Samstag, 6. August 2011

Pseudo-Indie-Mainstream-Musik, zwo, drei, vier.



Ich weiß, ich bin wohl die Letzte, die dieses Lied von Jupiter Jones hört, aber! Ich kannte die bisher nur mit einem anderen Lied ("Das Jahr in dem ich schlief" - auch sehr fein!) und jedes Mal wenn "Still" im Radio angesagt wurde, konnte ich es dann nicht hören, weil irgendetwas war. Ich den Raum verliess. Fertig mit duschen war und das Radio ausgemacht habe.
Und jetzt. Endlich.

Ich hab gestern im Bett fast geheult, weil ich diesen doofen Refrain im Kopf hatte.

Ich hab so viel gehört und doch kommts niemals bei mir an,
Das ist der Grund warum ich Nachts nicht schlafen kann,
Wenn ich auch tausend Lieder vom Vermissen schreib,
Heisst das noch nicht das ich versteh,
Warum dieses Gefühl für immer bleibt.

Donnerstag, 4. August 2011

Bücher, Gandalf!

Da sag ich noch bei meinem Asia-Mittagessen mit Mitfreundin (lecker Essen! Ente! Und Peking-Suppe!), dass ich schon sehr lange nicht mehr beim Weltbild-Lagerverkauf war, der Traumlagerhalle für Lesemenschen, da sagt meine Mutter heute nachdem ich wieder von Asia-Mittagessen heimkam, dass sie dort hinfahren möchte.

Hurra!

Hach.


 - Lisa von Thomas Glavinic. ♥ So viele Herzchen kann ich gar nicht machen. Vielleicht hat man es noch nicht bemerkt, aber Herr Glavinic ist einer meiner liebsten Lieblingsautoren und ich war schon sehr traurig, dass das Buch rauskam als ich in Helsinki war und ich wollte es mir nicht extra dorthin schicken lassen und dann hatte ich mir eigentlich vorgenommen zu warten bis es als Taschenbuch rauskommt, aber jetzt gab es das Buch für 7 Euro und da musste-musste-musste ich es aus dieser Lagerhalle retten!
- River von Donna Milner. Im Forum wurde mir das mal empfohlen, ich fand es klang sehr gut und nun lag es da einfach so rum. Mitgenommen!
- Bevor ich sterbe von Jenny Downham. Jugendbücher, yay! Das hab ich damals noch als Aushilfs-Buchhändlerin gesehen und ich hatte schon mal ein ähnliches Buch gelesen und ich mag Bücher bei denen ich schon am Anfang weiß, dass ich am Schluss endlos heulen werde.
- Seelen von Stephenie Meyer. Als Taschenbuch! Hab ich zwar schon gelesen, aber! Jetzt steht es auch endlich in meinem Regal und überhaupt ist Seelen ja ein verkanntes Buch, alle wollen nur Edward, dabei ist Seelen auch sehr grandiöst.
- Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger. Ich dachte bisher, das dieses Buch DAS Kultbuch für Jugendliche ist, welches ich selber noch nie gelesen habe, aber mein Bruder kannte es nicht, jetzt bin ich schockiert. 

Nur 5 Stück! Und insgesamt hab ich 20 Euro gezahlt. Ich hätte mehr Bücher retten soll. :(
Beispielweise hätte ich noch "Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt" und "Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt" gesehen. Und ganz oft "Gut gegen Nordwind, aber das hab ich ja schon, ne. (Wenn ich immer Bücher sehe, die ich schon habe, hab ich trotzdem so ein komisches Gefühl als müsste ich die mitnehmen ...)
Und es hat noch dieses Biss-Handbuch gegeben, aber das war mir für 10 Euro zu teuer. Auch wenn es neu 24,90 Euro kosten würde.

So. Und wie war das jetzt gestern bei IKEA mit "Nein, ich kauf mir kein zweites Billy-Regal, weil ich krieg das zweite Billy-Regal ja gar nicht mit Büchern voll!"?
Deh.

Mittwoch, 3. August 2011

Oh, Begeisterung.

