diese sechs Titel sind eine Runde weitergekommen und haben nun die Chance, am 14. Oktober mit dem Deutschen Buchpreis 2024 ausgezeichnet zu werden:

Sonntag, 15. September 2024

Deutscher Buchpreis 2024 - Die Longlist #dbp24

Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2024 steht fest. Schon seit dem 20. August. Das sind hier also old news, die euch nun erwarten. Am 17. September wird bereits die Shortlist bekanntgegeben. Und ich nutze nun die letzte halbwegs sinnvolle Gelegenheit, um meine Eindrücke zu den 20 Leseproben der nominierten Titel mit euch zu teilen. 

In den vergangenen Jahren gab es hierzu auch immer noch eine Variante, in der ich möglichst passende gifs zur jeweiligen Leseprobe bei Twitter geteilt habe. Twitter oder X find ich nun aber nicht mehr so reizend, Bluesky und Threads nutzt irgendwie auch nie jemand (oder doch? Überzeugt mich gern vom Gegenteil), deswegen hab ich mir was ganz Verrücktes ausgedacht: Ich binde die gifs einfach direkt hier mit ein! 

Ihr dürft euch nun also auf eine sehr individuelle Bewertung der Leseproben der nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2024 freuen. Mit einer Zusammenfassung in einem Satz, einer Weiterlesen-Smiley-Skala, einem Lieblingssatz aus der Leseprobe UND einem passenden gif. 

Viel Spaß bei ...

Nordbrezens Deutscher-Buchpreis-Longlist-Leseproben-Lese-Erfahrung 


Sonntag, 17. März 2024

Neu im Bücherregal zum Indiebookday 2024

Der Indiebookday 2024 wurde mit einer ausführlichen Schlenderei durch Münchner Buchhandlungen gefeiert. Und beim Schlendern ist es selbstverständlich nicht geblieben, insgesamt habe ich mir sieben neue Bücher aus unabhängigen Verlagen gekauft. Einige davon standen bereits auf meiner Wunschliste, andere habe ich ganz spontan entdeckt. Das mag ich ja wirklich am liebsten. Weil ich mich meist ganz gut mit den Neuerscheinungen der Buchbranche auskenne, freut es mich immer sehr, wenn ich in Buchhandlungen stöbere und dort noch auf unbekannte Titel stoße. Unabhängige Verlage haben da meist sehr schöne Perlen versteckt. 

Diese sieben Bücher habe ich beim Indiebookday 2024 gekauft und ich freu mich schon sehr auf die Lektüren. Kennt ihr bereits eines der Bücher und könnt mir empfehlen, mit welchem ich anfangen soll?

»Fest« von Mireille Zindel. Erschienen bei lectorbooks. 

»Nimm die Alpen weg« von Ralph Tharayil. Erschienen bei Azur im Verlag Voland & Quist.

»Hohle Räume« von Nora Schramm. Erschienen bei Matthes & Seitz.

»Die kleinen roten Stühle« von Edna O’Brien. Aus dem Englischen von Kathrin Razum und Nikolaus Stingl. Erschienen bei Steidl.

»Nach den Fähren« von Thea Mengeler. Erschienen bei Wallstein.

»Salzruh« von Susan Kreller. Erschienen bei Schöffling & Co.

»Arson« von Laura Freudenthaler. Erschienen bei Jung und Jung.

Sonntag, 10. März 2024

Fünf + fünf Bücher für den Indiebookday 2024

Am 16. März 2024 ist Indiebookday! An diesem Tag stehen kleine, unabhängige Verlage und deren Bücher im Fokus. Für einen guten Überblick, welche Verlage hierzu zählen, verweise ich gerne auf die Kurt Wolff Stiftung, die in ihrem aktuellen Katalog 109 unabhängige Verlage und ihr Programm vorstellt. Außerdem findet man hier auch die Bedingungen, nach denen die Kurt Wolff Stiftung einen unabhängigen Verlag definiert, unter anderem Titelproduktion, Umsatz und Konzernunabhängigkeit. 

