Samstag, 11. Dezember 2021

Neu im Bücherregal - Die November-Bücher 2021

Erst einmal einen dicken Pulli anziehen, Heizung auf 3, Decke kunstvoll über die Beine legen, die Lippen am Heißgetränk verbrennen, von heißen Maroni träumen, den Ilex-Zweig in der Vase bewundern, die kleine Lichterkette an der LEGO-Weihnachtsdeko anknipsen, sich fragen, ob man den Adventskalender heute schon geöffnet hat, im Anschluss das heutige Adventskalender-Türchen suchen, finden und öffnen, die kleinen Mini-Schneeflocken vor dem Fenster beobachten und ... los kann es mit der Übersicht der neuen Bücher aus dem November gehen. Macht euch im Anschluss auch einen schönen Wintertag. Egal, ob drinnen oder draußen oder ganz woanders. 

Dienstag, 30. November 2021

Das Dicke-Bücher-Camp. Winter-Edition

Normalerweise findet das Dicke-Bücher-Camp jedes Jahr im Juli und August statt, um die Sommermonate mit dicker Lektüre zu füllen. In diesem Jahr möchte ich aber eine Ausnahme machen und mit der Winter-Edition des Dicken-Bücher-Camps seitenweise Lesefreude in den Dezember bringen. Holt also schon mal eine Tasse eures liebsten Heißgetränkes, einen Teller mit Lebkuchen, Spekulatius oder Mandarinen und eine kuschelige Decke raus, die nächsten Wochen machen wir es uns mit einem dicken Buch auf der Couch gemütlich, während vielleicht schon die ersten Schneeflocken vor dem Fenster fallen. 

Sucht ihr noch nach Inspiration für lesenswerte Bücher mit mehr als 500 Seiten? Da hab ich natürlich etwas vorbereitet! Ich stelle euch vier Bücher vor, die sich ganz wunderbar für winterliche Lesestunden eignen.

»Anna Karenina« von Lew Tolstoi.
Meine eigene Lektüre von »Anna Karenina« hat sich mehrere Jahre gezogen, aber nehmt euch in diesem Fall kein Vorbild an mir. Abgesehen von den erstaunlich langen theoretischen Abhandlungen über das Leben der Bauern im Russland des 19. Jahrhunderts ist »Anna Karenina« eine großartige, unterhaltsame, leicht zu lesende (!) Geschichte, die man nicht missen möchte. 

»Der Distelfink« von Donna Tartt.
In meinem Kopf ist »Der Distelfink« ein Herbstbuch, aber das würde ich in diesem Fall nicht so eng sehen. Hauptsache, es ist draußen kalt und man kann es sich drinnen gemütlich machen, während man Theo Decker in die New Yorker Kunstwelt begleitet und sich in ein kleines Gemälde mit einem Vogel verliebt. 

»Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden« von Selma Lagerlöf.
Obwohl die Geschichte rund um Nils und seine Gänse-Freund*innen gar nicht im Winter spielt, habe ich hier doch starke Winter-Vibes. Kann auch einfach an Schweden und Lappland liegen. Also schnappt euch einen Schal und fliegt mit Nils, Martin, Akka und den anderen Gänsen (mir ist jetzt erst aufgefallen, dass die Gänse bei »Nils Holgersson« einfach mal nach den finnischen Zahlen von eins bis sechs heißen ...) durch Schweden. 

»Die Spiegelreisende - Die Verlobten des Winters« von Christelle Dabos.
Band 1 der »Spiegelreisen«-Saga steht in diesem Fall stellvertretend für die gesamte Reihe, denn aus Erfahrung kann ich sagen, wenn man hier einmal angefangen hat, kann man nicht aufhören weiterzulesen. Auch wenn der letzte Band etwas schwächelt, so erschafft Christelle Dabos doch insgesamt eine ganz eigene, fantastische Welt, die hinter jeder Ecke neue Ideen bereithält. 

Ich werde den Dezember nutzen und das Leseexemplar von »Zum Paradies« von Hanya Yanagihara lesen (ET ist am 11.01.2022). Bei den Oktober-Büchern hatte ich ja bereits gesagt, dass das Buch wohl eine »Zwischen den Jahren«-Lektüre wird. Das wird nun also etwas ausgeweitet und ich bin schon arg gespannt, was mich erwartet. 

