Sonntag, 4. April 2021

Neu im Bücherregal - Die März-Bücher 2021

Ein wenig schummle ich bei diesem Beitrag, denn fünf neue Bücher hatte ich zum Indiebookday 2021 bestellt und bereits vorgestellt. Deswegen tauche sie nun in dieser Monatsübersicht nicht mit auf und es wirkt nicht ganz so übertrieben. Guter Trick. Die restlichen fünf Bücher bekommen nun ihren Auftritt. Zwei davon habe ich schon gelesen. Mindestens einem werde ich mich nun noch während der restlichen Oster-Feiertage widmen. Oder ich gehe einfach spazieren. Zur Abwechslung und so. 

Samstag, 20. März 2021

Zum Indiebookday 2021: Neu im Bücherregal

Zu meinen liebsten buchigen Festtagen gehört auf jeden Fall der Indiebookday. Jedes Jahr im März werden an diesem Tag die unabhängigen Verlage gefeiert. Normalerweise zelebriere ich dieser Tag mit einer ausgedehnten Tour durch Münchner Buchhandlungen mit Freund*innen, doch auch dieses Mal muss ich umdisponieren und ohne den direkten Besuch bei Buchhandlungen auskommen. Letztes Jahr gab es deswegen einen Besuch in der hauseigenen LEGO-Buchhandlung (weitere Beiträge zum Indiebookday finden sich hier aus den Jahren 2018 und 2017). Dieses Jahr muss die LEGO-Buchhandlung erstmal ohne neuen Werbebanner auskommen, denn der Drucker hat zu wenig Farbe. Das wird mich aber nicht davon abhalten, euch die Bücher zu präsentieren, die ich mir extra für den heutigen Tag bestellt habe.

Ihr fragt euch nun, welche Verlage überhaupt als "unabhängig" bezeichnet werden können? Ich halte mich hier wie immer an die Richtlinien der Kurt-Wolff-Stiftung, in der sich einige unabhängige Verlage organisiert haben. "Unabhängig" bedeutet in diesem Sinne: 

- konzernunabhängig
- regelmäßiges Programm
- Bücher benötigen eine ISBN
- Jahresumsatz unter 5 Mio. Euro

Im Katalog der Kurt-Wolff-Stiftung findet ihr nicht nur 65 unabhängige Verlage, sondern auch einige Buchempfehlungen.

Statt durch Buchhandlungen zu stöbern, habe ich sowohl meine immer länger werdende Merkliste durchforstet als auch den Katalog der Kurt-Wolff-Stiftung und schlussendlich nach einer schwierigen Entscheidungsphase folgende Bücher bestellt:

Dienstag, 9. März 2021

Komplett Gänsehaut von Sophie Passmann.


Originalausgabe - Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch - 2021 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

"Wäre das hier eine gute Geschichte, würde all dieser Kram passieren, der im echten Leben immer höchstens fast passiert. Ich würde immer mal wieder rauchend an Bars stehen, dabei sehr jung aussehen, bestimmt würde auch an Seen gestanden und auf Bürgersteigen gesessen, an irgendeinem Punkt würde ich mit einer halben Flasche Grauburgunder durch meinen komplett bescheuerten Stadtteil laufen, die Herleitung dieser, naja, sagen wir mal, Anekdote wäre natürlich frech und ein wenig absurd, so wie das Leben mit siebenundzwanzig eben frech und absurd zu sein hat, was für eine Scheiße."

Sophie Passmann, Leute! Nach "Alte weiße Männer" folgt nun ein, ja ... was eigentlich? Roman? Sachbuch? Biografie? Autobiografie? Autofiktionales Werk? Es passt wohl jede Bezeichnung und doch keine, aber das soll hier nun auch keine Rolle spielen. "Komplett Gänsehaut" jedenfalls und das ist auch das Stichwort, so offensichtlich das auch sein mag. 

"Wohnzimmer sind dafür da, Joan Didion zu lesen und zu denken: Hä? Was soll das alles? Wer sind die Leute? Wieso ist sie immer so schlecht gelaunt, ..." (Seite 48)

In "Komplett Gänsehaut" erzählt Sophie Passmann von einer namenlosen 27-jährigen Protagonistin, die der Autorin doch erstaunlich ähnelt, aber wie war das nochmal mit Autor*in und Werk trennen? Eben! Keine falschen Schlussfolgerungen, bitte. Die Protagonistin ist umgezogen und schwelgt nun in Gedanken über Wohnungen, Städte, Menschen, das Erwachsenwerden und das Erwachsensein, Partys, Pinienkerne, Seife von Aesop, Bücherregale, Kaffeemaschinen ("Niemand braucht eine Siebträgermaschine, Jochen." Seite 121), Risottoreis und Barbourjacken. Moment, das war ein anderes Buch. Es wird auf jeden Fall viel gedacht und wenig getan, aber dafür bekommen wir alle ein Eis. 

Samstag, 6. März 2021

Neu im Bücherregal - Die Februar-Bücher 2021

Im Februar 2020 gingen wir noch fröhlich-beschwingt (aber bereits ausgestattet mit Desinfektionstüchern) auf den Bücherflohmarkt, im Februar 2021 bekomm ich schon Herzrasen, wenn ich zwei Menschen sehe, die sich die Hand geben. Was für ein Spaß, was für ein Schmerz, aber wenigstens bleiben die Bücher wie sie sind. 

Sonntag, 14. Februar 2021

Vier Bücher für ... Geschichte.

