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Samstag, 22. August 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 36


Bücher, die keinen Klappentext haben, sind wirklich noch schlimmer als Bücher, die als Klappentext ein Zitat haben. Die Rückseite des heutigen SuB-Buch der Woche zeigt ein Foto des Autors, das ist in diesem Fall ein guter Ersatz für einen Klappentext, weil es für sich selbst spricht.

Thomas Mann - Tagebücher 1918-1921

Ein Geburtstagsgeschenk! Und ich habe es immer noch nicht gelesen, da schäme ich mich gar sehr. Das tue ich sogar wirklich, denn obwohl ich bisher nur ein einziges Werk von Thomas Mann gelesen habe ("Der kleine Herr Friedemann", über meine traurige Beziehung zu "Der Zauberberg" lege ich den Mantel des Schweigens. Irgendwann werde ich bereit sein, das Buch endlich weiterzulesen. Irgendwann), finde ich den Mann als Person doch sehr faszinierend. Den Einfluss, den er auf die Literatur und auf Deutschland hatte. Wie oft er mir während meiner Masterarbeit begegnet ist! In der Biografie von Gottfried Bermann Fischer gibt es eine Episode, wo Thomas Mann GBF (hach, ich kann es immer noch - mein erster Reflex war es auch gerade, im Register der Tagebücher nachzugucken, ob was über GBF und CZ steht ...) fragt, ob er (GBF) denn wirklich weiterhin Verleger sein möchte. Voll unverschämt! Und in einer anderen Episode fragt Thomas Mann, an welche seiner Werke man sich wohl nach seinem Tod noch erinnern wird. Der bescheidene Mann. 

Auch, wenn ich das sehr oft an dieser Stelle schreibe, aber die Tagebücher von Thomas Mann muss ich wirklich bald demnächst mal lesen. Tagebücher lesen hat immer so einen Reiz des Verbotenen. Tagebücher von fremden Menschen liest man schließlich nicht. hat Thomas Mann ein Tagebuch mit einem Schloss dran verwendet? 

Samstag, 15. August 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 35


Irina Liebmanns Roman steht in der Tradition der romantischen deutschen Erzählung und streift die Grenzen von Märchen und Novelle. In einem beinahe altmodischen, weit gespanten Erzählton erfahren wir die Geschichte von Elisabeth Schlosser, die sich auf den Weg macht, um ihren erwachsenen Sohn zu retten, und dabei in eine Welt der Gespenster gleitet. Eine wunderbare literarische Erkundung über die Grenzen der weiblichen Freiheit.

Buch, wo kommst du denn her? Mein Gefühl sagt mir, dass ich "Die freien Frauen" von Irina Liebmann in Hamburg gekauft habe. Wieso, weshalb, warum - man weiß es nicht. Ich habe das Buch aber auch schon einmal begonnen, nach drei Seiten wanderte es wieder zurück ins Buchregal, weil es in dem Moment nicht so richtig gepasst hat. 

Das passt dann auch wieder zum jetzigen Moment. Irgendwas passt gerade nicht. Obwohl ich heute zum ersten Mal seit fast einem halben Jahr durchgeschlafen (vielleicht hat nun auch die letzte Körperzelle verstanden, dass ich keine Masterarbeit mehr schreiben muss) und sehr lange geschlafen habe, fühle ich mich arg matschig. Ich war beim Bäcker, aber der hatte keinen Himbeerkuchen, deswegen musste ich einen anderen Bäcker mit Himbeerkuchen suchen. Gestern beim "Oh nein, am Samstag ist Feiertag, wir werden alle sterben, lasst uns ganz viele Dinge kaufen!"-Einkauf landete eine Packung Haribo Alpenpanorama im Korb, wer möchte nicht gerne Gummibärchen in Bergform essen? 

Vielleicht schaffe ich es gleich, mich aufzuraffen und endlich ins Kino zu gehen, der Gutschein für "Am grünen Rand der Welt" mit meiner liebsten Carey Mulligan muss schließlich eingelöst werden. 

Oder sollte ich "Die freien Frauen" einfach aus dem Regal der ungelesenen Bücher verbannen? Das würde schließlich zwei Zentimeter mehr Platz bringen. 

Samstag, 8. August 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 34


Meine Ausgabe von Siegfried Lenz' "Deutschstunde", das heutige SuB-Buch der Woche, hat keinen Klappentext, wie traurig. Meine Ausgabe stammt nämlich aus der Welt-Edition und ist grün mit einem gelben Siegfried Lenz auf dem Cover. Auf dem Klappentext steht nur ein Zitat von Horst Bienek:

"Lenz schreibt keine Heimweh-Literatur: Er unterschlägt nichts. Er begründet den Verlust, sucht in der Geschichte nach den Wurzeln, um daraus Lehren für Gegenwart und Zukunft zu ziehen."

Jetzt wissen wir alle mehr. Wenigstens verrät der U1-Text, um was es denn geht in "Deutschstunde". Und ich bin gerade etwas verwirrt, irgendwie habe ich "Deutschstunde" mit "Der Vater eines Mörders" von Alfred Andersch verwechselt. Letzteres habe ich als Schullektüre gelesen. Ich dachte, "Deutschstunde" ist so ähnlich, ich dachte, es geht wirklich um eine Deutschstunde, um eine Schulstunde. Nachdem Siggi, der Protagonist, aber im Gefängnis sitzt, wird das mit der Schule wohl eher schwierig. 

Herr Lenz hat es eh sehr schwer mit mir. Ich verwechsel den auch immer mit Martin Walser. Alte Männer eben. Dabei habe ich von Siegfried Lenz sogar schon ein Buch gelesen. Mein Mündliche-Abschlussprüfungs-Buch. "Schweigeminute". Kann ich immer noch empfehlen, ist ein gutes Buch. Von Martin Walser habe ich zwei Bücher gelesen, es stehen noch mehr ungelesene Bücher von ihm im Regal und Martin Walser hat strubbelige Augenbrauen.

Ist "Deutschstunde" eigentlich ein Schullektüre-Buch? Hat das jemand im Deutschunterricht lesen müssen? Ich habe das Gefühl, dass ich relativ wenige Bücher in der Schule gelesen haben. Vielleicht ist das auch ein glücklicher Umstand, denn den größten Teil meiner Schullektüre fand ich furchtbar. Ich kann nicht unter Druck lesen. Ich will kein Lesetagebuch schreiben, mich dem Tempo von einer größeren Gruppe anpassen und ein Buch totinterpretieren müssen.