Wunderschön, die Fabrina, ne? Nachdem ich beschlossen habe, dass die grüne dünne Fleecedecke eigentlich gar nicht zur Wandfarbe passt, habe ich heute bei IKEA dieses wunderschöne altrosane Dings erstanden. Bettüberwurf und Pärchen-Übernachtungsreservedecke in einem! Hurra.
Der "Berg" in der rechten oberen Ecke besteht aus den vier Kissen, die sich in meinem Bett normalerweise befinden. Ja, ich brauche so viel Kissen. Ich schlafe gerne im Sitzen.

Oh, und nun muss ich diese Plattform noch nutzen um ein bisschen zu jammern.

Gestern Abend, nachdem wir im örtlichen Eiscafe Kaffee tranken, fuhren Hasö und ich mit den Inline Skates zu ihm. Ja.
Nicht nur, dass ich jetzt plötzlich laufe, ich mache auch noch andere komische Sportarten!
Skaten! Und zwar eine Strecke von knapp 7 Kilometern (laut Google Maps).
Was Google Maps verschweigt bei dieser Längenangabe - da ist ein dämlicher, doofer Berg!!!
Ich dachte ich sterbe. Wirklich.
Ich war verschwitzt, es war dunkel (wir sind um 21 Uhr losgefahren und um 22 Uhr waren wir dann bei Hasö daheim und irgendwie bin ich leicht nachtblind, ich seh ganz schlecht im Dunklen ...), ich konnte nicht mehr atmen und ich dachte wirklich, dass meine Füße sich vom restlichen Körper abgetrennt haben, weil das tat sooooooooooo weh.
Und eine Blase am linken Fuß hab ich auch (aber nicht an der Ferse wie sonst immer, nein, an der Seite mit dem großen Zeh. Da. Innen. Dings, wie heißt das?).
Schreckliches, schreckliches Leben.

Und was dann noch schwerwiegend dazukommt.
Heute in der Früh bin ich aufgewacht ohne nennbare Schmerzen.
Dacht ich mir in meiner geistigen Umnachtung "Hey! Ich kann ja den Weg auch wieder mit den Skates zurückfahren!"

...

Haha.

500 Meter bin ich gekommen. Dann stand ich mitten auf dem Radweg zwischen Feldern und wollte weinen. Alles tat weh. So weh!
Weiterfahren ging es nicht mehr, umdrehen wäre was für Weicheier gewesen, also hab ich die Skates ausgezogen, meine normalen Schuhe angezogen und bin die restlichen 6,5 Kilometer (in der Sonne!!!) heimgelaufen.
Manchmal mach ich komische Sachen.
Das ist genauso wie ich einmal aus Protest in der Nacht von Augsburg nach Hause gelaufen bin, nur weil der doofe Bus nicht weiterfahren und ich niemanden anrufen wollte.
Wenigstens war es heute hell. Und ich hab einem LKW-Fahrer geholfen, der angehalten hat und mich gefragt hat ob das die B300 ist. Das konnte ich sogar beantworten! Yay!
Und dann als ich endlich im Heimatstädtchen ankam, bin ich zu Edeka und hab mir eine Wasserflasche gekauft. Wo dann ein betrunkener Penner mich mit irgendwem verwechselt hat weil er meinte "Ah, du auch schon wieder hier! Ach, nee. Ich kenn dich ja gar nicht!". Sehr sympathisch. Draussen rief er mir dan noch nach "Ah, Wasser ist gut, aber Bier ist besser!".
Genau.
Ein Satz mehr und ich hätte ihm die Inline Skates um die Ohren gehauen.
(Das wäre bestimmt unter Notwehr gelaufen. Niemand spricht mich dämlich von der Seite an wenn ich gerade 6,5 Kilometer gelaufen bin und total verschwitzt bin und mir alles weh tut!)

Die letzten ... 100 Meter meines lustigen Ausfluges musste ich dann nicht mehr zu Fuss bewältigen, da meine liebste Mama mit dem Auto vorbeifuhr und mich mitgenommen hat. Yay.

Und nun - werde ich mich nicht mehr bewegen. IKEA war eine Ausnahme. Ich muss nun meine Füße schonen und meine Blase am Fuss beobachten was die so macht.

