Freitag, 31. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 31.


Mein letztes Wort dieser wunderschönen Wort-Aktion ist Vaterland und ich hab ein wenig die Befürchtung, dass ich mich da wiederhole und die gleichen Dinge schreibe wie schon bei Bayern und Daheim.
Dass ich in Bayern daheim bin, weiß  man ja jetzt schon. Also ist quasi Bayern mein Vaterland. Oder Deutschland. Beides irgendwie. Nur leider finde ich das Wort und das dahinterstehende Konzept von Vaterland irgendwie doof. Ich kann nicht stolz auf ein Land sein, welches nur durch Zufall mein Geburtsland ist. Gut, vielleicht in meinem Fall nicht wirklich Zufall, meine Familie ist sehr ortsgebunden und nicht wirklich eine Wanderfamilie, aber trotzdem. Vaterland bzw. Vaterlandsliebe impliziert doch irgendwie stolz, oder seh ich das gerade falsch? Jedenfalls versteh ich das nicht wirklich. Ich finde auch nicht, dass wir Weltmeister oder Papst sind. Papst waren. Entschuldigung. 
Bei Vaterland muss ich auch immer an Mutter Natur denken und ich finde es lustig, dass es diese zwei Begriffe mit Elternfiguren gibt. Woher kommt es eigentlich, dass man die beiden Begriffe mit Elternfiguren besetzt? Zu Vaterland gibt es ja dann auch noch Vater Staat. Und Mutter Natur kommt auch bei den Schlümpfen vor. Die sieht auf jeden Fall sympathischer aus als alle Vorstellungen, die ich zu Vaterland und Vater Staat habe.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 30.


Kakteen. Ein schwieriges Thema. Denn die Beziehung zwischen Pflanzen im Allgemeinen und mir ist keine gute. Obwohl ich mir immer sehr viel Mühe geben. Die ersten Tage jedenfalls. Und ich finde Pflanzen auch meistens recht nett. Aber irgendwann vergesse ich die eben und dann weinen die, aber sie weinen nicht genug, um sich selbst damit zu gießen und dann sterben sie einen traurigen Tod. Außer die Blumen auf meinem Balkon. Die sind gestorben und im Anschluss wiederauferstanden. Denn jetzt blühen die Blumen als würden sie Geld dafür bekommen. Im Herbst! Man stelle sich das vor! 
Auch mit Kakteen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Obwohl man die ja eigentlich weniger gießen muss. Wenn ich mich richtig daran erinnere, hat ein Kaktus mal angefangen zu schimmeln ... Und ich hatte mal so ein grünes Blattding in Herzform von IKEA, das ist auch an Vertrocknung verendet. 
Überhaupt verstehe ich nicht, was an Kakteen denn so schön sein soll, dass man die sich in die Wohnung stellt. Die stechen. Und blühen gar nicht immer. Und man muss die abstauben. Wie dumm ist denn bitte eine Pflanze, die man abstauben muss? Für mich sind Pflanzen Dekoersatz, den man eben nicht abstauben muss. Ich hasse Staub. Überall ist immer Staub. Deswegen gibt es hier auch keine Deko. Und trotzdem Staub. Vielleicht sollte ich doch Pflanzen aufstellen. Da wären Kakteen trotzdem nicht meine erste Wahl. Dann lieber fleischfressend Pflanzen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 29.


Eigentlich dachte ich, dass ich den heutigen Beitrag nicht mehr rechtzeitig schreiben kann, weil ich gleich noch verabredet bin. Aber - Wunder der Technik - ich muss noch 20 Minuten warten und deswegen sitze ich jetzt im Computerraum der Uni und schreibe etwas übers Studieren. Wie passend! Der Raum wird gerade nur von zwei Studenten benutzt. Mich eingerechnet. Aber ich trau mich gar nicht so viel zu tippen, weil das so laut ist ...
Jedenfalls. Ich studiere. Ich studiere zum zweiten Mal. Nach dem Bachelor kommt nun der Master. Und wenn ich danach größenwahnsinnig bin, promoviere ich. Oder so ähnlich. Mein Bachelorstudium war anders als mein Masterstudium. Was erstens daran liegt (jetzt ist die zweite Studentin gegangen ...), dass ich jetzt an einer Uni studiere und nicht mehr an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. 
Ich glaube, ich würde doch nicht noch einmal BWL studieren. Obwohl es für mein jetziges Studium schon praktisch ist. Ich würde auch wahrscheinlich nicht noch einmal Buchwissenschaften studieren, obwohl ich mich über den Zettel, den ich nächstes Jahr erhalten werde und auf dem dann Master draufsteht schon freue. 
Bin ich zu kritisch? Bei BWL kann ich sagen, dass das einfach nichts für mich ist. Ich bin kein Manager-Typ, ich kann nicht rechnen und ich trage keine Perlenohrringe oder Poloshirts. Ich hatte nie einen Burberry-Schal. Sehr traurig. Bei Buchwissenschaften finde ich viele kleine Dinge in der Organisation des Studiums ärgerlich. Aber eigentlich gefällt es mir ja schon irgendwie. Dieses Semester gefällt mir besonders, weil ich mir alle Kurse freiwillig ausgesucht habe und nur Dinge mache, die mich interessieren bzw. bei denen ich denke, dass sie mich interessieren. Und ich hoffe immer noch, dass ich bis Januar ein Thema für meine Masterarbeit finde. Falls jemand eins übrig hat - ich nehm das gerne. 
Studieren ist eine feine Sache, weil man sich seine Zeit sehr frei einteilen kann, man bekommt Rabatte beim Theater (gerade habe ich Karten für "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" gekauft) und ein Semesterticket für den Nahverkehr. Man darf sich mit dem Bafög-Amt rumärgern, eine Erfahrung, die einen fürs Leben stärkt. Und man trifft sehr viele prima Menschen. 
Studiert alle mal ein bisschen mehr. 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 28.