Schon viel zu lange habe ich mich nicht mehr der "Vier Bücher für ..."-Kategorie gewidmet. Das soll sich nun ändern und starten soll dieser Relaunch mit einem Blick in die Vergangenheit. Es wird historisch! Nur eben auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen und mit möglichst wenig Staubmäusen. Auf den ersten Blick mögen die vier Bücher nicht viel miteinander gemeinsam haben. Dabei feiern zwei der portraitierten Personen gerade runde Geburtstage (90. Geburtstag von Thomas Bernhard am 9. Februar und 200. Geburtstag von Lola Montez am 17. Februar), zwei Bücher spielen in München und zwei Bücher wählen einen ungewöhnlichen Weg, Geschichte darzustellen. So viel Geschichte. Und da geht bestimmt noch mehr: Habt ihr noch weitere Vorschläge für Bücher, die sich historischen Themen annehmen? 

Samstag, 6. Februar 2021

Neu im Bücherregal - Die Januar-Bücher 2021

Der Januar war buchtechnisch ein guter Monat, denn ich habe zwar viele Bücher neu angesammelt, aber eben auch viele der neu angesammelten Bücher auch direkt wieder gelesen und zusätzlich auch noch viele Bücher aus dem Regal aussortiert, damit irgendwann die Bücher nicht mehr teilweise zweireihig stehen müssen. Drei der neuen Bücher stammen aus Empfehlungen aus dem "Monatslese"-Podcast von Anne und Tina, drei Bücher aus dem Bücherschrank und ein weiteres Buch habe ich für den Buchclub bestellt. Und während ich nun diesen Beitrag schreibe, liegen um mich herum all diese sehr feinen Bücher und das macht mich schon sehr froh.

Sonntag, 31. Januar 2021

Randnotiz, die.



Zwischen einer vollen Listen, mit Dingen, die man tun sollte und einem leeren Kopf liegt ein Stapel voller Bücher, die gelesen werden wollen. Zum Beispiel "Such a fun age" von Kiley Reid, aber auch "Das flüssige Land" von Raphaela Edelbauer. Denn gerade habe ich "Die Kunst, sich zu verlieren" beendet. Bei Rebecca Solnit gehen Geschichten und Menschen verloren und verlieren sich und dazwischen liegt dieses ganz besondere Blau. „Die Welt ist an den Rändern und in den Tiefen blau.“ und vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wenn die Lieblingsfarbe nun mal blau ist, so wie bei so vielen Menschen. Mit der flow übe ich mich an Gelassenheit, davon hatten wir es ja zuletzt schon im Bezug auf Leitwörter. Also doch nochmal ne Runde raus und den Kopf durchschütteln und neue Pläne planen. 

Einer der Pläne betrifft diesen Blog. Seit 14 Jahren mein Stück im Internet mit Hoch- und Tiefphasen und in letzter Zeit die zweite, wenn nicht dritte oder vierte Geige spielend. Das fühlt sich aber nicht gut an, weswegen ich mir vorgenommen habe, wieder mehr Zeit für gute, lesenswerte Beiträge einzuplanen. Und deswegen wird es bis auf weiteres keine "Fotobreze"-Beiträge mehr geben, die sich für mich immer mehr zu einem Platzhalter entwickelt haben, einer Ausrede, dass ich ja doch noch aktiv wäre, was nicht der Wahrheit entspricht. Die Zeit möchte ich sinnvoller nutzen. Wieder mehr über Bücher und die Buchbranche und anderes schreiben. 

Mehr dann demnächst. 

Sonntag, 10. Januar 2021

Fotobreze - Dezember 2020


// Kaffee und Buch ist meine liebste Kombination von zwei Lieblingsdingen // Für ein bisschen Weihnachtsstimmung habe ich Sterne gebastelt und diese an den weihnachtlichen Blumenstrauß gehängt. Reicht auch // Oh. Und Plätzchen natürlich. Plätzchen sind eine gute Weihnachtssache // Once more with Schnitzelbooks // Weihnachten mit Familien-Plätzchen und Heißer Schokolade // Für die Feiertage habe ich mich an der Zubereitung von Hirschmedaillons ... // ... und Entenbrust versucht und beides war sehr famos // Ach. Doch. Ein wenig mehr Weihnachtsdeko gab es doch. Das Elfenhaus ist aber auch ein Spaß // Ausflüge zu kleinen Teichen ... // ... griechischen Tempeln mit Hund ... // Liebesbotschaften an Briefkästen ... // ... und weiteren Wasserorten //

Der letzte Monat im alten Jahr endete mit viel freier Zeit, vielen gelesenen Seiten, vielen verspeisten Plätzchen und vielen Spaziergängen. Alles schön und gut und trotzdem und gerade deswegen vermisse ich Menschen. 

Der letzte gelesene Satz:
"Denn ich begriff damals, dass es ein bestimmte Denkweise gibt, die Menschen zu Wissenschaftlern macht, und ich entschied, dass die die Denkweise war, die ich bewunderte."
aus "Das Volk der Bäume" von Hanya Yanagihara, Seite 52.

Nächsten Monat und so:
Der Januar hat schon Fahrt angenommen, ich versuche noch auf die Bremse zu treten und mal sehen, was da noch so kommt. 

Sonntag, 3. Januar 2021

Neu im Bücherregal - Die Dezember-Bücher 2020

Mit neun neuen Büchern beende ich den Dezember 2020. Sechs davon sind Weihnachtsgeschenke von Herrn Gatsby, der sich nun nicht beklagen darf, dass im Bücherregal mal wieder kein Platz ist. Möglicherweise nutze ich die nächsten Tage und die noch vorhandene Jahresanfangsmotivation für eine größere Aussortier-Aktion. Oder ich bleibe einfach auf dem Sofa sitzen und lese.