Montag, 28. Januar 2013

Anna Karenina Unchained.


Mann, oh Mann. Werd ich morgen viel im Zug lernen müssen. Aber gerade geht das nicht, nachdem ich heute schon meine Karteikarten  und eine 140-Seiten-Zusammenfassung durchgearbeitet habe. Wenn ich motiviert genug bin, dann les ich das später heute Abend noch einmal durch. Jawohl. Und dann hoffen wir alle das beste für Mittwoch. 16 Uhr. Man möchte brechen. 

Aber egal. Jetzt erstmal. Berichten wir von schöneren Dingen. Kinoausflügen!

Dienstag haben wir Anna Karenina gesehen und passenderweise hat uns Fräulein J. am Wochenende davor mehrere Bücher aus der Reihe "Meisterwerke der russischen Literatur" geschenkt, die hier nun überall verteilt herumstehen und gut aussehen. Deswegen gibt es davon ein Foto. Aber nur aus Angebergründen. So schöne Ausgaben!


Und eine Kinokarte! Zurück zum Thema also. Irgendwie läuft Anna Karenina nur noch in einem kleinen Kino und deswegen war ich sehr erstaunt, dass das wohl die "lauteste" Kinovorstellung war, die ich je erlebt habe. Popcorngeraschel! Unpassendes Gelächter! Menschen, die hinter uns in der Reihe sitzen und Herrn Gatsbys Kopf streicheln! Hö? Ich dachte das Zielpublikum dieses Filmes ist vielleicht ein bisschen - anders. Aber egal. Der Film war toll. Keira Knightley war toll. Natürlich war sie toll, denn sie ist Keira Knightley. Und ja, ich mochte die Kleider gar sehr. Und die Hüte mit Schleier! Aber das darf ich nicht zu oft erwähnen, deswegen zurück zum Film. Ich mochte die Theaterkomponente im Film sehr. Also, dass das ganze auf der Bühne, hinter der Bühne, im Zuschauersaal spielt. Dass aus diesem Ort herausgegangen wird, Orte ins Theater gebracht werden (das Feld am Schluss!). Alles sehr schön. Manchmal fühlte ich mich an Marie Antoinette erinnert. Die sitzt auch immer mit einem Buch in einem Feld. Immer! Und hat dabei weiße Kleider an. Immer! 
Der Darsteller von Wronski (Aaron Taylor-Johnson) hat mir sehr gut gefallen. Fast ein bisschen besser als Jude Law, wobei ich ihm wohl nur die Emottionslosigkeit vorwerfen kann und die ist in der Rolle begründet, also passt das irgendwie. 
Die Geschichte rund um Kitty und Lewin ist - lahm. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass wir über den Roman auch in der Berufsschule gesprochen haben und da fand ich diesen Teil auch schon lahm. 
Auf jeden Fall werd ich dann wohl mal demnächst Anna Karenina lesen. Jawohl. Nach der Prüfung. Nach der Prüfung wird alles gut.


Kontrastprogramm (obwohl. Die Szene am Bahnhof fand ich auch ein bisschen sehr - blutlastig ...) dann am Samstag mit Django Unchained. Natürlich nur wegen Christoph Waltz. Natürlich! Und natürlich ist er toll. Auch oder gerade weil die Rolle ähnlich wie Hans Landa in Inglorious Basterds ist. Ich muss sagen, insgesamt war mir der Film ein bisschen zu sehr blutig. Insbesondere der Schluss übertreibt es doch ein biiiiiiisschen. 100 Liter Blut weniger wären auch okay gewesen. Und die Einschlagskraft der Monition hätte auch ein klein wenig weniger sein können. Ich muss bei sowas dann immer auf mein Knie starren. Hnng. Ansonsten hat mir die erste Hälfte weit besser gefallen, als die zweite (fuck yeah, Filmvorstellung mit Pause). Denn die erste Hälfte hatte noch einen sehr viel höhreren Komikanteil. Oh mein Gott, die Szene mit dem Ku-Klux-Klan. Außerdem mag ich Leonardo Di Caprio immer mehr. So ein guter Schauspieler. Kann der bitte endlich mal einen Oscar gewinnen, bittedanke? 

Nun werde ich aber die Welt der Filme verlassen und kochen. Und meine Tasche für den wunderschönen Ausflug nach Bayern packen. Und nochmal lernen. Und morgen dann wieder schön 6 Stunden im Zug sitzen. Ein Spaß. Hoffen wir, dass die Heizung dieses Mal nicht ausfällt ...

Donnerstag, 24. Januar 2013

Arbeitsplatzwechsel. Jetzt!


