Donnerstag, 31. Juli 2014

Fotobreze - Juli 2014

Es ist Juli, die Semesterferien haben angefangen und anscheinend hatte ich deswegen mehr Gelegenheiten Dinge zu fotografieren, weswegen der Beitrag diesen Monat länger ist. Ausgefuchst! 


// Neue Leidenschaft - Draw Something spielen. Hier: Twilight//
// In den Semesterferien gibt es keine Blockmalerei, oh weh //
// Wieder Draw Something. Hier: Einhorn //


// Die Sonne scheint nicht //
// Und deswegen bin ich ganz nass //
// Als Aufwärmgericht - zu viel Chili con Carne //


// Der erste Tag der Semesterferien - und erstmal einen Ausflug mit der Uni nach Regensburg machen//
// Uni-Nostalgie //
// Die Papier-Hausarbeit ist zum Glück auch endlich fertig //


// Dachs fühlt sich in letzter Zeit etwas einsam //
// Geheimes Übergabe-und-Kaffee-Treffen mit dem Bruder //
// Anna Karenina und Eis. Sehr wichtig//


// Ein Karton //
// Ein Sack Blumenerde //
// Und schon hat man einen schönen Balkon! //


// Auf dem Balkon kann man dann sitzen und lesen //
// Party oder Faulheit? //
// Hatte ich schon gesagt, dass man auf dem Balkon gut sitzen und lesen kann? //


// Mit Hut ... //
// ... und Füßen im Wasser ... //
// ... ist ein Ausflug in den Englischen Garten sehr schön (das sind alles MEINE Schuhe, die ich davor gekauft habe) //


// Ich träumte, dass mein Handy runtergefallen ist. Ich wache auf - und das Schlüsselbrett ist runtergefallen //
// Aua-Knie //
// Männer am Boden. Schmutzige Schuhe daneben //

Dienstag, 29. Juli 2014

The Selection Series by Kiera Cass


Komplette Serien rezensieren ergibt eh viel mehr Sinn, deswegen ist es ganz gut, dass ich bisher nicht wirklich was zu The Selection Series von Kiera Cass gesagt habe. Aber jetzt bin ich fertig, habe die Bücher kunstvoll fotografiert und kann berichten - ich mag das schon sehr. Und ich habe es auf Englisch gelesen, was relativ einfach zu verstehen war. Und billiger. Und man kann die Serie komplett lesen, bei der deutschen Übersetzung fehlt noch "The One" und der Zwischenband (Mir fällt gerade auf, dass ich die Serie auch noch nicht "komplett" gelesen habe, es gibt wohl noch einen Zwischenband "The Queen", aber der kommt wohl erst im Dezember raus).

Um was geht es denn? 

Jugendbuchdystopie! America ist ein Mädchen und kein Land. Lebt aber in Amerika. Jedenfalls in der geographischen Region, die mal Amerika war. Wohl eher die USA. Jedenfalls lebt America im Königreich Illéa, welches ein Kastensystem eingeführt hat. Ones sind die königliche Familie, Twos sind quasi Prominente, Politiker, Offiziere, Threes sind Lehrer und Professoren, Fours sind alle handwerklichen und kaufmännischen Berufe, Fives sind Künstler, Sänger, Maler, Sixes sind Putzkräfte, Sekretäre, Bedienungen, Köche, Sevens sind Gärtner, Bauarbeiter und Eights sind alle, die nicht arbeiten können und obdachlos sind. America ist eine Five, ihre Familie besteht aus Künstlern und sie singt und musiziert bei Parties von Twos, um Geld zu verdienen. Ihre große, heimliche Liebe ist Aspen, der ein Six ist, was ja ganz furchtbar ist, weil sie bei einer Hochzeit auch eine Six werden würde und dann könnte sie ja nicht mehr Musik machen.
Als Volksbelustigung gibt es die Selection, bei der in einer riesigen Castingshow eine Frau für den Prinzen Maxon gesucht wird. Das hat Tradition, das war schon immer so, also ist das toll. Und wie es der Zufall so will, wird America ausgewählt als eine der 35 Mädchen ins Schloss zu ziehen. Die Freude ist eher so semi-groß. Schließlich hat America doch Aspen. Blöderweise macht Aspen kurz vor Americas Weggang Schluss, weil er es nicht ertragen kann, dass sie wegen ihm eine Six werden würde. Ja. So ist das (Ich kann ja schon mal sagen, dass ich Aspen nicht mag. Die komplette Reihe über hat mich der am meisten genervt). 
America nimmt also jetzt bei der Selection teil. Es erwartet uns ein fancy Make-Over mit vielen hübschen Klamotten, Schmuck und allem. Natürlich ist America natürlich schön (Wortdoppelung mit Absicht eingebaut) und legt keinen Wert auf Schmuck und Kleider. Und weil sie so bodenständig ist, boxt sie beim ersten inoffiziellen Treffen den Prinzen. Sehr guter erster Eindruck. Trotz dieser Startschwierigkeiten befreunden sich America und Maxon, denn schließlich ist America nicht da, um Maxon zu kriegen, sondern sie will mit ihrem Aufenthalt ihre Familie unterstützen (denn man bekommt Geld dafür, dass man bei der Selection teilnimmt). Doch während die Anzahl der Mädchen im Schloss immer kleiner wird, wird die Anziehungskraft zwischen America und Maxon immer größer ... Und schon befindet sich America in der Gruppe der Elite - die letzten sechs Mädchen. 
Nebenbei gibt es immer wieder Attacken von Rebellen auf das Schloss, Aspen wird eine Wache im Schloss, America befindet sich in einem love triangle, findet Freundinnen und Feindinnen, macht sich beim Publikum unbeliebt, aber auch beliebt und weiß nie so genau, wie sie wirklich gegenüber Maxon fühlt.
Im letzten Band steht dann die spannende Frage im Raum - wen wählt Maxon? 

