Donnerstag, 30. April 2015

Fotobreze - April 2015

Der April war doof. Weil ich die meiste Zeit krank war, weil ich die meiste Zeit nichts für meine Masterarbeit gemacht habe und weil ich so wenig freizeitmäßig lesen konnte. Zum Ausgleich gab es ein paar sehr schöne Ausflüge und Besuch und Essen und Dachs. Was man hier sehen kann:


// Das ist also diese Theresienwiese, von der immer alle reden //
// Tulpen! So viele Tulpen! Und das mitten in der Fußgängerzone //
// Seitdem ich Daredevil gesehen habe, fürchte ich mich ein bisschen vor Wänden mit Rissmuster. Also quasi vor allen Wänden //


// Bester Ausflug, wo gibt - zum Haus von Thomas Mann(s) //
// (Das ist nur witzig, wenn man weiß, dass nun ein Thomas Manns die ehemalige Villa von Thomas Mann gekauft hat //


// Windbeutel und Buch //
// Autogramm und Buch //
// Suppe und Buch //


// Foucault sagt, Sprache hat Macht //
// Brigitte Bermann Fischer sagt Dinge über ihr Poesiealbum //
 // Sherlock ermittelt //


// Familienosterbesuch mit Kuchen ...//
// ... und Hund ... //
 // ... und Blumen //


// Wer mit mir befreundet ist, bekommt grandiose Geburtstagskarten //
// Herr Gatsby spielt mit dem Essen //
// Die Yoga-Matte //


// Irgendwann sollte ich die Schuhe mal wieder sauber machen //
// Welttag des Buches //
// Ich mag diese Schuhe gar sehr, aber sie quietschen und das ist sehr traurig //


// Man sollte eigentlich immer Pizzaschnecken essen //
// Die kulinarischen Köstlichkeiten beim #lustwandeln im Schlosspark Nymphenburg //
// Lieber Kinder! Mit einem Brotmesser kann man sich in den Finger schneiden // 
 

// Dachs als Krankenschwester //
// Dachs im Versteck //
// Dachs liest uns etwas vor // 

Mittwoch, 29. April 2015

Aufbrezeln in München - Teil 14.

Diese Woche war ich mit dem Brezenkauf extrafrüh dran. Bereits am Montag habe ich mich in die Münchner Innenstadt begeben. Aber eigentlich nicht primär um eine Breze zu kaufen. Ich wollte etwas anderes kaufen. Eine Yoga-Matte. Weil ich letzte Woche beim Uni-Sport gemerkt habe, dass das mit einem rutschenden Handtuch schon arg nervig ist. Das Internet verriet mir, dass eine relativ günstige, relative gute Yoga-Matte ungefähr 18 Euro kosten würde, aber irgendwie hatte ich keine Lust auf den Versand, weil das Paket sicherlich nicht in die Packstation gepasst hätte und wann bin ich schon mal daheim und überhaupt und deswegen ging ich zu Hugendubel. Denn wo sonst kauft man bitte Yoga-Matten? Als ich noch selbst Buchhändlerin war, hätte ich jeden Kunden, der ernsthaft in einer Buchhandlung eine Yoga-Matte kauft, mit einem sehr bösen Blick angeguckt. Aber gut. Ich rechtfertige meine Entscheidung damit, dass ich damit etwas gutes für den stationären Buchhandel, und insbesondere für den Hugendubel am Marienplatz getan habe. Der sollte nämlich eigentlich schließen, tut es jetzt aber doch nicht. Das hat zwar nichts mit meiner Yoga-Matte zu tun, aber ich kann es mir ja einreden. Fast hätte ich auch noch Tee gekauft, weil die da ganz viele interessante Sorten rumliegen hatten, aber man muss auch mal wissen, wo die Grenze für Non-Book-Käufe liegt. Und ich habe kein Buch gekauft! Das kann man mir jetzt glauben oder nicht, ich weiß es ja. Ha.

Jedenfalls lief ich nach dem Yoga-Matten-Kauf mit einer Yoga-Matte (sie ist rot und kostete nur 20 Euro) zum Stachus, um mit der S-Bahn nach Hause zu fahren. Und wenn man da schon mal ist, kann man ja auch gleich eine Breze bei Brezelina kaufen. Den Laden kann man nicht verfehlen, er ist rosa mit weißen Punkten. Und ich dachte, dass die ihr Design auch auf die Papiertüten übertragen, ist aber gar nicht so. Glück gehabt. Man kann dort auch Kartoffelpüree kaufen. Und Brezen. Was ich dann also getan habe.

