Dienstag, 16. Dezember 2014

Die Verlagsquote .... in meinem Bücherregal.

Weil Leander Wattig gerade bei Twitter fragte, ob es Verlage gibt, bei denen man das Verlagsprogramm blind gut findet, habe ich meine liebste Bücherinventarliste wieder einmal hervorgeholt und in guter, alter Excel-Manier eine Pivot-Tabelle erstellt, die mir verrät, von welchem Verlag ich die meisten Bücher habe (das gab es schon mal mit der Frauenquote, für weitere Späße müsste ich erst noch weitere Kategorien einfügen. Coverfarbe oder so). 
Deswegen hier jetzt - die Top-10-Verlage in meinem Bücherregal:


Fischer42
dtv28
Rowohlt21
Reclam20
Piper18
Carlsen17
Suhrkamp13
Diogenes10
Hanser10
Aufbau8


Öhm. Hui? Wie kommt denn Fischer so weit nach oben? Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Wenn ich mir nun die dazugehörigen Bücher angucke, ist eindeutig Thomas Mann schuld. Und Sarah Kuttner. Auch eine interessante Mischung.
Platz 2 mit dtv wundert mich hingegen nicht so sehr, weil dtv einfach sehr viele unterschiedliche Bücher verlegt und da immer irgendwas dabei ist. Außerdem sind es Taschenbücher (oh, da fällt mir gleich eine neue Quote ein - Taschenbuch-Hardcover-Vergleich). Taschenbücher hat man immer.
Ich hätte ja irgendwie gedacht, dass ich mehr Bücher von Hanser habe, weil ich die Frage nach dem Blind-Verlagsprogramm-Mögen wahrscheinlich mit Hanser beantwortet hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette, meistens kauf ich die Bücher nach Cover und nicht nach Verlag. Wobei das ja irgendwie zusammenhängt. Mir gefallen meistens die Cover vom Berlin Verlag. Der in den Top-10 gar nicht auftaucht. Auch nett. Aber Aufbau mag ich auch deswegen. Also, wegen den Covern. Schöne Klassiker.
Hoffmann und Campe, ein Verlag, den ich in letzter Zeit recht gerne mag, ist bisher nur mit zwei Büchern in meinem Bücherregal vertreten.
Aber bald ist Weihnachten, dann werden die Karten neu gemischt. Ich plane schon einen nachweihnachtlichen Buchladenbesuch ein. Anschließend muss dann ein neues Bücherregal gekauft werden.

Freitag, 12. Dezember 2014

Das SuB-Buch der Woche - Folge 1.

Der Regalteil mit den ungelesenen Büchern wird  immer größer, aber das Bücherregal wächst einfach nicht. Ich hab eher den Verdacht, dass das Bücherregal kleiner wird. Denn eigentlich kaufe ich doch gar nicht so viele Bücher! Also. Es gibt bestimmt Menschen, die mehr Bücher kaufen als ich. So muss man das ja auch mal sehen. 
Und wenn ich ein Buch fertig gelesen habe, stehe ich vor dem Regal und weiß nicht, was ich als nächstes lesen soll. Ich hab nichts zum anziehen ... eh ... lesen! 
Um mich selbst daran zu erinnern, dass das nicht stimmt, um meine Neugierde für Bücher zu wecken, die schon sehr, sehr lange ihr Dasein im SuB-Bereich meines Bücherregals verbringen (hier ging es bereits einmal um diese armen Geschöpfe) und um euch zu erfreuen, habe ich beschlossen, jede Woche ein SuB-Buch vorzustellen (wobei ich mich noch nicht entschieden habe, ob das freitags oder samstags geschehen wird. Überraschung!). Dabei hilft mir meine wunderbare Excel-Bücherinventarliste, in welcher steht, wann ich ein Buch gekauft/bekommen habe. Denn ich möchte das ganze chronologisch gestalten. So gut das möglich ist, ich habe nämlich auch ein paar Bücher, bei denen kein Kaufdatum eingetragen ist. Die kommen dann eben am Schluss. Wenn es jemals einen Schluss geben wird. Derzeit sind nämlich 123 Bücher in der Liste als ungelesen markiert. Bleiben uns also 123 Wochen Spiel und Spaß. In 2,3 Jahren hätte ich dann also alle Bücher vorgestellt. Wenn ich ab jetzt keine Bücher mehr kaufen würde. Hahahahahaha ...



