Sonntag, 18. Oktober 2015

#LBLesertreff und ein Messesamstag.


Ein bisschen muss ich mir noch den Schlaf aus den Augen reiben, aber so grundsätzlich bin ich wach. Und halbwegs schmerzfrei. Mein kurzer Messeausflug ist nun also vorbei und ich möchte davon berichten. 

Erste Feststellung. Es ist ein wenig eigenartig um 6 Uhr in der Früh komplett alleine unterwegs zu sein. Nur ich und ein Rollkoffer voller LovelyBooks-Lesezeichen. Wenn mich jemand überfallen hätte, hätte der bestimmt gelacht. Ich wurde aber gar nicht überfallen. Gelacht hat nur die Taschenkontrolleurin am Eingang der Buchmesse, doch dazu komme ich in wenigen Zeilen. Die Zugfahrt lief schockierenderweise ohne irgendwelche Probleme ab, ich war sogar zwei Minuten zu früh in Frankfurt. Den Weg zur Messe habe ich eigenbeinig zurückgelegt, mit Rollkoffer wirkt man da dann gleich voll wichtig. Anscheinend war ich früh genug da, am Eingang gab es keine Schlange und die Taschenkontrolle ("Wollen Sie wirklich in den Koffer gucken? Da sind nur Lesezeichen drinnen. Aber Sie können welche davon haben!" - Und schon die erste Person glücklich gemacht. Der Lesefuchs macht immer glücklich) hab ich auch innerhalb von zehn Sekunden hinter mich gebracht. Messegelände! Wuhu! Und - WHAT THE FUCK - ich hatte Internet! Komplett die ganze Zeit. Gutes Internet! 3G-Internet! Ich falle auf die Knie, liebe Frankfurter Buchmesse. Und liebe Leipziger Buchmesse - nimm dir mal ein Beispiel, ey! 
Mit funktionierendem Internet konnte ich auch meine liebsten Teammitglieder finden ("Zwischen Halle 3 und 4 am Crepes-Stand" - Die besten Treffpunkte ever) und direkt zur Tat schreiten. Oder anderen Leuten dabei zugucken, wie sie zur Tat schreiten. Die 53 Kisten voller Taschen mussten wieder aus dem Auto raus und in die Halle gebracht werden. Wichtige Aufgabe dabei: Die Kisten beschützen. Mit Leib und Seele und bösen Blicken. Wenn man das ordentlich macht, hat man danach einen riesigen Stapel Taschen (siehe Foto 3). Ein herzlicher Dank geht an das Azubistro, die uns eine Ecke ihres Standes ausgeliehen haben. ♥ (Und natürlich auch ein großes "Hurra!" an den Orbanism Space, auf deren Platz das ganze Treffen stattgefunden hat)


Das Treffen selbst war - voll. Neben den Taschen gab es kleine Mini-Gugl und Smoothies und Luftballone für Autoren. Ich habe meine Angst vor der Helium-Flasche besiegt (nein, habe ich nicht) und Luftballone verteilt. Knoten in Luftballone machen kann ich aber immer noch nicht. Nach Wiedersehensfreude (mein liebstes Bröselchen! ♥) und Neusehensfreude (die Mädels von Herzpotential,  Anja,  Yvonne und sicherlich noch viele andere Menschen, ich bin nur ein arg vergesslicher Goldfisch, tut mir leid) war das Treffen viel zu schnell vorbei. Wir packten unsere Siebensachen, die Autofahrer fuhren mit dem Auto und ich lief noch einmal über die Messe, weil mein Zug erst um 18:50 Uhr abfuhr. Deswegen hab ich Mark Watney einfach mal gerettet. Ist doch okay, wenn ich den Aufsteller im Vorgarten aufstelle, oder? So ein gemütlicher 2-Stunden-Gang über die Messe ohne Plan ist auch mal recht nett. Ich schwärme sehr hart für die Waschanleitung eines Wollmammuts aus dem Gerstenberg Verlag. Und beim Suhrkamp-Stand wurde ich sehr traurig, weil ich Herrn Gatsby gerne "Partyspaß mit Kant" von Nicolas Mahler  mitbringen wollte, aber auf der Frankfurter Buchmesse wird nichts verkauft. Jedenfalls nicht am Samstag. 

Zum Ausgleich für die gesunde Ernährung des Tages (nichts) gab es am Bahnhof dann lecker-lecker Fast-Food (und ja, ich schreibe mir meinen Sitzplatz immer auf die Hand. Sonst weiß ich ja nicht, wo ich sitze!). Die Rückfahrt war furchtbar öde, ich war müde, konnte aber nicht schlafen, wollte aber auch nicht wirklich lesen (obwohl "Das Licht der letzten Tage" bisher außerordentlich gut ist, weil es so komplett an meinen Erwartungen vorbeischrammt) und die lustige deutsch-dänische Familie vor mir ist dann auch irgendwann ausgestiegen, dann hatte ich gar keine Unterhaltung mehr, aber noch 2 Stunden Fahrt vor mir. Meh. Meh. Meh. Jede Zugfahrt hat aber ein Ende und um 0 Uhr konnte ich dann auch endlich wieder in mein Bett fallen. 

Es war ein Fest. Und wieder einer dieser Bestätigungspunkte, dass das schon irgendwie alles richtig ist. 

Kommentare:

  1. Huhu Marina,

    netter Rückblick auf dein Messesamstag. Hört sich nach einem entspannten Tag an.

    Liebe Grüße
    Tobi

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  2. Wheeee! Und voll toll, dass alles richtig ist.

    (Hihihi, Sitzplatz auf der Hand!)

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  3. @Tobi - ja, der überwiegende Teil des Tages war entspannt und auch die wirklichen Arbeitsstunden waren toll.

    @Halefa - hab ich nach Dänemark auch gemacht :P

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