Sonntag, 9. September 2018

Neu im Bücherregal - Die August-Bücher 2018.

Der August sah lange Zeit sehr gut aus, was die Bücher-Neuerwerbungsquote angeht. Zwei Bücher standen auf meiner analogen Liste in meinem Kalender. Und dann. Dann kam Wien. Und ich hatte mir noch vorgenommen, dass ich in Wien keine Bücher kaufe, weil warum sollte ich dort Bücher kaufen, die aufgrund der erhöhten Mehrwertsteuer 50 Cent teurer sind?! Oder so. Doch es kam selbstverständlich anders als gedacht. Denn ich hatte nicht an preisreduzierte Mängelexemplare gedacht. Und an ganz besondere Ausgaben, die man einfach mitnehmen musste. Und schwuppdiwupp – da waren es plötzlich neun Bücher, die im August neu eingezogen sind. 



Umblättern und andere Obsessionen von Michael Köhlmeier. Darum liebe ich es, in fremde Buchhandlungen zu gehen. In Wien waren wir in der Buchhandlung Leporello, die zu den 5plus-Buchhandlungen gehört. Diesen Zusammenschluss kannte ich schon, was ich aber nicht wusste: Die Buchhandlungen bringen auch eigene Bücher heraus. Darunter auch dieses unfassbar großartig gestaltete Bändchen von Michael Köhlmeier. Der Buch-Nerd in mir feiert nicht nur den Leineneinband, sondern auch die Limitierung (Nummer 876, Leute!) und die Tatsache, dass Michael Köhlmeier diese Erzählung der Edition 5 plus geschenkt hat. Sobald ich das Büchlein gelesen habe, werde ich nochmal ausführlicher darüber berichten, weil ich die Idee so großartig finde. Großartige Ideen müssen publik gemacht werden.

Die Wahrheit über das Lügen von Benedict Wells. Nach mehreren Jahren liest das LovelyBooks-Team wieder gemeinsam ein Buch und die Wahl fiel einstimmig auf Benedict Wells. Eine der enthaltenden Geschichten kannte ich bereits, weil  Benedict Wells sie im Frühjahr beim Hörgang in München vorgelesen hat. So richtig angesprochen hat sie mich damals nicht. So richtig warm geworden bin ich mit den restlichen Geschichten auch nicht. Aber stattdessen freu ich mich einfach darauf, dass Benedict Wells sicherlich bald wieder einen Roman rausbringt. 

Salz auf unserer Haut von Benoîte Groult. Der Preis für das das wunderschönste Cover des Jahres geht an eben jenes Buch. Meine Güte, ist das ... ja. Schön. Das Buch ist die nächste Lektüre unseres Buchclubs, nachdem wir ein Buch zum Thema "Erotik" gesucht haben. Mal sehen, wie erotisch das dann ist. 

Kinder des Zufalls von Astrid Rosenfeld. Das Buch wurde mir vom Kampa Verlag zugeschickt, dessen Verlagsprogramm ich ja sehr spannend finde. Inhaltlich kann ich noch nicht einschätzen, ob es mich anspricht, aber man kann ja mal reinlesen, ne.

Pferde stehlen von Per Petterson. Eine ehemalige Bibliotheksausgabe aus dem Bücherschrank. Sehr niedlich mit vielen Codes und eingeklebten Zettelchen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich das Buch schon vor vielen Jahren auf dem Schirm. Dann nicht mehr. Jetzt wieder. 

Ruhm tötet alles - Die Briefe von Jack Kerouac und Allen Ginsberg. Vor kurzer Zeit hatte ich einen Beat-Generation-Phase, habe aber bisher nur Bücher aus/von der Zeit gesammelt, aber noch nicht gelesen. Dieser Briefband stand bei Phil in Wien herum, war preisreduziert und durfte deswegen mit. Das Café-Schrägstrich-Buchladending kann ich übrigens nur empfehlen. Sehr nette Umgebung. 

Vegetarisch für Faule von Martin Kintrup. Manchmal bekomm ich einen Rappel und möchte abwechslungsreicher kochen. Beispielsweise mal mehr Gemüse. Gemüse und ich, wir sind ja keine guten Freunde. Aber lecker sieht es schon immer aus. Deswegen versuch ich mich jetzt mit einem faulen Kochbuch ranzutasten. Vielleicht klappts ja. 

Auf dem Foto nicht zu sehen, weil jemand (=ich) nicht aufgepasst hat:

Kindeswohl von Ian McEwan. Im August hätte ich Lotto spielen sollen, so fantastisch war meine Glückssträhne. Denn bei zwei Gewinnspielen habe ich Kinotickets für "Kindeswohl" gewonnen – einmal inklusive Buch. Die Gutscheine werden heute eingelöst, ich  bin mal gespannt, weil ich Emma Thompson und Stanley Tucci sehr grandios finde, aber ein bisschen Angst habe, dass es etwas zu kitschig wird. Das Buch ist nicht auf dem Foto, weil es fröhlich auf dem Esstisch lag, während die anderen Bücher brav in der Foto-Kulisse Platz genommen haben ...

The Doors und Dostojewski von Susan Sontag und Jonathan Cott. Mit Susan Sontag wollte ich mich schon länger beschäftigen, nachdem ich aus der Penguin Modern Classics-Reihe "Notes on 'Camp'" gelesen habe. Hurra also, dass ich nun den Interview-Band in Wien erworben und im Zug nach Hause bereits beendet habe. Gefällt mir sehr. Kluge Frau. Gebt mir mehr. Und weil ich nett bin, habe ich das Buch an meinen Bruder verliehen, weswegen das Buch auch nicht im Foto zu sehen ist.

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