Samstag, 1. August 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 33


Schon wieder Samstag! Der erste Samstag nach einer Arbeitswoche. Nach einer sehr tollen Arbeitswoche. Ich freue mich schon auf die noch kommenden Wochen. Müssten so ungefähr 51 sein. Ich fühle mich auch erstaunlich fit. Abends bin ich zwar müde, aber ich muss nicht sofort ins Bett. Obwohl ich derzeit sehr schlecht schlafe und häufig nachts aufwache, bin ich auch tagsüber wach. Mal sehen, wie lange das anhält.

Jetzt muss ich erstmal das SuB-Buch der Woche wiederfinden, es liegt zwar neben mir, ich hab aber gerade den leeren Teller draufgestellt, in welchem sich bis vor ein paar Sekunden noch Nudeln von Gestern befanden. Ich hab zu wenig Platz. Vielleicht, weil der Esstisch gerade voll mit all den Dingen ist, die ich heute gekauft habe. Bücher, Klamotten und Apfelmus. Nein, das stimmt nicht ganz, das Apfelmus habe ich schon in die Küche gebracht. Bleiben also Bücher, Klamotten und eine Gratisprobe Weichspüler sowie zwei Duftprobenkärtchen von Douglas. Es ist verdammt schwer, ein neues Parfum zu finden, wenn man nicht weiß, was man will. Und Weichspüler habe ich noch nie benutzt, muss man das? Aber erst einmal den Teller aufräumen.

Wie kann man die Frauen lieben und keine besitzen? Wie kann man Romantiker sein und doch Versicherungsvertreter werden? Marko Theunissen schafft es spielend - nicht ohne sich auf eine höchst gewagte Affäre einzulassen und eine schmerzliche Erkenntnis zu gewinnen.

"Die romantischen Jahre" von Paul Ingendaay habe ich vor fast genau zwei Jahren in Hamburg gekauft. Und weil ich ja wusste, dass ich dieses Buch in der Buchhandlung Lüders gekauft habe, ist mir auch wieder eingefallen, wie schön ich es dort fand. Warum genau waren wir da nur ein einziges Mal während meines Hamburgjahres? Warum ist Hamburg schon wieder so lang her und so weit weg? 

Irgendwie schrecken mich derzeit dicke Bücher und "Die romantischen Jahre" zähle ich da mit dazu. Bei dicken Büchern muss ich mehr Lesezeit investieren (ach?) und dann les ich lange Zeit nur ein Buch, könnte aber in der Zeit auch mehrere kürzere Bücher schaffen. Traurig, traurig. Trotzdem interessiert mich bei diesem Buch, ob es denn romantisch-kitsch ist (was ich nicht hoffe) oder auf welche andere Art und Weise mit dem Romantik-Thema umgegangen wird. Wenn es denn um Romantik geht. Irgendwann werde ich das herausfinden. 

Samstag, 25. Juli 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 32.


Jetzt, da ich in die Freiheit entlassen bin und keine MA mehr schreiben muss und damit mehr Zeit zum Lesen habe, sollte das Regal mit den ungelesenen Büchern ja bald leer sein. Haha. Ich muss schon ein bisschen lachen, wenn ich das so schreibe. Schließlich fängt der Arbeitsalltag mich schon am Montag ein. Und irgendwie habe ich so den leisen Verdacht, dass es durch die Arbeit eher mehr, denn weniger Bücher werden. Das bedeutet, der Vorrat an SuB-Büchern der Woche wird sichergestellt. Wie schön. Wie unschön für das Bücherregal, diese Woche mussten Herr Gatsby und ich nämlich schon feststellen, dass wir keinen Platz mehr in den Bücherregalen haben. Deswegen steht nur ein Teil der Bücher im Schlafzimmer auf der Kommode, wo bisher meine MA-Unterlagen lagen. Deswegen steht auch der Briefwechsel zwischen Zuckmayer und Bermann Fischer wieder im Schlafzimmer, neben dem Schreibtisch. Gruselig. Der wurde doch verbannt, schließlich bin ich fertig damit. Fertig! Aber ein Buchregalneukauf ist schon in Planung, ein schmales Billy-Regal müsste nämlich noch neben den Esstisch passen. Auch, wenn ich dafür meine schöne Bilderwand abhängen muss.Vielleicht wandern die Bilder stattdessen an die Fernseher-Wand. Darf man an einer Fernseher-Wand Bilder aufhängen oder lenkt das zu sehr ab? Oder lassen wir das mit dem Billy-Regal gleich sein und befestigen im gesamten Wohnzimmer kurz unter der Decke Regalbretter, sodass sich die Bücherreihe durchs Wohnzimmer zieht? Andere haben sowas als Katzenkletterdings. Bücher möchten vielleicht auch hoch hinaus. 

Ja. Zurück zum heutigen SuB-Buch der Woche, welches ich erst einmal suchen musste, weil der Sprung von F wie Forster zu H wie Hoppe so weit war. Mindestens 30 Zentimeter! 

Im Jahr 1412 wird Johanna von Orléans im lothringischen Domrémy geboren. Keine zwanzig Jahre später wird sie als Ketzerin verbrannt. Felicitas Hoppe erzählt mit historischer Genauigkeit und poetischer Intensität von einem Leben zwischen Kühnheit und Angst, kurz aber ewig.

"Johanna" von Felicitas Hoppe, also. Das Buch ist blau, das ist doch nett. Und hat 2,95 Euro gekostet, was mir der pinkfarbene Preisaufkleber verrät. Mängelexemplar (ich könnte mal eine Aufstellung machen, wie viele Mängelexemplare ich in meinem Bücherregal habe. Die Antwort: Viele. Sehr viele)! Gekauft habe ich es noch in Hamburg. Und ich weiß noch, dass ich beim Kauf nichts über das Buch und nichts über die Autorin wusste, mir aber einbildete, dass Hoppe irgendwas mit Augsburg zu tun hat. Bisher habe ich diese Einbildung nicht bestätigen können, falls jemand weiß, warum ich denke, dass Felicitas Hoppe und Augsburg zusammengehören, würde ich mich sehr über eine Antwort freuen. Derweil (was für ein schönes Wort) wandert das Buch zurück ins Regal. Obwohl es arg dünn ist und damit wohl schnell gelesen wäre, verspüre ich derzeit keine Lust es zu lesen. Aber es kommen auch wieder andere Zeiten. 

Samstag, 18. Juli 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 31.