Hab ich ihn nun endlich gefunden? Ganz zufällig und unverhofft? Meinen Traumberuf. Ich möchte bei Starbucks arbeitet und Namen auf Becher schreiben und daneben lustige Dinge draufmalen. Kaffeebecher bemalen war schließlich schon immer meine große Leidenschaft.
(Oh Gott, ist das alt. Oh Gott, war ich jung. Oh Gott, wie sehr vermisse ich die normale Studienzeit mit Vorlesungen ...)

Eigentlich möchte ich ja noch berichten, dass der Starbucks-Kaffeemensch auf mein "Ja, bitte mit Sahne" entgegnete "Wenn schon, dann richtig, ne?!" und ich dann etwas verunsichert war, weil sich das so angehört hat, als dürfte ich keine Sahne essen, aber ich habe eigentlich mit mir selber ausgemacht, dass ich nur bis 20 Uhr Internetkrams machen darf, danach wird gelernt. Denn bald ist die Prüfung und nichts ist in meinem Kopf und ich will das aber dieses Mal schaffen, ich muss das dieses Mal schaffen und deswegen ist jetzt Schluss. Sucht euch eine andere Beschäftigung. Liebt mal!

Sonntag, 20. Januar 2013

Kinderbeschäftigung mit Lego.

Als Geburtstagsgeschenk für Herrn Gatsby besuchten wir gestern die Lego-Ausstellung in Hamburg bzw. in Harburg mit dem Oberthema "Zeitreise". Viele bunte Legosteine! Viele bunte Legobauten! Ich will auch so viel mit Lego bauen dürfen. Buhuhu. Störend war nur die vielen Kinder. Höhö. Und die Ausstellung war ein bisschen klein. Außerdem hätte ich auch gern ein Lego-Ausmalbild ausgemalt. Und ein Lego-Mammut hätte ich jetzt auch gerne. 

Anfangs konnte ich noch die fancy Kamera von Herrn Gatsby benutzen, dann war aber der Akku leer und ich musste auf meine unfassbar tolle Handykamera umsteigen. Das ist natürlich super, wenn alle Modelle hinter Glas stehen und man eigentlich auf Details achten möchte (weil, bei jedem Modell gab es ein Ding, welches nicht zu der abgebildeten Zeit passte. Nein, wir haben sicherlich nicht alle Dinge gefunden).

Freitag, 18. Januar 2013

Der freie Freitag

Ich habe heute frei. Das ist so ungewöhnlich, dass ich es selber noch gar nicht glauben kann und heimlich auf unserer Internetseite rumsurfe und Sachen überprüfe (in der Kategorie "Sonstiges" sind drei Inserate falsch einsortiert und es fehlen Bilder!!!! Wah!!!!). Außerdem habe ich den freien Tag bisher noch nicht für das genutzt, für was ich ihn eigentlich nutzen sollte. Nämlich lernen. Ich war stattdessen einkaufen und habe beim Nachbarn mein Paket abgeholt. Wuhu! Paket! Der Nachbar ist weniger zum "wuhuen", weil er mir das Paket einfach so in die Hand gedrückt hat, ohne mich zu kennen. Ich meine, da hätte ja jetzt wohl jeder mit dem Zettel kommen können. Den er gar nicht sehen wollte. Also, den Zettel. Das ist doch doof. Aber egal. Hauptsache ich habe mein Paket. Mit wichtigem Inhalt:


Denn meine alte, große Tasche hat sich dazu entschieden ein bisschen zickig zu werden, wenn es darum geht, den Reissverschluss zu schließen. Eigentlich könnte man sagen, es war überhaupt nicht mehr möglich, den Reisverschluss normal zu schließen. Nur rohe Gewalt half. Und ich bin doch kein Rohling! Deswegen begab ich mich auf die anstrengende Suche nach einer neuen Tasche. Die zwar groß sein sollte, aber nicht groß aussehen sollte! Und ich wollte lieber eine Umhängetasche, denn nur kurze Henkel sind irgendwie nichts für mich. Dann rutscht die Tasche immer. Das nervt. Diese wunderbare Tasche von Mexx hat nun lange Träger und kurze Henkel, eine andere Farbe als die alte Tasche und hat Platz, sieht aber nicht aus, als hätte ich meinen halben Hausrat dabei. Finde ich jedenfalls. Bisher gefällt sie mir sehr gut. Mal gucken, ob da im Zweifelsfall auch mein Laptop reinpassen würde. Das wäre nämlich wunderbar. 

Und weil ich dann schon am Ausräumen der alten und Einräumen der neuen Tasche war - What's in your pocket, my precious?