Seid ihr bei der Winter-Edition des Dicken-Bücher-Camps mit dabei? Bei Instagram findet ihr unter dem Hashtag #dickebüchercamp weitere Buchtipps und Mitlesende. Ich freu mich auf jeden Fall auf diese kleine, aber feine Ausnahme im Camp-Leben und hoffe, es geht euch ebenso. 

Montag, 1. November 2021

Neu im Bücherregal - Die Oktober-Bücher 2021

Wenn einen der Stapel an neuen Büchern fröhlich anlacht und man selber verkniffen zurücklächelt, um sich anschließend im Bett zu verstecken, dann ist die Leselaune im Keller und feiert dort eine Party, zu der man selber nicht eingeladen ist. So oder so ähnlich fühle ich mich jedenfalls gerade. Ich hoffe, die Party ist bald vorbei und ich kann wieder mit Buchbegleitung auf die Couch zurückkehren, anstatt nur zum Smartphone zu greifen und mich im stundenlangen Downscrolling zu verlieren. Macht es also schlauer als ich und greift jetzt direkt zum Buch. Okay. Erst noch diesen Beitrag lesen, dann zum Buch greifen!

»Zum Paradies« von Hanya Yanagihara.
Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr über Buchpost gefreut wie in diesem Fall. Im Januar 2022 erscheint »Zum Paradies« und nun liegt das Buch aber schon hier und das ist schon ganz schön wunderbar. Mit »Ein wenig Leben« hat Hanya Yanagihara mein Herz gebrochen, bei »Das Volk der Bäume« blieb ich verwirrt zurück und nun liegen hier neue 895 Seiten, die ich ehrfürchtig betrachte. Wahrscheinlich wird das eine »Zwischen den Feiertagen«-Lektüre. Im Januar dann mehr dazu!

»Hotel du Lac« von Anita Brookner.
Wieder so ein Fall von Büchern, die mich zu anderen Büchern führen. In diesem Fall hat Daniel Schreiber in »Allein« unter anderem von »Hotel du Lac« erzählt, sodass das Buch direkt auf meiner Merkliste gelandet ist. Und wie man sieht, wenig später den Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Der nächste Schritt: Ich würde gerne Urlaub im selben Schweizer Hotel wie Daniel Schreiber machen. 

»Schöne Welt, wo bist du« von Sally Rooney.
Ja nun. Nach »Gespräche mit Freunden« nun mein zweites Buch von Sally Rooney (weil ich »Normale Menschen« immer noch nicht gelesen habe) und es hat mir wieder gut gefallen, weil Sally Rooney als Autorin den Ton für ihre Protagonist*innen immer richtig trifft. Aber. Die Person Sally Rooney versteh ich nicht wirklich, nachdem sie ihr Buch nicht bei einem israelischen Verlag veröffentlicht sehen möchte. Sollte man hier Werk und Autorin trennen oder doch lieber kopfschüttelnd auf die weitere Lektüre verzichten? 

»Blaue Frau« von Antje Rávik Strubel.
Die Leseprobe von »Blaue Frau« konnte mich bei der Longlist des Deutschen Buchpreises noch nicht so richtig überzeugen. Dafür fand ich die Rede von Antje Rávik Strubel, als sie den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, umso beeindruckender und deswegen schließe ich mich nun der Leserunde von »Mädels, die lesen« an und lese im November die »Blaue Frau«. 

»Ein strahlendes Licht« von Audre Lorde.
Ein neuer Verlag ist im Haus! Der Aki Verlag hat im Oktober sein erstes Programm veröffentlicht mit fünf Büchern von fünf spannenden Frauen und ich habe mich sehr gefreut, dass ich mir ein Buch als Rezensionsexemplar aussuchen durfte. Audre Lorde ist mir nun schon öfter in anderen Büchern begegnet, umso gespannter bin ich auf ihre eigenen Worte. Und beim nächsten Besuch in einer Buchhandlung hol ich mir noch »Landschaft verschluckt« von Deborah Levy. 

»Einsame Schwestern« von Ekaterine Togonidze.
Das Buch stand schon länger auf meiner Merkliste, weswegen es bei der letzten Bestellung bei Cheaboo fast von alleine in den Warenkorb gehüpft ist.