Starten werde ich nun also mit "Nur zur Ansicht" von Roger Willemsen. Das Buch habe ich laut Liste 2008 gekauft. Daran kann ich mich sogar noch erinnern. Also nicht an den direkten Kaufvorgang, aber ich weiß, dass ich das Buch während meiner Ausbildung gekauft habe, weil - Achtung, es folgt ein Marina-kauft-ein-Buch-Argument - ich den Titel so lustig fand. Als Buchhändler sagt man nämlich sehr oft, dass man dem Kunden das Buch auch "Nur zur Ansicht" bestellen kann, damit er es sich angucken kann, bevor er sich endgültig zum Kauf entschließt. Von Roger Willemsen hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts gelesen, ich bilde mir aber ein, dass Koffer-Josefina ihn positiv hervorgehoben hat. Nun muss ich leider gestehen, dass das Buch nicht richtig ungelesen ist. Ich habe das Buch schon einmal angefangen und wenn mich das Lesezeichen im Buch nicht belügt, bin ich sogar bis zur Hälfte gekommen. Vielleicht sollte ich noch einen Regalteil "Angefangene Bücher" einführen ...
Auf jeden Fall hab ich dann wohl aufgehört das Buch zu lesen. Ich vermute mal, weil ich irgendwann keine Lust mehr auf die einzelnen Essays hatte, denn "Nur zur Ansicht" ist ein Essay-Sammelband von Roger Willemsen. Nachdem ich gerade ein Buch mit einzelnen Erzählungen von Marie Luise Kaschnitz lese und überrascht bin, wie gerne ich doch eigentlich einzelne Erzählungen lese (das war nämlich nicht immer so. Ich mochte sehr lange Zeit keine Bücher mit einzelnen Kurzgeschichten/Erzählungen/Kleintexten, weil ich die immer so lesen wollte, als würden sie zusammengehören, was nun einmal nicht der Fall ist), sollte ich vielleicht auch Herrn Willemsen eine zweite Chance geben. Bei der Lesung damals in Hamburg fand ich ihn ja recht nett. Nun muss ich weinen, weil ich wieder nach Hamburg möchte. Danke, Herr Willemsen! 
Das Gute an dem Buch - ich kann es einfach weiterlesen, weil die Essays nicht zusammenhängen.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Münchner Bücherschau - mit Büchern.

Gestern dann also noch ein Auf-den-letzten-Drücker-Besuch bei der Münchner Bücherschau. Die geht nämlich nur noch bis zum 07.12. - also heute. Um das Konzept der Bücherschau zu verdeutlichen: Das ist wie die Buchmesse, nur viel, viel, viel, viel, viel kleiner. Ja, Beschreiben kann ich sehr gut. Und so liefen wir durch den Ausstellungsraum (das ganze findet im Kulturzentrum Gasteig statt und ist kostenlos. Noch ein Unterschied zur Buchmesse!) und sahen uns die verschiedenen Ausstellungsflächen der Verlage an. Dabei handelt es sich sowohl um große Verlagshäuser als auch um kleinere, unabhängige Verlage. Durch die Größe bzw. eben durch die Nicht-Größe wirkt das ganze eher wie eine Regalfläche in einem Buchladen. Aber durch die ungewohnte Präsentation - nicht nach Alphabet oder Sachgebiet, sondern nach Verlag - ist die Münchner Bücherschau doch recht ansprechend. Zum größten Teil stimmt zwar die Verknüpfung mit dem Buchladen-Präsentation, aber man entdeckt doch auch Bücher, die sonst eher selten in Buchhandlungen stehen. So habe ich eine wirklich sehr schöne Ausgabe der Grimmschen Märchen bei Reclam entdeckt. Und bei Hoffmann & Campe konnte ich mal wieder die neuen Ausgaben von Christopher Isherwood (A Single Man und Leb wohl, Berlin) umschwärmen. Nachdem ich dabei auch festgestellt habe, dass es sich bei A Single Man um eine Neuübersetzung handelt, kann ich einen zukünftigen Kauf sogar besser rechtfertigen (eigentlich steht hier ja schon eine Ausgabe von dem Buch). 
Meistens standen die Mitbesucher gar nicht so sehr im Weg herum. Nur als eine Lesung beendet wurde, stürmten sehr viele Kinder durch die Gänge und bei einer sehr eigenartigen Aktion riefen mehrere Jugendliche laut nach WLAN. Wenn man das ausblenden konnte, konnte man sich auch sehr gut auf die Bücher und Verlage konzentrieren.