Dieses Mal habe ich ein ganz klein wenig geschummelt. Also nicht wirklich. Nur ein  bisschen. Eigentlich wäre heute "Zärtlich ist die Nacht" Von F. Scott Fitzgerald dran. Aber nachdem ich gestern "Bora" fertiggelesen habe, brauchte ich ein neues Buch. Der hochkomplizierte Auswahlprozess (Herr Gatsby stellt mir Bücher raus ...) lief auf "On the Road" von Jack Kerouac, "Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith, "Americanah" von Chimamanda Ngozi Adichie und eben jenen Fitzgerald hinaus. Und da dachte sich mein fieser kleiner Kopf (der gerade auch dafür gesorgt hat, dass ich erst nach 5 Stunden an diesem Blogeintrag weiterschreiben kann. Plötzlich hab ich auf der linken Seite alles nur noch verschwommen gesehen, nach einer Stunde Schlaf ging es wieder, dafür kamen dann Kopfschmerzen auf der rechten Seite. Arg lustig. Muss das so? Ich möchte bitte keine Migräne bekommen, danke) "Höhö, da les ich doch jetzt einfach den Fitzgerald, dann fällt der als SuB-Buch gleich raus!". Total klug, ne? 

Fitzgerald wird also gelesen und im Regal steht als nächstes Buch dann "Ich warte darauf, dass etwas geschieht" von Margaret Forster.

Sie ist dreizehn Jahre alt, als sie beginnt, Tagebuch zu schreiben, und über neunzig, als sie mit dem Schreiben aufhört. Authentisch und anrührend hat Margaret Forster ein Frauenleben porträtiert, das sich trotz Kriegen und Krisen mit Eigensinn und Mut ein Stückchen Glück erobert. Ein Roman, so trickreich erzählt, dass die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt. Ein ebenso alltägliches wie außergewöhnliches Frauenleben, das fast ein ganzes Jahrhundert umspannt.

Mal wieder weiß ich nicht, wo ich das Buch gekauft habe. Zwei Bleistifteintragungen gibt es, hinten steht "2,50 Euro", vorne steht "Ch. B", aber das hilft mir auch nicht weiter. Aber hauptsache, es ist ein Tagebuchroman. Ein fingierter Tagebuchroman, weil es die Frau ja anscheinend gar nicht gibt (wie oft kann man das Wort "Frauenleben" in einem Klappentext unterbringen und warum ist es so erwähnenswert, dass es sich um ein "Frauenleben" - im Gegensatz zu einem "Bärenleben"? -handelt?). Da bin ich schon einmal gespannt, ob Margaret Forster es schafft, ein komplettes Leben nachzustellen, ohne, dass es an irgendeiner Stelle unlogisch wirkt. Aber erst einmal lasse ich mich von Fitzgerald an die französische Riviera entführen. Vielleicht bleib ich da auch einfach. 

Samstag, 11. Juli 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 30.


Noch nie habe ich mich so sehr auf ein SuB-Buch der Woche gefreut wie in dieser Woche. Denn ich mag dieses Buch so gerne und ich kann das sagen, auch, wenn das Buch auf dem Stapel ungelesener Bücher liegt, denn ich habe es schon gelesen, nur eben nicht in dieser Ausgabe. Das ist wieder eine "deutsche Ausgabe - englische Ausgabe"-Verstrickung. Und außerdem ist dieses Buch so wahnsinng schön, weil es so wahnsinnig schrecklich aussieht.

Deswegen zitiere ich nun nicht den Klappentext, sondern zeige euch einfach das Buch.


The Great Gatsby by F. Scott Fitzgerald. 

Eigentlich sollte ich mir sehr viel mehr Bücher aus dieser "Pulp! The Classics"-Reihe kaufen. Ich meine, guckt doch! Lock up your daughters ... Darcy's in town! Und gerade habe ich gesehen, dass es Dorian Gray mit Ryan Gosing auf dem Cover gibt! Und "Die Verwandlung" mit dem sehr amüsanten Spruch "Change really bugged him"- da muss ich leider albern kichern. 

Ich kann mich noch ganz genau an den Kauf dieses Buch erinnern. Hamburg. Thalia. Spitalerstraße. Da lagen mehrere "Pulp! The Classics"-Bücher herum und ich dachte erst, dass das quasi irgendwelche Scherzausgaben wären. Umgeschriebener Text oder so. Aber nein. Originaler Text, nur sehr albernes Cover. Mein Herz war begeistert. Und seitdem steht es bei mir im Bücherregal und immer, wenn ich es sehe, lache ich wieder. Das ist doch auch schön. 

Ich hab das bestimmt schon viel zu oft bei viel zu vielen Büchern gesagt, aber The Great Gatsby steht auf meiner "Lese ich nach meiner MA"-Liste ganz weit oben. Um Gatsby und Daisy und Nick und Jordan (wie toll ist eigentlich Jordan? Ich finde, es sollte ein Spin-off mit ihr geben) wiederzutreffen. Dieses Mal auf Englisch. 

Samstag, 4. Juli 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 29.


Das heutige Buch hat keinen Klappentext! Also so gar keinen. Nicht einmal Zitate oder Auszüge aus dem Buch! Oh weh. Dafür ist es sehr groß und dick und grün. Sherlock Holmes - Gesammelte Werke von Arthur Conan Doyle in der Ausgabe von Anaconda. Dieses Buch ist so dick, ich presse Blumen darin. 

Ein paar der Geschichten habe ich bereits gelesen, denn eine Ausgabe mit mehreren Kurzgeschichten zu Sherlock Holmes habe ich mir damals, vor vielen Jahren nach der Sichtung des ersten Sherlock-Holmes-Filmes mit Robert Downey jr. gekauft. Und gelesen. Und irgendwann danach auch den Baskervilles-Hund. Ich kann mich an die einzelnen Geschichten zwar nicht mehr erinnern, beim Hound mochte ich aber, dass Sherlock den Fall löst, ohne wirklich anwesend zu sein. 

Obwohl ich den Robert Downey jr.-Sherlock mochte, muss ich aus heutiger Sicht sagen, dass ich den Cumberbatch-Sherlock noch sehr viel lieber mag. Der wirkt echter. Wann kommt da eigentlich die nächste Staffel? Und warum habe ich es immer noch nicht geschafft, die relativ kurzen Geschichten aus diesem Buch zu lesen? Könnte man doch immer vor dem Schlafengehen machen. Ein U-Bahn-Buch ist diese Ausgabe eh nicht. 

(Wenn ich mich richtig erinnere, fehlen in dieser Ausgabe aber einige Sherlock-Geschichten, was sehr traurig ist, eigentlich hätte ich da lieber eine Gesamtausgabe, keine gesammelten Werke. Aber vielleicht kauf ich mir auch einfach irgendwann einmal eine englische Ausgabe mit allen Geschichten, die englischen Ausgaben sind nämlich eh viel schöner)

Samstag, 27. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 28.


Biberkopf hat geschworen, er will anständig sein, und ihr habt gesehen, wie er wochenlang anständig ist, aber das war gewissermaßen nur eine Gnadenfrist. Das Leben findet das auf die Dauer zu fein und stellt ihm hinterlistig ein Bein.

