Dienstag, 30. Juni 2015

Fotobreze - Juni 2015

Der Juni ist vorbei, der Zwillingsmonat Juli ruft "Hallo!", draußen ist es warm und ich wundere mich, warum ich auf einigen Fotos eine Jacke trage, aber Anfang des Monats war es ja auch noch kalt. Drinnen liegt ein Hund zu meinen Füßen, der Hund durfte nämlich die Ferien in der Stadt verbringen, während die Eltern sich in der Türkei verurlaubten. Morgen wird der Hund abgeholt und ich bin ein bisschen froh und ein bisschen traurig. Ich habe noch 28 Tage, dann muss ich meine Masterarbeit abgeben. Meine interne Frist sieht vor, dass ich am 09.07. mit Schreiben fertig bin, wenn ich mich die nächsten Tage aber fleißig auf den Po setze, bin ich vielleicht schon am Sonntag fertig. Dann muss der ganze Kram "nur" noch gelesen werden. Das wird ein Spaß. Juli bedeutet also: It's the final countdown! Und wenigstens hab ich nun ein Ziel, worauf ich hinarbeite. 


// Mit Milchschaum-Kaffee und Buch schreibt es sich doch am besten //
// Der komische andere Schauspieler musste weg, seit Juni hängt Ryan Gosling bei mir in der Arbeit rum //
// Mit Balkon und Sonnenschein schreibt es sich doch am besten //


// Geld kein Thema - deswegen liest das Mädel auch ein Buch //
// Der Hund und der Dachs reiten in den Sonnenuntergang //
// Eine neue Dachs-Version reibt sich verschmitzt die Hände //


// Verlagshaus, schönes: Piper //
// Ich muss ja sagen, dass ich "Tschick" zwar ganz gut, aber jetzt nicht weltliterarisch-grandios fand //
// Möglicherweise habe ich ein paar mehr Lesezeichen von LovelyBooks bekommen. Um Herta Müller zu zitieren: Der Fuchs war damals schon mein Liebling //


// Der Hund im Büro //
// Der Hund beim Zahnpflegestick-Kauen (der doofe Hund mag ja sein Trockenfutter nicht ...) //
// Der Hund beim Parken //


// Der grüne Daumen //
// Der grüne Teller //
// Das grüne Ergebnis //


// Bin ich wirklich extra in die Uni zu fahren, um gratis was auszudrucken, um dann Kaffee zu kaufen? //
// Blumen zum Geburtstag, hurra! //
// Herzchen auf dem Straßenbahnboden //


// Der Juni ist der Geburtstagsmonat, deswegen: Geschenke //

Sonntag, 28. Juni 2015

Das weltbeste Tomatencurry.


Allein, wenn ich das Bild sehe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen, weil ich weiß, wie gut dieses Curry schmeckt und wie fantastisch es riecht und ich werde auch ein bisschen traurig, weil wir nichts mehr davon übrig haben. Dabei reicht die gekochte Menge immer für zwei Tage. Die jetzt leider schon vorbei sind. Man sollte eigentlich immer das weltbeste Tomatencurry kochen, aber man tut es dann doch nicht. Manchmal vergesse ich sogar, dass ich das kochen könnte und bin dann wieder ganz überrascht, wenn ich mein Curry-Kochbuch von Zabert Sandmann durchgucke und es entdecke. Da heißt es zwar "Rotes Hähnchencurry mit Tomaten", aber das ist viel zu lang. In der Zeit kann man fast zwei Löffel vom Tomatencurry essen.

Ich habe das Rezept auch ein klein wenig abgewandelt (und den Thai-Basilikum und den Koriander weggelassen, weil ich sowas nie daheim habe und wegen 3 Stielen lohnt sich der Kauf auch nicht), deswegen sieht es nun so aus:

500 g Hähnchenbrustfilet
10 g Ingwer
2 EL Sesamöl (Sesamöl hab ich erst seit kurzem, davor habe ich einfach Sonnenblumenöl verwendet)
300 ml Kokosmilch
1 EL Tomatenmark
2 TL rote Currypaste (ich mag die vom Aldi ja sehr, weil die in einem wiederverschließbaren Glas drin ist)
100 ml Gemüsebrühe
500 g Tomaten
Salz, Pfeffer, ein wenig Zitronensaft

Hähnchenbrustfilet, Ingwer, Tomaten kleinschneiden. 
Ingwer im Öl erhitzen, das Hähnchenbrustfilet dazugeben und schön anbraten. Kokosmilch, Tomatenmark, Currypaste und Brühe hinzugeben, umrühren und gut 10 Minuten köcheln lassen. 
Die Tomaten hinzugeben, kurz erhitzen, mit den Gewürzen und dem Zitronensaft abschmecken, fertig.
Dazu gibt es Reis. 