Dienstag, 2. August 2011

Good bye, Logo

Weil ich so wahnsinnig stolz bin mein DRITTES Buch in diesem Jahr fertig zu haben (Gott, ich schäm mich immer noch so sehr, aber wenigstens hab ich jetzt Hasö überholt, yay!) und weil ich das Thema sehr interessant finde, nun ein etwas längerer Beitrag mit lustig-tollen Zitaten, welche ich gelb markiert habe im Buch (sehr professionell!).

Das Buch - Good bye, Logo von Neil Boorman.

Um was geht es?

Neil Boorman aus London, selbst in der Werbebranche tätig, stellt fest, dass sein Leben extremst von Marken beherrscht wird. Er ist nicht nur kauf-, sondern auch markensüchtig. Er legt wahnsinnig viel Wert auf sein Äußeres und darauf was andere über ihn denken könnten. Umgekehrt macht er sich auch wahnsinnig viel Gedanken darüber wie sich seine Mitmenschen anziehen und - überspitzt gesagt - ob er sie deswegen mag oder nicht.
Um von dieser Markenabhängigkeit, die sein Leben bestimmt loszukommen beschliesst er alle seine Markenartikel zu verbrennen. Burn! Burn! Burn!
"Ich verbrenne alle meine SAchen, und zwar aus Protest gegen den Konsumterror, den Marken zu verantworten haben."
Und darüber hat der junge Mann erst ein Blog und darausfolgend ein Buch geschrieben, welches ich nun gelesen habe.

Besonders interessant an diesem Buch fand ich nicht nur die Schilderungen von Boorman wie er mit dem "Verlust" der Marken umgeht, sondern auch die vielen Informationen zu Werbung und Marken an sich. Deswegen möchte ich hier gleich eine sehr nette Zahlenansammlung aus dem Buch zitieren:

Durchschnittliche Anzahl von Werbebotschaften, der wir pro Tag ausgesetzt sind: 3000
Durchschnittliche Anzahl von Markennamen, die ein Zehnjähriger im Kopf hat: 400


Das ist doch schon mal ein guter Anfang.
Ob ich wirklich jeden Tag mit so vielen Werbebotschaften überflutet werde, kann ich irgendwie nicht einschätzen. Was ist alles eine Werbebotschaft? Was ist alles eine Marke?
Dieses Problem hatte Boorman auch. Sind Kaufhäuser auch Marken? Sind Eigenmarken Marken? Definiere ich mich wirklich über die Marke meiner Zahnpasta?

Das Marken einen großen Einfluss auf unser Leben haben, wird wohl niemand bestreiten. Ich fand auch das Konzept Family Brand sehr interessant. Family Brand sind Produkte, die wir unser Leben lang kaufen, weil wir sie mit glücklichen Erinnerungen aus der Vergangenheit verbinden.

Boorman schreibt dazu:
"Zu meinen glücklichsten Kindheitserinnerungen gehören die Samstagnachmittage, an denen ich mit meinen Eltern dort [bei McDonalds] war und einen einfachen Hamburger und eine kleine Portion Pommes aß. ('Mein Sohn, eines Tages wirst du groß genug sein, einen Big Mac zu essen!'). Meinen zehnten Geburtstag feierte ich bei McDonald's - ich bekam die Fritteusen, den Kühlschrank und alles andere gezeigt. Mir wird klar, dass multinationale Marken wie diese zu den Erinnerungsbausteinen in meinem Leben gehören."

Eigentlich ist es ja schon witzig, dass wir uns unterbewusst von Werbung beeinflussen lassen Marken zu kaufen, damit wir uns besser fühlen. Insbesondere weil wir alle sagen würden, dass uns Werbung nicht beeinflusst. Schließlich wissen wir, dass Werbesprüche nicht immer die Wahrheit sagen. Boorman schreibt dazu auch, dass wir eigentlich wissen, dass die Creme X uns nicht in ein Supermodel verwandelt. Trotzdem hat diese Werbung Auswirklungen auf unser Denken, Fühlen und Verhalten und zeigt im Laufe der Zeit auch irgendwann Wirkung.
Beängstigend, ein bisschen.
(Yeah, wer hat den Marketing-Schwerpunkt gewählt? :D )


Die Suche nach markenfreien Produkten erweist sich für Neil auch etwas schwierig. Er findet keine markenfreie Zahnpasta und macht sich dann daran selber eine herzustellen. Klamotten gibt es nur noch aus dem Army-Shop und von "Oxfam", ich hab leider keine Ahnung was das für ein britischer Laden ist. Und am meisten fehlt ihm - normales Toilettenpapier. Er benutzt irgendwelches aus dem Hausmeisterbedarf (was es nicht alles für Läden gibt ...).