Über das heutige Wort freue ich mich sehr und irgendwie hatte ich fast erwartet, dass das noch kommt. Finnland. Man könnte sagen, dass Finnland Josefina und mich verknüpft, auch wenn das sehr weit hergeholt ist, aber wir waren beide in Finnland. Das muss doch verknüpfen. Außerdem ist Josefina ja quasi Schuld, dass ich nach Finnland gegangen bin.

Für alle Menschen, die es nicht wissen - ich hab 2011 mein Auslandssemester in Finnland verbracht. Genauer gesagt in Helsinki. Eigentlich wollte ich lieber in die Schweiz, nach Holland oder nach Schweden. In den Ländern waren aber alle Erasmus-Plätze schon weg und die Erasmus-Betreuerin meiner Hochschule fragte mich dann, ob ich denn möglicherweise auch Interesse an Finnland hätte. Da hatte ich dann die Wahl zwischen Lappeenranta, einer kleinen Stadt an der russischen Grenze oder eben Helsinki. Nachdem ich wenig Lust auf Wildnis und Natur hatte, hab ich mich dann für Helsinki entschieden. Und Josefina meinte bei der Vorentscheidung, ob ich denn überhaupt nach Finnland gehen soll, dass ich das machen soll. Weil sie auch schon längere Zeit in Finnland gewohnt hat und Finnland studiert und so. Und im Nachhinein kann ich auch sagen, dass das eine sehr kluge Entscheidung war. Abgesehen davon, dass ich eh jedem empfehlen kann, ein Erasmus-Semester einzulegen, ist Finnland schon ein prima Land. Trotz Wildnis und Natur. Gerade wegen Wildnis und Natur. Obwohl der Wildnis-und-Natur-Teil in Helsinki etwas gering ist. Ich liebe aber Suomenlinna, die kleine Festungsinsel vor Helsinki, da gibt es Natur. Und Schnee. Und keinen Schnee. Ich hab die Insel quasi im Wechsel der Jahreszeiten erlebt. Nicht nur die Insel. Ganz Helsinki. Als ich ankam, lag Schnee. Sehr viel Schnee. So viel Schnee, dass es sogar den Finnen auffiel. Als ich abreiste, schien die Sonne und Blumen blühten.

Wer nun unbedingt meine fünf Monate in Finnland nachlesen möchte, kann das hier tun. Wahrscheinlich mach ich das jetzt gleich und guck mir all die vielen Fotos an. Und hab ich wieder den Wunsch, noch einmal nach Finnland zu fahren. 

Montag, 27. Oktober 2014

Worte, nur Worte, nur Worte. Tag 27.


Ha, wie passend. Letztens habe ich mich gefragt, wie man denn Operation definiert, also, ob eine Behandlung beim Zahnarzt unter Narkose schon eine OP ist, oder nicht. Jetzt hab ich einen Grund nachzugucken. Laut Lieblingsinternetnachschlagewerk ist eine OP ein chirurgischer Eingriff, der meist unter Anästhesie durchgeführt wird. Das - hilft mir jetzt nicht so wirklich weiter, ich behaupte dann einfach, dass meine im November anstehende Zahnsteinentfernung eine OP ist, weil ich eine Spritze kriege. 
Und damit wären wir schon beim beliebten Small-Talk-Thema - OPs, die an mir durchgeführt wurden (chronologisch sortiert, soweit ich mich noch erinnern kann):

- Ich bin ein Kaiserschnitt! Also war quasi mein erster Auftritt auf dieser Erde mit einer OP verbunden

- mit 7 oder 8 hab ich mir den rechten Arm gebrochen (Elle oder Speiche - das weiß ich jetzt nicht mehr), weil ich beim Fahrradfahren mit den Beinen gewippt habe und dabei mit meinem Fuß in die Speiche des Vorderrads geraten bin. Das war kurz vor meiner Kindergeburtstagsfeier im Zoo, ich hatte eine Schlange auf meinem gebrochenen Arm. Und einen pinken Gips. An die OP kann ich  mich nicht erinnern

- ein paar Jahre später habe ich mir dann zum Ausgleich noch den linken Arm gebrochen bzw. war da "nur" ein Knochenstück vom Ellenbogen abgesplittert. Ich glaube, da gab es gar keine OP. Dann zählt das nicht

- bei meinen beiden großen Zehen sind im Abstand von einem Jahr die Fußnägel eingewachsen, weswegen ich da operiert werden musste. Einmal mit Laser, einmal klassisch mit Nadel und Faden 

- meine Weisheitszähne wurden entfernt! Also die zwei, die ich hatte. Ich hatte nie vier. Sehr traurig. Das war irgendwann zur Faschingszeit und ich war dann mit dickem Schal und Kühlpad beim Faschingsumzug

Das wars dann auch schon. Jedenfalls wüsste ich jetzt nicht von mehr OPs. Da müsste ich meine Mutter fragen. 
Allgemein fand ich - insbesondere bei den beiden Fuß-OPs - die Spritzen am schlimmsten. Bei einer der Fuß-OPs brauchte ich vier Spritzen, und hatte danach immer noch das Gefühl, dass ich den Faden beim Durchziehen ein wenig spüre. Ekelig. Deswegen freue ich mich nicht auf die oben erwähnte Zahnsteinentfernung. Die ist am 24.11. - mag da vielleicht jemand anders für mich hingehen?