Samstag, 16. Mai 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 22.


2013, Baby! Ein neues Jahr und damit ein neuer Anfang. Sogar doppelt. Weil das nun folgende Buch das erste Buch im SuB-Regal ist. Es steht also ganz oben, ganz links und es ist verdammt schwer, dort hin zu kommen. Ich bin anscheinend zu klein. Vielleicht hab ich doch gelogen, als der Mann beim Bürgerbüro gefragt hat, ob ich immer noch 1,68 m groß bin und ich genickt habe. Verratet mich nicht ...

Der Norden Kanadas in den Dreißigerjahren: Zwei Schwestern, Iris und Laura, lieben denselben Mann. Als sie jedoch erfahren, dass Alex im Krieg gefallen ist, stürzt Laura sich von einer Brücke. Sie hinterlässt ein Manuskript, Der blinde Mörder, das sie postum berühmt macht. Doch ist sie wirklich die Autorin? Atwoods preisgekrönter Roman spielt souverän mit verschiedenen Genres und überzeugt durch seine ungeheure literarische Kraft.

"Der blind Mörder" von Margaret Atwood, also. Meine ansonsten halbwegs ordentlich geführte Liste sagt mir leider nicht, wo ich dieses Buch gekauft habe, nachdem es aber ein Mängelexemplar ist, müsste das bei einer der üblichen Stellen gewesen sein. Und jetzt, wo ich den Klappentext noch einmal gelesen und abgeschrieben habe, frage ich mich, warum ich das Buch nicht schon längst gelesen habe. Dreißigerjahre! Und die Materialien sprechen von Dystopie, aber dazu komme ich gleich. Oder jetzt.

Denn auf dem Buch klebt ein Sticker und der Sticker sagt "Plus Materialien für Lesekreise - Über Leben und Werk von Margaret Atwood u.v.m. - Mit umfassendem Hintergrundwissen". Na, wenn das nicht mal neugierig macht. Mich macht das ja neugierig, weil ich Lesekreise nicht kenne. Ich stell mir das ganz furchtbar vor, wie in der Schule, wo man ein Lesetagebuch führen musste und ich hasse es, wenn man mir vorschreibt, wie viel ich bis wann lesen muss. Und ich würde gerne wissen, wie viele Lesekreise es noch gibt und ob Lesekreise wirklich solche Bücher mit Lesekreis-Sticker nutzen und warum entscheiden sich Verlage dafür, solche quasi "Lesekreis-Ausgaben" zu produzieren? Das wäre doch mal ein Thema für eine Abschlussarbeit! 

Auf jeden Fall nennen die Materialien weiterführende Literatur und da steht neben George Orwells "Farm der Tiere" auch "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann und "Hotel New Hampshire" von John Irving. Aufregend. Ich suche nun Gemeinsamkeiten, ohne eines der Bücher gelesen zu haben.

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