(Hihi, das reimt sich) 

Alfred Döblin. Berlin Alexanderplatz. Eigentlich sollte in diesem Buch ein Lesezeichen sein, denn ich bin mir sehr sicher, dass ich den Anfang schon einmal gelesen habe. Jetzt ist da aber kein Lesezeichen. Das ist doof. Dabei war ich doch mit Franz Biberkopf schon aus dem Gefängnis draußen und in Berlin. Aber an mehr kann ich mich nicht erinnern. Außer, dass ich den Stil ganz vorzüglich fand. Versatzstücke, Dialekt, Sätze, die hin und her springen. Nur habe ich das Buch auf dem Arbeitsweg gelesen und da war das wohl etwas zu anstregend. Deswegen der Abbruch. Doch es wird eine Zeit kommen, da werde ich dieses Buch noch einmal beginnen. Jawohl.

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mir "Berlin Alexanderplatz" in Hamburg gekauft. Und ich weiß noch, dass wir in der Berufsschule über dieses Buch gesprochen haben bzw. haben wir über Virginia Woolf gesprochen und über den stream of consciousness und seitdem ist das mein liebster literaturwissenschaftlicher Begriff, auch, wenn ich zwischenzeitlich immer vergesse, was er bedeutet. Es geht auf jeden Fall um das Bewusstsein, wie Personen ihre Umwelt wahrnehmen und die Wiedergabe dieses Prozesses. Virginia Woolf macht das bei "Mrs. Dalloway". James Joyes bei "Ulysses". Für das Buch bin ich aber noch nicht mutig genug. Deswegen möchte ich das lieber erst einmal bei Alfred Döblin testen. Und Wikipedia hat mir gerade verraten, dass auch Wolfgang Koeppens "Tauben im Gras" zu den stream of consciousness-Büchern zählt. Wie praktisch, das steht schon in meinem Regal. Auch ungelesen. Wie auch noch zwei, nein, drei Bücher von Virginia Woolf. 

Aber bald werde ich wieder Zeit haben und lesen. Ganze Bücher am Stück lesen und nicht, wie derzeit, "Tschick" von Wolfgang Herrndorf nach zwei Seiten wieder beiseitelegen, weil die U-Bahn-Fahrt schon vorbei ist. Aber nur in der U-Bahn komm ich derzeit zum Lesen. Die MA ruft immer so laut. Heute in einem Monat ist Abgabe. Deswegen ruft die MA ja so laut. Jetzt zum Beispiel wieder. 

Sonntag, 21. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 27.


Beim heutigen SuB-Buch der Woche zitiere ich mal nicht den Klappentext, weil das SuB-Buch der Woche dieses Mal nicht aus nur einem Buch besteht, sondern aus drei. Ein Schuber! Ein ganz besonderer Schuber. So besonders, dass ich bisher noch nie ein Buch daraus entfernt habe. Jedenfalls scheint es mir so. 

Ich zitiere stattdessen ein Zitat, welches auf allen drei Büchern steht:

"The Hunger Games is amazing" - Stephenie Meyer

Hunger Games also. Auf Englisch. Und irgendwie ist es ja falsch, dass ich diese Bücher als SuB-Bücher präsentiere, denn natürlich habe ich Hunger Games gelesen. Nur halt in einer anderen Form. Die Tribute von Panem. Auf Deutsch. Auch ein Schuber. Weil ich ein Sparfuchs bin. Und zu beiden Schubern kann ich lustige Geschichten zum Erwerb erzählen.

Der deutsche Schuber ist 2012 bei mir eingezogen, aber davor gab es noch eine traurige Odyssee, weil ich den Schuber mit allen drei Bänden wollte, es den Schuber zu dem Zeitpunkt aber nicht mehr gab. Ausverkauft. Wie traurig ich da war. Also habe ich mir den ersten Band einzeln gekauft. Wie fröhlich ich hier aussehe. Und wie sehr ich diese Bluse vermisse. Doch dann - Potz Blitz - ergab es sich, dass im Weltbild-Online-Shop der Schuber wieder lieferbar war. Da musste ich zuschlagen. Den noch immer eingeschweißten ersten Band habe ich wieder zurückgebracht. Sehr gute Entscheidung, denn der Schuber ist schon arg schick. 

Die Bücher mochte ich dann sehr. Ich mag die auch immer noch sehr. Und weil ich die Bücher so sehr mochte, wollte ich die auch mal auf Englisch lesen. Und im November 2013 wurde mir von einem ganz besonderen Angebot berichtet - der englische Schuber für 6,99 Pfund bei Amazon UK. Ich weiß noch, dass ich diese Nachricht im Zug las. Auf der Fahrt von Augsburg nach München. Diese Strecke besteht prinzipiell aus einem einzigen Funkloch. Gut, so schlimm ist es nicht, aber der Internetempfang ist schon eher rudimentär. Und ich wollte diesen Schuber haben. Jetzt. Denn das Angebot galt nur für zwei Stunden. Ich habe mir also das iPad von Herrn Gatsby geschnappt und zum ersten Mal mobil online etwas bestellt. War das aufregend!

Und seitdem steht der englische Schuber hier. Eigentlich sollte ich die Bücher wirklich mal lesen. Aber eigentlich sollte ich auch wirklich mal den ersten Teil von Mockingjay gucken, ich habe es nämlich durch ein ganz besonderes Talent geschafft, diesen Film nicht im Kino zu sehen. Das macht mich ein wenig traurig. Weil das bedeutet, ich kann den zweiten Teil auch nicht sehen. Oder muss zu einem Double Feature und das will ich eigentlich nicht. Oh weh. Und die DVDs zu Hunger Games will ich mir erst kaufen, wenn es eine Komplett-Box mit allen vier Teilen gibt. Schließlich muss ich meine Schuber-Affinität bei Hunger Games fortführen. 

(Und ja. Heute ist Sonntag. Gestern war ich aber den ganzen Tag unterwegs, um die Familie zu besuchen und Dinge einzukaufen und abends wurde eine knusprige Ente mit Erdnuss-Sauce gegessen. Da kann man nicht bloggen. Da muss man schlemmen) 

Samstag, 13. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 26.


Warum verlässt eine Mutter ihre neugeborene Tochter? Aus Liebe? Und kann die Tochter ihr je verzeihen?
An einem kühlen Morgen im August, früh um fünf, legt eine schmale junge Frau ein neugeborenes Mädchen auf den Stufen des YMCA ab und eilt davon. Viele Jahre später fragt jenes Mädchen, inzwischen eine junge Frau, nach dem Geheimnis ihrer Herkunft - und findet eine ergreifende Geschichte voller Tragik und Vergebung.

 Und jetzt alle: It's fun to stay at the YMCA!

...