Der Bachelor meets Germany's Next Topmodel meets Dystopie. Das ist - grob zusammengefasst - The Selection Series.
Der Dystopie-Hintergrund bleibt im ersten Teil noch relativ undurchsichtig, das wird aber im zweiten und dritten Teil besser. Es gibt aber keine Hunger-Games-Revolution mit kämpfenden Heldinnen. Fand ich eigentlich ganz nett. Das love triangle nervt, wird aber im letzten Band sehr schnell aufgelöst. Der Zwischenband, mit zwei Geschichten mit Maxon und Aspen fand ich ganz nett, aber auch hier hab ich wieder gemerkt, dass mich Aspen nervt. Maxon gewinnt einfach von Anfang an. Und America mag ich, weil sie nicht anstrengend tollpatschig ist, was ja bei Jugendbüchern häufig vorkommt, damit die Protagonistin echt wirkt. Das klappt hier trotzdem. 

Es war mal geplant, aus der Buchreihe eine TV-Serie zu  machen, aber nach zwei unabhängigen Pilotfolgen wurde da leider nie etwas draus. Schade. Vielleicht ergibt sich da in den nächsten Jahre noch was, denn eigentlich fände ich das als Serie/Film sehr nett. Kleider! Castingshow! Dystopie! Eigentlich müsste das doch sofort klappen (Ich hab einen kurzen Ausschnitt aus einer der Pilotfolgen gesehen. Hahahahaha. Maxon benimmt sich da komplett Un-Maxonisch. Wie kriegt man das denn bitte hin?).

Insgesamt kann ich also sagen, dass ich The Selection, The Elite und The One sehr mochte. Entspannungsunterhaltung, bei der ich am Schluss wieder weinen musste. 

Sonntag, 27. Juli 2014

Unbestimmte Zeit.

Seit Tagen freute ich mich auf den Sonntag, weil in meinem Kalender für Sonntag wieder ein Termin feststand. Eine Heimfahrt, die ist lustig, eine Heimfahrt, die ist schön. Ansonsten sitze ich daheim und gucke Filme (der Test gestern ergab: Ich weine immer noch bei Sex and the City und weiß immer noch nicht, warum). Aber heute, heute nicht, denn heute stand eben ein Termin fest. 
Deswegen lief ich zum S-Bahnhof und kaufte mir eine Fahrkarte. Was sich immer als sehr kompliziert herausstellt, immer wähle ich irgendetwas falsches aus, weswegen der Preis nicht mit dem Preis übereinstimmt, der in meinem Kopf ausgerechnet wurde. Aber diese Schwierigkeit konnte ich noch meistern. Im Gegensatz zu der nächsten Schwierigkeit. 
In Pasing angekommen stand auf dem Gleis, auf dem mein Zug einfahren sollte, ein ICE. Der da nicht stehen sollte. Der eigentlich noch nicht mal dort halten sollte. Warum macht der Zug denn sowas? Niemand wusste es. Dann doch. Streckensperrung. Was mich erst nicht interessierte. Dann doch. Weil nämlich meine Strecke gesperrt wurde. Wegen eines Notarzteinsatzes. Auf unbestimmte Zeit. Sagte die Durchsage. Die Anzeige sagte für meinen Zug "60 Minuten Verspätung". Die beiden Zugführer, die zu dem ICE gehörten, lachten schon etwas irre und meinten, dass das wohl länger dauern würde. Was mich langsam doch etwas nervös machte. Ich lief herum, telefonierte und tauschte schlussendlich meine Fahrkarte wieder um. Was problemlos ging, der Mann am Schalter hat auch schon so traurig geguckt. 
Und so gab es doch keine lustige Heimfahrt. 
Ich habe mir Trost-Pommes gekauft und daheim Filme geguckt. Anna Karenina, weil ich Keira Knightley so sehr mag. Und (500) Days of Summer, weil ich Zooey Deschanel heiraten werde. Joseph Gordon-Levitt auch. Dann krieg ich Kuchen. Auf den Kuchen heute hab ich mich doch gefreut. Auf Menschen aber mehr. 


Freitag, 25. Juli 2014

Miese Schicksalstränen.

