Freitag, 16. Januar 2009

Never been in a boy band.

Da ich ja immer dann ein für mich besonders faszinierendes Thema finde, wenn ich doch eigentlich lernen bzw. Berichtsheft schreiben sollte (Und zwar wirklich, weil ich es WIRKLICH nächste Woche SPÄTESTENS abgeben muss), ist es auch dieses Mal wieder soweit.
Das Thema:
Geishas.
Ruhe auf den billigen Plätzen! Denn! Wir haben schon gelernt, dass Geishas nichts mit (Kleine Kinder nicht weiterlesen) Sex (Kleine Kinder weiterlesen) zu tun haben. Jedenfalls - nicht so richtig. Denn! Eine Geisha ist in allererster Linie Unterhaltungsdame. Kommunikationstechnisch sowie kulturell mit Musik, Gesang, Tänzen. Sie kann, wenn SIE möchte mit dem Herren in näheren Kontakt treten, das ist aber nicht die Hauptaufgabe einer Geisha, meine Damen und Herren, Sie verwechseln eine Geisha mit einer Kurtisane (welche in Japan erst auch Geisha-Dinge taten, doch dann ihr Hauptaugenmerk auf ... Dinge legten ) oder mit einer Prostituierten.
Jaja, das Fräulein ist belesen und hat sich gleich noch einmal ein Buch zum Thema bestellt. Kimono! Weil! Und überhaupt. Es gibt ja keinen schönen Bildband über Geishas - es gibt gar keinen Bildband über Geishas. Es gibt überhaupt sehr wenig Bücher über Geishas. Das von Arthur Golden habe ich schon länger, den dazugehörigen Film finde ich allerliebst, jetzt lese ich gerade ein Buch von Ursula Richter und eigentlich - ja eigentlich sollte ich doch lernen. Und Berichtsheft schreiben.
Doch das Lesen ist sehr viel amüsanter. Besonders wenn man es gar nicht erwartet.
Sie lesen nun einen Originalausschnitt aus dem Buch "Das Leben der Geisha" und ich bitte Sie, unterdrücken Sie jedes pubertäre Gelächter!
Ist ein Mann nicht hübsch anzusehen, kann er diesen Mangel angeblich leicht verschmerzen, wenn sich sein Penis als Prachtexemplar erweist. Schon in der ausklingenden Heian-Zeit im 11. Jahrhundert soll es am kaiserlichen Hof Peniswettbewerbe gegeben haben. Auf einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kopie einer Malerei aus jener Zeit kann man eine Gruppe junger Männer mit erigiertem Penis sitzen sehen. Einige Männer besitzen ein Prachtexemplar, das ihnen bis unter das Kinn reicht, manch ein Penis ragt sogar über den Kopf seines Besitzers hinaus. Zwei eifrige Jurymitglieder messen genussvoll die Längen.


*hust* ... Ja, ich bin leicht zu erheitern und ja, ich musste mir im Bus das Lachen verkneifen. Aber! Die Vorstellung ist auch etwas - dum. Und dann die ständige Wiederholung von "Prachtexemplar"! Und der Besitzer! Der Besitzer des Wagens mit dem amtlichen Kennzeichen ... lassen wir das. Zu den Jurymitgliedern sage ich mal nichts. Einfach so.
Ja, damit vertreibe ich mir die Zeit, wenn ich doch eigentlich lernen sollte. Und Berichtsheft schreiben.
Noch eine Woche Arbeit.
Dann arbeitslos.

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