Sonntag, 5. September 2010

Die Hölle, das sind die Anderen.

Mehr als 8 Stunden heute in den verschiedensten Zügen verbracht. Meistens waren sie voll, wie Regionalbahnen es eben so sind. Schrecklich. Die Hinfahrt nach Hof ging ja noch. Wir hatten eine Stunde Aufenthalt in Nürnberg und saßen bei McCafe mit Frappe und Cookie (ich) oder Frappe/heiße Schokolade und Schokoladenkuchen. Der irgendwie wirklich sehr gehaltvoll ist, aber irgendwie (da muss ich dem einen Herren leider recht geben) jetzt nicht soooo besonders gut schmeckt. Da halte ich mich lieber an Cookie. Und Frappe. Erwähnte ich bereits. Egal.

Der Weg vom Bahnhof zum Krankenhaus ist sehr amüsant, weil er über eine sehr beängstigende Brücke über die Gleise führt. Sah irgendwie nicht gerade vertrauenserweckend aus, das Ding. Hielt aber trotzdem. Hurra.

Im Krankenhaus, dank Zimmernummerdurchgabe per Handy schnell Zimmer gefunden (obwohl das schon sehr arg an ein Labyrinth erinnert hat, wahrscheinlich, damit die Patienten nicht so leicht flüchten können.

Hasö liegt mit einem älteren Mann zusammen im Zimmer, der ältere Mann war sichtlich irritiert durch die Anzahl der Besucher (okay, ja. Drei Menschen gleichzeitig sind vielleicht etwas viel). Aber wir waren ja sehr brav. Und die anderen Beiden waren ja eh nur für die IT-Wartung da.
Hasö hat sich sehr über sein Geschenk gefreut (hoffe ich), auch wenn es natürlich sehr gemein von mir ist ihm einen ganzen Schuhkarton voller Giottos zu schenken (und ein Buch und eine DVD und ein selbstgebasteltes Fotoalbum, ne) wenn er nichts essen darf. Wupps. Ich hätte die Giottos auch selber gegessen, so ist es ja auch nicht.

Wir durften dann auch ganz toll dabei sein als ein Pfleger reinkam (in pink!) und dieser Hasö fragte ob Hasö morgen vor der OP eine Periduralanästhesie haben möchte (Preiset Google, dass ich alleine durch die Schlagwörter "Rückenmark Schmerzen Katheter" dieses schöne Wort gefunden habe!). Was ich vom Pfleger ein bisschen arg lustig fand, weil der anscheinend nicht damit gerechnet hat, dass Hasö da etwas länger überlegen muss ob er eine Nadel in sein Rückenmark gestochen haben will. Was ich verstehen kann. Also, dass man da etwas länger überlegt. Hätte ich auch. Aber ich denke, dass das schon etwas arg sinnvoll ist. Weil Hasö sicherlich nach der OP Schmerzen haben wird und er das jetzt im Moment etwas unterschätzt und lieber hat er dann diesen Katheter zum Schmerzmittelgeben schon drinnen, als dass man den erst legen muss und so.

Naja.

Jedenfalls wird er jetzt morgen um 8 Uhr in der Früh operiert. 3 1/2 Stunden wahrscheinlich. Großer Spaß.

Ich hab heute auch nur einmal halb und einmal gaaaanz kurz weinen müssen. Was mich selber sehr nervt. Ich will nicht ständig vor ihm weinen, weil ich weiß, dass es das für ihn nur noch schlimmer macht. Dummes Mehdchen.

War trotzdem schön ihn nochmal zu sehen. Wahrscheinlich fahr ich nächsten Sonntag wieder hoch. Wahrscheinlich nicht noch einmal mit dem Zug, sondern mit Auto, weil das dauert weniger lange.

Ausserdem muss ich dann den Zug nicht mit so vielen Idioten teilen. BOAH!

Ich weiß nicht wer nerviger war - die Mutter mit Tochter, wo die Tochter STÄNDIG zu Mami meinte "Ich hab ein Pferd gesehen!" - "Ich hab ein lila Haus gesehen!" - "Ich hab einen Zug gesehen!" und die Mutter dann als das Kind etwas zu trinken wollte das ganze Abteil nervte mit "Wie heißt das richtig??? Frag gescheit ob du was zu trinken haben kannst!!!!!" ODER das dämliche Pärchen (ich glaube es war ein Pärchen, die Frage ist nur wie lange sie das noch sind ...), wo der weibliche Teil ständig nervte mich "Lass mich raus! Lass mich raus! Lass mich raus!!!!!!!" und "Du stinkst!" und "Deinen blöden Ring kannst du auch behalten!" ... Menschheit vernichten.
Oder ein fairer Tausch.
Können nicht die ganzen Idioten ins Krankenhaus und ich krieg dafür Hasö zurück?
Bitte?

Ich hasse das gerade sehr.

1 Kommentar:

  1. War ne lustige Fahrt mit der Bahn mit vielen RBs und IREs und Gott sei dank normaler Zugbegleiterin. Drücken wir mal die Daumen, dass es gewissem Herrn jetzt dann wieder besser geht und er wirklich schnellst möglich heimkommt. Bin gern wieder dabei, auch wenn wir mit Auto fahren würden.

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