Samstag, 13. Juni 2015

Das SuB-Buch der Woche - Folge 26.


Warum verlässt eine Mutter ihre neugeborene Tochter? Aus Liebe? Und kann die Tochter ihr je verzeihen?
An einem kühlen Morgen im August, früh um fünf, legt eine schmale junge Frau ein neugeborenes Mädchen auf den Stufen des YMCA ab und eilt davon. Viele Jahre später fragt jenes Mädchen, inzwischen eine junge Frau, nach dem Geheimnis ihrer Herkunft - und findet eine ergreifende Geschichte voller Tragik und Vergebung.

 Und jetzt alle: It's fun to stay at the YMCA!

...

Entschuldigung. Es kam so über mich Bisher ist mir das bei dem Klappentext gar nicht aufgefallen, aber ich lese auch nicht ständig Klappentexte. Eigentlich nur, wenn ich die Bücher kaufe. Und dann nochmal, wenn ich vor dem Regal mit den ungelesenen Büchern stehe und mich nicht entscheiden kann. 

In diesem Fall habe ich das Buch aber gar nicht gekauft. Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Quasi. Oder als Lohn erhalten. Quasi. Dieses Buch habe ich nämlich von LovelyBooks bekommen. Damals, 2013, als ich dort ein Bewerbungsgespräch hatte. Ein sehr tolles Gespräch, weil nette Menschen und ein nettes Büro und so nette Wände voller netter Bücherregale mit netten Büchern drinnen. Und am Schluss des Gespräches durfte ich mir eins aussuchen. Meine Wahl fiel auf "Hier könnte ich zur Welt kommen" von Marjorie Celona, weil ich das einige Zeit davor in einer Buchhandlung schon gesehen, aber nicht gekauft habe. Eine Cover-Entscheidung. Und wie häufig bei Cover-Entscheidungen vergesse ich die Bücher dann im Bücherregal, weil ich da ja das Cover nicht mehr sehe. Irgendwie sehr traurig. Ich brauche mehr Platz und Stellfläche, um manche Bücher mit dem Frontcover zu präsentieren. Präsentieren ist gut. Vielleicht noch Spotlights? Und dann biete ich exklusive Führungen durch mein Wohnzimmer an, um die ganzen Umbauarbeiten zu refinanzieren. 

Ja. Gut. 

Das Buch habe ich nicht gelesen, die Stelle habe ich nicht angenommen, was aber ganz allein am Bafög-Amt lag. Ich hätte zu viel Geld verdient. Und hätte kein Bafög mehr bekommen. Ich hätte aber zu wenig Geld verdient, um das fehlende Bafög auszugleichen. Vielen lieben Dank also ans Bafög-Amt. Ich mag euch auch. Nicht. Was freue ich mich schon auf den Moment, wenn in ein paar Jahren der Brief mit der Rechnung kommt. Mein Kopf verdrängt immer, dass ich ja irgendwann einmal das Geld wieder zurückzahlen muss. Wahrscheinlich werde ich beim Anblick der Summe umfallen. Und mir meinen Kopf an einem Bücherregal anschlagen.

1 Kommentar:

  1. Ein Tipp für dich:

    Wir haben uns in der Bücherei ganz einfach beholfen, weil die reinen Frontpräsentationsregale zu teuer waren.
    Du kannst einen Regalboden schräg einstellen, wenn du vorne an der Kante eine einfache Leiste aus dem Baumarkt befestigt hast. Das ist mit doppelseitigem Klebeband und vier Nägeln (zur Sicherheit) schnell erledigt.
    Wenn du etwas länger suchen möchtest, könntest du auch ganz flache Magnetverschlüsse nehmen und die Leiste auf der unfolierten Rückseite des Regalbodens fixieren. Das hätte den Vorteil, dass du, wenn du dich umentscheiden solltest, schnell alles wieder an die Ausgangssituation angepasst hast.

    Der einzige Nachteil ist halt, dass du dann weniger Stellfläche auf diesem Regalboden hast, weil die Frontpräsentation viel Platz verschlingt.

    Liebe Grüße
    Una

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