Entschuldigung. Es kam so über mich Bisher ist mir das bei dem Klappentext gar nicht aufgefallen, aber ich lese auch nicht ständig Klappentexte. Eigentlich nur, wenn ich die Bücher kaufe. Und dann nochmal, wenn ich vor dem Regal mit den ungelesenen Büchern stehe und mich nicht entscheiden kann. 

In diesem Fall habe ich das Buch aber gar nicht gekauft. Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Quasi. Oder als Lohn erhalten. Quasi. Dieses Buch habe ich nämlich von LovelyBooks bekommen. Damals, 2013, als ich dort ein Bewerbungsgespräch hatte. Ein sehr tolles Gespräch, weil nette Menschen und ein nettes Büro und so nette Wände voller netter Bücherregale mit netten Büchern drinnen. Und am Schluss des Gespräches durfte ich mir eins aussuchen. Meine Wahl fiel auf "Hier könnte ich zur Welt kommen" von Marjorie Celona, weil ich das einige Zeit davor in einer Buchhandlung schon gesehen, aber nicht gekauft habe. Eine Cover-Entscheidung. Und wie häufig bei Cover-Entscheidungen vergesse ich die Bücher dann im Bücherregal, weil ich da ja das Cover nicht mehr sehe. Irgendwie sehr traurig. Ich brauche mehr Platz und Stellfläche, um manche Bücher mit dem Frontcover zu präsentieren. Präsentieren ist gut. Vielleicht noch Spotlights? Und dann biete ich exklusive Führungen durch mein Wohnzimmer an, um die ganzen Umbauarbeiten zu refinanzieren. 

Ja. Gut. 

Das Buch habe ich nicht gelesen, die Stelle habe ich nicht angenommen, was aber ganz allein am Bafög-Amt lag. Ich hätte zu viel Geld verdient. Und hätte kein Bafög mehr bekommen. Ich hätte aber zu wenig Geld verdient, um das fehlende Bafög auszugleichen. Vielen lieben Dank also ans Bafög-Amt. Ich mag euch auch. Nicht. Was freue ich mich schon auf den Moment, wenn in ein paar Jahren der Brief mit der Rechnung kommt. Mein Kopf verdrängt immer, dass ich ja irgendwann einmal das Geld wieder zurückzahlen muss. Wahrscheinlich werde ich beim Anblick der Summe umfallen. Und mir meinen Kopf an einem Bücherregal anschlagen.

Samstag, 6. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 25.


Alex Capus erzählt von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von zwei Menschen, die gegen alle Konvtionen an ihrer Liebe festhalten und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führen. Léon und Louise - ein unvergessliches Paar unserer Gegenwartsliteratur.

Eigentlich wollte ich nun sagen, dass ich mich lieber zurückhalten sollte, wenn es um vermeintliche Herkunftsquellen von Büchern geht. Denn ich dachte, ich weiß nicht, woher ich "Léon und Louise" von Alex Capus habe und ich möchte mich doch nicht noch einmal so verrennen wie beim letzten Mal. Aber! Ein Wunder ist geschehen! Ich habe in meine Bücherinventarliste den Herkunftsort geschrieben (irgendwann wird es noch ein "Die Herkunftsquote in meinem Bücherregal" geben, nur leider kann ich das nur für die Bücher der letzten zwei Jahre sagen, danach verlässt mich mein Gedächtnis ...).

Weltbild-Lagerverkauf! Da war ich schon sehr lange nicht mehr. Dabei ist es doch dort so schön. Günstige Bücher! Unnötiger Krimskrams! Menschen mit vollgeladenen Einkäufswägen, die aber keine Bücher, sondern nur den unnötigen Krimskrams enthalten, weswegen für mich mehr Bücher übrigbleiben! Vielleicht sollte ich beim nächsten Ausflug nach Augsburg einen Zwischenstopp beim Weltbild-Lagerverkauf einlegen.

Bei "Léon und Louise" denke ich immer, es wäre ein altes Buch. Also, mindestens 10 Jahre alt. Grob geschätzt. Und dann guck ich ins Impressum und das stimmt gar nicht. Verwirrend. Und wie so oft habe ich mir schon so oft vorgenommen das Buch zu lesen, aber dann drängelt sich immer ein anderes Buch vor. Mobbing in meinem Bücherregal!

Samstag, 30. Mai 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 24.


Nach vier Stunden Oberseminar (an einem Samstag. Ich mag Uni-Samstage nicht, die bringen meinen Wochenrhythmus komplett durcheinander) mit Vorträgen zu sechs verschiedenen Masterarbeiten habe ich es mir verdient, dass ich nicht gleich sofort an meiner eigenen Masterarbeit weiterschreibe. Also. Abgesehen davon, dass ich wohl auch ohne Oberseminar noch lange nicht mit Schreiben angefangen hätte. Ich brauch eine sehr lange Aufwärmphase. Und manchmal dauert die Aufwärmphase auch den ganzen Tag und dann schreib ich Abends zwei Seiten und gut ist. Jedenfalls dachte ich mir, kann ich erst einen Blogeintrag schreiben und im Anschluss öffne ich mein Word-Dokument und vielleicht bemerke ich den Unterschied gar nicht und schreibe einfach fröhlich weiter. Ausgefucht!

Ein brillantes Verwirrspiel um einen Lesenden und eine (Mit-)Leserin, die von einer Geschichte in neun andere geraten.

Wisst ihr, was ich überhaupt nicht mag? Klappentexte, die nichts richtiges über das Buch erzählen. Klappentexte mit Zitaten sind die schlimmsten. Aber dieser Klappentext ist auch hart an der Grenze zur Nutzlosigkeit. Er gehört zu "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" von Italo Calvino. Ein Buch, welches eigentlich Herrn Gatsby gehört, welches aber in mein ungelesenes Regal gewandert ist, weil ich das Buch lesen möchte (ach?). Und ich habe sogar schon einmal damit begonnen. Bis Seite 41 bin ich gekommen, wenn ich dem Eselsohr an dieser Stelle Glauben schenken darf. Könnte aber auch von Herrn Gatsby sein, der in diesem Buch sehr viele Sätze angestrichen hat. Vielleicht will er deswegen, dass ich das Buch endlich mal zu Ende lese. 

Ich hab das Buch damals in Hamburg begonnen und fand den Anfang unfassbar toll, weil der Autor mit dem Leser spielt und quasi das beschreibt, was der Leser nach dem Kauf des Buches macht. Ein Spiel mit der Realität! Leider ein Spiel, welches schnell an seine Grenzen stößt, weil der Autor beispielsweise davon spricht, wie viel der Leser schon gelesen hat und die Seitenzahlen, die er nennt, stimmen nicht mit der Realität überein und das macht mich etwas traurig.

