Freitag, 31. Dezember 2021

Bücherliste 2021

Das war es also nun. Das Jahr 2021. Und wieder einmal beende ich das Jahr, indem ich alle gelesenen Bücher auf einen hohen Stapel aufschichte und hoffe, dass ich davon nicht erschlagen werde. Waren es 2020 noch 84 gelesene Bücher, so hat sich diese Zahl 2021 noch ein klein wenig erhöht. 90 Bücher habe ich in den vergangenen 12 Monaten gelesen. Das ist doch ganz nett. Und trotzdem hier nochmal der Hinweis: Lesen ist kein Wettbewerb, lest so viel oder so wenig, wie ihr möchtet. 

Diese bunte Stapelei macht mich auf jeden Fall sehr glücklich, weil da doch sehr viele, sehr gute Lesestunden drinnen stecken. Wie war das mit den Lesevorhaben? Mehr Camus und Beauvoir? Hat nicht ganz so gut funktioniert, aber ich habe ein Buch über Camus gelesen, das ist doch auch etwas. Beste Überleitung: Durch »Camus« und »Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben« hat sich Iris Radisch einen Platz auf der Liste der Autor*innen, die ich am häufigsten gelesen habe, gesichert. Die Liste ist nicht besonders lang, von Iris Radisch,  Christelle Dabos und Daniel Schreiber habe ich jeweils zwei Bücher gelesen, von Rebecca Solnit drei Bücher und schon ist die Liste zu Ende. Insgesamt sind wieder mehr Frauen auf der Bücherliste gelandet, ohne, dass ich darauf besonders geachtet hätte. Und wie sieht es mit Plänen für das nächste Lesejahr aus? Mehr Backlist-Lesen! Das wäre doch mal was (da passen dann auch wieder Camus und Beauvoir dazu). 

Hier nun aber die Liste der gelesenen Bücher 2021:

Montag, 27. Dezember 2021

Meine 5 Leseperlen 2021

Ich war schon kurz davor, die Anzahl der Lieblingsbücher für dieses Jahr zu erhöhen, weil ich so gerne noch ein, zwei, drei mehr Bücher auf diese Liste gesetzt hätte, aber ein wenig sollte ich mich schon an meine eigenen Regeln halten. 2021 war viel Zeit für viele Bücher, wie viele genau, wird in ein paar Tagen die Leseliste zeigen. Fünf davon haben sich einen Platz unter den Leseperlen gesichert (die Auswahl für 2020 findet sich hier) und bei jedem der Bücher kann ich mich noch genau an die schönen, amüsanten, lehrreichen, traurigen, faszinierenden Lesestunden erinnern. Das ist doch mal eine gute Sache. 

Deswegen nun also mit einem kleinen Tusch: Meine fünf Lieblingsbücher, die ich 2021 gelesen habe:

Sonntag, 19. Dezember 2021

Vier (+ 2) Bücher für ... die 30er

Zu Beginn des Jahres habe ich mir ein Wort überlegt, welches mich 2021 begleiten sollte. Es wurde »Gelassenheit« und ich kann schon mal verraten, dass das mit der Gelassenheit in diesem Jahr nicht so wirklich oft geklappt hat. Nicht besser als in jedem anderen Jahr. Wahrscheinlich war das mit mir und der Gelassenheit schon kein guter Start, denn als ich hochmotiviert das Wort in meinen Kalender geschrieben habe, habe ich mich direkt zweimal verschrieben. Sieht man dank einem weißen Korrekturstift nicht mehr ganz so stark auf der Seite, aber war schon der erste harte Test für meine Gelassenheit, weil es eben nicht perfekt aussieht. So ging es dann auch weiter. Gelassen sein und gelassen bleiben sind nicht gerade meine Stärke, obwohl ich stark hoffe, dass das mit dem Alter besser wird.

Und mit dieser genialen Überleitung kommen wir auch zur Überschrift dieses Beitrags. Vier (+ 2) Bücher, die sich famos lesen lassen, wenn man über 30 ist. Wenn man eigentlich irgendwie erwachsen sein soll und gleichzeitig vor jedem organisatorischen Telefonat drei Stunden panisch die Wand anstarrt. Wenn man keine Lust hat »Vater, Mutter, Kind« zu spielen und stattdessen lieber selber den ganzen Schokopudding essen will, während man Disney-Filme guckt. Wenn man sich bei der Arbeit fragt, wie es dazu kam, dass man plötzlich nicht mehr bei den Praktikant*innen und Volontär*innen sitzen darf, obwohl das Impostor-Syndrom doch so hart kickt. Willkommen in meinem Kopf. Da hat die Gelassenheit dann eben doch nicht so viel Platz, wie sie sollte. Stattdessen wurde das hier gelesen:

Samstag, 11. Dezember 2021

Neu im Bücherregal - Die November-Bücher 2021

Erst einmal einen dicken Pulli anziehen, Heizung auf 3, Decke kunstvoll über die Beine legen, die Lippen am Heißgetränk verbrennen, von heißen Maroni träumen, den Ilex-Zweig in der Vase bewundern, die kleine Lichterkette an der LEGO-Weihnachtsdeko anknipsen, sich fragen, ob man den Adventskalender heute schon geöffnet hat, im Anschluss das heutige Adventskalender-Türchen suchen, finden und öffnen, die kleinen Mini-Schneeflocken vor dem Fenster beobachten und ... los kann es mit der Übersicht der neuen Bücher aus dem November gehen. Macht euch im Anschluss auch einen schönen Wintertag. Egal, ob drinnen oder draußen oder ganz woanders. 

Dienstag, 30. November 2021

Das Dicke-Bücher-Camp. Winter-Edition

Normalerweise findet das Dicke-Bücher-Camp jedes Jahr im Juli und August statt, um die Sommermonate mit dicker Lektüre zu füllen. In diesem Jahr möchte ich aber eine Ausnahme machen und mit der Winter-Edition des Dicken-Bücher-Camps seitenweise Lesefreude in den Dezember bringen. Holt also schon mal eine Tasse eures liebsten Heißgetränkes, einen Teller mit Lebkuchen, Spekulatius oder Mandarinen und eine kuschelige Decke raus, die nächsten Wochen machen wir es uns mit einem dicken Buch auf der Couch gemütlich, während vielleicht schon die ersten Schneeflocken vor dem Fenster fallen. 

Sucht ihr noch nach Inspiration für lesenswerte Bücher mit mehr als 500 Seiten? Da hab ich natürlich etwas vorbereitet! Ich stelle euch vier Bücher vor, die sich ganz wunderbar für winterliche Lesestunden eignen.

»Anna Karenina« von Lew Tolstoi.
Meine eigene Lektüre von »Anna Karenina« hat sich mehrere Jahre gezogen, aber nehmt euch in diesem Fall kein Vorbild an mir. Abgesehen von den erstaunlich langen theoretischen Abhandlungen über das Leben der Bauern im Russland des 19. Jahrhunderts ist »Anna Karenina« eine großartige, unterhaltsame, leicht zu lesende (!) Geschichte, die man nicht missen möchte. 

»Der Distelfink« von Donna Tartt.
In meinem Kopf ist »Der Distelfink« ein Herbstbuch, aber das würde ich in diesem Fall nicht so eng sehen. Hauptsache, es ist draußen kalt und man kann es sich drinnen gemütlich machen, während man Theo Decker in die New Yorker Kunstwelt begleitet und sich in ein kleines Gemälde mit einem Vogel verliebt. 

»Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden« von Selma Lagerlöf.
Obwohl die Geschichte rund um Nils und seine Gänse-Freund*innen gar nicht im Winter spielt, habe ich hier doch starke Winter-Vibes. Kann auch einfach an Schweden und Lappland liegen. Also schnappt euch einen Schal und fliegt mit Nils, Martin, Akka und den anderen Gänsen (mir ist jetzt erst aufgefallen, dass die Gänse bei »Nils Holgersson« einfach mal nach den finnischen Zahlen von eins bis sechs heißen ...) durch Schweden. 

»Die Spiegelreisende - Die Verlobten des Winters« von Christelle Dabos.
Band 1 der »Spiegelreisen«-Saga steht in diesem Fall stellvertretend für die gesamte Reihe, denn aus Erfahrung kann ich sagen, wenn man hier einmal angefangen hat, kann man nicht aufhören weiterzulesen. Auch wenn der letzte Band etwas schwächelt, so erschafft Christelle Dabos doch insgesamt eine ganz eigene, fantastische Welt, die hinter jeder Ecke neue Ideen bereithält. 

Ich werde den Dezember nutzen und das Leseexemplar von »Zum Paradies« von Hanya Yanagihara lesen (ET ist am 11.01.2022). Bei den Oktober-Büchern hatte ich ja bereits gesagt, dass das Buch wohl eine »Zwischen den Jahren«-Lektüre wird. Das wird nun also etwas ausgeweitet und ich bin schon arg gespannt, was mich erwartet. 

Seid ihr bei der Winter-Edition des Dicken-Bücher-Camps mit dabei? Bei Instagram findet ihr unter dem Hashtag #dickebüchercamp weitere Buchtipps und Mitlesende. Ich freu mich auf jeden Fall auf diese kleine, aber feine Ausnahme im Camp-Leben und hoffe, es geht euch ebenso.