Ich mag das ja sehr, dass dieses "Entscheidung gefällt" so zweideutig ist. Einmal, dass man eine Entscheidung gefällt hat und zweitens, dass einem die Entscheidung gefällt. Hach.
Nunja.
Heute nun habe ich erfahren, wohin mich mein Auslandssemester führen wird. Nachdem mich Mitstudentin angerufen hat und meinte, ich müsse mich bei Auslandssemester-Frau nochmal melden, habe ich beschlossen mal kurz spontan nach München zu fahren, weil eigentlich hatte ich ja heute frei und deswegen sollte Mitstudentin für mich mitgucken. Und sie sagte mir auch brav, dass es mit meiner Erstpriorität nichts geworden ist, was schon schade ist, weil ich mich darauf wirklich jetzt gefreut habe und sich die Entscheidung auch richtig angefühlt hat, aber okay.
Bei Auslandssemester-Frau bekam ich dann die Auswahl zwischen zwei anderen englischsprachigen Ländern, die zwar eigentlich nicht auf meinem abgegebenen Wunschzettel standen, aber sehr wohl auf meinem inneren Wunschzettel.
Nach einigem Hin und Her (wobei es dabei eher darum ging ob ich in die Uni in der Stadt will oder in die Uni in der Pampa) habe ich mich nun entschieden für:
Finnland. Helsinki.
Ich freu mich zwar schon sehr, weil ich wie gesagt Finnland eh auf meiner Wunschliste hatte, es ist halt jetzt nur so ein bisschen - hm. Weil ich mich jetzt schon auf die Schweiz eingestellt habe. Aber das soll jetzt nicht heißen, dass ich undankbar bin oder so. Genau das möchte ich nämlich nicht vermitteln. Es ist grad ein komisches Gefühl, aber irgendwie freu ich mich jetzt doch schon.
Hach. Ab Januar. Das heißt ich muss jetzt doch ein Praktikum finden ab August. Und ob ich die Prüfungen fürs Praktikum mitschreiben kann, weiß ich noch nicht. Aber nun kann ich mir mal die Liste mit den Fächern angucken. Hach. Hach. Hach.
Freitag, 30. April 2010
Samstag, 24. April 2010
Frühling lässt sein grünes Band ...
Für mehr Gänseblümchen! Deswegen neues Header-Bild. Das alte darf bestimmt auch irgendwann wieder kommen, weil ich es sehr fein finde, jetzt aber ein bisschen Hippie-Mehdchen für alle. Und ich finde das sehr erstaunlich wie rötlich meine Haare aussehen wenn sie im Sonnenlicht sind. Faszinierend.
Soulsister.
OMG - die haben mich gefilmt. So sieht es immer aus wenn ich einen Ordner oder ein Heft beklebe. Und sowas an der Wand will ich auch mal. Später. Soviele Kisten mit Dingen drin hab ich ja schon.
Donnerstag, 22. April 2010
Dort ist man frei, dort ist man froh, dort scheint das Licht, der Mond, dort lebt man anders als hier.
Mir ist gerade langweilig. Sehr ungewöhnlich, ich weiß. Ich habe gerade keine Lust die Hausaufgabe für Englisch zu machen, weil ich gestern so fleissig war und mein Motivationsschreiben ins Englische übersetzt habe, hurra. (was aber nicht bedeutet, dass ich mich schon entschieden habe. Ich kann mich einfach nicht wirklich entscheiden, das ist doof, aber ich habe den Entschluss gefasst meine Entscheidung erst dann herumzuposaunen wenn ich auch die Bestätigung habe, dass ich fahren darf. Wenn ich denn fahre. Wenn ich mich nicht doch noch dazu entscheide gar kein Auslandssemester zu machen) Und ausserdem habe ich New Moon angefangen zu lesen und bin ganz stolz auf mich wieviel ich doch verstehe. Okay. Wir ignorieren, dass ich Buch und Film kenne. Trotzdem. Nimm das dämliche Englisch-I-Prüfung! I CAN speak and understand and write english! Und weil ich das so toll kann habe ich heute am Bahnhof einem armen englischsprechenden Menschen geholfen, jawohl. Er ist nämlich falsch ausgestiegen. Er wollte zum Hauptbahnhof und von dort weiter nach ... ich glaub Coburg. Ich habe ihm gesagt er solle in den nächsten Zug steigen, welcher zum Hauptbahnhof fährt und da dann zum Info-Point wegen seiner Reservierung nachfragen. Mir ist zwar partout nicht eingefallen was Bahnsteig heißt (platform - jetzt weiß ich es natürlich), aber er hat mich trotzdem verstanden, hurra. Und er meinte noch, dass er die landscape so inspiring findet. Sehr niedlich.
Was lernten wir heute noch? Wenn man Waren von der Schweiz (!!!) nach Deutschland fährt (mit einem sehr hübsch selbstgemalten LKW, ja), dann ist der Ort der Lieferung (bezüglich der Einkommenssteuer) davon abhängig wer die Einfuhrumsatzsteuer bezahlt. Zahlt der schweizer Mensch die EUSt, dann ist der Ort der Lieferung Deutschland, weil der schweizer Mensch zu einem deutschen Unternehmer wird und die EUSt durch den Vorsteuerabzug wieder zurückbekommen kann, zahlt der deutsche Mensch die Einfuhrumsatzsteuer ist der Ort der Lieferung die Schweiz, weil.