Wahrscheinlich verschiebt sich die Wiederaufnahme der Lektüre aber auf unbestimmte Zeit, weil mich andere Bücher derzeit doch mehr interessieren. Armer Calvino. Jetzt muss er wieder ganz nach oben ins Bücherregal. An die Stelle, wo das Bücherregal mit einem Winkel an der Wand befestigt ist, weswegen man dort die Bücher nicht bis ganz an die Wand schieben kann. Die stehen ein wenig hervor und ich denke immer, dass ich das aus einem bestimmten Grund gemacht habe, beispielsweise, weil ich die Bücher unbedingt demnächst lesen möchte und dann stimmt das gar nicht. Quasi eine optische Illusion.


_____
Anmerkung der Verfasserin: Nach Lektüre dieses Blogeintrags machte mich Herr Gatsby auf folgende Fehler aufmerksam:
- "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" war nie sein Buch
- daher sind die Unterstreichungen auch nicht von ihm
- er hat mir das Buch geschenkt
- und zwar hat er das Buch bei einem Bücherhallen-Flohmarkt erworben
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, glaube dem Bub aber einfach mal. Der wird das schon wisse. Ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, die meine Fehler verursacht haben.

Samstag, 23. Mai 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 23.


Die oberste Reihe meines SuB-Regals (das ist auch ein gar wunderbares Wort, oder?) ist extrem schwer zu erreichen. Jedenfalls für mich. Ich muss mich strecken und recken und aufpassen, weil das Regal irgendwie ein bisschen wackelt und ich furchtbare Angst davor habe, von einem (vollen!!!) Bücherregal erschlagen zu werden. Und ich muss noch öfter mit dieser Gefahr leben. Erstens, muss ich das heutige SuB-Buch zurückstellen und zweitens, habe ich gerade überprüft, in den nächsten Wochen kommen noch ein paar Bücher aus der ersten Reihe dran. Ich hab 2013 einfach viel zu viele Bücher gekauft und viel zu wenige Bücher gelesen. Eine Schande ist das.

Hätte Robert Mapplethorpe IV. nicht so verdammt gut ausgesehen, dann gäbe es diese wilde Geschichte nicht. Immer wieder geht es um die Liebe - meistens ist sie verboten. Ein Kind verschwindet spurlos. Eine Frau versucht, mit einem Koffer voller Wurst zu verreisen. Was all das verbindet? Ein defektes Gen, das über Generationen hinweg Unheil anrichtet. Und ein Junge auf der Suche nach seiner Vergangenheit. 

So steht es geschrieben, auf dem Buchrücken von "Wie ich  mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block. Ich weiß wieder einmal nicht, warum und wo ich das Buch gekauft habe, aber es hat ein Lesebändchen und mir gefällt der extrem pinke Farbton der Buchpappe. Und beim Klappentext musste ich gerade sehr lachen. Koffer voller Wurst! Vielleicht sollte ich das Buch gar nicht erst wieder zurückstellen, sondern es gleich in Reichweite liegen lassen. Ansonsten trau ich mich vielleicht gar nicht, das Buch zu lesen. Aber eigentlich würde ich es gerne lesen.

Vielleicht gleich morgen bei der Lesenacht der aufgeschobenen Bücher, wieder organisiert von den beiden lieben Mädels von Herzpotenzial. Im Januar habe ich schon einmal daran teilgenommen, deswegen bin ich morgen wieder dabei, weil ich die Aktion sehr prima fand. Dazu gibt es dann morgen einen extra Blogeintrag, der im Laufe des Abends immer wieder aktualisiert wird. Eigentlich hatte ich mir ja schon zwei Bücher dafür rausgelegt, ich überlege also nun, ob "Wie ich mich einmal in alles verliebte" auch noch mitspielen darf oder nicht.

Samstag, 16. Mai 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 22.


2013, Baby! Ein neues Jahr und damit ein neuer Anfang. Sogar doppelt. Weil das nun folgende Buch das erste Buch im SuB-Regal ist. Es steht also ganz oben, ganz links und es ist verdammt schwer, dort hin zu kommen. Ich bin anscheinend zu klein. Vielleicht hab ich doch gelogen, als der Mann beim Bürgerbüro gefragt hat, ob ich immer noch 1,68 m groß bin und ich genickt habe. Verratet mich nicht ...

Der Norden Kanadas in den Dreißigerjahren: Zwei Schwestern, Iris und Laura, lieben denselben Mann. Als sie jedoch erfahren, dass Alex im Krieg gefallen ist, stürzt Laura sich von einer Brücke. Sie hinterlässt ein Manuskript, Der blinde Mörder, das sie postum berühmt macht. Doch ist sie wirklich die Autorin? Atwoods preisgekrönter Roman spielt souverän mit verschiedenen Genres und überzeugt durch seine ungeheure literarische Kraft.

"Der blind Mörder" von Margaret Atwood, also. Meine ansonsten halbwegs ordentlich geführte Liste sagt mir leider nicht, wo ich dieses Buch gekauft habe, nachdem es aber ein Mängelexemplar ist, müsste das bei einer der üblichen Stellen gewesen sein. Und jetzt, wo ich den Klappentext noch einmal gelesen und abgeschrieben habe, frage ich mich, warum ich das Buch nicht schon längst gelesen habe. Dreißigerjahre! Und die Materialien sprechen von Dystopie, aber dazu komme ich gleich. Oder jetzt.

Denn auf dem Buch klebt ein Sticker und der Sticker sagt "Plus Materialien für Lesekreise - Über Leben und Werk von Margaret Atwood u.v.m. - Mit umfassendem Hintergrundwissen". Na, wenn das nicht mal neugierig macht. Mich macht das ja neugierig, weil ich Lesekreise nicht kenne. Ich stell mir das ganz furchtbar vor, wie in der Schule, wo man ein Lesetagebuch führen musste und ich hasse es, wenn man mir vorschreibt, wie viel ich bis wann lesen muss. Und ich würde gerne wissen, wie viele Lesekreise es noch gibt und ob Lesekreise wirklich solche Bücher mit Lesekreis-Sticker nutzen und warum entscheiden sich Verlage dafür, solche quasi "Lesekreis-Ausgaben" zu produzieren? Das wäre doch mal ein Thema für eine Abschlussarbeit! 

Auf jeden Fall nennen die Materialien weiterführende Literatur und da steht neben George Orwells "Farm der Tiere" auch "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann und "Hotel New Hampshire" von John Irving. Aufregend. Ich suche nun Gemeinsamkeiten, ohne eines der Bücher gelesen zu haben.

Samstag, 9. Mai 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 21.