Und es ist so lecker. Und so fruchtig und frisch. Und nur ein klein wenig scharf, wobei man das ja variieren kann, wenn man Lust auf Schärfe hat. Oder eben nicht. 

Jetzt will ich noch eine Portion Tomatencurry. Oder habt ihr ein Curry-Rezept, welches NOCH besser ist? Ich mag auch sehr das Gemüsecurry mit Paprika und Couscous aus demselben Buch.

Samstag, 27. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 28.


Biberkopf hat geschworen, er will anständig sein, und ihr habt gesehen, wie er wochenlang anständig ist, aber das war gewissermaßen nur eine Gnadenfrist. Das Leben findet das auf die Dauer zu fein und stellt ihm hinterlistig ein Bein.

(Hihi, das reimt sich) 

Alfred Döblin. Berlin Alexanderplatz. Eigentlich sollte in diesem Buch ein Lesezeichen sein, denn ich bin mir sehr sicher, dass ich den Anfang schon einmal gelesen habe. Jetzt ist da aber kein Lesezeichen. Das ist doof. Dabei war ich doch mit Franz Biberkopf schon aus dem Gefängnis draußen und in Berlin. Aber an mehr kann ich mich nicht erinnern. Außer, dass ich den Stil ganz vorzüglich fand. Versatzstücke, Dialekt, Sätze, die hin und her springen. Nur habe ich das Buch auf dem Arbeitsweg gelesen und da war das wohl etwas zu anstregend. Deswegen der Abbruch. Doch es wird eine Zeit kommen, da werde ich dieses Buch noch einmal beginnen. Jawohl.

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mir "Berlin Alexanderplatz" in Hamburg gekauft. Und ich weiß noch, dass wir in der Berufsschule über dieses Buch gesprochen haben bzw. haben wir über Virginia Woolf gesprochen und über den stream of consciousness und seitdem ist das mein liebster literaturwissenschaftlicher Begriff, auch, wenn ich zwischenzeitlich immer vergesse, was er bedeutet. Es geht auf jeden Fall um das Bewusstsein, wie Personen ihre Umwelt wahrnehmen und die Wiedergabe dieses Prozesses. Virginia Woolf macht das bei "Mrs. Dalloway". James Joyes bei "Ulysses". Für das Buch bin ich aber noch nicht mutig genug. Deswegen möchte ich das lieber erst einmal bei Alfred Döblin testen. Und Wikipedia hat mir gerade verraten, dass auch Wolfgang Koeppens "Tauben im Gras" zu den stream of consciousness-Büchern zählt. Wie praktisch, das steht schon in meinem Regal. Auch ungelesen. Wie auch noch zwei, nein, drei Bücher von Virginia Woolf. 

Aber bald werde ich wieder Zeit haben und lesen. Ganze Bücher am Stück lesen und nicht, wie derzeit, "Tschick" von Wolfgang Herrndorf nach zwei Seiten wieder beiseitelegen, weil die U-Bahn-Fahrt schon vorbei ist. Aber nur in der U-Bahn komm ich derzeit zum Lesen. Die MA ruft immer so laut. Heute in einem Monat ist Abgabe. Deswegen ruft die MA ja so laut. Jetzt zum Beispiel wieder. 

Montag, 22. Juni 2015

Himbeer-Buttermilch-Kuchen mit viel Himbeer-Liebe


Ich glaube, ich bin eine bessere Köchin als Bäckerin (was nicht bedeutet, dass ich eine herausragende Köchin bin. Ich bewege mich da eher im Mittelfeld). Was wohl insbesondere daran liegt, dass man beim Backen nicht so gut variieren kann und sich viel genauer an die Vorgaben halten muss und das fällt mir manchmal schwer. Aber ich esse doch so gerne gebackenen Kram. Und ich gucke mir auch so gerne Kuchenbilder an. Aber bei der Umsetzung scheitert es dann häufig. 

Weil es heute Abend Pancakes geben wird, haben wir Buttermilch gekauft. Nun ist die Packung Buttermilch immer viel größer als die wirklich benötigte Menge an Buttermilch für Pancakes. Das ist ein wenig traurig, weil ich Buttermilch im normalen Zustand gar nicht mag. Normalerweise wird die Packung Buttermilch deswegen anstandsmäßig zwei Wochen im Kühlschrank gelassen, um sie anschließend wegzukippen.

Dieses Mal nicht, meine lieben Freunde!

