Sonntag, 29. August 2010

Was du heute kannst besorgen

Nachdem ich heute endlich mal wieder mein Zimmer aufgeräumt habe, habe ich zusätzlich auch endlich mal meine neue Laptoptasche (welche normalerweise rosa ist, was man auf dem Foto aber dank Webcam nicht so wirklich erkennen kann) etwas aufgehübscht. Mit einer Eule. Was man natürlich erkennt. Wehe irgendwer sagt was negatives! Ich find es sehr reizend.

Nebenbei lade ich mir gerade Skype runter um voll toll zu sein. Ausserdem will ich mich an dieses Programm langsam gewöhnen, damit ich es dann in Finnland ständig benutzen kann, jawohl.

Ich möchte gerne Eat, Pray, Love weiterlesen, weil bisher war das ganz nett und ich möchte den Film angucken aus sehr eigenartigen Gründen, weil normalerweise mag ich Julia Roberts nicht so arg, aber auf dem Plakat sieht sie sehr hübsch aus, ebenso wie der Typ. Reicht das als Grund um einen Film anzugucken? Ja. Ich denke schon.

Auf den Urlaub Ende September freu ich mich schon ganz arg. Jetzt habe ich ein neues Ziel zum Zählen. Und ich brauche noch ein Hotel in Hof. Falls da jemand was kennt.

Freitag, 27. August 2010

Die unrühmliche Geschichte der Frankie Landau-Banks

Das Cover versteht man erst wenn man das Buch gelesen hat, davor fand ich es etwas irritierend. Aber!
Buch ist toll. Hach.

Ich erwische irgendwie sehr oft Internatsgeschichten-Bücher, vermutlich ist das noch ein Überbleibsel aus meiner Hanni-und-Nanni-Leidenschaft. Hier also auch wieder Internat. Elite-Internat in den USA.
Und es ist soooo toll.
Also nicht Elite-Internat in den USA, sondern das Buch.
Weil ich mag die Frankie.
Über den Sommer plötzlich verwandelt (wegen dem Brustwachstum, ne) wird sie nun wahrgenommen von den männlichen Bewohnern des Internats, kriegt einen der angesehensten Jungs der Schule ab und - findet das genügt nicht.
Hurra!
Ohne extremes feministisches Denken versucht sie die steifen und elitären Männer-Denkweisen eines Geheimbundes zu untergraben.
Hach.

Ich fands toll. Auch wenn es kein richtiges "Happy End" für Puschelhäschen gibt. Trotzdem fein.

Hab ich jetzt auch schön in einer Woche während den Zugrückfahrten durchgelesen (Nur Rückfahrt, weil auf der Hinfahrt muss ich schlafen).

Ich bin immer wieder erstaunt welches Gespür Carlsen für gute Bücher hat. Also. Meistens. Carlsen, machste gut. Kriegst ein Sternchen von mir.

Das Buch bekommt 5 von 5 Guppys. Weil ich gerade in guter Stimmung bin.

Freitag, 20. August 2010

Nach vier Wochen

Kann ich kurz ein kurzes Zwischenfazit für den ersten Monat meines Praktikums stellen - Satz Nummer 1, den ich bei fast jedem Telefonat hören "Bei Ihnen arbeiten Menschen???".

Und das finde ich irgendwie traurig.

(Okay, manchmal find ich es auch lustig, wenn man mich fragt ob das mein richtiger Nachname ist ... bwahahaha, klar. Ich hab ein Pseudonym zum telefonieren)

Damit Hand in Hand geht diese Einstellung "Benutzen Sie den 'Kontaktieren Sie uns'-Link und schreiben Sie uns ne Mail", die ich, wo ich doch den direkten Kundenkontakt und die direkte Kundenansprache so gewöhnt bin, irgendwie nicht so toll finde.

Klar macht es mehr Arbeit.

Aber ich glaube es würde auch das Image des Ladens etwas verbessern.

Ansonsten bin ich ehrlich gesagt schockiert wie leicht mir das Telefonieren nach nur vier Wochen schon fällt. Und - wir sind mit unserer Liste schon so gut wie fertig. Ich glaub nächste Woche werden wir fertig. Ich hab dann zwar nur so ... ich glaub 60 Verlage angerufen von 200, aber hey! Ich find das schon gut. Und Kollege hat ja auch schon früher angefangen. Und überhaupt.

Am Montag habe ich ein "Date" mit meinem anscheinend neuen Chef. Das "anscheinend" bezieht sich auf das "Chef". Ich hab die genaue Position noch nicht genau verstanden. Ich find das eher niedlich, dass der sich mit allen aus dem Team trifft und dann auch noch mit der Praktikantin. Awwww. Und er ist Holländer. Und in meinem Outlook-Kalender steht jetzt für Montag eben "Kennenlernen" als Termin drinnen. Gnihihihihi. Und er will Kaffee trinken. Sehr niedlich.

Wochenende. Endlich. Wobei ich irgendwie finde die Wochen vergehen gerade sehr schnell. Irgendwie fein.

Donnerstag, 19. August 2010

Man möchte brechen

Vielleicht bin ich leicht formbar. Kann sein.
Jedenfalls habe ich beschlossen, dass ich in nächster Zeit weniger Fleisch essen werde.

Und das liegt an diesem Buch.

Ich mag Herrn Foers Schreibweise ja schon bei "Extrem laut und unglaublich nah".
Doch das hier ist nicht zu vergleichen.