Nabokov! Immer noch. Gestern habe ich im Zug sogar ein Stück weitergelesen und ich mag das Buch schon immer noch sehr gerne.
Taschentücher.
Kalender. Ich danke immer noch der edlen Senderin, die diesen Kalender nicht wollte. Ich finde ihn zauberhaft. Insbesondere weil er so schön schlicht ist und genau die richtige Größe hat. Vielleicht habe ich jetzt endlich das richtige Modell für mich gefunden.
Kugelschreiber. Und Kopfhörer. Komischerweise funktionieren jetzt wieder beide Hörer, obwohl letzte Woche nur der rechte Stöpsel funktionierte. Eigenartig. 
Geldbeutel. Bonbon. Kugummi. Mehdchentasche. Spiegel. Haarbürste. Feuerzeug und Make-up in Mousse-Form. Und natürlich der Schlüsselbund mit Hausschlüssel, Arbeitsschlüssel, Gimli, dem Wikinger und einem Rentiergeweihstück. 
Irgendwie ist meine Tasche schon ein wenig fad. 

Was nun auch in meine Tasche einziehen wird, ist das folgende Objekt, zu dem ich noch eine Geschichte erzählen kann. Wie spannend.

Es begab sich, dass ich bei Leonie Löwenherz an einem Gewinnspiel für einen Kalender teilnahm. Denn wir lieben alle Gewinnspiele und Kommentare schreiben ist einfach und ein Kalender, ja einen Kalender wollen wir doch alle (wir ignorieren jetzt einmal, dass ich ja bereits einen habe). Insbesondere wollen wir einen Kalender, wenn der auch noch so schick aussieht, wie der zu gewinnende Kalender. 

Also schrieb ich einen Kommentar und dann, dann bekam ich einige Tage später eine E-Mail von Leonie, dass ich gewonnen hätte. Einen Kalender. Wuhu? Ich gewinne sonst ja relativ selten etwas. Und es ist ja jetzt nicht so, dass da nicht genug andere Menschen mitgemacht hätten. Aber! Ich habe gewonnen und einige Tage später lag dann ein Umschlag im Briefkasten, auf welchen Herr Gatsby ganz neidisch war (denn auf dem Umschlag war passenderweise ein Bart gemalt, hihi). Ich präsentiere also nun:

Den Schnauzjahr-Kalender:






Hihihi. Ich bin schwer begeistert, denn ich mag das Design und das Format gar sehr. Und die Idee. Bärte! Überall Bärte! Nachdem ich jetzt aber schon zweimal erwähnt habe, dass ich bereits einen Kalender besitze, den ich auch sehr schick finde, werde ich den Schnauzjahr-Kalender nicht als Termineintragungskalender verwenden, sondern eher als kurzes Notiztagebuch. Wenn er schon so schick ist, dann soll er nicht schnöde beschriftet werden mit  "Prüfung, 30.01.2013 - 16 Uhr".

Nun dürft ihr alle kurz neidisch sein auf Tasche, Kalender und meinen freien Tag, denn gleich werde ich mit Lernen beginnen und dann kann man gar nicht mehr neidisch auf mich sein.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Blogg dein Buch - Christmas Stories

Schon lange wollte ich bei BloggdeinBuch mitmachen, doch habe ich es immer wieder aus den Augen verloren. Nachdem ich im Sommer das Unternehmen sogar in meiner Bachelorarbeit kurz erwähnt habe, habe ich es nun endlich geschafft mich dort zu registrieren und - was noch viel aufregender ist - ich schaffe es nun auch noch rechtzeitig, die erste Rezension zu schreiben. Wuhu!


Mitte Dezember habe ich das Hörbuch (kann man da Hörbuch sagen? Ich sag es mal, werde es aber gleich noch erklären. Jawohl) "Christmas Stories" vom Verlag Digital Publishing erhalten. Ich kannte den Verlag bzw. diese Art von Hörbüchern sogar noch aus meiner Ausbildung und bin damals schon ein paar Mal um verschiedene Titel herumgeschlichen. Wahrscheinlich habe ich mich deswegen für dieses Rezensionsexemplar entschieden.

Um was geht es?

"Christmas Stories" ist ein interaktives Hörbuch. Das heißt, man bekommt nicht nur eine Audio-CD mit dem gesprochenen Text, sondern auch noch ein Textbuch mit dem kompletten Text und einigen Vokabelhilfen, das heißt, Übersetzungen von schwierigen Wörtern UND eine CD-ROM. Spielt man die CD-ROM ab, wird einem der Text vorgelesen und man kann gleichzeitig mitlesen, weil der Text miteingeblendet wird. Ich habe das bei nur einem Text genutzt, weil ich die anderen beiden Texte sehr gut verstanden habe. Bei dem letzten Text fand ich es dann sehr praktisch, dass ich gleichzeitig hören und lesen kann, weil ich so den Text endlich verstanden habe, was beim reinen Hören nicht ganz möglich war (kann aber auch daran liegen, dass ich den Text gestern nach der Arbeit gehört habe und eigentlich lieber ins Bett wollte ...).