Wie man nun aber »klein« und »unabhängig« definiert, ist insbesondere in den letzten Jahren schwieriger geworden. So hat zum Beispiel der (ehemals?) kleine, unabhängige Schweizer Verlag Kampa in den letzten Jahren mehrere andere kleine, unabhängige Verlage aufgekauft bzw. ist mit ihnen eine Vertriebskooperation eingegangen (unter anderem Dörlemann, Jung und Jung und Schöffling). Auch wenn sich das natürlich noch nicht in Größenordnungen wie bei Verlagskonzernen wie Penguin Random House (Luchterhand, Manesse u. a.), Holtzbrinck (S. Fischer, Kiepenheuer & Witsch, Rowohlt, Droemer Knaur) oder Bonnier (Ullstein, Piper, Carlsen u. a.) bewegt, stellt sich doch die Frage, wie man diese eigentlich kleinen Verlage beim Indiebookday behandelt. 

Ich bin mir selbst nicht sicher, wie ich mit diesen Verlagsübernahmen und dem Indiebookday umgehen soll. Aber ich finde, der Indiebookday ist auch eine gute Gelegenheit, sich über die Verlagsbranche zu informieren. Und wenn ihr Fragen habt oder euch unsicher seid, ob ein Verlag zu einem Konzern gehört, meldet euch gerne bei mir! Oder fragt in eurer Buchhandlung nach, denn eines steht fest: Zum Indiebookday gehört auf jeden Fall ein Besuch in einer unabhängigen Buchhandlung! 

Wenn ihr noch auf der Suche nach passender Lektüre für den Indiebookday 2024 seid, hab ich etwas für euch! Und zwar fünf + fünf Buchempfehlungen. Fünf Bücher, die ich bereits gelesen habe und fünf Bücher, die noch auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher, wobei das bei mir eher ein ganzes Regal ist ...) liegen. 

Ich freu mich schon sehr auf den 16. März und habe eine ausführliche Buchhandelstour in München geplant, um neue Bücher aus unabhängigen Verlagen zu entdecken. Welche Bücher ich mir gekauft habe, erfahrt ihr dann am Samstag auf Instagram

Wenn ihr Empfehlungen für mich habt, schreibt es mir gerne in die Kommentare! Bisher bin ich noch ein bisschen ratlos, was ich mir kaufen könnte.

Euch empfehle ich folgendes:

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Meine 5 Leseperlen 2023

2023 war lesetechnisch ein gutes Jahr. Viele gute Bücher stehen nur wenigen Büchern, die mir gar nicht gefallen und/oder, die ich abgebrochen habe, gegenüber. Und dann gab es noch ein paar Bücher, die zwischen all den Lesestunden besonders herausstrahlen konnten. Bücher, die dieses besondere Etwas haben, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ich hätte sicherlich noch das ein oder andere Buch zusätzlich auf diese Liste setzen können, aber ich beschränke mich der Tradition wegen auf fünf Leseperlen 2023 (meine Lieblingsbücher 2022 finden sich hier). 


Samstag, 7. Oktober 2023

Bayerischer Buchpreis 2023: Die nominierten Titel

Am 07. November wird der Bayerische Buchpreis 2023 verliehen und es ist mir eine große Ehre, dass ich wie bereits im letzten Jahr den Preis als offizielle Buchbloggerin begleiten darf! Alexandra von BücherKaffee und Petra von LiteraturReich sind ebenfalls wieder mit dabei. 

Wer den Bayerischen Buchpreis noch nicht kennt:

In den Kategorien Belletristik und Sachbuch sind jeweils drei Titel nominiert. Die Jury diskutiert und entscheidet live vor Ort, in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz, über die Preisträger*innen. 

Dabei besteht die Jury in diesem Jahr aus Andreas Platthaus (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Marie Schoeß (Bayerischer Rundfunk) und Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung).

Für die Preisträger*innen gibt es 10.000 Euro und eine formschöne Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan. 

Nun aber zu der wichtigen Frage: Welche Titel sind denn nun nominiert?


Dienstag, 3. Oktober 2023

Deutscher Buchpreis 2023 - Die Shortlist #dbp23

Bereits seit dem 19. September steht die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2023 fest und ich bin immer noch ein wenig überrascht über die Auswahl. Zwei Titel meiner Wunsch-Shortlist sind weitergekommen (»Vatermal« von Necati Öziri und »Die Möglichkeit von Glück« von Anne Rabe), doch ich hätte mir auch noch sehr gewünscht, dass »Kochen im falschen Jahrhundert« von Teresa Präauer auf der Shortlist landet.

