Sonntag, 3. März 2019

Neu im Bücherregal - Die Februar-Bücher 2019.

Der Februar hat 28 Tage. Meistens jedenfalls. Dieses Jahr auf jeden Fall. Der Februar ist damit der kürzeste Monat im Jahresverlauf. Und trotz (oder gerade wegen?) dieser schlechten Ausgangslage, hat sich hier mal wieder ein Stapel an neuen Büchern angesammelt. Und wie so oft, möchte ich alle Bücher direkt sofort und jetzt gleich lesen. Mal sehen, wie gut das in einem Monat mit einer anstehenden Buchmesse klappt. 


(Man könnte mal wieder die Fenster putzen. Man könnte in der Zeit aber auch lesen und das gefällt mir sehr viel besser)


Cat Person von Kristen Roupenian. An diesem Buch kommt man derzeit nicht vorbei, deswegen hat es sich sehr gut angeboten, dass es die nächste Lektüre im Buchclub geworden ist. So richtig kann ich den Hype nicht nachvollziehen, gerade die titelgebende Story "Cat Person" gehört für mich eher zu den schwächeren Stories. Dafür sind "Matchbox Sign" und "Beißerin"so fantastisch, so unangenehm, so besonders, dass ich sie gerne als Flugblätter verteilen möchte. 

Alte weiße Männer von Sophie Passmann. Als obsessives Passmann-Fangirl habe ich das Buch bereits gelesen, warte aber brav bis zum offiziellen Erscheinungstermin, um meine Meinung kundzutun. Aber man darf sich an dieser Stelle schon mal viele Ausrufezeichen vorstellen. 

Das Volk der Bäume von Hanya Yanagihara. "Ein wenig Leben" wird wohl immer zu den Büchern gehören, bei denen ich mich genau an die Lesesituation erinnern kann. Januar 2017 – ich hatte Urlaub und lag krank und verheult in meinem Bett und Hanya Yanagihara hat mein Herz gebrochen. Und jetzt? Jetzt giere ich nach dem nächsten Herzschmerz. Auch wenn die Grundsituation in "Das Volk der Bäume" doch eine ganz andere ist. 

Heraus aus der Finsternis von Christopher Tauber und Annelie Wagner. Der Comic richtet sich hauptsächlich an eine jüngere Zielgruppe und erklärt, wie Feminismus 1918 im Großen und im Kleinen funktioniert hat. Nette Idee, die mir aber etwas zu oberflächlich geblieben ist. Aber ich bin auch für die Zielgruppe etwas zu alt. 

Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl. Wenn ich schon alle anderen Bücher von Laura weginhaliere, traue ich mich hier nun mal zurück in die Fantasy-Richtung. Mal sehen, ob es mich so begeistern kann, dass meine frühere Fantasy-Liebe zurückkehrt.

Ophelia Scale von Lena Kiefer. Dystopische Jugendbücher habe ich eine Weile sehr gerne gelesen, doch dann nervte mich der immer gleiche Aufbau zu sehr. Dreiecksbeziehungen und die special snowflake Protagonistin langweilten mich auf Dauer. "Ophelia Scale" erfindet das Genre nicht neu, traut sich aber an einigen Stellen, andere Wege zu gehen. Und mir gefällt die Idee einer Zukunft, in der Technologie verboten ist. Dazu kommt der temporeiche Schreibstil, der dafür sorgt, dass ich eigentlich schon jetzt Band 2 lesen möchte. 

Alles, was ich weiß über die Liebe von Dolly Alderton. Die Autorin ist im selben Jahr geboren wie ich. Wahrscheinlich habe ich deswegen beim Lesen öfter nostalgische Anfälle bekommen, beispielsweise wenn Dolly Alderton beschreibt, welche Geräusche ein Modem früher machte. Damals, als einem eine Stunde Internet noch wahnsinnig lange vorgekommen ist und man akribisch die AOL-CDs mit gratis Internetminuten gehortet hat. Neben Geschichten übers Erwachsenwerden, über die Liebe und Freundschaften enthält das Buch auch Rezepte, von denen ich das Käsemakkaroni-Rezept nur empfehlen kann. Mein Bauch hat sich sehr über den Käseberg gefreut!

Madame Pompadour von Edmond und Jules de Goncourt. Wieder so ein Bücherschrankfund. Wenn ich einmal alt und reich und mit viel Zeit ausgestattet bin, möchte ich einmal die kompletten Tagebücher der Brüder lesen. Daily-Soap aus dem 19. Jahrhundert! Bis dahin begnüge ich mich mit dieser kurzen Biografie.

Eure Heimat ist unser Albtraum herausgegeben von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifara. Über dieses Buch habe bereits ausführlich gesprochen. Leseempfehlung! Und weil ich es in der Rezension nicht erwähnt habe: Ich finde das Cover so großartig klug. Im Vorwort wird nämlich erklärt, warum die Wörter "Eure" und "Unsere" mit dem Hintergrund verschmelzen. Weil die Leser_innen selbst definieren, "wo das 'Wir' endet und das 'Ihr' beginnt" (Seite 10). Sehr klug gemacht!

Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche von Reni Eddo-Lodge. Die passende Anschlusslektüre für "Eure Heimat ist unser Albtraum". Wird ebenfalls so bald wie möglich gelesen. 

Das Werk von Jane Bowles. Jane Bowles war mir bis vor kurzem unbekannt. Dann entdeckte ich zum ersten Mal diesen Schuber mit ihrem Gesamtwerk und war hingerissen. Nur der Preis schreckte mich ab. Und dann, dann stand der Schuber plötzlich für knapp 10 Euro bei Buch & Töne. Jetzt nicht mehr. Jetzt steht er ja bei mir und ich bin entzückt. Der Schuber schreit ja quasi nach einem Jane Bowles-Lesemonat! Was meint ihr?

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