Und welche Texte habe ich mir nun angehört?

"Christmas Stories" ist eine Zusammenstellung von drei Weihnachtsgeschichten von drei verschiedenen englischsprachigen Autoren (hätte ich mal früher gebloggt, wäre das auch zeitthematisch besser. Blöderweise habe ich das Paket bekommen, als ich schon fast zum Weihnachtsbesuch nach Hause gefahren bin und da wollte ich es nicht mitnehmen und dann war Silvester und dann war ich zu faul und jetzt kann ich es machen, weil ich den nötigen Druck habe. Fuck yeah!).

Die erste Geschichte ist von Paul Auster und heißt "Auggie Wren's Christmas Story" und ist meine liebste Geschichte auf dieser CD. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie sehr selbstironisch mit dem Thema Weihnachtsgeschichte umgeht.
Even at their best, Christmas stories were no more than wish-fulfillment dreams, fairy tales for adults ...
Ja. Schon. Hat mich sehr amüsiert. 
Inhaltlich geht es in dieser Geschichte darum, dass der Schreiber (wohl Paul Auster selber) eine Weihnachtsgeschichte schreiben muss (MUSS!) und nicht weiß worüber. Das erzählt er seinem Zigarettenverkäufer und der wiederum erzählt im die Geschichte, wie er zu seiner Kamera gekommen ist, mit der er seit zwölf Jahren immer zur selben Zeit ein Foto von der selben Straßenecke macht. Sehr feine Geschichte, insbesondere weil der Weihnachtsanteil relativ gering ist.

Die zweite Geschichte "A Christmas Memory" ist von Truman Capote (Ich hab "Breakfast at Tiffany's" immer noch nicht fertig gelesen ...). Da hatte ich am Anfang etwas Probleme zu verstehen, wer die Protagonisten sind (irgendwie dachte ich, dass die Frau viel jünger ist und nicht über 60 ...), aber dann fand ich es eigentlich ganz  nett. 
When you're grown up, will we still be friends?
Eine alte Frau und ein junger Junge backen zu Weihnachten fruitcakes. Jedes Jahr, wenn das Wetter (bzw. die alte Frau) sagt, dass es fruitcake weather ist. Auch hier finde ich wieder schön, dass die Geschichte nicht zu weihnachtlich ist (kein Kitsch, kein Glitzer, kein Kirchenzeugs, keine Weihnachtsgeschichte mit Jesus, Engeln und Schafen). 

Die letzte Geschichte ist von John Updike, heißt "The Carol Sing" und hat mir am wenigsten gefallen. Es geht um einen Chor, der Weihnachtslieder singt, aber dieses Jahr ist das Singen anders, weil die wichtigste Stimme fehlt, denn der Mann mit der Stimme ist tot. Oh weh. In der Geschichte wird immer wieder gesungen und wahrscheinlich fand ich deswegen die Geschichte nicht so toll. Und wie am Anfang schon gesagt, beim reinen Hören hab ich erst nicht so viel verstanden, beim Hören und Mitlesen ging es dann besser. Trotzdem - nicht so tolle Geschichte und deswegen kann ich auch keinen Satz zitieren. Ha! So fies bin ich!

Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Zusammenstellung an Geschichten nett fand, dass ich das Konzept "Interaktives Hörbuch" sehr gelungen finde, weil man so nicht nur englische Texte hören, sondern bei Schwierigkeiten diese auch noch nachlesen kann (und das entweder im Textbuch oder eben mit der CD-ROM) und dass ich mir mal das restliche Angebot von digital publishing wohl nochmal angucken werde, weil ich doch immer ein großer Fan davon bin, wenn es darum geht meine Englischkenntnisse zu verbessern. Und das sollte mit so einem Hörbuch doch eigentlich recht gut gehen ("Christmas Stories" hat die Schwierigkeitsstufe A2 - fortgeschrittene Anfänger. Das muss doch noch zu toppen sein!).

Wer nun gerne im nichtverschneiten Januar Weihnachtsgeschichten hören möchte, kann sich das Hörbuch bestellen.

Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, dieses Hörbuch für BloggdeinBuch zu hören und darüber zu schreiben und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich mir ein anderes Buch von BloggdeinBuch aussuchen kann.