Die offizielle Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2023 sieht folgendermaßen aus:

Sonntag, 10. September 2023

Deutscher Buchpreis 2023 - Die Longlist #dbp23

Es geht wieder los! Und zwar mit dem Deutschen Buchpreis 2023! Wie seit Jahren warte ich voller Vorfreude auf die Bekanntgabe der Longlist des Deutschen Buchpreises, um mich im Anschluss in eine aufregende Jagd nach dem Leseproben-Heft zu begeben. Dieses Mal hatte ich bereits beim ersten Buchhandelsbesuch Glück und konnte das begehrte Heftchen mit nach Hause tragen. In den letzten Stunden habe ich mich ausführlich den zwanzig Leseproben gewidmet, damit hier nun eine sehr ausgefuchste Bewertung folgen kann.

Von den zwanzig nominierten Titeln habe ich bisher nur ein Buch gelesen (»Kochen im falschen Jahrhundert« von Teresa Präauer und das hat mir hervorragend gefallen), insgesamt hat mich die Longlist etwas verwundert, weil recht viel Unbekanntes darauf zu finden ist. 

Es folgt nun also eine sehr individuelle Bewertung der Leseproben inklusive Smiley-Einsatz und einem Lieblingssatz aus der Leseprobe. Bei Twitter gibt es zusätzlich meine Leseproben-Eindrücke in gif-Form.


Nordbrezens Deutscher-Buchpreis-Longlist-Leseproben-Lese-Erfahrung

Mittwoch, 2. August 2023

»Nachts erzähle ich dir alles« von Anika Landsteiner


Originalausgabe - Erschienen bei FISCHER Krüger - 2023 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

Léa flieht vor ihrem Leben. Sie tauscht den deutschen Sommer gegen den südfranzösischen und fährt auf das alte Familienanwesen an der Côte d’Azur. Doch ihr Plan, dort zur Ruhe zu kommen, geht nicht auf: Am Abend ihrer Ankunft unterhält sie sich mit einer jungen Frau, die noch in derselben Nacht ums Leben kommt – und Léa ist die letzte, die sie gesehen hat. Plötzlich steht Émile, der Bruder der jungen Frau, vor Léas Tür. Ihn quälen viele Fragen, weil er erfahren hat, dass seine Schwester schwanger war. Nacht für Nacht erzählen sie sich von ihren längst nicht mehr heilen Familien, sie streiten mit Haut und Haar über Schuld, Angst und Schweigen. Während Léa versucht, zurück ins Leben zu finden, setzt Émile alles daran, zu ergründen, was zum Tod seiner Schwester geführt hat. Wie kann man Abschied von der Vergangenheit nehmen, ohne zu vergessen?

Bereits mit »Mein italienischer Vater« hat Anika Landsteiner die Reisesehnsucht in mir geweckt, obwohl ich außerhalb der Buchseiten eine ganz schlechte Reisende bin. Statt nach Italien zieht das Fernweh mich nun dank »Nachts erzähle ich dir alles« nach Südfrankreich an die Côte d’Azur.

In München betreibt Léa ein kleines französisches Café. Doch sie muss mal raus aus dem Alltag – findet jedenfalls ihre Mutter Brigitte. Und so fährt Léa allein zum alten Ferienhaus der Familie, der »Villa der Männer«, um dort einige Wochen den Kopf frei zu bekommen. Was nicht besonders gut gelingt, weil sie bereits kurz nach der Ankunft in ein Drama hineingezogen wird, das im Garten des Ferienhauses seinen Anfang nimmt. 

Sonntag, 23. April 2023

Zum Welttag des Buches: 5 Jahre Buchclub

Der Welttag des Buches klopft an die Tür (oder doch eher ans Bücherregal?) und damit ist es wieder an der Zeit, all die Bücher, Lesezeichen, Eselsohren, Buchhandlungen und Büchermenschen zu feiern, die für gute, aufregende, schlechte, anregende, intensive Lesestunden sorgen. Ein großes »Hurra« dafür!

An dieser Stelle möchte ich wieder einmal die Gelegenheit nutzen und über meinen sehr geliebten Buchclub zu sprechen. Dieses Mal mit einem ganz besonderen Anlass, denn im letzten Oktober konnten wir 5 Jahre Schnitzelbooks feiern. Was 2017 mit einem ersten Beschnuppern und »Der nasse Fisch« von Volker Kutscher begann, hat sich 5 Jahre und 44 Bücher später zu einem ganz famosen Zeitvertreib entwickelt, den ich nicht mehr missen möchte – inklusive eigenem Logo, Lesezeichen, Stickern und einem Stempel für die gelesenen Bücher!