Name: Breze natur
Preis: 0,65 Euro
Kaufort: Brezelina in den Stachus Passagen (U-Bahn-/S-Bahn-Haltestelle Karlsplatz/Stachus)
Optik: schön groß, schöne, leicht dunkle Farbe, wenig Salz, großer, aufgesprungener Bauch, dicke Ärmchen
Konsistenz: Sowohl Brezenkörper als auch Brezenärmchen sind weich, aber man merkt den Unterschied zwischen außen und innen, innen dann fluffig-teigig, komplett gar nicht trocken
Geschmack: schmeckt sehr angenehm nach Breze. Wem eine normale Breze doch zu langweilig sein sollte, kann bei der Brezelina aus zehn unterschiedlichen Belagsorten wählen - der Klassiker mit Butter oder mal etwas ausgefallener mit Honig-Senf (da bin ich gerade am überlegen, ob ich nicht noch einmal vorbeifahre, um mir so eine Breze zu holen ...)
Gesamturteil: Daumen nach oben für die Breze! Normalerweise mag ich Brezen mit einer knusprigen Hülle etwas lieber, hier hat mich aber der Teig überzeugt. Selbst ohne Belag schmeckt diese Breze nicht trocken, ein Mangel, der bei Brezen sonst sehr häufig vorkommt. 5 von 5 Brezenpunkten, sag ich da nur! 
Und vielleicht lohnt es sich ja auch mal, dort Kartoffelpüree to go zu kaufen. Die Vorstellung amüsiert mich auf jeden Fall sehr.


Sonntag, 26. April 2015

Wie ich mir einen Visitenkartensammler selber gebastelt habe.

In Anlehnung an den großartigen Beitrag "Wie ich mir einen Vokabelkasten selber gebastelt habe" (Information: Den Vokabelkasten und die Vokabelkarten habe ich zwischenzeitlich weggeschmissen, weil ich festgestellt habe, dass ich so nicht wirklich Vokabeln lernen kann. Ich lerne gerade gar keine Vokabeln, muss das aber demnächst wieder anfangen und werde dann wohl wieder auf das alte Vokabelheft zurückgreifen) möchte ich nun meine neueste Bastelei vorführen - einen Visitenkartensammler. Angeregt durch den Visistenkartensammler von Odernichtoderdoch habe ich eine Version erstellt, die für alle extrem faulen Bastler geeignet ist, weil man nichts ausdrucken muss und die Faltanleitung quasi selbsterklärend ist (außer man hat kein räumliches Vorstellungsvermögen - so wie ich. Weswegen ich das beim ersten Mal gleich falsch gemacht habe. Aber sprechen wir nicht darüber, gucken wir uns lieber das gute, zweite Ergebnis an). 

Man nehme:


- ein beliebige Postkarte
- eine Schere
- ein Lineal
- einen Bleistift

Und ein Klebestift wäre auch noch ganz praktisch, daran habe ich aber zu Beginn noch nicht gedacht.

Man zeichnet nun also ein paar Striche auf die Rückseite der Postkarte. Und zwar habe ich die Mitte der Postkarte ausgemessen und dann jeweils 1,5 cm davon entfernt einen Punkt gesetzt, sodass die zukünftige Stellfläche 3 cm breit wird. Dann zeichnet man zwei Linien an der kurzen Seite der Postkarte und zwei Linien an der langen  Seite der Postkarte, die vom Rand 3 cm entfernt sind.


Ist das erledigt, geht es an die komplizierte Schneide- und Falzarbeit. Es darf nur entlang der kurzen Striche geschnitten werden, also dort, wo die Schere auf dem Bild liegt und auch nur bis zu dem Punkt, an dem sich die kurze Linie mit der langen Linie schneidet. Dann hat man quasi ein kleines Viereck. Auf beiden Seiten.
Alle anderen Linien werden jetzt mit der Schere nachgezogen, damit sie sich im Anschluss besser falten lassen.


Falten! Alles was man falten kann, wird jetzt nach oben gefalten. Quasi wie ein sehr unförmiger, quadratischer Schmetterling. Oder so ähnlich.


Jetzt kommt der Kleber zum Einsatz. Und zwar kommt der Kleber einmal an die kleinen Vierecke, dann klappt man eine lange Seite zum kleinen Viereck und lässt das kurz antrocknen (auf der anderen Seite wiederholen), dann kommt der Kleber auf die lange Seite, man klappt die andere lange Seite drauf und lässt das kurz antrocknen (auf der anderen Seite wiederholen). Aus Sicherheitsgründen habe ich den Antrocknungsprozess mit einer Büroklammer unterstützt, dann rutscht nichts weg oder geht wieder auf.


Und weil jedes DIY-Bastelprojekt der heutigen Zeit Washi-Tape braucht, dachte ich mir, wäre es ganz  nett, wenn man auf die Seiten noch Washi-Tape klebt, einmal zur Deko und einmal, um die Klebefläche noch mehr zu stabilisieren.


Hurra! Wenn man alles richtig gemacht hat, hat  man jetzt einen kleinen Kasten aus Karton. Und weil ich eine lustige Postkarte benutzt habe, steht da jetzt in der Ecke "Freak". Das war aber gar nicht beabsichtigt. Es amüsiert mich aber ungemein. Jetzt kann man in den Visitenkartensammler Visitenkarten stecken. In meinem Fall besteht die Visitenkartensammlung derzeit aus zwei (!!!) Visitenkarten, die ich letzten Sonntag beim #lustwandeln im Schlosspark Nymphenburg erhalten habe - einmal vom Münchner Kindl (hier stöbere ich in letzter Zeit sehr häufig, weil ich langsam echt mal mehr von München sehen möchte. Insbesondere bei Restaurants bin ich immer komplett hilflos und erhoffe mir ein paar Tipps) und einmal von Balkonrosen (Meine Balkonblumen leben noch, aber ich trau mich nicht an Rosen ran, die sterben bestimmt schon, wenn sie mich nur sehen ...).


Was mir erst nach Fertigstellung aufgefallen ist - wie gut passt denn bitte der Visitenkartensammler zu meiner Bastelbox, in welcher sich alle Washi-Tapes und Post-Its und ein Hamburg-Stempel befinden?
Wunderschön. Jetzt muss ich nur weiter kräftig Visitenkarten sammeln, damit der Visitenkartensammler auch schön voll wird. 

Samstag, 25. April 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 19.


Something is coming ... 
Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgeände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu  machen. Doch dann geht irgendetwas schief - völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte. 

"Der Übergang" von Justin Cronin. Hallo, dickes Buch. Wann genau soll ich dich jemals lesen? Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen, nur noch dünne Bücher zu kaufen. Wenn etwas wirklich wichtig ist, kann man es auch auf wenigen Seiten ausdrücken. Oder so ähnlich.

Wie man hier sieht, steht das Buch seit 2012 bei mir. Von den dort abgebildeten Büchern habe ich bisher nur "Die Liebeshandlung" von Jeffrey Eugenides gelesen. "Bel Ami" habe ich, trotz Glitzervampir auf dem Cover, noch nicht gelesen (und auch noch nicht gesehen. Also den Film) und die Lotte ist aus meinem Bücherregal zu Herrn Gatsby gewandert.

Übergang - In meinem Kopf ist das ja irgendwie mit Vampiren verbunden, auch, wenn das ja bereits in einem Kommentar wiederlegt wurde und ich jetzt auch beim lesen von anderen Rezensionen keinen wirklichen Anhaltspunkt für meine Annahme finde. Warum denke ich das dann immer? 
Bei dem Buch macht mir ja nicht nur die Länge des einzelnen Buches Sorgen, sondern auch die Tatsache, dass es noch zwei weitere Bände gibt bzw. geben wird, wenn ich das gerade richtig gesehen habe, ist der englische Teil 3 erst für den Herbst angekündigt. Und irgendwie stehe ich langen Buchreihen skeptisch gegenüber. Die sind so - lang. Und meist gibt es einen Band, der nur Füllmaterial enthält. Und sowas ist ärgerlich. Es hat schon einen Grund, warum ich mit ASOIAF nicht weiterkomme.

In meiner Kopfwunschvorstellung werde ich ja dann einfach ab August einen hochbezahlten Job haben, der mir genügend Zeit lässt, die ganzen ungelesenen Bücher zu lesen und dann kann ich mich auf den Balkon setzen und auch "Der Übergang" lesen. In einer Rezension stand nämlich, dass man das Buch nur bei Sonnenschein lesen sollte, weil man eh ganz fiese Albträume bekommen wird. Oh weh. Gruselige dicke Bücher sind ja noch schlimmer als dicke Bücher alleine ...

(Trotzdem möchte ich das Buch nicht hergeben, weil es mich interessiert. Ich will meine Vampirgedanken verlieren und das geht am besten durch die eigene Lektüre)

Mittwoch, 22. April 2015

Aufbrezeln in München - Teil 13.

Als ich vor gut einem Jahr mein Bewerbungsgespräch für meinen jetzigen Job hatte, wollte ich mir vor dem Gespräch noch kurz eine kleine Essenskleinigkeit kaufen, weil mein Magen knurrte und ich ungern mit knurrenden Magen wichtige Gespräche führe. Weil ich mich in dieser Gegend nicht auskannte (okay. Ich kenn mich immer noch nicht aus), war ich sehr froh, direkt am Ausgang der U-Bahnstation einen Bäcker zu erblicken. Hofpfisterei! Die wirken ja auf mich immer, wie ein Reformhaus. Ein klein bisschen elitär. Auf jeden Fall stellte ich mich an und ... ging unverrichteter Dinge wieder. Weil nämlich vor mir fünf weitere Kunden standen und die die erste Kundin diskutierte ewig lange mit der Bäckereifachverkäuferin über die Inhaltsstoffe eines Brotes. So viel Zeit hatte ich dann doch nicht mehr übrig. Ich ging also mit leerem Magen ins Gespräch, aber glücklicherweise verhielt sich eben jener Magen ruhig. Glücklicherweise dauerte das Gespräch auch höchstens 15 Minuten und danach fuhr ich gleich heim und konnte was essen. Und auch gleich die frohe Kunde überbringen, dass ich den Job bekommen habe, aber das weiß man ja quasi schon seit einem Jahr. 
Jedenfalls habe ich seit diesem Tag diesen Bäcker nicht mehr betreten. Was nicht am negativen ersten Eindruck lag, sondern daran, dass ich dort selten hungrig vorbeilaufe. Aber nun konnte ich mir am Dienstag mit viel Zeit im Gepäck dort eine Breze kaufen. Wobei das dieses Mal sehr schnell ging, aber trotzdem lustig war, denn vor mir war eine englischsprechende Kundin dran und die Verkäuferin hat sehr niedlich erklärt, was ein Laugenzopf ist. Und der Laugenzopf enthält auch keinen Alkohol!
Und ich musste jetzt erst einmal recherchieren, was eine Pfisterei denn überhaupt ist. Pfisterei ist eine Mühle plus angeschlossene Bäckerei. Hofpfisterei deswegen, weil die Hoflieferant waren. Königssemmeln und Königsbrezen quasi. Jetzt sind wir alle klüger.

Name: Pfister Öko-Breze
Preis: 0,60 Euro
Kaufort: Hofpfisterei Filiale München Neuhausen
Optik: schön groß, helle Farbe, dafür auf der Rückseite etwas dunkel, eher seitlich, denn am Bauch aufgesprungen, Salzverteilung sehr unregelmäßig und für meinen Geschmack zu viel Salz (das landete dann alles in der Tüte)
Konsistenz: Außen schön knusprig, Ärmchen besonders knusprig, innen teigig-weich, aber ein bisschen trocken
Geschmack: nach den letzten Fehlversuchen hier endlich mal wieder eine Breze, die nach Breze schmeckt
Gesamturteil: Eine ordentliche Breze. Ob das jetzt am Öko-Stempel liegt oder nicht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Mein Kritikpunkt bezieht sich auf die Salzmenge (so viel Salz ist doch bestimmt nicht gesund!) und das Farbspektrum, weil die Rückseite schon arg dunkel war. Trotzdem vergebe ich 4 von 5 Brezenpunkten, weil der Geschmack und die Konsistenz wirklich gut sind.


Und als neue Besonderheit gibt es ab heute eine wunderschöne Übersicht über alle bisherigen Brezen. Zu finden - hier. Vielleicht bastel ich auch noch eine Punkteübersicht. Oder eine Karte. Oder irgendetwas anderes, weil ich nichts für die Masterarbeit machen möchte ...