Man merkt bei der Lektüre des Buches, dass wir uns das Leben durch Marken schon sehr einfach machen. Wir müssen beim Kauf einer Wasserflasche nicht ewig die Inhaltsstoffe durchsuchen, wir kennen "unsere" Marke und greifen blind danach ins Regal, weil wir der Marke vertrauen. Wir scannen unsere Mitmenschen nach Labels ab und sortieren sie in Schubladen. Wir bevorzugen eine bestimmte Marke, weil wir uns mit ihr identifizieren und möchte, dass andere Menschen uns mit den Schlagwörtern der Marke gleichsetzen.

Und nun?

Werde ich alle meine Markenprodukte verbrennen?

Nee.

Ich weiß, dass das total doof ist, aber ich werde sicherlich nichts an meinem Kaufverhalten ändern. Weil ich der Meinung bin, dass ich nicht unbedingt der wahnsinnige "Markenjunkie" bin (falls jemand einer anderen Meinung ist, bitte sagen! Vielleicht merk ich das ja gar nicht).
Ich besitze kein einziges Produkt von Apple (Yay me!) und definiere mich auch nicht wirklich über mein Handy. Meine Klamotten sind meist von H&M und ich erkenne auch meist bei anderen Leuten H&M-Dinge, ist auch nicht so besonders schwer, weil Massenware. Wahrscheinlich mag ich H&M, weil ich mit den Attributen von H&M in Verbindung gebracht werden will. Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, was diese Attribute sind. Jung? Normal? Angepasst? Relativ modern? Neutral?
Ich hab mir letztens eine Zahnpasta von Colgate gekauft, weil die angeblich die Zähne weißer macht. Werbebotschaft! Ha!
Vor ein paar Jahren hatte Nivea mal eine sehr schöne Kinowerbung, die höchstwahrscheinlich auf das Family brand Ding abgezielt hat und ich hab mir dann einige Zeit später eine Nivea-Creme gekauft, was ich früher nicht getan habe.
Ich mag die momentane Werbung von Coca-Cola "125 Jahre Lebensfreude", welche absolut gar nichts mehr mit dem Produkt zu tun hat (überhaupt sieht man in der Werbung nur einmal kurz eine Coca-Cola-Flasche) und trotzdem wissen wir alle für was diese Werbung wirbt und wir alle verbinden damit etwas.

Ja. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Punkten (meine neue Bücherliste funktioniert! Die Formel hat die Punktezahl in die richtige Spalte gezogen! Yay!). Interessante Einblicke in die Wirkung von Werbung und Marken.

Und nun muss ich mal durchgucken was ich als nächstes lesen mag/soll/werde.

Montag, 1. August 2011

Hello beauty!


Wir begrüßen hier feierlich das neueste Buch in meiner Sammlung. Von einer jungen, aufstrebenden Fotokünstlerin.
ICH! :D
Oh, ich bin so arg begeistert von diesem Cewe-Fotobuch (ein Werbetusch! *tusch* )
Bei Müller letzte Woche bestellt und nun ist es meins. Meins. Meins. Meins.
Auch wenn es relativ teuer war (58 Euro ...), es ist doch sehr, sehr, sehr, sehr, sehr hübsch und ich mag es wie ich die Bilder auf die Seiten verteilt habe und ich mag den Druck, der gut ist (bei manchen Fotos nicht soooo gut, aber immer noch gut genug. Aber das waren meist Fotos, die ich nur von Facebook in einer niedrigen Auflösung hatte).
Und es ist so schön die Bilder nicht nur am PC angucken zu können, sondern sie wirklich-wirklich-wirklich angucken zu können in einem Buch. Hach. Tolli.

Kann ich wirklich nur empfehlen.

Und nun schwelge ich in Erinnerungen ...