Samstag, 23. April 2022

5 gute Gründe für einen Buchclub

Hurra, es ist Welttag des Buches. Oder wie ich es nenne: Samstag. Denn Bücher feiere ich meistens eh an 365 Tagen im Jahr. Plus minus 1. Trotzdem freut es mich sehr, wenn an diesem Feiertag Bücher ihren großen Auftritt haben und vielleicht auch neue Leser*innen begeistern. Wie großartig das gemeinsame Lesen ist, zeigt unser Buchclub nun schon seit knapp fünf Jahren. Seit Oktober 2017 lesen die Schnitzelbooks-Mitglieder fleißig die unterschiedlichsten Bücher und diskutieren darüber. Im vergangenen Jahr häufig online, seit ein paar Terminen aber auch wieder in echt bei Schnitzel, Kässpatzen und Weißweinschorle. Die Liste der bisher gelesenen Bücher ist lang und vielfältig (in den letzten Beiträgen zum Welttag des Buches 2019 und 2020 erhaltet ihr einen Überblick). Zuletzt haben wir diese Bücher gelesen:

»Die Jahre« von Annie Ernaux
»Giovannis Zimmer« von James Baldwin
»Der Zorn des Meeres« von Bram Stoker
»Das Glücksdiktat« von Edgar Cabanas und Eva Illouz
»Briefe an einen jungen Dichter« von Rainer Maria Rilke
»Das lügenhafte Leben der Erwachsenen« von Elena Ferrante
»Die unendliche Geschichte« von Michael Ende
»Ich erwarte die Ankunft des Teufels« von Mary MacLane
»Die Kunst, sich zu verlieren« von Rebecca Solnit
»Oreo« von Fran Ross
»Trotzdem Ja zum Leben sagen« von Viktor E. Frankl
»Three Women« von Lisa Taddeo
»Identitti« von Mithu Sanyal
»The practice of not thinking« von Ryunosuke Koike
»Die Stille in Prag« von Jaroslav Rudiš
»Allein« von Daniel Schreiber
»Und was ich dir noch erzählen wollte« von Dorothy Gallagher
»Das verbotene Notizbuch« von Alba de Céspedes
»Butter« von Asako Yuzuki

Die nächste Lektüre steht auch schon fest, wir lesen »Franny und Zooey« von J. D. Salinger. Oben auf dem Foto seht ihr, aus welchen Büchern wir das aktuelle Buch ausgesucht haben. Thema war: Weniger als 250 Seiten. 

Und warum ich den Buchclub so schätze? Dafür gibt es ganz viele gute Gründe, aber 5 davon will ich heute hervorheben. Vielleicht inspiriert es euch ja, selbst einen Buchclub zu gründen. Fragt doch einfach mal Freund*innen oder Kolleg*innen, ob sie Lust hätten! 

5 gute Gründe für einen Buchclub:
  1. Neue Bücher entdecken. Bei 77.272 Titeln, die allein 2020 in Deutschland erschienen sind (Quelle: Börsenverein), kann kein Mensch alle Bücher kennen. Umso spannender ist es, welche unterschiedlichen Bücher im Buchclub vorgeschlagen werden. Von Neuerscheinungen über Klassiker bis hin zu unbekannten Perlen ist hier alles mit dabei. Und auch, wenn ein Buch nicht zur Buchclub-Lektüre gewählt wird, landet doch so mancher Vorschlag auf meiner stetig wachsenden Merkliste.
  2. Unterschiedliche Perspektiven verstehen. Wie unterschiedlich ein und dasselbe Buch gelesen werden kann, lernt man in einem Buchclub sehr schnell. Und das schätze ich ganz besonders. So ergeben sich Querverweise und neue Idee und bereichern das eigene Lesen enorm. 
  3. Literaturkritik in a nutshell. Stil, Erzählperspektive, Aufbau, Spannungsmaus – im Buchclub lernt man ganz nebenbei über Literatur zu sprechen. Was gefällt einem und warum? Und wie präsentiert man in kurzer Zeit ein Buch so, dass es für die anderen Buchclub-Mitglieder interessant ist? 
  4. Raus aus der Komfort-Zone. Passt zum ersten Punkt. Wenn ich ehrlich bin, lese ich schon immer recht ähnliche Bücher, weil ich da weiß, dass sie mir mit großer Wahrscheinlichkeit gefallen werden. Doch die Buchauswahl ist so groß und hat so vieles zu bieten, da bietet der Buchclub eine wunderbare Gelegenheit, einmal über den Tellerrand zu blicken und auch Genres und Autor*innen zu lesen, die man sonst nicht auswählen würde. 
  5. Das perfekte Drinnie-Hobby. Lesen ist im Grunde eine sehr einsame Tätigkeit. Doch zusammen liest es sich weniger allein. Perfekt für mich, weil ich als Vorzeige-Drinnie am liebsten auf meiner Couch sitze, der Buchclub aber Gesellschaft mit gemeinsamen Interessen bietet und man bei Treffen auch immer genug Gesprächsthemen hat. I like!

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