Samstag, 25. März 2023

Indiebookday 2023

Zum Indiebookday 2023 bin ich durch Münchner Buchhandlungen flaniert, um Ausschau nach Büchern aus unabhängigen Verlagen zu halten. Und was soll ich sagen? Selbstverständlich bin ich fündig geworden! Doch bevor ich euch meinen kleinen, feinen Buchstapel zeige, klären wir doch erst einmal die Frage: Was ist der Indiebookday?

Am Indiebookday stehen die kleinen, unabhängigen Verlage im Mittelpunkt. Also all die Verlage, die nicht zu großen Konzernen gehören oder einen hohen Jahresumsatz erzielen. Bei We read indie und im Katalog der Kurt Wolff Stiftung findet ihr ganz viele Verlage, die diese Punkte erfüllen. 


Sonntag, 1. Januar 2023

Bücherliste 2022

Ein Blick zurück, bevor es mit schnellen Schritten ins neue Jahr geht. »Neugier« hatte ich mir als Leitwort gesetzt und das hat doch recht gut gepasst. Ich hab mich hobbymäßig an Linoldruck und Töpfern versucht und fand beides ganz wunderbar, da will ich auf jeden Fall weitermachen. Bücher machen eh immer neugierig, aber dieses Jahr hat es mich besonders gefreut, als Bloggerin beim Deutschen Sachbuchpreis und beim Bayerischen Buchpreis mit dabei gewesen zu sein. 

87 Bücher habe ich 2022 insgesamt gelesen und das finde ich doch recht nett. Insbesondere, weil meine Lesezeit gefühlt wöchentlich zwischen 0 und 100% schwankt. Die gelesenen Bücher sorgen auch für einen beachtlichen Buchstapel, wenn man sie aus den Regalen nimmt. In Listenform sieht das ganze dann so aus:

Mittwoch, 28. Dezember 2022

Meine 5 Leseperlen 2022

Das Jahr 2022 läuft zwar noch ein paar Tage, doch bei all den Feiertagen und den damit verbundenen Schmausereien und Besuchen wird die Lesezeit wohl etwas geringer ausfallen, sodass ich höchstwahrscheinlich kein Buch mehr beenden werde. Deswegen wage ich mich an einen ersten Abschluss des Lesejahres 2022 und möchte euch die fünf Bücher vorstellen, die ich als meine Leseperlen 2022 bezeichnen würde. Fünf Bücher, die auf ganz unterschiedliche Art einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben (meine Lieblingsbücher 2021 findet ihr hier).


Sonntag, 13. November 2022

10x Bayerischer Buchpreis 2022

Am Donnerstag Abend war es endlich so weit: Herausgeputzt im roten Kleid ging es für mich zur Allerheiligen-Hofkirche in München, um der Verleihung des Bayerischen Buchpreises 2022 beizuwohnen. Und obwohl ich selbst glücklicherweise gar nicht auf die Bühne musste (obwohl ... dazu später mehr), war ich ganz aufgeregt, weil ich mich wirklich sehr auf den Abend gefreut habe. Darum folgt nun eine Auflistung in 10 Punkten über den Bayerischen Buchpreis 2022. Wer möchte, kann den Abend bei Bayern 2 noch einmal nachhören.

Sonntag, 2. Oktober 2022

Deutscher Buchpreis 2022 - Die Shortlist #dbp22

 


Seit dem 20. September steht die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2022 fest und ich bin sehr positiv überrascht! Bei fünf der sechs Shortlist-Titel hat mir die Leseprobe sehr gut gefallen. In der Zwischenzeit habe ich auch eines der Bücher bereits gelesen und ja, »Dschinns« ist genauso gut, wie alle sagen. Wenn nicht sogar besser. 

Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2022 stehen nun:

»Dschinns« von Fatma Aydemir. Erschienen im Carl Hanser Verlag.
»Nebenan« von Kristine Bilkau. Erschienen im Luchterhand Literaturverlag.
»Lügen über meine Mutter« von Daniela Dröscher. Erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch.
»Trottel« von Jan Faktor. Erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch.
»Blutbuch« von Kim de L’Horizon. Erschienen im DuMont Buchverlag.
»Spitzweg« von Eckhart Nickel. Erschienen im Piper Verlag.

Statt »Trottel« von Jan Faktor hätte ich mir ehrlicherweise lieber »Dagegen die Elefanten!« von Dagmar Leupold oder »153 Formen des Nichtseins« von Slata Roschal gewünscht, damit auch noch ein kleiner unabhängiger Verlag Aufmerksamkeit bekommt, aber ansonsten hat die Jury wirklich gute Arbeit bei der Zusammenstellung der Shortlist geleistet. 