Dann gibt es noch ganz viele tolle Gesetze, welche sich damit beschäftigen was ist wenn nicht mit Waren gehandelt wird sondern mit sonstigen Leistungen und wo dann der Ort der "Lieferung" ist. Das hört sich sehr dämlich an - ist es auch. Hach. Ich habe keine Ahnung wie ich das alles lernen soll. Weil. Das ist ja jetzt nur ein Fach. Dieses Jahr haben wir aber irgendwie nur so Fächer mit Gesetzestexten und Bäh-Sachen. Das wird ein Spaß.
Was lernten wir heute noch? Wenn man Waren von der Schweiz (!!!) nach Deutschland fährt (mit einem sehr hübsch selbstgemalten LKW, ja), dann ist der Ort der Lieferung (bezüglich der Einkommenssteuer) davon abhängig wer die Einfuhrumsatzsteuer bezahlt. Zahlt der schweizer Mensch die EUSt, dann ist der Ort der Lieferung Deutschland, weil der schweizer Mensch zu einem deutschen Unternehmer wird und die EUSt durch den Vorsteuerabzug wieder zurückbekommen kann, zahlt der deutsche Mensch die Einfuhrumsatzsteuer ist der Ort der Lieferung die Schweiz, weil.
Dann gibt es noch ganz viele tolle Gesetze, welche sich damit beschäftigen was ist wenn nicht mit Waren gehandelt wird sondern mit sonstigen Leistungen und wo dann der Ort der "Lieferung" ist. Das hört sich sehr dämlich an - ist es auch. Hach. Ich habe keine Ahnung wie ich das alles lernen soll. Weil. Das ist ja jetzt nur ein Fach. Dieses Jahr haben wir aber irgendwie nur so Fächer mit Gesetzestexten und Bäh-Sachen. Das wird ein Spaß.
Montag, 19. April 2010
Ian McEwan - Am Strand
Jawohl. Wieder einmal ein Beweis meiner Schnelllesigkeit (Für dieses Wort hätte ich gerne Markenschutzrechte!). Samstag gekauft. Heute in der Früh eingepackt zum lesen im Zug. Auf der Hinfahrt nach München bis zur Hälfte gelesen. Auf er Rückfahrt fast zu Ende gelesen. Daheim nochmal 10 Minuten hingesetzt und dann waren die 206 Seiten dieses Buches schon wieder vorbei. Schade.
Im Gegensatz zu Abbitte - wo ich wahrscheinlich immer den grandiösen Film im Kopf habe, was man ja eigentlich nicht tuen soll, aber - fand ich dieses Buch von Herrn McEwan sehr allerliebst. Und ich bin ganz gemein, weil meine dekorierten Gegenstände auf dem Foto haben rein gar nichts mit dem Buch zu tuen. Nix mit Friede, Freude, Sonne, Strand und Meer. Und einen Sonnenbrand bekommt auch niemand. (Trotzdem find ich mein Foto sehr allerliebst, so!)
Das Schlimmste am heiraten ist die Hochzeitsnacht. Zumindestens für Edward und Florence, 1962 im prüden England. Begierde und Befangenheit, Anziehung und Angst sind miteinander im Widerstreit in der Hochzeitssuite mit Blick aufs Meer. Die Nacht verändert das Schicksal der Liebenden - für immer.
So spricht der Klappentext. Und wie spreche ich?
Ich finde die Geschichte sehr allerliebst, das Ende weniger, ich hätte mir etwas mit mehr Happy End gewünscht. Ich kann sowohl Edward (!!!) als auch Florence verstehen. Gott, ich will nicht wissen wie ich mich da angestellt hätte. Irgendwie macht mir das Buch auch Angst mit so Sätzen wie:
So kann sich der Lauf eines Lebens ändern - durch Nichtstun.
Ich bin leider auch so eine Kandidatin, die lieber hundert Jahre schweigt, als einmal im richtigen Moment ihren Mund aufzumachen. Was mich bei Florence etwas genervt hat. Was ich aber wie gesagt wahrscheinlich auch genauso machen würde. Sehr traurig das. Ich denke damit bringe ich Hasö auch regelmäßig an den Rand der Verzweiflung.
Aber da ist dieses Buch ja sehr fein, weil es einem zeigt, dass das eben nicht der richtige Weg ist. Dass man damit auch alles zerstören kann. Dass manchmal ein Wort reicht um das Leben für immer zu ändern. Oder eben Nichtstun.
Abgesehen davon ist mir noch eine sehr grandiöste Stelle im Gedächtnis geblieben:
In einem fortschrittlichen, modernen, für angehende Bräute angeblich hilfreichen, in fröhlichem Ton verfassten Handbuch mit vielen Ausrufezeichen und numerierten Illustrationen war sie auf Übelkeit erregende Worte und Wendungen gestoßen: Schleimhaut etwa oder das bösartig glitzernde Wort Penisspitze.
"Bösartig glitzerndes Wort" - Oh wie allerliebst! Oh wie poetisch! Hach. Das begeistert mich gar sehr. Ausserdem spüre ich den tiefen Wunsch auch so ein niedliches Handbuch zu besitzen. Jetzt sofort.
Vielleicht könnte ich da dann auch so tolle Ratschläge finden wie FrauLiebe:
"Die Menstruation ist etwas Natürliches und braucht nicht hinderlich zu sein. <...> Allerdings solltest du an diesen Tagen nicht schwer heben oder lange Fußmärsche unternehmen, da das nur die Blutung verstärkt. Auch solltest du nicht turnen und baden. Dafür musst du dich täglich mehrere Male warm waschen. <...> Setze deinem Waschwasser einen Schuss Sagrotan zu. Das ist wichtig weil man sich an diesen Tagen immer ein bisschen elend fühlt und ungepflegt."
Abonnieren
Posts (Atom)