»Pu der Bär - Rückkehr in den Hundert-sechzig-Morgen-Wald« von David Benedictus.
Pu der Bär ist mein Lieblingsbücherbär und einer der Gründe, warum ich unbedingt einmal nach New York möchte, weil ich mir in der New York Library den echten Pu angucken möchte. Nun geht es also zurück in den Hundert-sechzig-Morgen-Wald. Geständnis: Letztens habe ich den Film »Christopher Robin« mit Ewan McGregor gesehen und ab der zweite Minute fast durchgängig geweint, weil mich dieser Teddybär so rührt. Wie kann sowas denn sein?

»Dein Bücherregal verrät dich« von Grant Snider.
Bei Büchern über Bücher bin ich anfangs immer etwas skeptisch, weil mir das oft zu einfach ist. Aber der erste Blick in »Dein Bücherregal verrät dich« zeigte schon sehr niedliche, kurzweilige Comics rund um die Bücherliebe, deswegen bin ich hier doch ganz positiv gestimmt, Außerdem hat das Cover ein Loch im Deckel, das amüsiert mich schon sehr. Es sind die kleinen Dinge. 

»The Bass Rock« von Evie Wyld.
Meine aktuelle Lektüre, die es mir nicht gerade leicht macht. Das liegt nicht unbedingt am Buch selbst, sondern an mir, denn meine Leselust ist gerade sehr launisch und so bewege ich mich in Mini-Schritten durch die schottische Küstenlandschaft. 

Samstag, 16. Oktober 2021

Deutscher Buchpreis 2021 - Die Shortlist #dbp21

 


Am Montag, den 18. Oktober, wird der Deutsche Buchpreis 2021 vergeben und ich bin schon sehr gespannt, welches der sechs Bücher aus der Shortlist gewinnen wird. Kurz vor knapp folgt nun deshalb noch mein Kommentar zur Shortlist und der Hinweis, dass die Preisverleihung am Montag ab 18 Uhr auf der Seite des Deutschen Buchpreises live mitverfolgt werden kann. Guess, we have a date! 


"Der zweite Jakob" von Norbert Gstrein. Erschienen im Carl Hanser Verlag.
Hm. Nee. Überzeugt mich leider immer noch nicht. 

"Vati" von Monika Helfer. Erschienen im Carl Hanser Verlag.
Ich sag mal so, der Titel ist fast richtig, ich hätte mir nur lieber "Vater und ich" auf der Shortlist gewünscht. 

"Eurotrash" von Christian Kracht. Erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch. 
Mich amüsiert es sehr, dass ich das Buch seit Erscheinen lesen möchte, es mir aber immer noch nicht gekauft habe, weil ich dann doch jedes Mal ein anderes Buch mehr anspricht. Wenn das Buch nun den Deutschen Buchpreis gewinnt, kauf ich es aber wirklich. Versprochen!

"Zandschower Klinken" von Thomas Kunst. Erschienen im Suhrkamp Verlag.
Ich war so verwirrt von der Leseprobe, ich habe keine Ahnung, was dieses Buch möchte. Das könnte bedeuten, dass das Buch gute Chancen hat zu gewinnen. 

"Identitti" von Mithu Sanyal. Erschienen im Carl Hanser Verlag.
Mein Gewinnerbuch der Herzen. Wie schön wäre es, wenn Mithu Sanyal den Preis nach Hause nehmen könnte?!

"Blaue Frau" von Antje Rávik Strubel. Erschienen im S. Fischer Verlag.
Von der Leseprobe war ich leider nicht so überzeugt, aber einzige Rezensionen haben mich nun doch neugierig auf das Buch gemacht. Vielleicht les ich das dann doch mal. 

Sonntag, 3. Oktober 2021

Neu im Bücherregal - Die September-Bücher 2021

Rainer Maria Rilke sagt, dass es im Herbst Zeit wird zu lesen (meine freie Interpretation von "Herbsttag"). Da hat er irgendwie Recht, denn wenn es draußen kälter wird, Laub auf den Wegen liegt und sich Kastanien in den Jackentaschen sammeln, kann man ganz wunderbar den Tag im Bett mit guten Büchern verbringen. Ich verrate euch ein Geheimnis: Das funktioniert aber auch zu jeder anderen Jahreszeit sehr gut. Habe ich für euch getestet und für gut befunden. Wer aber keine Lust aufs unruhige Wandern oder Häuser bauen hat, der kann sich Rilke und mir anschließen. Ich muss mich nur noch entscheiden, welches der Bücher, die im September neu ins Regal gezogen sind, ich nun lesen werde.