Am 17. Oktober findet die Preisverleihung statt und ab 18:55 wissen wir endlich, welcher Roman dieses Jahr den Deutschen Buchpreis erhalten hat. Daumen sind gedrückt für Fatma Aydemir mit »Dschinns«!

Dienstag, 20. September 2022

Bayerischer Buchpreis 2022 - Die nominierten Titel

Es ist mir eine große Freude, dass ich in diesem Jahr eine von drei offiziellen Bloggerinnen für den Bayerischen Buchpreis sein darf. Gemeinsam mit Alexandra von BücherKaffee und Petra von LiteraturReich werde ich die sechs nominierten Titel vorstellen und über die Preisverleihung am 10. November berichten (diese wird übrigens am 10. November ab 20:15 auch live im Radio auf Bayern 2 übertragen). 

Ich selbst war schon zweimal als Gast beim Bayerischen Buchpreis mit dabei und kann sagen, dass das wirklich eine ganz außergewöhnliche Veranstaltung ist. Das liegt zum einen am Veranstaltungsort, denn die Münchner Residenz ist schon sehr beeindruckend. Und zum anderen mag ich den Vergabemodus, denn die Jury diskutiert direkt auf der Bühne, welches Buch den Preis erhalten soll. 

Dieses Jahr besteht die Jury aus Rainer Moritz (Leiter des Literaturhauses Hamburg), Knut Cordsen (Kulturredakteur des Bayerischen Rundfunks) und Sonja Zekri (Redakteurin der Süddeutschen Zeitung). 

Die Gewinner*innen des Bayerischen Buchpreises erhalten neben 10.000 Euro Preisgeld eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan. Das ist doch mal was.

Anders als es der Name »Bayerischer Buchpreis« vielleicht vermuten lässt, müssen die nominierten Titel keinen Bezug zu Bayern haben, auch die Autor*innen müssen nicht aus Bayern kommen. Die Entscheidung, welche Titel nominiert werden, liegt allein bei der Jury.

Außerdem werden an dem Abend der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (dieses Jahr an Christopher Clark) und der Bayern 2-Publikumspreis 2022 verliehen. Bei letzterem kann ab 6. Oktober abgestimmt werden, welcher der fünf Bestseller aus bayerischen Buchhandlungen gewinnen soll.

Samstag, 17. September 2022

»Die Hauptsache« von Hilary Leichter

Originaltitel: »Temporary« - Deutsch von Gregor Runge - Erscheinen bei Arche - 2021 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Picador

Die Heldin der Geschichte ist Zeitarbeiterin in New York. Sie arbeitet als Aushilfe in einem großen Büro, als Verkehrspolizistin, auf einem Piratenschiff, als Assistentin eines Mörders und schließlich als Mutter eines einsamen Jungen, der erzogen werden möchte. Ihr Privatleben hat sie dem ständig wechselnden Arbeitsalltag angepasst: Für jede Lebenslage gibt es den passenden Partner, achtzehn an der Zahl. Mit den Wochen werden ihre Anstellungen immer absurder – ebenso wie der ewige Versuch, dem Leben durch die Arbeit einen Sinn zu geben.

Wie viele unterschiedliche Jobs hattet ihr bereits in eurem Leben? Zwei? Fünf? Gar keinen? Wenn ich alle Praktika, Werkstudententätigkeiten und Vollzeitstellen zusammenzähle, komme ich bei mir auf bisher 13 verschiedene berufliche Stationen. Das ist irgendwie mehr, als ich angenommen habe. Und doch kann die Protagonistin aus »Die Hauptsache« darüber wohl nur müde lächeln.

»Mein Arbeitsleben spielt sich im Kurzformat ab: kurze To-do-Listen, kurze Zeiträume, kurze Röcke.« (Seite 13)

Sie ist nämlich Zeitarbeiterin und wechselt von einem Job in den nächsten. Während wir Leser*innen durch die Seiten fliegen, vermittelt ihr die Jobagentur Job um Job um Job. Büroaushilfe, Fensterputzerin, Vorstandsvorsitzende, Schuhschrank-Organisatorin, Piratin, Seepocke, Mordassistentin, Knöpfedrückerin, Flugblattverteilerin, Ersatzmutter. Immer nur vorübergehend, immer nur kurzfristig, aber immer mit der potentiellen Option einer Übernahme.