Dienstag, 31. August 2021

Das war das Dicke-Bücher-Camp 2021

Huch, es ist schon wieder Ende August? Wie ist denn das passiert? Damit schließt das Dicke-Bücher-Camp für dieses Jahr seine Tore und hinterlässt knapp 3000 Beiträge unter dem Hashtag #dickebüchercamp bei Instagram und hoffentlich unzählige Lesestunden, die ihr mit den dicken Büchern verbracht habt. Es war mir wieder ein Fest, mit euch gemeinsam zu lesen, Bücher zu entdecken und die 500-Seiten-Marke zu knacken. Insgesamt habe ich dieses Mal im Dicke-Bücher-Camp vier Bücher gelesen und stecke bei Buch Nummer 5 auf Seite 181, das wird mich also noch in den September begleiten.


"Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel" von Christelle Dabos.
"Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos" von Christelle Dabos.
Tada! Gut Ding will Weile haben und nun habe auch ich endlich die "Die Spiegelreisende"-Saga beendet. Ich bin immer noch ganz entzückt über den fantasievollen Weltenbau von Christelle Dabos, muss aber leider zugeben, dass Band 3 und 4 storymäßig ein bisschen schwächeln. Teilweise habe ich nicht mehr verstanden, wer nun was warum macht und wie genau welche Fähigkeit funktioniert. Trotzdem war es eine große Freude Ophelia und Thorn zu begleiten. Insgeheim wünsche ich mir noch eine Verfilmung der Reihe, wie sieht es denn damit aus? 

"Effingers" von Gabriele Tergit.
Zwischenzeitlich hat mich "Effingers" ein paar Nerven gekostet, aber insgesamt konnte mich diese umfangreiche Familienchronik über vier Generationen der Familie Effingers doch sehr unterhalten. Die Charaktere sind trotz ihrer Vielzahl sehr ausgewogen und individuell gezeichnet und der historische Kontext des 19. Jahrhunderts wird durch die vielen Schicksale lebendig. Gefällt mir. Weitere Lektüre von Gabriele Tergit wird auf jeden Fall folgen. 

"Alle, außer mir" von Francesca Melandri.
Das Lieblingsbuch der Buchhändler*innen 2018 konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte selbst ist richtig spannend, über die Kolonialgeschichte Italiens wusste ich nämlich zugegebenermaßen nichts, aber bei der Umsetzung fehlt mir die Finesse. Vielleicht wäre "Alle, außer mir" gestrafft auf 400 Seiten besser auf den Punkt gekommen. 

"Middlemarch" von George Eliot.
Hier habe ich noch den größten Teil der Reise vor mir, aber nach 181 Seiten bin ich recht angetan vom frischen Schreibstil und den ironischen Kommentaren der Erzählerstimme. Ich freu mich schon weiterzulesen. 

Das war es nun also. Das Dicke-Bücher-Camp 2021. Ich hoffe, es hat euch wieder viel Freude bereitet. Wir lesen uns hoffentlich in einem Jahr wieder, das Gepäck vollgepackt mit dicken Büchern! 

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