Samstag, 3. Mai 2008

Weil halt.


Weil es sich das Kofferkind gewünscht hat.
Weil das Kofferkind schuld ist, dass ich Fotos posten möchte.
Weil mich gestern Photobucket gehasst hat.
Für meine eigene Belustiung. Was wir nötig haben. So ein bisschen. Irgendwie. Gnah. Gerade. Sehr.
Die Zeit läuft weg und ich habe gerade mal 17 Schmierseiten. Aber dafür ein tolles Layout im Kopf ...





Fertig mit der Welt? Armes Wauwau. Ich möchte gerne, dass Patrick Fotos von Hund macht. Weil.


Fertig mit der Familienplanung?
Das praktische an Nachbarskindern - man kann sie wieder abgeben. Auch wenn Klein-Baby so gut wie nie weint. Aber irgendwie war sie nicht sonderlich begeistert von dem Buch. Pah! Warte nur bis du groß bist!


fertig mit den bayerischen Bräuchen?
Thiiii. Auch wenn ich hier seit 19 Jahren (und 11 Monaten und 5 Tagen :manwe:) lebe, die Sprache der Eingeborenen verstehe ich immer noch recht schlecht und ihre eigenartigen Sitten - ich glaub die kann man nicht verstehen. Ich meine - Maibaumaufstelling?
Naja. Egal. Jedenfalls wurde ich gestern auch Teil eines wohl eher unbekannteren Brauches. Weil. Im Internet finde ich so gut wie gar nichts darüber, was bedeutet, dass hier wird jetzt einer der wenigen Suchanzeigendinger ... lustisch.
Was wir auf dem Bild dort oben bewundern dürfen ist ein umfunktionierter Moiala. Normalerweise bekommen ... ach. Lest selbst.
Maien / Moiala
Unter "Mai, Maien oder Mayen" verstand man einen belaubten Zweig, wenn er im Frühjahr sein erstes frisches Grün zeigt. Der Name wird vom Monat Mai abgeleitet. Allerdings gab es ihn auch noch zu Pfingsten oder zu Fronleichnam, wenn junge Birkenbäumchen als Schmuck für weltliche oder kirchliche Feste verwendet wurden. Luther zitiert im 118. Psalm, Vers 27: "Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars". Der Begriff "Maien" taucht bereits 1491 in Rechnungen der herzoglichen Rentmeisterei in München auf.
Im Landkreis Augsburg ist es heute noch üblich, dass sich so manches Mädchen am Morgen des 1. Mai über eine mit bunten Bändern geschmückte Birke - ein "Moiala" - freuen darf. Unbeliebteren Zeitgenossinnen hingegen wird ein Schandmaien, Besen oder Borzen gesetzt. Diese Form der sozialen Ächtung, bzw. der Rüge findet sich heute nicht mehr so häufig, schmerzt die Betroffenen aber um so mehr, wenn sie doch einen verdörrten Zweig - für alle sichtbar - im Vorgarten vorfinden.

Was bedeutet, normalerweise bekommt man einen Baumstamm (mein neues Lieblingswort) in den Garten gestellt. Da ich das eher bedenklich finde (Hausfriedensbruch, anyone?) bin ich recht froh, diesen Moiala bekommen zu haben.
Hach. Sehr allerliebst. Ich bedankte mich schon, aber trotzdem. Dankeschön. *knicks*
Herzallerliebst.
Und anscheinend ist der Begriff "Landkreis Augsburg" sehr - sehr dehnbar. Meine Mama kannte es nicht. Mein Papa kannte es nicht. Menschen aus FFB kennen es. Menschen aus GZ kennen es. Sehr eigenartig das.

Ah. Bus. Weg.

1 Kommentar:

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