2012 neigt sich dem Ende. Jedenfalls in meinem Bücherregal mit den ungelesenen Büchern. In dem Jahr habe ich nur sehr wenige Bücher gekauft bzw. geschenkt bekommen. Angeblich nur zwölf. Diese Zahl kommt mir sehr niedrig vor, aber nachdem ich 2012 auch nur 19 Bücher gelesen habe, könnte das vielleicht sogar stimmen. 2012 habe ich meine Bachelorarbeit geschrieben. 2015 schreibe ich meine Masterarbeit. Von den zwölf 2012-Büchern habe ich drei geschenkt bekommen und alle drei wurden mir von Herrn Gatsby geschenkt. Darunter "Der große Gatsby", "Das dreizehnte Kapitel" von Martin Walser und das heutige SuB-Buch:

Markus Erdmann ist Gagschreiber und hasst seinen Job. Sein Leben hasst er auch. Öde Sonntage bei den Großeltern, der Rest der Woche ist auch nicht spannender. Dann trifft Markus im Zug Janne. Die ist mit ihm zur Schule gegangen und spielt in einer ganz anderen Liga. Überraschenderweise scheint sie sich für ihn zu interessieren. Kann sie Markus aus seinem Elend erretten? Oder eher Onkel Friedrich, der legendäre Kaffeekoster aus dem Hamburger Freihafen, den sie die "Zunge Europas" nennen?

So steht es geschrieben auf "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk. Ich weiß nicht mehr, wann ich das Buch geschenkt bekommen habe (Geburtstag? Weihnachten? Allerheiligen? "Yay, du hast deine Bachelorarbeit fertig!"?) und Herr Gatsby weiß es auch nicht, aber dafür hat das Buch einen Sticker auf dem Strichcode kleben, damit man den Preis nicht lesen kann. "Lesen mit Ludwig!" steht da drauf und damals, als ich noch Buchhändlerin war, fand ich das ja immer ein bisschen dämlich, einen Sticker auf das Buch zu kleben, weil das so auffällig ist und es außerdem so leicht ist, den Preis rauszufinden, es gilt die Buchpreisbindung in Deutschland, überall kostet ein Buch gleich viel, auch, wenn das viele Menschen nicht wissen. Aber unsere Sticker waren wenigstens so lang, dass man damit den kompletten Strichcode überkleben konnte, dann sah das ein wenig besser aus. Außerdem konnte man sich die Sticker auch sehr gut aufs T-Shirt kleben, wenn man mal sein Namensschild vergessen hatte. 
Heinz Strunk! Wann meine Begeisterung für ihn begonnen hat, kann ich auch nicht mehr rekonstruieren, ich mag den aber irgendwie. Und seit wir Fraktus gesehen haben (guckt den Film), mag ich den noch ein bisschen lieber. Ich sollte nach Hamburg fahren. Sollte ich eh immer, aber ich sollte das auch mal wegen Heinz Strunk machen. Jawohl. Auch, wenn ich "Fleckenteufel" nicht wirklich gut fand. Vielleicht versöhnt mich die Zunge (wer sich hier verliest, ist doof). Sollte ich bald mal lesen. Ist ja nicht besonders dick. Lenkt bestimmt ab.

Samstag, 2. Mai 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 20.


Bevor es gleich weitergeht mit dem Exposé für meine Masterarbeit, schreibe ich erfreulichere Dinge. Blogeinträge. Zum Aufwärmen der Finger, oder so. Dazu gibt es Tee und einen Brownie. Und welches Buch?

George Duroy ist ein Mann mit großen Ambitionen und bescheidenen Fähigkeiten. Dennoch erklimmt er über Nacht die Karriereleiter als Journalist und steigt in die vornehme Pariser Gesellschaft auf. Er sieht blendend aus, hat eine überwältigende Ausstrahlung und unwiderstehlichen Charme - und ein untrügliches Gespür dafür, was ihn nach vorne bringt und zum Liebling aller macht, zum BEL AMI.

Bel Ami also. Durch meine grandiosen Französischkenntnisse (aus irgendeinem Grund ist am Mittwoch Französisch ausgefallen, der Dozent kam einfach nicht, ich bin untröstlich) versteh ich nun, dass Bel Ami kein Name ist, wie ich es eigentlich gedacht habe, sondern, dass das "schöner Freund" heißt. Wuhu! Geschrieben wurde das Buch von Guy de Maupassant und zwar vor ein paar Jahren. 1885, um genau zu sein. Und weil Robert Pattinson ja bekanntlich ein Vampir ist, müsste er damals den Veröffentlichungstermin schon miterlebt haben. Und ist jetzt auf dem Cover meines Buches. Weil das eine Filmausgabe ist. Ohne Fotos im Buch. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen habe. Obwohl der Film in Budapest gedreht wurde. Liest du das, Herr Gatsby? BUDAPEST! Budapest sieht also aus wie Paris, dann können wir da doch im Sommer hinfahren und ich kann mit meinen Französischkenntnissen angeben. Das wird ein Spaß. 

Und weil ich gerade eine willkürliche Seite des Buches aufgeschlagen und ein amüsantes Zitat gefunden habe, gibt es jetzt noch ein Abschlusszitat, dann geht es weiter mit dem Exposé. Mir fehlen noch die Unterpunkte Zielsetzung und Vorgehensweise/Methode. 

Überall hörte man sagen: "Sehr spaßig dieser Keller, sehr hübsch."

Samstag, 25. April 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 19.


Something is coming ... 
Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgeände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu  machen. Doch dann geht irgendetwas schief - völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte. 

"Der Übergang" von Justin Cronin. Hallo, dickes Buch. Wann genau soll ich dich jemals lesen? Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen, nur noch dünne Bücher zu kaufen. Wenn etwas wirklich wichtig ist, kann man es auch auf wenigen Seiten ausdrücken. Oder so ähnlich.

Wie man hier sieht, steht das Buch seit 2012 bei mir. Von den dort abgebildeten Büchern habe ich bisher nur "Die Liebeshandlung" von Jeffrey Eugenides gelesen. "Bel Ami" habe ich, trotz Glitzervampir auf dem Cover, noch nicht gelesen (und auch noch nicht gesehen. Also den Film) und die Lotte ist aus meinem Bücherregal zu Herrn Gatsby gewandert.

Übergang - In meinem Kopf ist das ja irgendwie mit Vampiren verbunden, auch, wenn das ja bereits in einem Kommentar wiederlegt wurde und ich jetzt auch beim lesen von anderen Rezensionen keinen wirklichen Anhaltspunkt für meine Annahme finde. Warum denke ich das dann immer? 
Bei dem Buch macht mir ja nicht nur die Länge des einzelnen Buches Sorgen, sondern auch die Tatsache, dass es noch zwei weitere Bände gibt bzw. geben wird, wenn ich das gerade richtig gesehen habe, ist der englische Teil 3 erst für den Herbst angekündigt. Und irgendwie stehe ich langen Buchreihen skeptisch gegenüber. Die sind so - lang. Und meist gibt es einen Band, der nur Füllmaterial enthält. Und sowas ist ärgerlich. Es hat schon einen Grund, warum ich mit ASOIAF nicht weiterkomme.