Ich habe mich auf die Suche nach einem Kuchen-Rezept begeben, um die Buttermilch zu verbacken. Erst sollten es diese Buttermilch-Scones von Zucker, Zimt und Liebe werden, aber für Scones braucht man traditionell Clotted Cream und ich hatte keine Lust, bei unserer Standard-Scones-Quelle Clotted Cream, aber keine Scones zu kaufen und so verwarf ich die Idee. Stattdessen fand ich einige Klicks weiter bei Zucker, Zimt und Liebe ein Rezept für einen Erdbeer-Buttermilch-Kuchen. Pistatzien ignoriere ich, die mag ich nicht. Und auch sonst wurde das Rezept ein ganz klein wenig umgeändert, statt Erdbeeren gab es TK-Himbeeren und statt gemahlenen Mandeln kippte ich gemahlene Haselnüsse in den Teig (was nur daran lag, dass ich beim Einkaufen gar nicht an die Mandeln gedacht habe und im Schrank lag noch eine Packung Haselnussmehl. Alibimäßig habe ich dann aber noch ein paar Mandelsticks unter den Teig gerührt ...). Und wie man vielleicht auf meinem Foto erkennen kann, habe ich eine runde Springform benutzt. Weil ich zu faul war, die rechteckige Glasform aus dem obersten Regal zu holen. 

Und was soll ich sagen? 

Die Küche riecht nach warmen Himbeeren, meine Zunge seufzt glücklich ob des weichen Teiges und mein Bauch verlangt nach einer zweiten Portion. Ich würde mal sagen - trotz Variation ein perfekter Kuchen, der es verdient hat, in meine "Welchen Kuchen soll ich backen?"-Liste aufgenommen zu werden. 

Darauf gleich noch ein Stück! 

Sonntag, 21. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 27.


Beim heutigen SuB-Buch der Woche zitiere ich mal nicht den Klappentext, weil das SuB-Buch der Woche dieses Mal nicht aus nur einem Buch besteht, sondern aus drei. Ein Schuber! Ein ganz besonderer Schuber. So besonders, dass ich bisher noch nie ein Buch daraus entfernt habe. Jedenfalls scheint es mir so. 

Ich zitiere stattdessen ein Zitat, welches auf allen drei Büchern steht:

"The Hunger Games is amazing" - Stephenie Meyer

Hunger Games also. Auf Englisch. Und irgendwie ist es ja falsch, dass ich diese Bücher als SuB-Bücher präsentiere, denn natürlich habe ich Hunger Games gelesen. Nur halt in einer anderen Form. Die Tribute von Panem. Auf Deutsch. Auch ein Schuber. Weil ich ein Sparfuchs bin. Und zu beiden Schubern kann ich lustige Geschichten zum Erwerb erzählen.

Der deutsche Schuber ist 2012 bei mir eingezogen, aber davor gab es noch eine traurige Odyssee, weil ich den Schuber mit allen drei Bänden wollte, es den Schuber zu dem Zeitpunkt aber nicht mehr gab. Ausverkauft. Wie traurig ich da war. Also habe ich mir den ersten Band einzeln gekauft. Wie fröhlich ich hier aussehe. Und wie sehr ich diese Bluse vermisse. Doch dann - Potz Blitz - ergab es sich, dass im Weltbild-Online-Shop der Schuber wieder lieferbar war. Da musste ich zuschlagen. Den noch immer eingeschweißten ersten Band habe ich wieder zurückgebracht. Sehr gute Entscheidung, denn der Schuber ist schon arg schick. 

Die Bücher mochte ich dann sehr. Ich mag die auch immer noch sehr. Und weil ich die Bücher so sehr mochte, wollte ich die auch mal auf Englisch lesen. Und im November 2013 wurde mir von einem ganz besonderen Angebot berichtet - der englische Schuber für 6,99 Pfund bei Amazon UK. Ich weiß noch, dass ich diese Nachricht im Zug las. Auf der Fahrt von Augsburg nach München. Diese Strecke besteht prinzipiell aus einem einzigen Funkloch. Gut, so schlimm ist es nicht, aber der Internetempfang ist schon eher rudimentär. Und ich wollte diesen Schuber haben. Jetzt. Denn das Angebot galt nur für zwei Stunden. Ich habe mir also das iPad von Herrn Gatsby geschnappt und zum ersten Mal mobil online etwas bestellt. War das aufregend!

Und seitdem steht der englische Schuber hier. Eigentlich sollte ich die Bücher wirklich mal lesen. Aber eigentlich sollte ich auch wirklich mal den ersten Teil von Mockingjay gucken, ich habe es nämlich durch ein ganz besonderes Talent geschafft, diesen Film nicht im Kino zu sehen. Das macht mich ein wenig traurig. Weil das bedeutet, ich kann den zweiten Teil auch nicht sehen. Oder muss zu einem Double Feature und das will ich eigentlich nicht. Oh weh. Und die DVDs zu Hunger Games will ich mir erst kaufen, wenn es eine Komplett-Box mit allen vier Teilen gibt. Schließlich muss ich meine Schuber-Affinität bei Hunger Games fortführen. 

(Und ja. Heute ist Sonntag. Gestern war ich aber den ganzen Tag unterwegs, um die Familie zu besuchen und Dinge einzukaufen und abends wurde eine knusprige Ente mit Erdnuss-Sauce gegessen. Da kann man nicht bloggen. Da muss man schlemmen)