Dienstag, 11. Januar 2022

»Zum Paradies« von Hanya Yanagihara


Originaltitel: »To Paradise« - Aus dem Englischen von Stephan Kleiner - Erschienen bei Claasen - Januar 2022 - Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

Was bindet Menschen aneinander? Existiert eine größere Freiheit als die Freiheit zu lieben? Wie viel Unfreiheit ertragen wir im Tausch gegen Gesundheit? Wer sind wir, wenn niemand sich mehr an die Welt unserer Kindheit erinnert? Was würden wir tun, um die zu schützen, die wir lieben? Was passiert mit uns, wenn wir dazu nicht mehr in der Lage sind? Und was sind wir bereit zu verdrängen, um an das irdische Paradies zu glauben? Der neue Roman von Hanya Yanagihara ist eine Aufforderung, eine Zumutung, ein Meisterwerk menschlicher Gefühle. Indem sie die Schicksale von drei Menschen aus drei Jahrhunderten in einem einzigen Haus zusammenführt, kann sie von beinahe allem erzählen, worüber sich heute zu erzählen lohnt.

Da ist es nun. Das Buch, auf das die Blog-Szene so lange gewartet hat. Der neue Roman von Hanya Yanagihara. Was kommt da nach »Ein wenig Leben«, einem der intensivsten Bücher, die ich je gelesen habe? Das sei an dieser Stelle schon einmal verraten: »Zum Paradies« muss den Vergleich mit dem großen Vorgänger nicht scheuen. 

Hanya Yanagihara erzählt in »Zum Paradies« nicht nur eine, sondern gleich drei einnehmende Geschichten, die zu drei unterschiedlichen Zeiten und in drei unterschiedlichen Welten spielen. Zentrum aller Geschichten ist ein Haus am Washington Square. Und es geht um nicht mehr und nicht weniger als das Leben an sich.

Sonntag, 9. Januar 2022

Neu im Bücherregal - Die Dezember-Bücher 2021

Ein letzter Blick zurück ins Jahr 2021. Mit einem bunt gemischten Bücherstapel, der neu eingezogen ist, fällt das leichter. Zu Weihnachten durfte ich einige sehr gewünschte Bücher auspacken und einige Rezensionsexemplare wurden mir geschickt, zu denen es demnächst Besprechungen geben wird. Mit diesem letzten Beitrag zu den Bücher 2021 schließt sich aber auch ein Kapitel. 2022 möchte ich statt den neu eingezogenen Büchern jeden Monat die gelesenen Bücher kurz vorstellen. Mal sehen, wie gut das funktioniert. Ich hoffe, dieser neue Monatsrückblick wird euch auch gefallen. Im Februar dann mehr dazu. Nun also der Blick zurück auf die Dezember-Bücher:


Freitag, 31. Dezember 2021

Bücherliste 2021

Das war es also nun. Das Jahr 2021. Und wieder einmal beende ich das Jahr, indem ich alle gelesenen Bücher auf einen hohen Stapel aufschichte und hoffe, dass ich davon nicht erschlagen werde. Waren es 2020 noch 84 gelesene Bücher, so hat sich diese Zahl 2021 noch ein klein wenig erhöht. 90 Bücher habe ich in den vergangenen 12 Monaten gelesen. Das ist doch ganz nett. Und trotzdem hier nochmal der Hinweis: Lesen ist kein Wettbewerb, lest so viel oder so wenig, wie ihr möchtet. 

Diese bunte Stapelei macht mich auf jeden Fall sehr glücklich, weil da doch sehr viele, sehr gute Lesestunden drinnen stecken. Wie war das mit den Lesevorhaben? Mehr Camus und Beauvoir? Hat nicht ganz so gut funktioniert, aber ich habe ein Buch über Camus gelesen, das ist doch auch etwas. Beste Überleitung: Durch »Camus« und »Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben« hat sich Iris Radisch einen Platz auf der Liste der Autor*innen, die ich am häufigsten gelesen habe, gesichert. Die Liste ist nicht besonders lang, von Iris Radisch,  Christelle Dabos und Daniel Schreiber habe ich jeweils zwei Bücher gelesen, von Rebecca Solnit drei Bücher und schon ist die Liste zu Ende. Insgesamt sind wieder mehr Frauen auf der Bücherliste gelandet, ohne, dass ich darauf besonders geachtet hätte. Und wie sieht es mit Plänen für das nächste Lesejahr aus? Mehr Backlist-Lesen! Das wäre doch mal was (da passen dann auch wieder Camus und Beauvoir dazu). 

Hier nun aber die Liste der gelesenen Bücher 2021:

Montag, 27. Dezember 2021

Meine 5 Leseperlen 2021

Ich war schon kurz davor, die Anzahl der Lieblingsbücher für dieses Jahr zu erhöhen, weil ich so gerne noch ein, zwei, drei mehr Bücher auf diese Liste gesetzt hätte, aber ein wenig sollte ich mich schon an meine eigenen Regeln halten. 2021 war viel Zeit für viele Bücher, wie viele genau, wird in ein paar Tagen die Leseliste zeigen. Fünf davon haben sich einen Platz unter den Leseperlen gesichert (die Auswahl für 2020 findet sich hier) und bei jedem der Bücher kann ich mich noch genau an die schönen, amüsanten, lehrreichen, traurigen, faszinierenden Lesestunden erinnern. Das ist doch mal eine gute Sache. 

Deswegen nun also mit einem kleinen Tusch: Meine fünf Lieblingsbücher, die ich 2021 gelesen habe:

Sonntag, 19. Dezember 2021

Vier (+ 2) Bücher für ... die 30er

Zu Beginn des Jahres habe ich mir ein Wort überlegt, welches mich 2021 begleiten sollte. Es wurde »Gelassenheit« und ich kann schon mal verraten, dass das mit der Gelassenheit in diesem Jahr nicht so wirklich oft geklappt hat. Nicht besser als in jedem anderen Jahr. Wahrscheinlich war das mit mir und der Gelassenheit schon kein guter Start, denn als ich hochmotiviert das Wort in meinen Kalender geschrieben habe, habe ich mich direkt zweimal verschrieben. Sieht man dank einem weißen Korrekturstift nicht mehr ganz so stark auf der Seite, aber war schon der erste harte Test für meine Gelassenheit, weil es eben nicht perfekt aussieht. So ging es dann auch weiter. Gelassen sein und gelassen bleiben sind nicht gerade meine Stärke, obwohl ich stark hoffe, dass das mit dem Alter besser wird.

Und mit dieser genialen Überleitung kommen wir auch zur Überschrift dieses Beitrags. Vier (+ 2) Bücher, die sich famos lesen lassen, wenn man über 30 ist. Wenn man eigentlich irgendwie erwachsen sein soll und gleichzeitig vor jedem organisatorischen Telefonat drei Stunden panisch die Wand anstarrt. Wenn man keine Lust hat »Vater, Mutter, Kind« zu spielen und stattdessen lieber selber den ganzen Schokopudding essen will, während man Disney-Filme guckt. Wenn man sich bei der Arbeit fragt, wie es dazu kam, dass man plötzlich nicht mehr bei den Praktikant*innen und Volontär*innen sitzen darf, obwohl das Impostor-Syndrom doch so hart kickt. Willkommen in meinem Kopf. Da hat die Gelassenheit dann eben doch nicht so viel Platz, wie sie sollte. Stattdessen wurde das hier gelesen: