Samstag, 21. Februar 2015

Bücherflohmarkt in Gröbenzell. Bücher, Bücher, Bücher und Bücher.

Relativ zufällig bin ich vor einigen Tagen im Internet über den Bücherflohmarkt in Gröbenzell gestolpert. Und nachdem ich das ganz interessant fand, sind wir dort heute hingefahren. Und. Ja. Da gibt es ein paar Bücher. 


(Das ist der Blick vom Eingang in die Halle, links und rechts geht es jeweils noch weiter)

Was ich sehr schön finde - die Halle ist in unterschiedliche, sinnvolle Kategorien eingeteilt. Novellen und Erzählungen! Eine eigene Suhrkamp-Ecke! Und die Bücher in den einzelnen Bereichen sind zum großen Teil auch in die richtige Kategorie sortiert, ich vermute mal, wenn es da zu Fehlern kommt, haben Besucher die Bücher falsch abgelegt (obwohl mich Mrs. Dalloway bei Fantasy sehr amüsiert hat). 
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass es eher ältere Bücher gab, aktuelle Titel hab ich so gut wie keine gesehen, was ich insbesondere bei den Jugendbüchern schade fand, ich dachte, dass ich dort vielleicht noch den ein oder anderen Titel finden würde. Es kann natürlich auch sein, dass neuere Bücher schneller einen neuen Besitzer finden. 
Die Taschenbücher kosten je nach Dicke zwischen 0,50 Euro und 3 Euro, in den Hardcover-Bänden steht vorne jeweils der Preis drinnen, der sich auch meist in diesem Rahmen bewegt. Für meine elf Bücher habe ich 17,50 Euro bezahlt. 
Und so liefen wir zwei Stunden durch die Turnhalle, kämpften mit leicht verstopften Gängen, weil Menschen sinnlos im Weg standen und erbeuteten einige Bücher. Wobei ich irgendwie mehr Bücher gekauft habe als Herr Gatsby. Sehr verwunderlich.


Rot und Schwarz von Stendhal. 
Sieht schick aus, denn es ist rot und schwarz. Und ich glaube, ich wollte das mal lesen, auch wenn ich gerade nicht mehr weiß, um was es in dem Buch geht. 
Die Korrekturen von Jonathan Franzen.
Beim weihnachtlichen Bücherbasar in der Heimatstadt hat mir das Buch eine ältere Frau weggeschnappt. Böse alte Frau! Dieses Mal hatte ich die Qual der Wahl, denn das Buch lag sicherlich dreimal in verschiedenen Kisten herum.
Sehnsucht nach Riga von Karen Winter.
Ein Ausreißer bei einer ansonsten eher gehobenen Literaturauswahl. Ich hab das Buch vor zwei Jahren in Hamburg in der Bahnhofsbuchhandlung gesehen und ich fand das Cover schön und die Geschichte klang nett (Frau wird Modedesignerin), deswegen musste das jetzt mit. Es tut mir Leid.
In den besten Jahren von Simone de Beauvoir.
Mich amüsiert es ein bisschen, dass meine Sammlung von "Simone de Beauvoir"-Büchern immer weiter wächst, ich aber noch kein einziges gelesen habe. Ich habe es aber fest vor. 
Paris, un florilège - Paris-Lesebuch
J'apprends français. Je lis des livres français. (allein für diese zwei Losersätze habe ich jetzt ewig gebraucht, weil ich seit einem Monat keinen Französischunterricht mehr habe. Das muss echt besser werden)
Die Blechtrommel von Günter Grass.
Von diesem Buch gab es auch gefühlt hundert verschiedene Ausgaben. Ich hab mich für ein einfaches Taschenbuch entschieden, weil es dünner aussieht. Dafür ist der Satzspiegel eklig. Oben fast kein Rand und eine sehr kleine Schrift. So hab ich das aber nicht gelernt!
Suite française von Irène Némirovsky.
Bemerkt man eigentlich, dass ich relativ viele französische Werke gekauft habe? Ich weiß gar nicht, woher das kommt. Also. Weiß ich wirklich nicht. Auf jeden Fall hab ich von Némirovsky zwei andere Bücher auf meiner Merkliste stehen, da kann man schon mal ein weiteres Buch kaufen (auch wenn das bei einer Welttag-des-Buches-Ausgabe schon ein bisschen lustig ist, die sind eigentlich zum Verschenken).
Meistererzählungen von Carl Zuckmayer.
Eher ein Sammelkauf, weil ich gerade bei allen Büchern, auf denen "Zuckmayer" steht, interessiert aufhorche. Mein Masterarbeitsthema verfolgt mich. Jetzt schon! Und ich finde es eigentlich ganz gut, wenn ich ein bisschen was von dem Menschen gelesen habe, über den ich 80 Seiten schreiben werde. 
Die Elenden von Victor Hugo.
Soweit mir (beziehungsweise Herrn Gatsby) bekannt, die einzige (!!!) komplette (!!!) ungekürzte (!!!) deutsche Ausgabe von Les Misérables. Printed in the German Democratic Republic. Ich habe keine Ahnung, wann ich dieses Monsterwerk jemals lesen werde, aber ich finde es schon mal sehr schick, dass die Bücher in meinem Regal stehen. Lustigerweise dachte ich erst, dass das nur zwei Bände sind, weil da eben zwei Bände in einer Kiste lagen. In einer anderen Kiste, weit entfernt von der ursprünglichen Kiste, habe ich dann den dritten Band entdeckt. Beziehungsweise einen zweiten Band und zwei dritte Bände. Verrückt.

Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Außerdem habe ich eine Breze gegessen.
Wer also aus der Nähe von München kommt - fahrt da hin! Morgen, am 22.02., kann man nochmal von 10:00 bis 16:00 in Gröbenzell stöbern.

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