In meiner Kopfwunschvorstellung werde ich ja dann einfach ab August einen hochbezahlten Job haben, der mir genügend Zeit lässt, die ganzen ungelesenen Bücher zu lesen und dann kann ich mich auf den Balkon setzen und auch "Der Übergang" lesen. In einer Rezension stand nämlich, dass man das Buch nur bei Sonnenschein lesen sollte, weil man eh ganz fiese Albträume bekommen wird. Oh weh. Gruselige dicke Bücher sind ja noch schlimmer als dicke Bücher alleine ...

(Trotzdem möchte ich das Buch nicht hergeben, weil es mich interessiert. Ich will meine Vampirgedanken verlieren und das geht am besten durch die eigene Lektüre)

Samstag, 18. April 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 18.


Richard Powers erzählt eine Geschichte voll Anmut und Schönheit über eine Familie mit zwei Hautfarben und einer Leidenschaft: Ein chinematographischer Roman über Amerikas jüngste Vergangenheit, über die Lüge, auf der seine Gegenwart baut, und eine einzigartige Liebeserklärung an die Musik.

Das ist - laut Klappentext - "Der Klang der Zeit" von Richard Powers. Elke Heidenreich sagt auf dem Cover dazu: "Ein wunderbares Buch.". Sagt sie das nicht immer, wenn sie ein Buch gut findet? Ich mag es auch, dass der Heidenreich-Sticker schon fast abfällt und umgeknickt ist. Das Buch wehrt sich! 

Ich weiß, dass ich dieses Buch von einer Forumsfreundin gekauft habe. Und nachdem in meiner Bücherliste steht, dass ich das Buch seit 2011 habe, muss das wohl 2011 gewesen sein. Was ich ganz besonders an dieser Ausgabe mag, ist das Lesebändchen. Ich kenne Lesebändchen nur von Hardcover-Büchern, aber dies hier ist ein Taschenbuch und ich weiß nicht, ob die Vorbesitzerin das Lesebändchen selbst eingeklebt hat oder ob das vom Verlag ist. Auf jeden Fall wertet es das Taschenbuch auf. Lesebändchen für alle! 

Mehr kann ich auch nicht zu "Der Klang der Zeit" sagen. Ich weiß nicht mehr, warum ich das Buch haben wollte. Ich weiß, dass ich das in nächster Zeit nicht lesen werde, weil es schon arg dick ist und mich das Thema derzeit nicht reizt. Bestimmt ist das ein furchtbarer Fehler, wie mir jetzt alle Menschen sagen werden, die das Buch schon gelesen haben. Aber dann - überzeugt mich. 

Ich sollte nämlich gerade eigentlich nicht fremdlesen, sondern mich auf die verbliebenen 300 Seiten meines Briefwechsels konzentrieren. Und auf die drei Biografie-Erinnerungsbücher, die ich noch lesen muss. Muss. Muss. Muss. Im Muss-Lesen war ich schon in der Schule sehr schlecht. Aber ich habe mir vorgenommen, bis Ende nächster Woche den Briefwechsel zu beenden und nebenbei kein Freizeit-Buch zu lesen. Als Ablenkung gibt es nur Erinnerungen von Brigitte Bermann Fischer. Und wenn ich nicht gestorben bin, dann lese ich noch heute. Oder so ähnlich.

Samstag, 11. April 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 17.


Da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da-da!

Mehr muss ich doch wohl nicht schreiben, oder? Schließlich weckt mich so mein Wecker. Das erkennt man doch. Insbesondere an diesem Wochenende! Und ich kann wirklich nichts dafür, dass ausgerechnet an diesem Wochenende dieses SuB-Buch dran ist. Hätte ich mal meinen eigentlichen Plan umgesetzt, hätte ich das Buch bis zu diesem Wochenende gelesen.

Denn es geht um - "Game of Thrones" (wie gut ich das Intro mit Da-Da nachstellen kann!)! Am Sonntag/Montag beginnt die neue Staffel und passenderweise liegt nun "A Feast for Crows" von George R. R. Martin vor mir. Aus diesem Schuber.

With A Feast for Crows, Martin delivers the long-awaited fourth volume of the landmark series that has redefined imaginative fiction and stands as a modern masterpiece in the making.
After centuries of bitter strife, the seven powers dividing the land have beaten one another into an uneasy truce. But it's not long before the survivors, outlaws, renegades, and carrion eaters of the Seven Kingdoms gather. Now, as the human crows assemble over a banquet of ashes, daring new plots and dangerous new alliances are formed while surprising faces - some familiar, others ony just appearing - emerge from an ominous twilight of past struggles and chaos to take up the challenges of the terrible times ahead. Nobles and commoners, soldiers and sorcerers, assassins and sages, are coming together to stake their fortunes ... and their lives. For at a feast for crows, many are the guests - but only a few are the survivors.

Passt der Klappentext nicht quasi zu jedem Band von "A Song of Ice and Fire"? Everybody dies. Und ich bin komplett damit überfordert, dass die Serie quasi gleich schon wieder anfängt. Ich hab (wie immer) schon wieder alles vergessen. Ned Stark ist tot. Und ich weiß auch gerade gar nicht mehr, ob "A Feast for Crows" nicht schon teilweise in der vorherigen Staffel abgehandelt wurde. Wahrscheinlich schon. Was mich nicht stört. Ich bin komplett spoilerresistent. Ich merke auch gerade bei "Gone Girl", das ich gerade lese, wie gut das ist, den Film vorher schon gesehen zu haben, weil ich da dann nicht ständig das Bedürfnis habe, nachzugucken, wer der Mörder ist. Allgemein gesprochen.

Ich hoffe sehr, dass ich während/nach der neuen Staffel "Game of Thrones" dann auch mal wieder Lust habe, die Bücher weiterzulesen. Aber irgendwie. Die sind alle so dick. Und so englisch. Und alle sterben immer. Wobei das in Buchform weniger schlimm ist als in Serienform. Ich HASSE die Folge "The Mountain and the Viper". Wie ich da erschrocken bin und wie sehr man da meine kleine heile Welt kaputt gemacht hat. Furchtbar. Und trotzdem guck ich weiter. Und trotzdem mag ich "Game of Thrones" sehr. 

(Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, dass ich "Game of Thrones mag", ohne in große Fan-Ausbrüche zu verfallen, aber dann ist mir gerade eingefallen, dass ich extra mal nach Stuttgart gefahren bin, um Tom Wlaschiha zu sehen und zu hören. Hach, damals. Aber ich fahre NICHT nach Hamburg, um George R. R. Martin zu sehen und zu hören, auch, wenn es mir das Herz bricht, aber mehr wegen Hamburg.)