Hier bekommt man all die schönen Dinge, die man über Massentierhaltung irgendwo in seinem Bewusstsein tief verdrängt hat wieder auf einem Silbertablett präsentiert.
Die ungeschonte Wahrheit.
Zahlen, die etwas arg heftig sind.
Ideen, die einen nicht mehr loslassen (Warum essen wir keine Hunde, obwohl es so viele davon gibt und so viele in Tierheimen landen und das eigentlich total lukrativ wäre sie zu essen anstatt sie einzuschläfern oder eben im Tierheim ewig eingesperrt zu halten ...).

Die Misshandlungen der Tiere in Massentierhaltungen fand ich am heftigsten. Das ist wirklich nur noch beschämend. Wenn Schweinen die Augen ausgestochen werden, ihre Schnauzen "wie Mortadella" abgeschnitten werden, Kühen die Beine bei lebendigen Leib abgeschnitten werden ... ich könnte noch weiter machen, aber eigentlich will ich, dass sehr viele Menschen dieses Buch lesen.
Nein, man muss sich nicht bekehren lassen zum Vegetarier. Ich bin ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass ich ein richtiger Vegetarier werde. Aber ich finde es reicht schon für den Anfang wenn man mal wirklich bewusst darüber nachdenkt woher das Fleisch auf dem Teller herkommt. Und dafür ist "Tiere essen" wirklich sehr gut.
Herr Foer zeigt Alternativen.
Es gibt auch "gutes" Fleisch, Tiere die so artgerecht wie nur möglich aufgezogen werden, die draussen leben dürfen, die sich fortpflanzen können (das wusste ich beispielsweise nicht, dass die heutige Pute sich gar nicht mehr selbstständig fortpflanzen kann. Und das finde ich wirklich sehr krank ...), die sich einfach normal verhalten dürfen, ohne Medikamentencocktail im Essen, ohne Platzmangel, ohne künstlichen Tagesablauf.
Aber Herr Foer schreibt auch, dass es zwar sehr löblich ist zu versuchen nur "gutes" Fleisch zu kaufen und zu essen, am Ende steht für das Tier trotzdem der Schlachthof. Und egal wie schön sein Leben davor war - dort endet es. Und das meist auf brutale Art und Weise.

Ich weiß nicht ob ich das wirklich lange aushalte kein Fleisch bzw. weniger Fleisch zu essen. Was jetzt nicht unbedingt daran liegt, dass ich so waaaaaaaaaaaahnsinnig gerne Fleisch esse.
Es ist nur einfach bequemer.
Aber diesen Gedanken finde ich gerade sehr unerträglich.
Tiere müssen leiden weil ich es bequem haben möchte.

Deswegen gibt es in der Kantine gerade nur Nudeln. Und Salat. Yay, ich und Gemüse. Ein Spaß. Trotzdem. Ich will es versuchen. Und gucken ob ich es genauso lang aushalte wie Arbeitskollege. Muhahaha.

Ich habe nun Bruderherz das Buch zu lesen gegeben. Mal sehen wie er es findet.

Mittwoch, 18. August 2010

Vertrieb ist wie Prostitution

Mein erster Vertragsabschluss!

Ich bin ja so stolz auf mich! Hurra!

Okay. Eigentlich hab ich nicht viel gemacht, gestern dort angerufen, der Typ fand das ganze ganz toll schon irgendwie und hat schon gesagt, dass er zu 85% mitmacht, aber er muss das erst noch einmal absprechen und heute hat er dann Nachmittags angerufen und gesagt, dass er sich gerade angemeldet hat. Muhahahahahahahahahahahaha!

Ich bin ja soooooooooooooooooooooo toll im Verkaufen.

Gut, dafür hab ich noch eine Reihen von Kandidaten, die etwas arg nervig sind, weil sie ständig wegen den Konditionen verhandlen wollen, wo ich aber leider nicht so viel machen kann und der eine Typi nervt mich langsam richtig. Gestern hat er angerufen und meinte, er hätte in der Früh beim Duschen an mich gedacht ... ich weiß, dass das nicht so gemeint war wie es sich angehört hat, aber trotzdem. Bäh. Will nicht, dass alte Männer unter der Duschen an mich denken.

Eben jenen Typ habe ich heute gar nicht mehr angerufen, morgen dann. Sein Konditionenvorschlag ist eh kacke.

Dafür darf ich "kreativ" werden und einen Text basteln für ein Massenmailing. Hurra.

Ansonsten ärgere ich mich mit Excel herum, weil die Liste mit der wir arbeiten ständig hängt wenn ich etwas speichern will und dann sitz ich immer lustige 5 Minuten mindestens rum und kann nichts anderes tuen ausser dem sich drehenden Kreis als Mauszeiger zuzusehen. Spaß ohne Ende, sag ich euch.

Der Zug hatte heute Verspätung, weswegen ich eine Stunde später daheim angekommen bin als normal.

Ab nächster Woche ist Hasö wie letztes Jahr wieder beim Motorradfahren in Kroatien, soll ich wieder einen Countdown runterzählen lassen wie viele Tage schon vergangen sind an denen ich ängstlich auf mein Handy starre um endlich eine SMS von ihm zu bekommen, was mir sagt, dass er noch nicht in einen Reifenstapel gefahren ist?
Wohl eher nicht.
Keine Zeit fürs "ängstlich auf mein Handy starren".
Wir arbeiten ja.

Duschen, Bett. Ein Leben wie man es sich schöner nicht vorstellen kann.