Bei der Bücherschau selbst kann man keine Bücher kaufen; um dieses Bedürfnis zu stillen, machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einer Buchhandlung, deren Uni-Filiale wir viel zu oft besuchen. Doch die andere Filiale von Buch & Töne am Ostbahnhof war uns bisher unbekannt. Jetzt kann ich sagen: Da kann man auch Bücher kaufen.Viel zu viele Bücher kann man da kaufen.

Samstag, 6. Dezember 2014

Bücherdämmerung - Über die Zukunft der Buchkultur.

Manchmal lese ich Bücher nicht nur, weil ich sie lesen möchte, sondern weil ich sie lesen muss. Man erinnert sich. Studium der Buchwissenschaft. Da liest man Bücher. Man liest auch in allen anderen Geisteswissenschaften Bücher. Man liest auch in allen anderen Studiengängen Bücher, aber das nur am Rande. Was ich eigentlich sagen wollte. Manchmal, da muss ich Bücher lesen und während des Lesens stelle ich fest, dass ich das Buch auch lesen möchte. Weil es gut ist und interessant und mir viele neue Sichtweisen näher bringt. So geschehen bei - Bücherdämmerung - Über die Zukunft der Buchkultur. Herausgegeben von Detlef Bluhm. Mit Beiträgen von Detlef Bluhm, Dietmar Dath, Jan Hegemann, Thomas Macho, Volker Oppmann, Elisabeth Ruge, Stephan Selle, Klaus Sielker und Katja Splichal. Traurigerweise kenne ich keinen dieser Menschen, das Buch verrät mir aber, dass alle irgendwie irgendwas in der Buchbranche (ach?) machen. Wer das jetzt genauer wissen will, kann im Blog zum Buch nachlesen wer was macht. 

 
Die einzelnen Beiträge drehen sich alle um die Frage "Wie wird das Buch bzw. die Buchbranche in Zukunft aussehen?". Da geht es um den Autoren der Zukunft, um neue Erzähl- und Lesemöglichkeiten, um neue Buchkonzepte, um Vernetzung, um Social Media, um Hardware und Software rund ums Lesen, um Recht und natürlich auch darum, ob es überhaupt noch Bücher geben wird. Jeder Beitrag spricht einen neuen, interessanten Punkt an, wie sich unser Verhältnis zum Buch im Laufe der Zeit verändern könnte. Dabei stellen alle Autoren einstimmig fest - das gedruckte Papierbuch wird es auch weiterhin geben. Es wird nicht verdrängt, es wird zusammen mit E-Book, Apps oder was es auch sonst noch geben wird, koexistieren. 
"Ein Buch, das ich liebe, will ich als Objekt besitzen; ein Buch, das mir irgendwann nützlich sein könnte, ist mir auch als tragbares Dokument - als E-Books oder PDF-Datei - willkommen." - Thomas Macho
 