Niemand sollte "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" angucken, denn der Film ist fies und gemein. Genauso wie das Buch, aber zum Buch habe ich nie etwas geschrieben, außer die Mitteilung, dass ich eben jenes Buch gekauft habe. Ich weiß auch warum ich nicht mehr geschrieben habe. Weil das Buch fies und gemein ist. Genauso wie der Film, aber zum Film werde ich etwas schreiben, nämlich, dass er fies und gemein ist. 

Gestern gingen wir also ins Kino, der Saal war klein (sehr klein mit sehr wenig Beinfreiheit) und voll mit taschentuchbewaffneten Frauen (plus zwei Männer, die neben uns saßen und eigenartige Geräusche während des Films machten. Es waren aber keine Wein-Geräusche. Es waren auch keine Lach-Geräusche. Ich konnte das nicht zuordnen). Und man musste immer lachen, wenn eine Frau lautstark Wein-Geräusche machte, was ganz gut war, weil es vom eigenen Weinen ablenkte. Denn ja, ich habe geweint. Eigentlich aber nur zweimal. Einmal am Schluss der Amsterdam-Reise und dann ab der Beerdigungsprobe durchgehend bis zum Ende. Ich glaube, das deckt sich mit dem Wein-Anteil beim Buch. 

Besonders haben mir die Nachrichteneinblendungen gefallen, weil die zum Design des Buchcovers passten. Außerdem mochte ich die schauspielerische Leistung der Augenbrauen von Ansel Elgort, welcher Augustus Waters spielt.
Überrascht war ich, dass Willem Dafoe auftauchte, ich habe mich aber auch nicht wirklich vorher mit dem Film und dem Cast beschäftigt. Und ich fand die Assistentin sehr schick. Lotte Verbeek.
Was ich nicht mochte - die Klatschszene im Anne-Frank-Haus. Weil das schon im Buch total dumm war. Und im Film ist es auch dumm und im echten Leben wäre das auch dumm. Dumm. Dumm. Niemand klatscht, weil sich Jugendliche küssen. Selbst mit Krebsbonus klatscht da niemand. Gerade bei Krebsbonus klatscht da niemand! 

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat sich auf jeden Fall einen Platz unter den besten Wein-Filmen verdient, gleich neben "Die Frau des Zeitreisenden" und "Beim Leben meiner Schwester" (und "Sex and the City", wobei ich da nie weiß, warum ich weinen muss). 

Sonntag, 20. Juli 2014

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Semesterferien sind sehr gut dazu geeignet, mein mieses Lesepensum während des Semesters auszugleichen. Gestern bin ich mit Tampa fertig geworden und habe im Anschluss gleich mit dem nächsten Buch begonnen, welches ich gerade eben beendet habe. 
Dieses Mal habe ich mich in ein komplett anderes Genre verirrt, welches ich normalerweise nicht lese. Weil ich furchtbar ungeduldig bin und immer SOFORT wissen will, wer was warum wie gemacht hat. Trotzdem nun als mal ein Psychothriller. Eigentlich hatte ich auch am Anfang etwas Angst, weil ich ein furchtbarer Angsthase bin und seit gestern alleine bin, weil Herr Gatsby Ungarisch in Ungarn lernt, aber ich habe es trotzdem überlebt. Hurra!

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ...
Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig - verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den "Seelenbrecher" nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen - wie lebendig in ihrem Körper begraben.
Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt ...

Ja. Das ist schon etwas gruselig. Eingebettet ist die Geschichte rund um die Nacht mit dem Seelenbrecher in ein Experiment, welches ein Professor mit Studenten durchführt. Dafür müssen diese eine Patientenakte lesen. Die wir als Buchleser dann auch lesen. Darin erfahren wir, dass kurz vor Weihnachten ein Mann mit Gedächtnisverlust vor der Klinik gefunden wird. Da man nicht weiß, wer der Mann ist, nennt man ihn kurzerhand Caspar und ihm folgen wir auch als Buchleser durch die Ereignisse in der Klinik. Es fließt Blut, Menschen sterben und treten in Glasscherben, man versucht sich vor dem Seelenbrecher zu verstecken, was aber nur schlecht gelingt. Es geht um Hypnose, alte Fehler und das Gefangensein im eigenen Körper. 
Besonders gut hat mir das Post-It gefallen, dass auf einer Seite klebt und direkt Bezug zur Handlung herstellt. Yay, fancy Marketingideen! Ich hab noch keine Mail an die Adresse geschickt, ich trau mich nicht. Außerdem ist das Buch von 2008, ich weiß nicht, ob das überhaupt noch funktioniert. 
Ich fand das Buch ganz gut, weil es weniger um physische, denn um psychische Gewalt ging. Nur die Rätsel fand ich doof, weil ich im Rätselraten immer furchtbar schlecht bin. Und dann lösen die Protagonisten das immer voll schnell und ich komm mir voll dumm vor. 



Zum Abschluss noch mein Lieblingszitat vom Anfang des Buches:

"Mit Verlaub, aber das liest sich eher wie der Beginn eines Thrillers und nicht wie eine Patientenakte."

Höhö, wo du Recht hast, hast du Recht.


Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek. Erschienen bei Droemer Knaur