Einige der Beiträge nehmen Bezug auf die Vergangenheit und zeigen - auch bei der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg wurde der Untergang der Bücherwelt, wenn nicht sogar der Untergang des gesamten Abendlandes befürchtet. Und was ist passiert? Nichts ist passiert. Jedenfalls nichts schlimmes. Ja, die Handschreiberlinge in Klöstern wurden arbeitslos, aber auf der anderen Seite haben sich viele neue Aufgaben und Berufe entwickelt. Und - wenn ich einmal eine Prognose abgeben darf - genauso wird es sich mit der jetzigen Medienentwicklung verhalten. Einige Dinge werden verschwinden und andere werden entstehen. Wer sich den neuen Entwicklungen und insbesondere den Bedürfnissen seiner Kunden anpasst, muss sich nicht fürchten.

Meine liebste Zukunftsidee ist die mit dem faltbaren Elektropapier, auf welchem Texte dargestellt werden können und wenn man möchte, kann man das Papier in der Mitte knicken, den unteren Bereich als Tastatur definieren, den oberen als Bildschirm und schon hat man einen Laptop aus Papier. Und ich mochte auch die Buchhandlung, die gratis WLAN anbietet (gratis WLAN! Irgendwie traurig, dass das unter "Zukunftsideen" läuft ...) und wenn man in dem WLAN dann Zeitungen liest, sieht man statt der normalen Zeitungswerbung Werbung für die Buchhandlung. Voll klug!

Auf jeden Fall mag ich das Buch. Ich habe noch nie so viele Dinge in einem Buch angestrichen und kommentiert (oder Dinge ins Buch gemalt ...). Und es ist doch schön zu sehen, dass es nicht nur Pessimisten in der Buchbranche gibt.

Montag, 1. Dezember 2014

Fotobreze - November 2014

Gedanke in der Arbeit: Der Papierschnitt zwischen den Fingern tut schon verdammt weh. Und - Heute ist ja der 1. Dezember! Warum genau hab ich gestern nicht den November-Fotobeitrag gebastelt? Nun ja. Jetzt hab ich ihn gebastelt. Es geht hier ja nichts verschütt. Niemals.


// Familientradition Pizza-Dienstag mit Schnurrhaaren //
// Und Pizza //
// Und Doris mit dem Nest als Hut // 


// Dachs freust sich über die Zeitung, stellt dann aber fest, dass er gar nicht lesen kann //
// Warum zerhackt ein Vogel meine Blumen? //
// Höhö, ich hab eine Kinokarte für Paddington gewonnen. Eigentlich wollte ich den Film nur wegen Colin Firth sehen, aber der spricht jetzt gar nicht mehr den Bären // 


// Mit Spekulatius lernt es sich gleich viel besser //
// Jeder sollte ein Kleingeldglas mit Wunsch haben ♥ //
// Mit Vokabellisten putzt man sich gleich viel besser die Zähne //


// Es gibt Lego-Minifiguren, bei denen ist es gar nicht schlimm, wenn man sie doppelt hat //
// Grün, grün, grün ist mein Badewasser - aber ein großer Badefan werde ich wohl nicht mehr //
// Und das Schwein mit Apfel hab ich jetzt auch, ha! // 


// Werbung aus einer Zeitschrift von 1906 - Cacao for the win! //
// Brauen wir eine neue Lessing-Ausgabe? NEIN! //
// Ich hab das Gefühl, ich hab das schon einmal gemalt // 


// Nicht sichtbar: Der schwarze Tee mit Chai-Sirup IN dem Becher //
//  Nicht sichtbar: Die Kaninchen auf dem Uni-Gelände in der Nacht //
// Nicht sichtbar: Kindheitserinnerungen // 


// Weil ich Herrn Unseld schon ganz gerne mag //
// Weil ich auch was anders als Schweinebraten kochen kann (in dem Fall Falafel, Couscous und Kürbiscurry //
// Weil ich in dem neuen fancy Café an der Uni einen Cappuccino mit Sojamilch getrunken habe (Fazit: Schmeckt nicht, ist zu teuer und zu pseudofancy) //


// Weihnachten! Und mein Adventskalender spricht Französisch mit mir! Noël! //